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Nr. 46.
Mitteldeutsche Sonutags⸗Zeitung.
Der Arbeitslohn beträgt für den Bezirk: bis 31. Dezember 1904 36 Pfg. pro Stunde; vom 1. Januar 1905 bis 31. März 1906 38 Pfg. und vom 1. April 1906 bis 31. März 1908 40 Pfg. Für nicht voll leistungsfähige Leute— infolge Alter oder Invalididät— wird nach Leistung bezahlt. Für die Ueberstunden sind 10 Pfg., Nacht⸗ und Sonntags⸗ arbeit 50 Pfg. Zuschlag zu zahlen.
Die Lohnzahlung ist eine 14tägige und soll bis spätestens Samstag 5 Uhr auf der Arbeitsstätte er⸗ folgen. Wöchentliche Abschlagszahlungen werden ge⸗ währt.— Kündigungsfrist ist vierzehntägig. Das Zusammenarbeiten von organisierten und un⸗ organsierten Arbeitern soll von keiner Seite bean⸗ standet werden. Zugehörigkeit zur Organisation darf kein Grund zur Entlassung sein. Versammlungen während der Arbeitszeit dürfen nur bis zu fünfmal im Jahre von der Vesperzeit an einberufen werden. Zur Regelung von Differenzen wird eine Kommission eingesetzt, der drei Arbeitgeber und drei Arbeitnehmer angehören. Die Zentralvorstände haben das Recht zu den Sitzungen einen Vertreter mit beratender Stimme zu entsenden.— Der Vertrag gilt vom Tage der Unterzeichnung bis zum 31. März 1908. Er⸗ folgt bis zu diesem Zeitpunkte von keiner Seite ein Antrag auf Abänderung, so gelten die Bestimmungen immer ein Jahr weiter, bis zum 31. Januar des betreffenden Jahres eine Kündigung erfolgt.
Wenn noch manches in dem Vertrag sein mag, was vom Standpunkte der Arbeiter durchaus nicht als ideal bezeichnet werden kann, so muß trotzdem gesagt werden, daß er eine nicht un⸗ bedeutende Verbesserung der Arbeitsbedingungen bedeutet. Die Maurer, welche sich eine gute Organisation geschaffen haben, werden schon hieran den Wert derselben erkennen und die übrigen Arbeiter können sich daran ein Beispiel nehmen.
— Eine öffentliche Schneiderver⸗ sammlung findet Dienstag Abend ½9 Uhr im Lokale Orvig statt. Mirus Frankfurt spricht über:„Koufektionsarbeiterschutz und der preußische Handelsminister“. Vollzähliges Er⸗ scheinen aller hier beschäftigten Schneider ist wünschenswert.
Aus dem Rreise gießen.
l. Gemeinderatswahl in Wiese ck. Am Samstag war wegen der Gemeinderatswahl ganz Wieseck in Aufregung. So zahlreich war die Beteili⸗ gung wohl noch nie, fast alle Wahlberechtigten stimmten ab. Trotz des mit allen Mitteln betriebenen Stimmen⸗ fangs des sogenannten„Bürgervereins“ haben unsere Genossen ein ziemlich günstiges Resultat zu verzeichnen. Wenn wir auch unterlagen, so hatten wir doch gegen die Wahl im Sommer eine ganz ansehnliche Stimmen⸗ zunahme zu verzeichnen. Unsere Kandidaten erhielten 125, 129 und 188 Stimmen, während die Gegner 201, 222 und 226 aufbrachten. Politische Partei⸗ unterschiede kamen bei dieser Wahl eigentlich weniger zur Geltung. In der Hauptsache drehte es sich um den Wassergeldtarif und die Einführung von Wasser⸗ messern, die unsere Genossen gefordert hatten, von der jedoch viele eine Erhöhung des Wassergeldes befürchteten. Dann sind bekanntermaßen die Gemeindewahlen auf dem Lande mehr Personenfragen. Trotzdem stellt diese Wahl der Einsicht der Wiesecker Bevölkerung und selbst⸗ verständlich auch einem Teile der Arbeiter nicht das beste Zeugnis aus. Man vergegenwärtige sich nur die in der Bürger⸗Versammlung vom vorigen Mittwoch zu tage getretene Unfähigkeit und Koafusion auf Seite unserer Gegner, wonach man es nicht hätte für möglich halten sollen, daß die Leute gewählt würden.— Im Verlauf des Wahlkampfes konnte man die Beobachtung machen, daß dem Frühstückstisch⸗Wahlkomitee ziemlich großes Vermögen zur Verfügung stehen mußte, denn die Fünf⸗ und Zehnmarkstücke rollten nur so auf den Wirtstischen hin, um für die über den Schellenkönig gelobten Kandidaten Stimmung zu machen. Natürlich verfielen die Steger, als das Wahlresultat bekannt wurde, in einen geradezu närrischen Siegestaumel, der zu den tollsten„rednerischen“ Ausbrüchen führte. Unsere Ge⸗ nossen ersehen aus dieser Wahl mit aller Deutlichkeit, daß man durch festen Zusammenschluß und unablässige Auftlärungsarbeit Erfolge erzielt und die Interessen des arbeitenden Volkes gewahrt werden können.
