über, daß ö
l. dußfüht ie Sperl
den Hab Steuerzahler“
ezkere ihnen„ möchte man
muß abe
esse dez
eh win
als Gag.
irsagt un.
wesen eine
unftige Ge. 0
lu und die produktion betrieb haf
als durch können und
Schöffen. auerinnen“ rufe, weil“ ft und sie“
herlich ge.
teren Be.
orn. 2. Pirgf⸗
Wahlkreses!“
en Colalber⸗ ine Partei⸗ wird einen Es ist not⸗
nossen mög⸗
i Dlllkreises mit einem Teilnahme rott, Hai
de scheinen angen gu end schalten, sbarone nach 2 Abeiter l N. 40 anstrengende E, was für ick schelnt denn bom
e
ee
Nr. 20.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
handelt. Denn der schon seit Jahren in Langen-Aubach bestehende christlich⸗soziale Arbeiter⸗Verein wird sich vor⸗ aussichtlich der Sache in Rücksicht auf das freundschaftliche Verhältnis seiner Leiter mit dem Herrn Direktor nicht annehmen. Nebenbei bemerkt, hat die se Arbeiter⸗Orga⸗ nisation noch nie etwas für Besserung der Arbeitsver⸗ hältnisse getan; die Löhne sind im Gegenteil eher zurück⸗ gegangen als gestiegen. Wohl wehrten sich die Arbeiter öfters gegen die Lohndrückereien und legten manchmal sogar die Arbeit nieder und einigemale war der christ⸗ liche Gewerkschaftsführer Breidenbach(Zentrumskandidat für Wetzlar) hier, doch es wurde nie etwas Besonderes erreicht.
Aus dem Kreise Marburg- Kirchhain.
r. Die Christlich⸗Sozialen hielten kürz⸗ lich wieder eine Versammlung ab, in welcher der christ⸗ liche Arbeitersekretär Becker aus Frankfurt über„die christlichen Gewerkschaften“ sprach. Wie gewöhnlich, waren 19 Geistliche und 1 Lehrer anwesend. Eigentlich lohnte es sich kaum, über diese Versammlung ein Wort zu verlieren, wenn nicht der christliche Becker sich mit seinem Vortrag in direkten Gegensatz zu dem gestellt hätte, was er in der vorhergehenden christlichen Gewerk⸗ schaftsversammlung verkündete. Damals behauptete er steif und fest, daß Geistliche in den christlichen Gewerk⸗ schaften nichts zu tun hätten und er würde sich jede Einmischung von dieser Seite verbitten. Ferner schwor er, daß in den christlichen Gewerkschaften von Politik nicht im mindesten die Rede sei. Kaum 8 Tage später liefert er den Beweis für das Gegenteil. Der christliche Becker hält in einem politischen Vereine einen Vortrag über christliche Gewerkschaften und hier bat er die 19 Geistlichen flehentlich, sie möchten doch den christlichen Gewerkschaften auf die Beine helfen und mehr Mitglieder zuführen, denn sie hätten ja die Macht in den Händen! Dem christlichen Becker scheint die Erkenntnis zu dämmern, daß es mit der Herrlichkeit der christlichen Gewerkschaften in Marburg nicht weit her ist, drum ruft er die Pfaffen auf, die sie nach bekannten Rezepten in die Reih' doktorieren sollen. Unsern Glückwunsch dazu.
r. Bei der Kontrollversammlung. Seit einigen Jahren kommen regelmäßig Beschwerden über die Agitation, welche bei den Kontrollversammlungen für die Kriegervereine getrieben wird. In der Regel läßt man die Kriegervereinler rechts, die andern links antreten. Der linke Haufe ist gewöhnlich größer, was den Zorn des Vorgesetzten hervorruft. Dann gibts ein Vortrag über den Kriegerverein, der das Patent⸗ mittel gegen die Umsturzpartei sei, die allerdings schon ihren Höhepunkt überschritten habe, wie der eingeweihte Politiker in Uniform hinzufügt. Es ist eigentlich nicht recht einzusehen, warum man sich dann noch so viel um ihre Bekämpfung bemüht! Auch sonstige Verhalt⸗ ungsmaßregeln erhalten die Kontrollpflichtigen, es soll ihnen der Drill immer in den Knochen stecken. Sie sollen in der Uniform des Kriegervereins mit Orden und Ehrenzeichen erscheinen; sollen den Vorgesetzten auf der Straße grüßen und den Hut so lange in der Hand halten, bis er vorüber ist. Geübt wurde das aller⸗ dings noch nicht, kommt aber vielleicht noch. Natürlich lacht die große Mehrzahl zu diesen Kinkerlitzchen und denkt sich das Beste dabei. Jeder denkende Arbeiter weiß, daß sein Platz nicht im Kriegerverein, sondern in der politischen und gewerkschaftlichen Organisation ist.
