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Nr. 29.
Mitteldeutsche Sonutags⸗Zeitung.
Seite 5.
sönliche Interessen in der Gemeindevertretung. Der zu wählende muß Energie und Fähigkeit besitzen, um bei großen Fragen seinen Mann stellen zu können. In vielen Körperschaften sitzen angebliche Genossen, ohne daß sie bis jetzt auch nur ihre Kritik geltend machten.
Die Diskussion über diesen Punkt schloß mit Annahme einer Resolution, in welcher die bei den Gemeindewahlen zu beobachtenden Grund⸗ sätze niedergelegt sind.— Bei dem Punkte „Landeskonferenz“ sprach man sich mit aller Entschiedenheit gegen den von Mainz bezüglich der Maifeier gestellten Antrag aus. Die Mai⸗ feier sei von großer Bedeutung für die Arbeiter⸗ bewegung.— Eine weitere Resolution protestiert gegen eine Aeußerung des Genossen Eißnert⸗ Offenbach, welcher den Genossen des Friedberger Wahlkreises Kostgängerei an verschiedenen Stellen vorwarf.— Als Delegterter zum Parteitage wird nach einem Referate Busolds Gen. Repp Friedberg gewählt.— Bei der Vorstandswahl zum Kreiswahlverein wird Repp als Vorsitzen⸗ der und Kühn als Kassierer gewählt.
Aus dem Rreise Alsfesd-Cauterbach
b. Alsfeld. Der soz.⸗dem. Wahlberein hielt am Sonntag in der Wirtschaft zum„Darmstädter Haus“ eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, die sich mit der Landeskonferenz, dem internationalen Kongreß und den Gemeinderatswahlen beschäftigte. Als Delegierter zur Landeskonferenz wurde Gen. Dr. Michel s⸗Marburg gewählt, ebenso als Delegierter zum Amsterdamer Kon⸗ greß. Bezüglich der Gemeinderatswahl wurde beschlossen, sich wieder daran zu beteiligen und eine Kommission, bestehend aus den Genossen Eder, Jakob, Kliegel und Wiegand gewählt, welche die Vorarbeiten erledigen soll. Ein weiterer Beschluß setzt die regelmäßigen Mitglieder⸗ versam mlungen auf den ersten Sonntag im Mont fest. Nachdem die Aufnahme 6 neuer Mitglieder erfolgt war, wurde unter„Verschiedenes“ der Wunsch ausgesprochen, daß die Beschlüsse der letzten Landeskonferenz bezüglich der„Mitteldeutschen Sonntagszeitung“ zur Ausführung kämen.(Anmerkung der Redaktion. Bisher war es in der hessischen Parteiorganisation üblich, daß Delegierte zu internat. Kongressen auf der Landeskonferenz gewählt wurden. Formell hat ja Alsfeld so gut wie jeder andere Ort das Recht, einen Delegierten zu schicken. Wir halten dies aber nicht richtig. Der Parteivorstand hätte für diese Wahlen eine Einteilung machen sollen.)
Mit dem Prot est gegen die von der Zweiten Kammer festgesetzten Wahlkreiseinteilung hat der Polizei⸗ diener Diehl seine liebe Not. Er muß damit von Haus
Trepp auf und ab laufen und Unterschriften sammeln. Wir sind gewiß die letzten, welche jemandem das Recht, für seine Sache alle mögliche Propaganda zu machen, be⸗ schränken wollen. Ist aber der Polizeidiener dazu da? Handelte es sich um einen von sozialdemokratischer Seite ausgehenden Protest. oder wäre ein Sozialdemokrat in Alsfeld gewählt, würde man den Polizeidiener gewiß nicht mit den Listen herumschicken.