r. Aus Watzenborn⸗Steinberg. In der am 24. Ottober stattgefundenen Gemeinderatssitzung wurde unter anderem die Ersatzwahl eines Schulvorstandsmit⸗ gliedes vorgenommen. Unser Bürgermeister, welcher für
seinen treuen Schildknappen, den Antisemiterich Sommer, auch etwas übrig hat, und ihn gern zu etwas machen möchte, schlug denselben dazu vor, und wie es kaum anders zu erwarten war, wurde dieser Mann von so großer Bildung und Intelligenz von der Mehrheit des Gemeinderats gewählt.
Dieses neue Schulvorstandsmit⸗
glied wird nun hoffentlich unsere A B C-⸗Schützen nicht mit der„Kraft seines Amtes“ lange belästigen. Denn nach den gesetzlichen Bestimmungen muß ein Mitglied aus dem Gemeinderat dem Schulvorstand angehören, was hier nicht der Fall ist. Wie ein derartiges Amt von dem Herren aufgefaßt werden dürfte, das lassen seine Reden bei dem„Siegesmahl“ ahnen. Mit vielem Pathos erklärte er, jetzt werde er mal„Kraft seines Amtes“ in unsern Schulverhältnissen Remedur schaffen. Nun werden wohl alle unsere kleinen A B C-⸗Schützen Professoren werden!
Aus dem Rreise Friedherg⸗Püdingen.
O Wahlen überall! Auch in Fried⸗ berg findet demnächst und zwar am Dienstag den 22. Nov. die Gemeinderatswahl statt. Unser Genosse Busold, der als einziger Sozial⸗ demokrat der Stadtverordneten⸗Versammlung angehört, scheidet aus und die Nationalliberalen möchten ihn gerne besettigen. Das dürste aber
kaum gelingen, denn Busold hat sich durch
seine energische Tätigkeit auf dem Rathause so beliebt bei der Sürgerschaft gemacht, daß er jedenfalls mit großer Mehrheit wiedergewählt wird. Unsere Genossen werden noch in einer Versammlung am Samstag zu der Wahl Stellung nehmen.
Aus dem Rreise Alsseld⸗Cauterhach.
p. Alsfeld. Wie in vielen hesstschen Gemeinden hat auch in Alsfeld eine Erneuerungs⸗ wahl des Gemeinderats stattzufinden und wie es heißt, am 24. dieses Monats. Es scheiden sechs Gemeinderäte aus. Ob ste alle das Ver⸗ trauen der Bürgerschaft durch Wiederwahl be⸗ stätigt erhalten, dürfte allerdings sehr fraglich sein. Wenigstens geht die Unzufriedenheit mit unserem Stadtrat bis tief in die Bürgerkreise hinein. Von den bisherigen Vertretern ist es noch keinem eingefallen, über seine Tätigkeit ein Wörtchen zu reden.— Unsere Genossen haben eine Kommission von 5 Mitgliedern zu den Vorarbeiten gewählt. Das Nötigste ist, daß, wenn die Wahlltsten aufliegen, sich unsere Freunde von ihrer Eintragung überzeugen.