r. Alles geht doch nicht. Mit seinen großen Kenntnissen hineingefallen ist Herr Schneidermeister Heinmöller, der kürzlich abgesetzte Vorsitzende der Zentralkrankenkass: der Schneider. Heinmöller hatte be⸗
kanntlich durch den Bruch der Geschäftsordnung eine zweite Wahl veranlaßt und ließ sich wieder wählen, während bei der ersten Wahl ein Arbeitnehmer als Vorsitzender gewählt wurde. Die zweite Wahl wurde daher angefochten und vom Hauptvorstande verworfen. Das ist der Fluch der bösen Tat.
r. Eine Gewerkschafts versammlung findet diesen Samstag ¼9 Uhr im Lokale Jesberg statt. Man erscheine zahlreich!
r. Einen Ausflug unternehmen unsere Marburger Genossen diesen Sonntag nach Cölbe. Treffpunkt nachmittags 3 Uhr bei nein in Cölbe in der Wirtschaft Ort— wein.
n Vom Blitz erschlagen. Ju Herdorf(Sieg) erschlug am Montag während eines Gewitters der Blitz
2 Kinder, die sich unter einen Strauch geflüchtet hatten.“
— Im oberen Teil wütete ein arges orkanartiges Unwetter, begleitet mit Hagelschlag. Der Hagel lag geschlossen ungefähr 1 Finger hoch.
Frömmigkeit und Sittlichkeit.
Unserm Frankfurter Parteiorgan wurde ge⸗ schrieben: Nach der Versicherung unserer Frommen ist einzig und allein ein gläubiges Herze im Stande, den Anfechtungen dieser Welt zu widerstehen; ohne Religion keine Mo⸗ ral, ohne Glauben keine Sittlichkeit! Die Tat⸗ sachen beweisen allerdings das Gegenteil; denn nirgendwo steht es mit der sittlichen Haltung schlimmer als da, wo die Bevölkerung völlig dem Kirchenregimente verfallen ist und ihr Heil in der Beobachtung religiöser Formen sucht. Der Beispiele sind übergenug, wo die Frömmig⸗ keit als ein Freipaß für Schlechtigkeit aller Art angesehen wird und unter der Deckung kirchlichen Wohlverhaltens Gemeinheiten und Verbrechen verübt worden. So ist in Aachen, der frommen Stadt, jüngst ein Buchbinder wegen Ermordung seiner Geliebten zu 12 Jah- ren Zuchthaus verurteilt worden. Der Mörder galt überall als braver, gottesfürchtiger Mann und er war peinlich bemüht, es in der Be⸗ obachtung der Vorschriften seiner Religion an nichts fehlen zu lassen. So hatte er noch an dem Abend, an dem er den Mord begangen hat, seine Arbeitsstätte schon nach 5 Uhr ver⸗ lassen und zwar unter dem Vorwande, zur Beichte gehen zu wollen. Im nächsten Morgen (Sonntag) sang er dann noch trotz des vorau⸗ gegangenen Mordes— er hatte seiner Geliebten mit einem furchtbaren Schnitt, der bis zum Wirbel ging, den Hals durchschnitten— im Hochamt die Messe vor. Nach seiner Verhaftung beauftragte er einen Polizeibeamten, ihm von seinem Hause das Gebetbuch und den Ro⸗ senkranz zu holen. Aus der Verhandlung vor Gericht, wo auch zahlreiche Mädchen und Frauen ihre Aussagen machten, ging hervor, daß der fromme Mann bei jeder Gelegenheit zu tätlichen Beleidigungen und unsittlichen Attacken überging. Selbstverständlich stand der Lump im frommen Aachen in höherer Achtung, als ein anständiger Mann, dessen Verbrechen darin besteht, Sozialdemokrat zu sein.
