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Nr. 3.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
staat ist keine Schöpfung menschlicher Willkür; er ist Sin der Menschennatur begründet.“ Demnach wird also der Klassenstaat, den die Reptilien doch stets als eine sozialdemokratische Erfin⸗ dung hinstellten, als wirklich existirend anerkannt. Ferner: Gibt es keine Kapitalisten mehr, hört die Nachfrage nach den m eisten Arbeitserzeugnissen auf. Also: die Handvoll Kapitalisten nehmen das Meiste für sich in Anspruch. Ist das Gerecht? Und muß ein solcher Zu⸗ stand nicht im Juteresse der Gesamtheit beseitigt werden? Daß ein Unternehmen von einem Besitz verdrängt wird, passiert doch täglich. Ruhig geht deshalb die Sache weiter ihren Gang. Für den Kruppischen Riesen⸗ betrieb war es ganz gleichglültig, ob Krupp in Essen war oder im Bade, in Italien Krebse fing oder sich sonstwo amüsierte. Keine Störung trat ein, als er starb. Beweist seine Ueberflüssigkeit, wie die eines
jeden Unternehmers als solcher.
t. Eine Allgemeine Metallarbeiterver sa mm lung findet diesen Sonntag nachmittags 3 Uhr in der Turnhalle zu Haiger statt. Der Gauleiter des Metallarbeiterverbandes, Fritz Ehrler in Frankfurt wird über die gewerkschaftliche Organisation sprechen. Zu der Versammlung hat natürlich Jedermann Zutritt; besonders sind die in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter eingeladen.
Aus dem RNreise Marburg⸗Rirchhain.
* Christlich⸗soziale Wahlrechts⸗ fein del In Marburg hielten die Stöcker'schen am Montag im Café Quentin ebenfalls eine
Versammlung ab. Herr Burckhardt hielt
eine lange Rede, in der er die Ziele der Christ⸗ lich⸗sozialen Partei zu entschleiern versuchte. Beinahe eine Stunde lang beschäftigte er sich mit den Zöllen, denen er das Wort redete.
In der Diskussion sprachen Gen. Vetters⸗
Gießen und Herr Nuschke, Redakteur der „Hess. Landesztg.“. Ersterer wandte sich gegen die Ausführungen Burckhardts im Allgemeinen, Herr Nuschke wies auf einen vor einigen Jahren im„Volk“ erschienenen Artikel hin, in dem gegen das Reichstagswahlrecht polemi⸗ siert wird. Dieser Artikel ist nun zwar nicht Redaktionsmeinung des christl.⸗suz. Blattes, aber es stellte ihn an die Spitze des Blattes und widersprach ihm nicht unbedingt. In der Auseinandersetzung darüber erklärte sich Herr Burckhardt für ein
Wahlrecht nach„Ständen“, also ein ähn⸗
liches, wie man es gegenwärtig in Sachsen plant. Demnach besteht kein Zweifel, daß die Stöcker'schen Feinde des Wahlrechts sind. Trotzdem wagen sich diese Leute als arbeiter⸗ freundlich aufzuspielen! Mit Recht sagte ihnen Vetters später, daß die christl.⸗soz. Par⸗ tei eben nur eine Schattierung in der Menge der reaktionären Parteien bildete.— Im Uebri⸗ gen brachte diese Versammlung Stöckerianern nicht viel Erfolg. 5
r. Die Schneider-Zentral⸗Krankenkasse, Filiale Marburg hielt am Dienstag eine weitere Ver⸗ sammlung ab. Ueber die erste berichteten wir in voriger Nummer und wir waren dabei genötigt, dem Herrn Schneidermeister Heinemöller wegen seines merkwürdigen Verhaltens einige Worte zu widmen. Diesmal hatte er es etwas schlauer angefangen, sich seinen Posten als Vorsitzender zu sichern. Er hatte riesig agitiert und alle Meister, die der Kasse angehören, aufgeboten. Zu Beginn der Versammlung verlas er den Vericht der M. S.⸗Ztg., gegen dessen Richtigkeit er nichts einzu⸗ wenden hatte. Darauf wurde die Vorstandswahl vor⸗
genommen, wobei Herr Heinemöller ruhig seines Amts
waltete, er hatte jedenfalls vergessen, daß ihn die vorige Versammlung abgesetzt hatte. Mit 26 Stimmen wurde er zum Vorsitzenden gewählt, die von den Ar⸗ beitnehmern vorgeschlagenen Kandidaten erhielten nur 20. Bei der Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder ergab sich das gleiche Stimmenverhältnis.— Daß nun⸗ mehr in die Kasse geordnete Verhältnisse Platz greifen werden, ist kau u anzunehmen. Bisher wenigstens schal⸗ tete der Vorsitzende nach Belieben; Kr ankenkontrolle fehlte und überhaupt ließ die Führung der Kassenge⸗ schäfte zu wünschen übrig. Kürzlich war nicht einmal Geld vorhanden, als ein verhelratetes Mitglied seine Unterstützung holen wollte. Die Arbeitnehmer wollten Ordnung schaffen, deshalb drangen sie auf Wahl eines andern Vorsitzenden. Wir sind überzeugt, daß der Hauptvorstand sich die Sache noch etwas näher ansieht.
