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f 3 Nr. 22.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite.
Russen sollen Niutschwang, was ste ge.
räumt hatten, wieder besetzt haben, während sich die Japaner unter fortwährenden Gefechten auf Fönghwangtscheng zurückgezogen hätten. Die Japaner sollen beim Untergang der beiden Kriegsschiffe„Joschino“ und„Hatsuse“ insgesamt 900 Mann verloren haben.
Die Schiffahrt ist für neutrale Schlffe gefähr⸗
lich. Man erwartet darum einen Protest der fremden Mächte. Wie es heißt, benutzen die Russen eine Anzahl chinesischer Boote, um Mi⸗ nen in den Kurs der japanischen Schiffe zu legen, die die Küsten der Liaotung⸗Halbinsel abpatrouillteren. Die Japaner haben mehrere solcher Schiffe bei dem Legen von Minen an⸗ getroffen und hätten dieselben daraufhin in den Grund gebohrt.
Ueber Erfolge der Japaner wird gemeldet, die Japaner hätten Kaiping ge⸗ nommen und die Russen bis Masmihchima in der Richtung auf Niutschwang zurück g e⸗ worfen. Ferner wird mitgeteilt, daß in Ta⸗ kuschan gelandete japanische Truppen in der Nähe von Wanchiatun, sieben Meilen nördlich von Takuschan, eine Schwadron russischer Ka⸗ vallerie umzingelt und aufgerieben haben.
Russische Korruption. In der russischen Hafenstadt Kronstadt brach jüngst ein Brand im Magazin- und Verwaltungs⸗ gebäude aus, der umsomehr auffiel, als es kurz vorher schon einmal dort gebrannt hatte. Es stellte sich heraus, daß Brandstiftung vorlag, weil ein vom Kriegsministerium rekla⸗ mierter, angeblich neu angeschaffter Posten Uniformen sowie Ausrüstungs⸗ gegenstände nicht existierten. Die Unter⸗ suchung ergab, daß eine Anzahl alter Uniformen mit Petroleum übergossen und angezündet wor⸗ den war. Mit dem Ergebnis der Untersuchung steht die Erkrankung einiger hoher Offtziere durch Vergiftung in Verbindung. Ein hoher Intendanturbeamter ist nach dem Aus⸗ lande geflüchtet. Es wurde erst versucht, die Brandstiftungen auf„Anarchisten“ oder japa⸗ nische Spione zurückzuführen, während es sich offenbar um eine Verzweiflungstat korrupter russischer Beamten gehandelt hat.
Soziales, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung.
Entwickelung der Kousumgeuossen; schaften. Die Großeinkaufsgesell⸗ schaft deutscher Konsumvereine in Ha m⸗ burg, hat ihren Bericht über das zehnte Geschäftsjahr herausgegeben. Daraus geht her⸗ vor, daß das Unternehmen eine wahrhaft groß⸗ artige Entwicklung durchmacht und zu einer gewaltigen Organisation fee wasen ist. Der Gesellschaft gehören 305 Konsumvereine an; mit 1300 stand sie in Geschäfts verbindung. Der Waren umsatz erreichte in diesem Jahre die Höhe von Mk. 26455 888 gegen Mk. 21 568 549 im Vorjahre, das ist eine Zu⸗ nahme von Mk. 4 877339 oder 22,61 pCt. Der Reingewinn betrug 115 815 Mk.— Neben einem großen Zentrallager, das 1902 errichtet wurde, hat die Gesellschaft einen Kaffeeröstereigroßbetrieh eingerichtet, der über 1 Million Pfund Röstkaffee umsetzte. An Per⸗ sonal wurden von der Großeinkaufs⸗Gesellschaft 107 Personen beschäftigt. Nunmehr wendet man bereits der Eigenproduktion mehr Aufmerksamkeit zu und befindet sich eben in 175 e zur Einrichtung einer Seifen⸗ fabrik.
Gerechtigkeit für Streikende. Weil er den Mund aufgemacht hatte, bekam ein Streikposten in Schweins furt sechs Wo⸗ chen Gefängnis! Er war vor einem Bau, auf dem Arbeits willige beschäftigt waren, als Streikposten aufgestellt, als plötzlich vor dem⸗ selben Bau eine starke Ansammlung von Ar⸗ beitern anderer Berufe entstand, die sich über die Lieblinge des Unternehmertums in wenig schmeichelhafter Weise äußerten. Die Poltzei verhaftete lediglich den Streikposten, der bis zur Verhandlung in Haft behalten wurde. Vor
verhaftet hatte, nichts anderes auf Eid aus⸗ sagen, als daß der Angeklagte den Mund aufgemacht habe; ob und was er gerufen, das wisse er nicht. Trotz dieser Feststellung er⸗ kannte das Gericht auf sechs Wochen Gefäng⸗ nis, wobei nicht einmal die erlittene Unter⸗ suchungshaft in Anrechnung kam. Die bloße Mitteilung dieses Urteils ist Kritik genug. Höchstens könnte man noch hinzufügen, daß kürzlich Streikbrecher, die mit Revolvern auf ihre Mitmenschen schossen, mit lächerlich ge⸗
ringen Strafen davon kamen.