g. Eine Filiale des Holzarbeiterver⸗ bandes in Alsfeld ins Leben zu rufen, ist schon seit einiger Zeit der dringende Wunsch mehrerer Holzarbeiter. Hier wäre es wirklich die höchste Zeit und unbedingte Notwendigkeit, daß endlich die Organisation Wurzel faßte. Es sind hier in der Holzindustrie etwa 200 bis 230 Arbeiter beschäftigt, die hier und in dir Umgebung wohnen. Die Lohnverhältnisse sind außerordentlich un⸗ günstige, weil eben die Arbeiter sich die Verbesserung ihrer Lage niemals angelegen sein ließen; der Wochenlohn beträgt etwa 12 Mark durchschnittlich. Daß damit eine Familie nicht existieren kann, bedarf keiner weiteren Ausführung. Wollen die Holzarbeiter aber eine Ver⸗ besserung der Verhältnisse, so müssen sie vor allem einig zusammenstehen, sich dem Verbande anschließen und die geringen Opfer nicht scheuen, die da erforderlich sind, sie bringen gute Zinsen.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Der Kredit⸗ und Vorschuß⸗ Verein leidet noch schwer unter der Krise, in die er durch den Konkurs Hermann Jakob und Oskar Dietrich oder richtiger durch seine frühere Leitung geraten ist. Am Dienstag fand wiederum eine Generalversammlung statt, in der die umgestaltete Jahresbilanz für 1903 vorgelegt wurde. Daraus ergiebt sich, daß die Verluste an den beiden Fallissements sehr er⸗ heblich sind, sie betragen zusammen 79653 Mk. Der Fehlbetrag soll durch die Reservefonds und den Jahresgewinn, zum größten Teile aber, zu 54000 Mk., durch Abschreibungen an den Geschäftsanteilen, also durch die Mitglieder gedeckt werden. Das gab allerdings lange Gesichter in der Versammlung und die Mißstimmung machte sich auch in einer heftigen
Diskussion Luft, in der es nicht an Vorwürfen gegen den alten Vorstand und Auffsichtsrat fehlte. Es wurde schließlich ein Antrag an⸗ genommen, der von den Mitgliedern der früheren Vereinsleitung verlangt, für die Ver⸗ luste aufzukommen, andernfalls binnen 14 Tagen eine weitere Generalversammlung stattfinden soll mit der Tagesordnung: Absetzung der alten Aufsichtsratsmitglieder und Neuwahl und Wahl einer Prozeßkommission, welche die Regrez⸗ ansprüche der Genossen gegen die alten Vor⸗ fal. und Aufsichtsratsmitglieder durchfechten Ol.
Möglicherweise kann die Affaire noch zu Strafprozessen führen, denn nach veröffentlichten Erkläruagen scheint zwischen dem früheren Kassierer und dem falliten O. Dietrich keines⸗ wegs alles im Reinen zu sein.— Die Fabrik Dietrichs wird vom Konkursverwalter zum Verkauf ausgeboten.
h. Seht die Wählerlisten nach! Autlich wird bekannt gemacht, daß die Liste der stimmfähigen Bürger von Wetzlar und Niedergirmes vom 15 bis 30. Juli auf dem Rathause, im Zimmer des Bürgermeister⸗ amts zur Einsicht ausliegt. Einwendungen gegen die Richtigkeit der Liste können während dieser Zeit beim Bürgermeister erhoben werden.