Ein Hauptmann wegen Leichen raub vor Gericht. Vor der Mainzer Strafkammer hatte sich
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am Montag der Hauptmann a. D. Rudolf Mayer wegen Leichenberaubung zu verant⸗ worten. Der Augeklagte bewohnt die Villa „Steig“ bei Ingelheim. Dort, in der Nähe des Landhauses, ereignete sich am 19. Mai v. Js. ein schweres Unglück. Der Sohn des Kommerzienrats Albert aus Biebrich, der 23 Jahre alte Ingenieur Paul Albert und der 26 Jahre alte Monteur Georg Saaler aus Friedberg kamen mit einem erst Tags zuvor ge⸗ kauften schweren Automobil auf der Chaussee an⸗ gerast; es war auf dem Wege nach Paris zur Wett⸗ fahrt. An einer Mulde in der Nähe der Steig prallte das Gefährt an, überschlug sich und begrub seine Insassen unter sich. So fand sie der 13 Jahre alte Sohn des Hauptmanns Mayer, als er in die Schule gehen wollte. Er rief Leute herbei, auch seinen Vater, die dafür sorgten, daß die Schwerverletzten unter Dach und Fach kamen. Albert starb nach wenigen Stunden in den Armen seiner herbeigeeilten Mutter. Saaler kam nach Mainz in das Rochus⸗ hospital und wurde nach monatelanger Behand⸗ lung wieder hergestellt. Wie gesagt, befand sich unter den Leuten, die zuerst zu Hilfe eilten, auch Hauptmann Mayer. Er nahm von dem mit dem Tode ringenden Albert alle Effekten, die er in dessen Kleidern fand, damit sie nicht gestohlen würden und lieferte sie später auf der Bürgermeisterei ab. Es wurde jedoch fest⸗ gestellt, daß 1500 Franks, die eine Brieftasche in französischen Papieren enthalten haben sollte, fehlten.— Der Angeklagte behauptet, daß er alles, was er bei Albert gefunden, bei dem Bürgermeister abgeliefert habe. Aus der Ver⸗ nehmung der zahlreichen Zeugen geht zwar hervor, daß sich Mayer nicht in den besten finanziellen Verhältnissen befand, doch kann niemand den behaupteten Diebstahl bestimmt bezeugen. Trotzdem sieht der Staatsanwalt die Schuld des Angeklagten als erwiesen an und beantragt entsprechende Gefängnisstrafe zu ver⸗ hängen, sowie auch Aberkennung der Ehren⸗ rechte auf eine gewisse Zeit auszusprechen. Das Urteil lautet auf Freisprechung, weil die vorhandenen Umstände nicht für ausreichend erachtet werden könnten, um ein verurteilendes Erkenntnis zu fällen.
Die Aermsten bestohlen.
Der Obermeister der Bäckerinnung von Dessau, Bäckermeister Rey, war Lieferant für die Armenverwaltung. Als solcher hatte er 8 Pfund Brot für 75 Pfg. an die Armen zu liefern, die mit einer Brotmarke zu ihm kamen. Das ist ein durchaus angemessener Preis, den man nicht als einen gedrückten be⸗ zeichnen kann, da keinerlei Rabatt davon ab⸗ ging. Die Armenverwaltung ließ nunmehr, wie es ihre Pflicht war, von Herrn Rey an die Armen gelieferte Brote auf ihr Gewicht kontrol⸗ lieren und da entdeckte sie, daß dieselben— man lese und staune!— bis zu zwei Pfund Mindergewicht hatten. Sollte man so was für möglich halten? Natürlich ward Herrn Rey die Brotlieferung sofort entzogen. Die Handlung,
die sich der Bäckermeister zu schulden kommen
ließ, ist von seltener Schlechtigkett. Im Mittel⸗ alter würde man solchen Betrüger an den Schandpfahl gestellt haben, so daß jeder Vor⸗ übergehende ihn anspucken könnte.
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Kleine Mitteilungen.