Fortschritte des Bergarbeiterver⸗ bandes. Aus dem eben veröffentlichten Jahres⸗ bericht des sogenannten„alten Verbandes“ ergibt sich eine außergewöhnliche Kräftigung dieser vielberfolgten Arbeiterorganisation. Als im Jahre 1895 durch den Essener Meineids⸗ prozeß dem Verbande seine alten Führer Schröder und Meyer auf Jahre hinaus ent⸗ rissen wurden, besaß er nur noch 4—5000 Mitglieder. In der früheren Zeit, 1890/1 gehörten ihm schon 45000 bis 50000 Mit⸗ glieder an. Unglückliche Streiks(im Jahre 1893), mangelnde Festigkeit der schnell zusammen⸗ gelaufenen Angehörigen waren die Ursachen des Rückganges. Seit dem Meineidsprozeß dattert aber der neue Aufschwung. Das Jahr 1902 schloß die Organisation ab mit 48 278 Mitgliedern, am Schluß 1903 war ihre Zahl auf 69 028 gestiegen, also Zuwachs in einem Jahre 20 750 Mitglieder! Augenblicklich ist der Mitglieder⸗ stand zirka 75000, die Auflage des Verbands⸗ organs, die„Deutsche Bergarbeiter ⸗Zeitung“ beträgt 80 000! Dieser große Aufschwung ist der beste Beweis für das wachsende Vertrauen der Bergarbeiter zu ihrem Verbande. Der „christliche Gewerkverein“, mit dem bekannten Aug. Brust— jetzt Zentrumsabgeordneter— un der Spitze, befindet sich im Rückgange. Ende 1902 hatte er noch 40 000 Mitglieder; für Ende 1903 gab er nur noch 39000 au, da tausende„christliche Mitglieder“ im Siegerlande dem Gewerkverein des Herrn Brust den Rücken kehrten. Vor etwa fünf oder sechs Jahren war die Stärke des„christlichen Gewerkvereins“ der des alten Verbandes ziemlich gleich; zur Zeit ist der letztere bald doppelt so stark als der vom Zentrum inspirierte Gewerkverein. Auch in der fast ausschließlichen Domäne des Brust⸗Verbandes, im Ruhrgebiet, besitzt heute der Verband zirka 50000 Mitglieder, ist also auch hier viel stärker geworden als die bezeich⸗ nenderweise in Arbeiterkreisen„Zechengewerk⸗ verein“ betitelte ultramontane Bergarbetter⸗ organisation. Die fernere Entwicklung läßt sich leicht voraussehen. Der Bergarbeiterverband hat sich auch finanziell sehr gut entwickelt. Sein Vermögen betrug 1901 erst 160 000 Mk, 1902 waren es 260000 Mk. und 1903 rund 439000 Mk. Um sich von Scherereien zu be⸗ freien, hat der Verband ein großes Grundstück in Bochum gekauft, wo ein umfangreiches Ver⸗ waltungsgebäude nebst Druckerei und Wohn⸗ häusern errichtet werden. Der Besitz dürfte einen Wert von ca. 400 000 Mk. repräsentieren. Hoffentlich hält die erfreuliche Entwicklung weiter an, denn es sind noch zehntausende Bergleute unorganisiert. Aber schon jetzt müssen die Scharfmacher mit dieser Arbeiterorganisation rechnen!— Vergangene Woche hielt die Orga⸗ nisation ihren Verbandstag in Stadthagen ab. Es wurden hier eine Reihe Resolutionen beschlossen; unter anderem wird volle Vereins⸗ freiheit gefordert, sowie der Erlaß eines Reichsberggesetzes verlangt, worin die achtstündige Schicht und die sechsstündige bei einer Temperatur von über 28 Grad fest⸗ gesetzt, sowie das Verbot der Frauen⸗ arbeit in den Bergwerken enthalten sein soll.
Der V. Verbandstag des Holzar⸗ beiterverbands hat vergangene Woche in Leipzig stattgefunden. Es waren 79 Delegierte anwesend sowie Abgesandte mehrerer ausländi⸗ schen Bruderorganisationen als Gäste. Gegen⸗ wärtig zählt der Verband, wie aus dem Vor⸗ standsberichte hervorgeht, über 84000 Mitglie⸗ der und seine Einnahme betrug in den
Gericht konnte der Schutzmann, der bei dem Zusammenlauf anwesend war und den Mann
letzten 2 Jahren 2,175,153 Mk. Zur Zeit sind 707 800 Mark in mündelsicheren Papieren als
24 Prozent.
Reservefonds angelegt. Unter anderm beschloß der Verbandstag nach lebhafter Debatte das Verbandsorgan, das bisher in Hamburg er⸗ schien, nach Stuttgart, dem Sitze des Hauptvorstandes zu verlegen.