o. Sängerfest in Krofdorf. Wenn sonst in irgend einem Orte ein Sänger⸗ oder Turnerfest ge⸗ plant ist, so läßt in der Regel die ganze Einwohnerschaft, mindestens aber der Teil derselben, welcher als Wirte und Geschäftsleute dabei zu verdienen hofft, dem Plane die größtmögliche Förderung angedeihen. Hier bei dem Feste und der Fahnenweihe der„Eintracht“ war dieses nicht der Fall. Diesem Feste wurden sogar von ver⸗ schiedenen Seiten Schwierigkeiten gemacht. Keiner der Krofdorfer Wirte wollte das Fest übernehmen. Erst als es zu spät war und der Verein die Wirtschaft auf dem Festplatze einem auswärtigen Wirte übertragen hatte, hätte sie auch mancher Krofdorfer Wirt gerne übernommen. Trotz dieser und noch verschiedener anderer Schwierigkeiten hat wohl noch nie ein Fest mit größerer Beteiligung in Krofdorf stattgefunden, auch noch nie eins, was einen besseren Verlauf aufzuweisen hätte. Allgemein war die Beteiligung der Krofdorfer Arbeiterschaft und die aus der Umgebung war trotz der großen Hitze ebenfalls sehr zahlreich erschienen. Es mögen am Sonntag 2500 Personen auf dem Festplatz gewesen sein und auch am Montag war der Besuch ein starker. Daß auch 3— 4 Gendarmen den Festplatz bewachten, kennzeichnet die ausnahmsweise Behandlung, die diesem Feste zu teil wurde. Natürlich erwies sich ihre Anwesenheit als gänzlich überflüssig und auch damit charakterisierte sich das Fest als echtes und rechtes Arbeiterfest.— Einen Festzug von solcher Länge, wie der am Sonntag sich durch den geschmückten Ort bewegte, hat man in Krofdorf auch noch selten gesehen, 28 Vereine nahmen daran teil, die Zahl der Festdamen im Zug betrug 120. Nachdem derselbe auf dem Fest⸗ platze angekommen, hielt Gen. Stork die Festrede, in der er für den überaus zahlreichen Besuch dankte und die Versicherung abgab, daß der Verein die Kunst des Gesanges in der Arbeiterklasse pflegen und in seinen Liedern auch ihr Streben, Hoffen und Sehnen zum Ausdruck bringen wolle. Nach Ueberreichung der ge⸗ schmackvollen Fahne, wozu die Freundinnen des Ver⸗ eins Schleife und Bandolier stifteten, das von der Sprecherin mit beifällig aufgenommener Rede übergeben wurde, gaben die einzelnen Gesangvereine Proben ihrer Kunst und boten im Allgemeinen recht gute Leistungen. Das Festvergnügen fand am Montag seine Fortsetzung. Ein Telegramm, das an diesem Tage von zwei auf der Rückreise nach ihrer neuen Heimat Amerika befindlichen Krofdorfern W. Krombach und W. Drauth aus Altona einlief, erregte allgemeine Freude. Kurz, dieses Festes werden sich gewiß alle Beteiligten mit Befriedigung er⸗ innern.
Aus dem Nreise Dillenburg⸗Herborn.
* Christlich⸗soziale Entstellungen. Auf den Artikel des Genossen Trott mit dieser Ueberschrift antwortete Dr. Burckhardt in seinem Herborner Blatte und in seiner bekannten Art mit längeren Ausführungen, worauf uns Trott wieder einen ziemlich umfangreichen Artikel ein⸗ geschickt hat. Wir können denselben aber wegen Raummangel heute nicht zum Abdruck bringen. Wir halten die Burckhardt'schen Ausführungen und die ganze Stöcker⸗Partei übrigens nicht für so bedeutend, daß sie so ein gehender Widerlegung bedürften.
Aus dem Rreise Marburg⸗Kirchhain.
r. Die braven Arbeits willigen. Zu der Notiz„Merkwürdige Gastfreundschaft“ in voriger Nr. ist noch nachzutragen, daß zwei
arbeitswillige Maurer, nachdem sie bei dem Festessen gegessen und getrunken hatten, noch einen Diebstahl ausführten, indem sie zwei wertvolle Spazierstöcke mitgehen hießen. Sie wurden aber dabei ertappt und durch die Polizei vom Festplatze gejagt. Das Komitee sorgte dafür, daß das beschämende Vorkommnis nicht allzu bekannt wurde. Ja, ja, das sind die„nützlichsten Elemente“!
