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Nr 7.
Mitteldeutsche Sountagl⸗ Zeitung.
Seite 5.
1 Bemerkt sei hier nur, daß der betreffende Be⸗ richterstatter von der Sozialdemokratie genau so viel Ahnung hat, als von journalistischem
Takt, fragt er doch ganz naiv, ob es im Zu⸗ kunftsstaat etwa keine„herrschenden Klassen“ gäbe! Es ist nur schade, daß der betreffende Herr Berichterstatter— falls er die Rede des Gen. Michels überhaupt mit angehört hat— nicht den Mut gefunden hat, seine geistreichen Ausstellungen dort von Angesicht zu Angesicht zu machen. So sieht der Bericht aus wie eine heimliche Rache über eine durchaus gelungene und ausgezeichnet verlaufene gegnerische Ver⸗ sammlung, eine Sache, die allerdings freilich wohl auch nichts nützen wird.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Die Wahl des Abg. Stackmann⸗ Wetzlar hat die Wahlprüfungskommission des Landtags für gültig erklärt. Gegen diese Wahl hatten die Nationalliber alen protestiert, die Kommission entschied aber, daß sich der Protest nur gegen die Urwahl, nicht gegen die Hauptwahl richte. Es wurde aber beschlossen, dem Hause über die Wahl schriftlichen Bericht zu erstatten.
h. Eine Handschuhnähschule soll nach dem Vorschlage der Handelskammer in Hohen⸗ solms errichtet werden. Dazu wird mitge⸗ teilt, daß die Handschuhfabrikanten die Sache durch Ueberlassung von Nähmaschinen und Zu⸗ weisung von Arbeit unterstützen wollten. Wir glauben, daß die Herren das mit Vergnügen kun. Nach außen sieht's wie Wohltätigkeit aus, zugleich schaffen sie damit eine Anzahl arbeitswilliger Elemente, vermehren die Kon⸗ kurrenz unter den Arbeitern und somit die Möglichkeit zu Lohndrückereien.
h. Tod beider Arbeit. Auf der Sophien⸗ hütte und zwar in der Röhrengießerei ereignete sich am Donnerstag ein schwerer Unglücksfall, bei dem ein in der Blüte der Jahre stehender Arbeiter das Leben einbüßte. Der schwere Haten eines Laufkrahns fiel herab und traf den Arbeiter Pygorsch so unglücklich, daß der Tod auf der Stelle eintrat.
n. Der Ausstand bei der Gerberei F. Rübsam in Wetzlar ist nach 9 wöchentlicher Dauer in einer am 6. Februar abgehaltenen Mitgliederversammlung von den Streikenden für beendigt erklärt und über den Betrieb der Firma F. Rübsam die Sperre verhängt worden. Obwohl mehrere Verhandlungen mit Rübsam stattfanden, konnte eine Einigung nicht erzielt werden und da die Mehrzahl der Streiken⸗ den anderweite Beschäftigung gefunden, ergab sich obigen Beschluß von selbst. Die Streiken⸗ den haben sich während des Ausstandes muster⸗ haft gehalten, was ihnen zur Ehre g eicht.
Nun will Herr Rübsam und sein Vertreter
Pordon den Versuch machen, sich Arbeiter an⸗ zulernen. Mit der Auswahl haben sie auch Glück gehabt, denn der eine(Lange) ist mit wenig Arbeit zufrieden. Lange wird die ganze Herrlichkeit nicht dauern.
Aus dem Rreise Dillenburg⸗Herborn.
Ein„Wohltäter“. In Haiger lieh ein dortiger„patriotischer“ Kaufmann einem Arbeiter Geld zu dessen Hausbau. Dem ausführenden Maurermeister machte er jedoch zur Bedingung, daß er wöchentlich für mindestens 4 Mk. Waren in seinem(des Geldgebers) Laden kaufe. Also die„Wohltat“ soll den nötigen
Profit einbringen. Außerdem schmeckt die Sache sehr
nach„Terrorismus“.
Aus dem RNreise Marburg⸗Rirchhain.