Aus dem Odenwald.
n. Kreiskonferenz. Für den Wahlkreis Erbach-Bensheim findet nächsten Sonntag, den 20. November, vormittags 10 Uhr beginnend, eine Kreiskonferenz in Darmstadt in Kramers Bierhalle Dieburgerstraße statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Nominierung eines Reichstagskandidaten. 2. Unsere Kassenverhältnisse, 3. Verschiedenes.— Die Parteior ganisationen des Kreises werden ersucht, sich durch Ent⸗ sendung von Vertretern an der Konferenz zu beteiligen.
Aus dem Rreise Weßlar.
* Stadtverordnetenwahl in Wetzlar. In unserer vorigen Nummer war bemerkt, daß unsere Partei bei der Stadtverordnetenwahl nicht in den Kampf ein⸗ trat. Unsere Wetzlarer Freunde mögen gewiß dazu ihre guten Gründe haben, wir halten diese Stellungnahme, ganz offen gesagt, für einen Fehler. Trotz des er⸗ bärmlichen Dreiklassenwahlrechts könnte unsere Partei sehr wohl eigene Kandidaten aufstellen und sie würde bei energischer Agitation auch Erfolge erzielen. Geeignete Kandidaten wären wohl vorhanden. Oder glaubt man etwa, ein gewöhnlicher Arbeiter entwickelte nicht min⸗ destens dieselbe Fähigkeit als Gemeindevertreter, als die Spießergesellschaft, die jetzt darin sitzt? Wir glauben, das Interesse der Gesamtheit vertritt ein Arbeiter jederzeit besser. Wirhaben ja erlebt, daß ein„erstklassiger“ Stadtvater, Millionär, der für das„Wohl der Stadt“ doch etwas übrig haben sollte, um ein paar Quadrat⸗ meter Boden, die er der Stadt abtreten sollte, feilschte und marktete und nicht genug dafür bekommen konnte. Für sich zu arbeiten, verstehen die Herren vortrefflich. Darum tut man besser, Arbeiter zu wählen. Die dritte Klasse müßte unbedingt unserer Partei gehören, wenn nicht viele Arbeiter aus Furcht vor Maßregelung der Wahl fern blieben.— Am Dienstag wurde in der dritten Klasse der Seminardirektor Vorbrodt mit 268 Stimmen und der Bezirks vorsteher Müller mit 331 Stimmen(in der Neuwahl) gewählt. In die Stichwahl kommen Mechaniker Schrader(244) gegen Mechaniker Michaeli(219) und ferner Reinhardt (254) gegen Marmorarbeiter Freitag(143 Stimmen). Die Stichwahlen sind auf den 24. November festgesetzt. Die Arbeiter sollten sich bemühen, wenigstens zwei ihrer Klasse durchzubringen.— In der zweiten und ersten Klasse wurden gewählt: Seibert, Stand, Hlepe, Raab, Coers und Naumann, lauter Fabrikanten und sonst gewichtige Herren.
Aus dem 5. Nassauischen Wahläreise.
Christlichsozial= unsinnig— ist im wahren Sinne des Wortes der unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheinende„Nassauer Volksfreund“, das Leibblatt des christlich sozialen Druckfehleroperateur Dr. Burckhardt.— Unsinnig, weil das Blatt es, frei von jeglichem politischen, gewerkschaftlichen und wirt⸗ schaftlichen Verständnis, fertig bringt, mit bewunderungs⸗ würdiger Grazie sich selbst ins Gesicht zu schlagen und seine Geistesarmut als„blinder Blindenleiter“ zu doku mentieren. Durch die Gründung einer Zahlstelle des frelen Maurerverbandes in Herborn ist dieses Ab⸗
druckblättchen rein aus dem Häuschen gekommen und
zieht nun gegen den Maurerverband los nach den Re⸗ zepten, die es der geistigen Rumpelkammer der Zentrums⸗ organe(Kölnische Volksztg., Germanta) entliehen hat. Denn seinem eigenen Mist dürfte diese holde Blume unverschämtester Beschimpfung der Urbeiterorganisation schwerlich entsprossen sein. In seinem Abonnenten⸗ schwindsüchtigen Blättchen operlert der Stöckerfünger mit dem bekannten Schlagworte„Sozialdemokratischer Terro⸗ rismus“.
