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Mitteldeutsche Sountags⸗Zgeitung.
Seite 5.
eine bessere Verständigung zu Gunsten unserer Ge⸗ meinde zu Stande kommt.
Nach sachverständigem Urteil wären bei ganzer Er⸗ werbung des Ackers, unter Berücksichtigung der exponierten Lage und des gesunkenen Geländepreises, 15 Pfg. pro Quadratmeter, Geld genug dafür! mm.
Aus dem Nreise griedberg⸗Büdingen.
r. Friedberg. Ein Mitkämpfer ge⸗ fallen. Am Montag nachts starb hier unser Parteifreund Albert Löffler nach längerem schweren Krankenlager im Alter von erst 34 Jahren. Er hat jederzeit in der Partei so⸗ wohl, wie auch in der Gewerkschaft der Leder⸗ arbeiter nach besten Kräften mitgearbeitet. Es ist gewiß beklageuswert, daß er im besten Mannesalter den Seinen entrissen wurde. Die Parteigenossen werden ihm eln gutes Andenken wahren.
Der nationalliberale Wahlexzeß von Burggräfenrode dürfte noch weitere und womög⸗ lich schlimme Folgen haben. Gegen mehrere der Be⸗ teiligten soll ein Verfah en wegen Meineids schweben. Am Montag haben ein Untersuchungsrichter der Oberstaatsanwalt von Gießen eine Ortsbesich⸗ tigung und Zeugenvernehmung im Orte selbst vorge⸗ nommen. Die Vernehmungen nahmen mehrere Stunden in Anspruch.
Aus dem Nreise Wetzlar.
h. Gewissenlosigkeit eines Metzgers. Wir nahmen in voriger Nummer von einem Gerücht Notiz, wonach ein krankes Rind von einem Metzger verar⸗ beitet worden ser. Dies wurde zwar glücklicher
Weise noch verhindert, doch hatte der betreffende Metzger den besten Willen, es zu tun. Einem Oekonomen in der Langegasse erkrankte ein Rind so schwer, daß der Tierarzt anordnete, es dem Wasenmeister zu über⸗ antworten. Ein Schweinemetzger erfuhr davon, kaufte das Rind für 20 Mk. und brachte es sofort in's Schlachthaus, um es noch in der Nacht schleunigst zu schlachten. Mittlerweile war aber dem Wasenmeister der Handel zu Ohren gekommen, dieser überraschte den braven Metzger bei seinem lichtscheuen Tun und ver⸗ anlaßte, daß das schon zerlegte Schlachtstück auf die Abdeckerei kam. So wurde durch Zufall vielleicht ein großes Unglück verhütet. Was soll man aber zu dem Treiben eines Menschen sagen, der aus Gewtinnsucht die Gesundheit vieler seiner Mitmenschen aufs Spiel setzt? Warum greift die Innung der Metzger nicht ein? Das Schlachthaus gehört ebenfalls der Innung, wenn es städtisch wäre, bätte die Geschichte wohl kaum passieren können. Schon im vorigen Jahre haben wir einmal auf die dort herrschenden Mißstände hingewiesen.
h. Steigende Arbeitslöhne? In dem kürz⸗ lich veröffentlichten Geschäftsbericht der Buderus schen Werke wird u. a. gesagt, daß die Löhne eine Steiger⸗ ung erfuhren. Schade, die Arbeiter haben nachts davon gemerkt. Es ist wohl möglich, daß eine größere Gesamtsumme an Löhnen verausgabt wurde, die entfällt aber auch anf eine größere Zahl Arbeiter. Und so erklärt sich das.
* Versammlung der Transportarbeiter. Am Sonntag Abend 8 Uhr findet eine Versammlung der Fuhrleute, Kutscher, Speditionsarbeiter ꝛc. im Gast⸗ haus zum Adler, Am Kornmarkt statt, in welcher R. Habicht Frankfurt sprechen wird. Alle im Trans⸗ porteurgewerbe beschäftigten Arbeiter wollen sich zahlreich einfinden!
Aus dem Rreise Dillenburg⸗Herborn.