Der Schneiderverband brachte es im verflossenen Jahre von 18 172 auf 20844 Mit⸗ lieder. Leider war der Wechsel unter den Mitgliedern äußerst stark. Der Vorstandsbericht beklagt, daß wohl 10 467 Mitglieder dem Ver⸗ bande beitraten, daß davon ihm aber nur knappe 3000 treu blieben. Trotzdem stieg die Leistungs⸗ fähigkeit des Verbandes ganz bedeutend. Die laufenden Einnahmen stiegen auf 224 967 Mark, das sind 43806 Mk. mehr als im Vor⸗ jahre. Ebenso wurden weit höhere Aufwendungen für Kranken⸗ und Streikunterstützung gemacht. Der Kassenbestand stieg auf 106 555 Mk., als o um 2547/9 Mk. Also 2789 neue Mitglieder und 25479 Mk. mehr Kassenbestand, das ist der Erfolg(von den Lohnkämpfen abgesehen) des Jahres 1903; immerhin ein ganz annehmbarer Fortschritt, der die Mitglieder allerdings noch nicht befriedigen darf.
Der Küferverband veröffentlicht seine Jahresabrechnung für 1903. Die Mitglieder⸗ zahl beträgt 6350. Die Gesamteinnahme be⸗ trägt Mk. 71 312,91, welcher eine Ausgabe von Mk. 57 402,50 gegenübersteht, somit Mehr⸗ einnahme von Mk. 13 910,32. Unẽter den Ausgaben befinden sich für Reiseunterstützung Mk. 4871, Arbeitslosenunterstützung Mk. 2597, Notfallunterstützung Mk. 230, Sterbegeld 1100 Mark, für örtliche Verwaltung Mk. 609 3, Zeitung Mk. 9191, Gehalt der Vereinsbeamten Mk. 5700, Unterstützung an Streikende Mk. 21 147,88.
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von Rah und gern.
Hessisches.
— Stärke der politischen Parteien in Hesseu. Das statistische Amt in Berli n macht über das Ergebnis der Reichstagswahlen in Hessen folgende Angaben: Die Gesamtzahl der Wahlberechtigten betrug in Hessen 259,512, hiervon haben 194,297 oder 74,9 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Es er⸗ hielten Stimmen: die Nationalliberalen 68,865 oder 35,5 Prozent, Sozialdemokraten 68,834 oder 35,5 Prozent, Zentrum 33,163 oder 17,1 Prozent, Antisemiten(deutsche Re⸗ formpartei) 10,595 oder 5,5 Prozent, Freisinnige Volkspartei 9748 oder 5 Prozent, Bund der Landwirte 2549 1,3 Prozent, zersplittert waren 91 oder 0,1 Prozent. Nicht ohne Interesse ist die Tatsache, daß die Wahlbeteiligung in den Städten mit über 10000 Einwohnern(79,9 Prozent) erheblich lebhafter war als auf dem flachen Land(71,5 Prozent).
Den höchsten Prozentsatz ihrer Stimmen brachte die Sozialdemokratie in den größeren Städten auf und zwar 47,6 Prozent, in den Orten unter 2000 Einwohnern kam sie nur auf Die Nationalliberalen erhielten auf dem Lande 41,6 Prozent; in den Orten mit einer Einwohnerzahl von 2000 bis 10000 25,5 Prozent und in den großen Städten 63,3 Prozent. Es muß jedoch hinzugefügt werden, daß in den nationalliberalen Stimmen ein e große Anzahl anderer Parteien enthalten sind; in verschiedenen hessischen Wahlkreisen stimmten Freisinnige, Zentrumsleute und Antisemiten gleich bei den Hauptwahlen für die national⸗ liberalen Kandidaten. Die sozialdemokratische Partei ist auch in Hessen die stär kste.
— Gegen die hessische Steuer ⸗ reform eiferte ganz besonders der Wormser Lederkönig Heyl. Schon vor einiger Zert richtete er im Reichstage heftige Angriffe gegen unseren Genossen Ulrich, dem er vorwarf, im hess. Landtage eine ganz unmögliche Steuer⸗ progresston beantragt zu haben. Und selbstver⸗ ständlich ließ er darum die Hetze in seinem Orgau, der„Wormser Zeitung“, durch seine Soldschreiber weiter betreiben. Auf die Heyl'⸗ schen Angriffe kam Genosse Ulrich kürzlich in einer Versammlung in Stuttgart zu sprechen und er legte dabei treffend dar, warum Heyl