Aus dem Rreise Marburg⸗Rirchhhain.
r. Höhere Brotpreise. Im Frühjahr setzten die Marburger Bäckermeister die Brotpreise herab, vielmehr ste erklärten, eine„weitere Sorte“ Brot für 36 Pfg. den Lalb herstellen zu wollen. Sie wollten damit dem Konsumverein, der damals eben seine eigene Bäckerei errichtet hatte, Konkurrenz bieten. Das ging so eine kurze Zeit, jetzt ist aber die„weitere Sorte“ schon nicht mehr zu haben. Damals hatten sieh die Bäcker gegen seitig verpflichtet, innerhald zweier Jahre keine Preis⸗ erhöhung eintreten zu lassen, aber schon nach einem reich⸗ lichen halben Jährchen fordern sie höhere Preise und bald wird der alte Preis von 40 Pfg. wieder erreicht sein. Offenbar rechnen die Herren mit der Vergeßlich⸗ keit der Marburger Einwohnerschaft. Diese läßt sich aber auch nicht mehr zum Possenspiel gebrauchen, das beweist die kräftige Entwickelung der Bäckerei des Kon sum⸗Vereins,
r. Stenographie. Vom Arbeiter⸗Stenographen⸗ bund wird eine Umfrage wegen Beteiligung an einem Stenographie⸗Unterrichts⸗Kursus bei den Marburger Ge⸗ werkschaften gehalten. Es hat sich dazu schon eine Anzahl Teilnehmer gemeldet und diejenigen, welche dafür Interesse haben, wollen sich bei Genosse Rösler melden. (Anmerkung der Red. Stenographie oder Kurzschrift ist zweifellos eine interessante Kunst, hat aber nur für denjenigen wirklich Wert, der sie in seinem Berufe oder sonst verwenden kann. Soweit bringen trotz vieler Mühe nur sehr wenige, daß sie etwa einem Redner folgen können, denn dies erfordert schon eine außer⸗ ordentliche Gewandtheit und Uebung. Im Allgemeinen tut der Arbeiter viel besser daran, sich z. B. im Deut⸗ schen, Buchführung ꝛc. auszubilden. Wir wollen damit aber niemand von Erlernung der Stenographie abhalten, die manchem vielleicht weitere Anregungen gibt).
r. Eine öffentliche Schneiderversamm⸗ lung findet Sonntag, den 13. Nov., nachm. 4 Uhr im Restaurant Hildmann statt. Referent ist Kollege Mirus⸗Frankfurt.(Tagesordnung siehe unter Gießener Angelegenheiten. D. R.) f
In Kirchhain und Umgebung wird jetzt eine rege Agitation unter den Mühlen⸗ und Holzarbeitern von den Marburger Gewerkschaften entfaltet. Eine Zahl⸗ stelle der Mühlenarbeiter ist bereits gegründet worden, während dle Errichtung einer Holzarbeiterzahlstelle be⸗ vorsteht. Hoffentlich faßt auch der gewerkschaftliche Ge⸗ danke in unserem Orte bald festen Fuß.
Versammlungskalender.
Sonntag, den 13. November. Gießen. Küfer verband. Vormittags 9½ Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener Hof). Lollar. Wahlverein, Nachmittags ½4 Uhr Versammlung bei Schupp. Watzenborn⸗Steinberg. Freunde und Genossen wollen sich Nachmittags 4 Uhr bei Wirt Fa ber zur Besprechung wichtiger Angelegenheiten zahlreich einfinden. Sonntag, den 20. November. Trohe. Parteiversammlung. Nachmittags 4 Uhr im Saale Ph. Seipp. Berichterstattung vom Parteitag.
Briefkasten.
J.⸗Alsfeld. Gewiß können die Stimmzettel weniger Namen enthalten, als Gemeinderäte zu wählen sind; nur nicht mehr, solche Zettel sind un⸗ gültig. W.⸗Wetzlar. Wie Sie sehen, war Ihre vorsichtige Mahnung herzlich überflüssig; ebenso ver⸗ schiedenes andere, was Sie schreiben, recht aumaßend und köricht noch obendrein. R.⸗Stbg. Der andere Artikel erscheint in nächster Nummer. Der Kreisamt⸗ mann hat aber gar nicht so unrecht.
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