r. Die Bauhilfs⸗ und Erdarbeiter wollten am Samstag nachmittags 6 Uhr eine Versamm⸗ lung abhalten. Da aber von der Behörde die Erlaub⸗ nis erst für 8 Uhr gegeben wurde, mußte man sich in privater Besprechung über Organisations angelegenheiten unterhalten. Erfreulicherweise kam es auch dazu, daß 40 Mann dem Bauhilfsarbeiter⸗ Verbande beitraten. Damit hat auch die Organisation in diesem Berufszweige Wurzel gefaßt und es muß Aufgabe der Beteiligten sein, für ihren Ausbau das Möglichste zu tun.
——— Kleine Mitteilungen.
* Die kleinen Diebe hängt man. Von der Strafkammer in Schweidnitz wurde ein alter Tag⸗ arbeiter aus Neubielau, der aus dem Walde eine abge⸗ hauene Kiefer im Werte von dreißig Pfennigen mitnehmen wollte— mitgenommen hat er sie nicht, da der Förster hinzukam— zu drei Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt.— Wieviel hätten nach demselben Verhältnis die Pommernbank⸗ Spitzbuben bekommen
müssen? Partei-Uachrichten. Die Kreiskonferenz für den Wahlkreis Gießen⸗Grünberg findet am 14. August vorm. 10 Uhr in Gießen statt.
Anträge zur Landeskonferenz.
Antrag der Organisation Langen:
„Die Landeskonferenz wolle beschließen, daß bei allen Wahlen die kurz aufeinander folgende Massen⸗Flugblatt⸗ Anfertigung und Verbreitung etwas eingeschränkt wird, da die Flugblätter kurz vor den Wahlen wenig Wert haben, weil dieselben doch wenig gelesen werden. Die so gemachten Ersparnisse sollen für die kleine Agitation verwendet werden, welche größeren Wert für die Wahlen hat.“
Die Genossen von Bretzenheim beantragen:
„Die Londtagsfraktion möge dahin wirken, daß die Stempelgebühren für den Austritt aus der Landeskirche beseitigt werden.“
Versammlungskalender. Samstag, den 16. Juli. Gießen. Wahl verein, Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Siehe Inserat.) Wieseck. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Adam Ziegler. Sonntag, den 17. Juli.
Lauterbach. Sozialdemokrat. Wahlverein. Nachmittags 4 Uhr Versammlung im Vereinslokal. ——— Briefkasten.
r.-Marbg. Leider mußte die andere Notiz zurück⸗ bleiben, das gleiche Schicksal teilten weitere Einsendungen.
Letzte Nachrichten.
Paul Krüger, der frühere Präsident der Buren⸗Republik, ist im hohen Alter von 80 Jahren in Clarens(Kanton Waadt, Schweiz) am 14. Juli früh gestorben. Krüger hatte sich im Frühjahr dieses Jahres nach Clarens begeben. Seinem Ableben ging ein nur zweitägiges Unwohlsein voraus.
7 Be müht Parteifreunde! cn pes nach besten Kräften für die immer weitere Verbreitung Eueres Blattes.
Empfehlenswerte Schriften.
Städteverwaltung und Munizipal⸗Sozi⸗ alismus in England. Von C. Hug o. Preis brosch. 2 Mk., gebd. 2.50 Mk.
Die Vernichtung der Sozialdemokratie durch den Zentralverband deutscher Industrieller. Preis 20 Pfg.
Die agrarische Gefahr. Von Paul Göhr e Der Verfasser schildert in gemeinverständlicher Sprache die einseitige agrarische Interessen⸗Bewegung von ihrer Entstehung bis zu ihrer heutigen das Volks wohl ge⸗ fährdenden Macht und legt dar, wie allein die sozial⸗ demokratische Bewegung die letzten Ziele dieser Bewegung des Junkertums und seiner Anhängsel verhindern kann. Preis 20 Pfg.