* Der Schlittschuhsport hat in den letzten Tagen zahlreiche Opfer gefordert; in Kirchen a. d. Sieg ertranken 2 Kinder, ebenso in Hamburg 3 Kinder. In der Umgebung von Berlin kamen ebenfalls zahlreiche Unglücksfälle anf dem Eise vor, wobei Menschenleben zu Grunde gingen. Also Vorsicht bei Eissport!
e Wegen Sittlichkeits verbrechen verur⸗ teilte die Limburger Strafkammer einen 52 jährigen Ziegelbrenner zu 3 Jahre Zuchthaus. Dieser Mensch unterhielt ein Verhältnis mit einem 12jährigen Schul⸗ mädchen.
„Kleine Garnison“. In Pirna bei Dresden fanden Duelle zwischen mehreren Offizieren wegen einer Ehebruchsaffaire statt.
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Partei-Uachrichten.
Der frühere Reichstagsabgeordnete Genosse Agster, ist am Sonntag im Degerlocher Walde bei Stuttgart erhängt aufgefunden worden. Agster war längere Zeit geisteskrank und machte schon früher einmal im Reichstage einen Selbstmordversuch. In der vorigen Legislaturperiode war er Vertreter des Wahlkreises Pforzheim i. B.
Crimmitschau unterm Belagerungszu⸗ stand. Die erste Auflage der unter diesem Titel im Kommisstionsverlage der Buchhandlung Vorwärts er⸗ schienenen Broschüre ist bereits vergriffen. Der Einzel⸗ preis ist 15 Pfg.
Versammlungskalender. Erscheint zahlreich und pünktlich in den Ver⸗ sammlungen! Samstag, den 16. Januar. Gießen. Soz.⸗dem. Wahlverein. General⸗Ver⸗ sammlung. Tagesordnung siehe Inserat. Lollar. Wahlverein. Abends 7/9 Uhr bei Wirt Schupp Versammlung. Vorstandswahl. Wieseck. Wahlverein. General⸗Versammlung Abends ½9 Uhr bei B. Wacker im„Gambrinus“ T.⸗O.: 1. Abrechnung; 2. Vorstandswahl; 3. Ver⸗ schiedenes. 5 Sonntag, den 17. Januar. Alsfeld. Wahlverein. Nachmittags 4 Uhr Mit⸗ glieder⸗Versammlung im Vereinslokal. Sonntag, den 24. Januar. Gießen. Freie Turnerschaft. Nachmittags 3 Uhr Mitgliederversammlu'ig auf Lonys Bierkeller. Wich⸗ tige Tagesordnung.
Quittung.
Gießen. Männergesang⸗Ver. Blitzenrod durch E.
S. Lauterb. Mk. 4.— Arb.⸗Gesang⸗Ver,„Vorwärts“ (O.) 7,40.— Staufenberg 20.— Mainzlar 4,30.— Beamt. der Ortskrankenk. Gießen 3. R. 4.— S. Arndt 1.— Ladbch. 1.— Liste Nr. 55.(2te R.) 3,10.— Leihgestern 1. R. 9.— Heuchelheim ges. am Aten Weihnachtsfeiertag 20.— Alten⸗Buseck: Bei der Weih⸗ nachtsfeier Mk. 3.14— Von Hachenburg R. Mk. 1— B. S. Mk. 0,50 M. 0,50 Mk.— Von den Feilen⸗ hauern in Lollar Mk. 2,70.— Rödchen b. Bad⸗Nau⸗ heim Ungenannt Mk. 1,.—— Wahlver. Mk. 2,— Liste Nr. 43 muß heißen Gleiberg⸗Gießen. ——————
Letzte Nachrichten.
Im Reichstage haben unsere Genossen eine Juterpellation wegen der russischen Polizei⸗ spitzeleien eingebracht. Darin werden folgende Fragen gestellt: Ist es dem Reichskanzler be⸗ kannt, daß die russische Regierung im deutschen Reichsgebiete Polizeiagenten zur Ueber⸗ wachung russischer und deutscher Staatsange⸗ höriger unterhält, daß zu diesem Zwecke russtsche Polizetagenten ein Verbrechen verübt und ver⸗ sucht haben, andere Personen zu einem Verbrechen zu bestimmen? Was gedenkt der Reichskanzler zu tun, um diesen Zustand zu beseitigen? Wie kommt es, daß in Königsberg gegen Reichs⸗ angehörige wegen angeblicher Beihilfe zum Hoch⸗ verrat gegen Rußland und Beleidigung des russischen Kaisers das Verfahren eingeleitet wurde, bevor der die Strafbarkeit bedingende Straf⸗ antrag der russischen Regierung vorlag?
Kappen-Sitzung
in der Restauration„Zum Storch“ Der Luigentisch.
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