Soziales, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.
Lohnbewegungen. Der Ausstand der Weißbinder und Maler in Frank⸗ furt ist noch nicht beendet.— Ebenso sind die Bauschreiner in Offenbach noch ausständig.— In Aschaffenburg legten die Maurer die Arbeit nieder, weil die Bauunternehmer eine geringe Lohnaufbesserung ablehnten.— In Berlin ist es zu einem Bäckerstreik gekommen, nachdem die Ge⸗ hilfen sich seit Monaten vergeblich bemühten, auf friedlichem Wege die schlimmsten Mißstände zu beseitigen.
Der Deutsche Tabakarbeiterverband zählte im Jahre 1903 17811 Mitglieder, darunter 6441 weibliche. Er erzielte eine Gesamteinnahme von 266 156,74 Mk., der eine Gesamtausgabe von 202 289,41 Mk. gegenübersteht. Der Bar⸗ bestand des Verbandes beträgt 93 216,44 Mk. Unter den Ausgaben figurieren folgende Beträge: Reisenunterstützung 17828 Mk., Umzagsbeihilfe 6037 k., für Gemaßregelte 10 191, Streiks 19344 Mk., Sterbegeld 5 330 Mk., Arbeits⸗ losenunterstützung 59645 Mk., für notleidende Mitglieder 580 Mk., an andere Gewerkschaften 1050 Mk., Agitation 9487 Mk., Generalver⸗ sammlung 6 545 Mk., Fachzeitung 15 852 Mk. ꝛc. Die Aufwendungen für Unterstützungen sind, wie man sieht, ganz bedeutende.
Versammlungskalender. Samstag, den 14. Mai
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb(Wiener Hof). T. O.: Die Lohn⸗
und Arbeitsverhältnisse der Holzarbeiter. Ref. Vetter 8.
— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung
bei Orbig.
Gießen. Freie Tur nerschaft. Versammlung bei Dreher.
Bre efkasten.
D. Wieseck. Bei der Vermögenssteuer kommen außer dem Barvermögen, Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Werkzeuge, Betriebskapital, Wertpapiere, Aktien, sowie alle Rechte(Verlags⸗Patentrechte usw.) soweit sie einen in Geld schätzbaren Wert haben, i Betracht. Außerhalb Hessens liegende Grundstücke und Gebäude; das für Anlagen und Betriebe außerhalb Hessens dienende Betriebskapital, Möbel und Hausrat, Schulden und der Kapitalwert sonstiger rechtsverbind⸗ licher Lasten sind in Abzug zu bringen.— Bei Ge⸗ bäuden und Anlagen wird der gemeine Wert ange⸗ nommen.— Bei der Einkommensteuer kann dem Haushaltungsvorstande das Einkommen von Angehörigen seiner Haushaltung(Frau oder Kinder) mit zugerechnet werden. Für den Unterhalt der Familien-Angehörigen des Steuerpflichtigen findet kein Abzug statt, doch kann Einreihung in eine niedere Steuerklasse nach Billigkeit erfolgen, wenn der Steuerpflichtige für zahlreiche Familie zu sorgen hat.
N 5 Bemüht Parteifreunde! cab ne nach besten Kräften für die immer weitere Verbreitung Eueres Blattes.
Abends 8½ Uhr
eee eee eee eee J. Schmücker Nachfolger, Giessen
Herren- und Knaben-Confektion
Riesige Auswahl, nur gediegene Oualitäten, anerkannt billige aber feste Preise.
Herren-Amüge 5 8 Herren-Joppen 4 3 Herren-Hosen. 0
von Mark 15,— an
„ 25,25„ Knaben-Hosen
„
Grösste Auswahl aller Arten Arbeitskleider in nur haltbarsten Stoffen. Wasch-Anzüge, Blousen, Hosen etc., staunend billig.
Knaben-Anzüge Knaben-Blousen
von Mark 2,— an 0,75„ 1,50„
*** *— 5 55 5
*** 5 0
n
—