R. M. Unserm hiesigen Abgeord⸗ neten, dem liberalen Herrn von Gerlach ist hier an Kaisers Geburtstag ein bemerkens⸗ wertes Mißgeschick passtert. Derselbe hat sich nämlich, wie er selbe angiebt, gedrungen gefühlt— und zwar trotzdem sein Wohn⸗ ort keineswegs Marburg, sondern Berlin ist—„an dem offiziellen Kaisersgeburtstags⸗ essen in Marburg teilzunehmen, weil es mir ein Bedürfnis war, diesen Tag in dem Wahl⸗ kreise zuzubringen, den zu vertreten ich jetzt die Ehre habe.“ Aber als der demokratische Ab⸗ geordnete Platz nehmen wollte, um die patrio⸗
tische Feier mit zu feiern, da wurde ihm von einem alten adligen Offizier, neben welchen er sich setzen wollte, energisch bedeutet, er wünsche nicht neben ihm zu sitzen. Mit diesem höchst peinlichen Vorkommnis hatte der„patriotische“ Demokrat aber noch nicht genug. Kaum war das„offizielle“ Essen, an dem er übrigens selber nicht zu Worte kam, zu Ende, so drängte es ihn, auf das Wohl des Vaterlandes noch⸗ mals zu speisen. Zu diesem Behufe ging er zum Kaisergeburtstagsessen der„Bürger“ in den Fronhof. Doch auch dort erging es ihm nicht besser. Gegen alles Erwarten stand der konservative Fabrikant Schäfer, bekanntlich der erbittertste der hiesigen Gegner Gerlachs auf und hielt die Festrede; nachdem der Demokrat dieselbe über sich hatte ergehen lassen, meldete er sich sogleich zum Wort. Aber er hatte gut bitten... man gab es ihm nicht. So mußte er denn wieder abziehen.
Herr von Gerlach hat am 27. Januar hier die Rolle eines Kasperle gespielt, der, sobald er sich dem Publikum seines Theaters vorstellen will, vom Teufel flugs einen solchen Hieb auf den Kopf erhält, daß er schleunigst wieder ver⸗ schwindet, eine durchaus eines Abgeordneten unwürdige, lächerliche Rolle, die er nicht ein⸗ mal allein der maßlosen Unduldsamkeit seiner hiesigen Gegner, sondern auch zum guten Teil sich selber zuzuschreiben hat. Gerlach gehört zu den Abgeordneten, welche sich nicht auf eine starke Parteiorganisation, sondern auf die amorphe Masse ihrer„Wählerschaft“ stützen, immer geneigt, sich, koste es, was es wolle, ihre Zufriedenheit zu erhalten. Dies hat auf der einen Seite seine schneidige uns bis jetzt unerwartet feste Haltung im Reichstag, und auf der andern Seite das geradezu krampfhafte Unterfangen, seine Arbeiterfreundlichkeit durch einen ostentativen und unlogischen Hurrah⸗ Monarchismus wieder„gut“ zu machen, gezei⸗ tigt. Bürgerliche Opposition!!!
= Vomnational⸗sozialen Einfluß. „Und wenn jetzt die Sozialdemokratie nicht gewagt(1) hat, gegen den Nachtragsetat für Südafrika zu stimmen, so ist das zum guten Teil national⸗sozialen Einflüssen zuzuschreiben.“ So zu lesen in Nr. 30 der „Hess. Landesztg.“ gelegentlich einer Polemik gegen die Konservativen. Man kann über die Abstimmung unserer Genossen von der Fraktion in der Hereros⸗Angelegenheit denken wie man will, das haben sie doch nicht verdient! Wo die— übrigens ja längst aufgelösten— natto⸗ nal⸗sozialen Einflüsse nur herkommen mögen? Man kann hier wirklich sagen: je winziger die Sippe, desto entsetzenerregender ihg tr Größenwahn!
r. Bülow⸗Reden werden gegenwärtig im Marburger Wahlkreise verteilt, besonders die Dörfer werden damit„bearbeitet“. Man gibt sie aber zum Teil umsonst ab, manchmal werden sie auch wieder abgeholt. Jedenfalls sagt man sich, daß selbst für den geringen, ur⸗ sprünglich festgesetzten Preis von 4 Pfg., damit keine großen Geschäfte zu machen sind. Denn die Bauern machen sich ohnedies lustig über die vielen„Witze“, die in dem mit dem Reichs⸗ adler geschmückten Büchlein enthalten sind. Der Bauer aber, der sich schon ein wenig mit Politik befaßt hat, legt die Rede hübsch beiseite und sagt sich: Eenes Mannes Rede ist keenes Mannes Rede, man muß sie hören alle beede!