Die Christlich⸗Sozialen machen in unserer Gegend gewaltige agitatorische Anstrengungen. Vor
und
einigen Wochen warfen die Herren Dr. Burckhardt und Franz Behrens im Wetzlarer und Marburger Kreise ihre Netze aus, um Gläubige zu fongen und kürzlich verkün⸗ deten sie im Dillenburger und Wetzlarer Kreise das Stöcker⸗Evangelium. Am Sonntag vor acht Tagen hielt ihr Parade⸗Arbeiter Behrens in Dillenburg und Herborn Versammlungen ab. In Herborn zählte man 67 Versammlungsbesucher, von denen ca., Christliche sein mochten. Behrens redete hier viel von gewerkschaft⸗ licher Organisation und von den bösen Sozi's. In der Diskusston ergriff ein Mitglied des Buchdrucker⸗Verbandes das Wort und hielt Herrn Behrens vor, daß der Her⸗ ausgeber des christl.⸗soz.„Volksfreund“ in Herborn nicht einmal den Tarif anerkennt und wahre Hungerlöhne von 12— 13 Mk. für alte Buchdrucker zahle. Diese Ausführungen nahmen die Stöckerleute mit Geheul und Rausrufen auf. Der Buchdrucker ließ sich aber nicht irre machen, sondern hielt den Herren eine Nr. des christl.⸗soz. Blättchens unter die Nase, die nicht weniger als 150 Druckfehler aufwies, ein Umstand der mit durch die mangelhaften Arbeitsverhältnisse verschuldet sei. Diese Tatsachen konnte natürlich Behrens nicht aus der Welt reden.— In Dillenburg war die Versammlung von 54 Personen besucht, zur Hälfte etwa christlich⸗sozial. Hier trat unser Genosse Trott⸗Haiger Herrn Behrens entgegen, dem er zunächst bemerkte, daß er vielem, was B. über die Notwendigkeit der Organisation gesagt habe, zustimme. Zur nachdrücklichen Vertretung der Arbeiter⸗ interessen sei aber auch eine starke politische Partei nötig und die haben die Christlich⸗Soztalen nicht. Der christ⸗ liche„Sozialismus“ habe schon oft seine arbeiterfreund⸗ liche Maske fallen lassen, wie Trott an weiteren Bei⸗ spielen nachwies. Die Sozialdemokraten, führte er weiter aus, betätigten mehr Vaterlandsliebe als die Leute, die sich sovlel damit rühmten.— Die„Widerlegung“ des Herrn Franz Behrens war ein wüstes Geschimpfe e Stöcker. Der Vorsitzende machte daun noch in einer langen Pauke Propaganda für das Herborner Stöcker⸗ blatt, wobei die Zeit soweit vorgeschritten war, daß Trott auf die faden Mätzchen des Herrn Behrens nicht mehr antworten konnte.— Auch in der Weilburger Gegend versuchte Behrens sein Elück mit wenig Erfolg.
— In Allendorf bei Haiger J wurde Polier Krumm als erster sozialdemokratischer Gemeindevertreter im Dillkreis gewählt.
Aus dem Nreise Marburg⸗Nirchhain.
r. Sitzung der Stadtverordneten.