— Wahlverein. In der letzten Ver⸗ sammlung hielt Genosse Abel einen kurzen
aber lehrreichen Vortrag über Agitation und
Organisation. Redner hob hervor, daß die 3 Millionen Stimmen bet der Reichstagswahl nur durch eine intensive Agitation erreicht werden konnten. In unserem Wahlkreise be⸗ teiligten sich die Genossen ebenfalls zahlreich an der Agitation, wofür auch hier die Zunahme der Stimmen Zeugnis ablege. Aber leider könne man in der jetzigen stillen Zeit von einer allzu„stillen“ Agitation sprechen. Die Genossen kümmerten sich jetzt recht wenig um die Partei und vernachlässigten so ihre heiligste Pflicht. Es müsse wieder etwas mehr getan werden; besonders müsse die Agitation von Mund zu Mund mehr betrieben und Sonntags auf die
Dörfer gegangen werden, die alten Verbindungen zu befestigen und neue zu gewinnen. Die Worte des Redners waren geeignet, die Kampfesfreudig⸗ keit neu zu beleben, das zeigte die beifällige Aufnahme, die sie fanden und die darauf fol⸗ gende lebhafte Diskusston.
r. Der Vortrag des Gen. Thiel⸗Kassel am Montag Abend war äußerst zahlreich be⸗ sucht. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer den leichtverständlichen Erklärungen über die Sternenwelt, die durch vortrefflich gelungene Lichtbilder noch mehr erläutert wur⸗ den. Wie der starke Beifall am Scklusse des Vortrags bewies, war jeder Besucher von dem Gehörten vollständig befriedigt.
— Gesellige Zusammenkunft der Mitglieder des Gesangvereins und der Genossen mit ihren Familienangehörigen am Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Restaurant Hildemann, Barfüßerstraße.
Das diesjährige Wintervergnügen der Gewerkschaften Marburgs findet am Sonntag, flat 21. Februar im Restaurant Schloßgarten
att.
Baltimore im Brand.
Der größte Teil von Baltimore wurde am Samstag durch eine riesige Feuersbrunst ein⸗ geäschert.
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Partei-Nachrichten.
Reichstagsabgeordneter Genosse Emil Rosenow ist am Sonntag in seiner Woh⸗ nung in Schöneberg bei Berlin am Herzschlag gestorben. Der junge strebsame Kämpfer war Vertreter für den sächsischen Wahlkreis Zschopau⸗Marienberg, den er bereits 1898 eroberte und bei der letzten Wahl mit großer Mehrheit behauptete. Rosenow war 1898 der jüngste Reichstagsabgeordnete und wäre am 9. März erst 33 Jahre alt geworden. Er war ein geborener Kölner, lernte dort Kaufmann und schloß sich 1889 der Partei an. Dann war er Redakteur in Chemnitz und Dort⸗ mund, die letzte Zeit war er freier Schriftsteller. Die Partei verliert in ihm eine tüchtige Kraft. Viele lau⸗ nige Erzählungen und Humoresken in der Parteipresse entstammten seiner Feder. In den letzten Jahren ver⸗ suchte er sich als Bühnendichter und er hatte Erfolg. Verschiedene Theater führten in der letzten Zeit seine Komödie„Kater Lampe“ unter großem Beifall auf.
An die Parteiorganisationen und Vertrauensleute im Kreise Gießen! Die Vorsitzenden der einzelnen Parteivereine im Kreise werden ersucht, ihre genaue Adresse dem Vorsitzenden des Kreiswahlvereins mitzuteilen. In Orten, wo weder Or⸗ ganisationen bestehen, noch Vertrauensleute vorhanden sind, wollen sich die Genossen bemühen, zuverlässige Leute als Vertrauensmänner zu finden und deren Adresse an⸗ zugeben.
Der Vorstand des Kreiswahlvereins. 5
Anträge zur Kreiskonferenz.
Alt⸗Buseck beantragt:
„Das Statut der Unterstützungskasse des Kreis⸗ Wablvereins ist durch folgenden Passus zu ergänzen Mitglieder, die länger als 2 Monate krank find, können auf ihren Antrag vom Beitrag befreit werden und gilt diese Zeit bei einem etwaigen Sterbefall als bezahlt. Die Kontrolle der Krankheitsdauer übernimmt der Vor⸗ stand des betr. Lokalvereins.“
Versammlungskalender. Erscheint zahlreich und pünktlich in den Ver⸗
ammlungen! l Montag, den 15. Februar. Marburg. Schneider. Abends 1½9 Uhr Ver⸗
sammlung bei Hillberger.— Schuhmacher, im gleichen Lokal. Samstag, den 20. Februar. Langgöns. Abends 29 Uhr Versammlung bei Wirt Seipp. Marburg. Holzarbeiter. sammlung bei Hillberger. Sonntag, den 21. Februar. Rödgen bei Gießen. Nachmittags 4 Uhr Versamm⸗ lung bei Wirt Balser.
Briefkasten.
K.⸗Steinhm. Waren schon damit versehen. Besten Dank! R. Mbg. Wie vorstehend! Fr.-H. Tröste Dich bis zur nächsten Nu mer! B. Alsfld. Ebenfalls nächste Nummer.
Abends 9 Uhr. Ver⸗