In der am Dienstag stattgefundenen Sitzung der Stadt⸗
verordneten machte zunächst der Vorsitzende bekannt, daß der Stadtverordnete Dörr sein Amt niederlege. Zu⸗ gleich ist aber noch eine Neuwahl vorzunehmen sür den in der Hauptwahl gewählten Kreissekretär Voß, gegen dessen Wahl mit Erfolg Protest eingelegt wurde. Die Neuwahlen finden voraussichtlich schon im April statt. Der Hauptpunkt in der betr. Stadtverordneten Sitzung war Einleituug eines Enteignungsverfahrens wegen Verbreiterung des Pilgrimsteins. Diese Sache hat folgen⸗ des Vorspiel: Der Bierbrauerei⸗Besitzer und Maglstrats⸗ Mitglied Bopp besitzt eine alte Scheune neben der Universität. Die alte Bude war nun neben der Uni⸗ versität allerdings keine Zierde für die Stadt. Es trat deshalb eine Kommisston von Stadtverordneten zu⸗ sammen, um mit Bopp wegen der Scheune zu unter⸗ handeln und womöglich in Güte den Abbruch derselben zu erreichen. Denn man nahm an, ein Stadtvater werde wohl auch geneigt sein, ein kleines Opfer für das Gemeinwesen zu bringen. Da waren die Herren aber schief gewickelt. Bopp stellte eine ganze Speisekarte von Bedingungen auf, die die Stadt ihm für Abtretung gegenüber eines sch nalen Streifens seines Grund und Bodens erfüllen sollte. Darauf konnte die Kommission nicht eingehen und so verlief die Siche zunächst im Sande. Von der Universität ist angeboten we rden, bei dem Ministerium den Antrag zu stellen, daß zu den
Kosten der Beseitigung der alten Scheune von der Universität die Hälfte beigetragen wird, wenn der frei⸗ werdende Platz unbebaut bleibt. Der Magistrat hat deshalb die Enteignung der Scheune beschlossen und die Stadtverordneten stimmen der diesbezüglichen Vor⸗ lage zu.
g. Zur Märzfeier findet Samstag Abend 9 Uhr im Lokale Jesberg eine Partei versammlung statt. Auf der Tagesordnung steht als erster Punkt ein Vor⸗ trag des Gen. Vetters⸗Gießen über den 18. März, als zweiter die Maifeier.
r. Der Naturheilverein in Marburg hielt am Montag eine öffentliche Versammlung ab, in der der Naturheilanstaltbesitzer Polster aus Esch⸗ wege einen Vortrag hielt über Erkältungskrankheiten usw. Der Vortrag war gut besucht und ließen sich eine ganze Anzahl Personen in den Naturheilverein aufnehmen. Am andern Tage hielt Herr Polster eine Sprechstunde ab, die sehr in Anspruch genommen wurde.
Die Frankfurter Raubmörder,
welche den Klavierhändler Lichtenstein am 26. Februar in so bestialischer Weise hinmordeten, sind nunmehr ermittelt und sitzen hinter Schloß und Riegel. Ende voriger Woche wurde in Hamburg der Kutscher Stafforst verhaftet, bei dem man die Schmucksachen fand, welche bei Lichtenstein geraubt worden waren. Der Mann legte nun bald ein volles Geständnis ab und gab an, daß der schon seit einigen Wochen verhaftete Möbelträger Groß der Mit⸗ täter, ja eigentlich der Ansttfter zum Morde sei. Groß leugnete bei der Gegenüberstellung, den Stafforst zu kennen.
partei-Uachrichten.
Parteitag für Hessen⸗Nassau.
Auf Sonntag, den 10. April vorm. 10 Uhr ruft der Frankfurter Vertrauensmann einen Parteitag für die nassauischen Wahlkreise und die beiden bayerischen Aschaffenburg und Lohr nach Frankfurt ein. Der Parteitag findet im dortigen Gewerkschaftshause statt
und seine vorläufige Tagesordnung lautet:
2. Unsere Auf⸗
1. Organisation in Hessen⸗Nassau. 3. Unsere Presse.
gaben in den Gemeindevertretungen.
Versammlungskalender.
Erscheint zahlreich und pünktlich in den Ver⸗
sammlungen! 1 Samstag, den 19. März.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 8 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb(Wiener Hof). Vortrag von Vetters. Wahl zum Verbandstage.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Sonntag, den 20. März.
Gießen. Oeffentliche Glaserversa m m⸗ lung. Vormittags 10 Uhr'm Gasthaus zum Ritter(Orbig). Tagesordnung: Der korporative Arbeitsvertrag. Ref.: R. Böttcher„Mannheim. Jedermann willkommen.
Montag, den 21. März.
Gießen. Schneiderverband. Abends ½9 Uhr
Versammlung bei Orbig.
Briefkasten. Spielen in einer„verbotenen“ Lotterie charakteristert sich als Uebertretung und verjährt dem⸗ nach in 3 Monaten.(llebertretung ist eine mit Haft oder Geldstrafe bis 150 Mark bedrohte Hand lung.) Rödgen b. Nauheim: Nächste Nummer.
h. Wetzlar.
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