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unter der heutigen Rechtspflege zu leiden haben.
pören die Volksseele auf das tiefste; aber eine
schreitet, aus dem Dienste entfernt wird, selbst
ist er volksfeindlich und muß je eher je besser durch eine wahre Volkswehr, ein Milizheer,
glücklicher sprach, wo er sich durch seine plumpen Kamellen“ vom Dresdener Parteitag, die schon
1 der Reichskanzler dutzendmal vorgetragen hat, 0 um jeden auch noch so geringen rednerischen
Miteldentsche Sountags⸗Zeitung
Zeite 3.
kommen würde. Doch zogen sich die Schiffe bald wieder zurück. Außer der Verwundung einiger Personen soll das Bombardement keinen Schaden angerichtet haben.
Mit einer Krtiegslist operierten die Japaner vor Port Arthur. Darüber wurde berichtet: Mittwoch nachts sah man von den Forts von Port Arthur aus sich viele Lichter nähern und es folgte eine Beschießung. Die Forts erwiderten das Feuer sofort, aber nach einer Stunde stellte sich heraus, daß die Lichter nur an Masten von Holzflößen befestigt waren. Man erfuhr dann aus japanischer Quelle, die Flöße seien vom Liaotschan⸗Leucht⸗ turm aus abgeschickt, damit die Russen ihre Munition daran vergeuden sollten!
Im Norden Koreas dringen die Japaner nach weiteren Meldungen gegen den Jalufluß bal über den sich die Russen zurückgezogen
itten.
Um den Geldmangel abzuhelfen, wer⸗ den gegen die Juden von der russ. Gendarmerie Erpressungen„freiwilliger Beiträge“ für das rote Kreuz verübt. Nicht bloß gegen die reichen Juden, selbst die Wächter im jüdischen Krankenhaus, die ganze fünf Rubel monatlich bekommen, müssen sich einen zweiprozentigen Abzug von ihrem„Gehalt“ gefallen lassen.
Aus dem Reichstage.
Der Justizetat war am Mittwoch und Donnerstag noch Gegenstand der Verhandlungen. Unsere Parteigenossen nahmen hierbei wieder⸗ holt Veranlassung darzutun, wie die Arbeiter
Natürlich wußten die Gegner allerlei Schauer⸗ geschichten vom„Terrorismus“ der Sozial⸗ demokratie zu erzählen. Diese Angrtffe fertigte unter anderem Genosse Bömelburg gründlich ab, der, gestützt auf unbestrenibare Tatsachen, den Nachweis führte, daß die Gewerkschaften jeden Terrorismus grundsätzlich verdammen; er erinnerte die Gegner daran, wie gerade in ihren Kreisen der gesellschaftliche Boykott zu
ause wäre und wie häufig es bei religiösen
treitigkeiten zur Anwendung terroristischer Mittel käme. Dann brachte unser Genosse das Verhalten der Dortmunder Polizei am Wahl⸗ tage zur Sprache und ihre Scheu, es zu einer Prüfung dieser ihrer Tätigkeit vor Gericht kommen zu lassen.
Freitag kam der Militäretat an die Reihe. Während die Mehrzahl der bürgerlichen Redner nichts oder nur wenig an unserem herrlichen Kriegsheer auszusetzen haben, über⸗ nahm es wieder unser Genosse Bebel, auf die offenbaren und für das gesamte Volk so verderblichen Schäden des Militarismus hinzu⸗ weisen. Gegen das System richtete er seine Angriffe. Dem heutigen Manöverwesen geht mehr und mehr selbst der Schein des Kriegs⸗ mäßigen verloren, die Uniformen werden in immer höherem Grade Schmuckstücke statt feldmäßiger Ausrüstung, Urteile wie im Heidel⸗ berger„Meuterei⸗“ und„Aufruhr“prozeß em⸗
weit über den Einzelfall hinausgehende Be⸗ deutung gewinnen alle diese Vorkommnisse als Schäden des Militarismus, der seinen typischen Ausdruck in den Mißhandlungen findet. Es erscheint so gleichsam natürlich, daß ein kom⸗ mandierender General, der gegen diese ein⸗
wenn er ein Prinz ist, daß dagegen sein Kollege, der sich selbst solcher Handlungen schuldig macht, mit einem mehrstündigen Zimmerarrest davon kommt. Aber der Militarismus untergräbt seine eigenen Wurzeln, indem er die besten Soldaten, die intelligente sozialistisch aufgeklärte Arbeiterschaft von sich fernzuhalten sucht und ihnen die Sol datenlaufbahn verschließt. Darum
ersetzt werden.— Der Kriegsminister, der sonst
Ausfälle auf unsere Partei und durch die„ollen
legung erfuhr.
Erfolg brachte, wußte darauf ziemlich wenig zu erwidern. Er meinte, daß es beim Soldaten nicht auf das gute Schießen, sondern auf die gute Gesinnung ankommt. Bei unange⸗ nehmen Fällen übte er die neueste Ministertaktik des Sichtotstellens. Er weiß nichts davon und hört zum erstenmal von Dingen, die alle Spatzen längst von den Dächern pfeifen. Besonders suchte er an dem Beweise herumzumäkeln, den Bebel für unser vollständig korrektes Verhalten 125 Militär, für unser Bemühen, jede Agitation avon fernzuhalten, erbracht hatte.
Bei der Fortsetzung der Debatte am Sams⸗ tag stand die ausgezeichnete Rede unseres Ge⸗ 10 Gradnauer im Mittelpunkt des In⸗ teresses. Der Redner nahm sich die Rede des Kriegsministers vor, die eine gründliche Wider⸗ Er begann mit dem Hinweis auf den Prozeß des Prinzen Arenberg, der eine treffliche Illustration zu den Schönfärbereien des Kriegsministers bilde.
Wie war es möglich,— fragte er— daß ein so minderwertiger Mensch, wie Arenberg, als Offizier in die Armee aufgenommen, daß er nach Südwest⸗ afrika geschickt werden konnte. Sein geistiger Zustand war kein Geheimnis für seine Umgebung, schon als er noch in Münster war. Dieser Fall ist typisch für die Art, wie Offiziere befördert werden. Ein Mann von hoher Geburt wird befördert, auch wenn er ein Trunkenbold, ein Lüdrian, ein Idiot ist. Zur Erklärung dieser Tatsache liegen nur zwei Möglichkeiten vor: entweder spielt die soziale Stellung eines jungen Mannes in der Armee die ausschlaggebende Rolle, oder man hat in der Armee nicht die richtige Unterscheidungs⸗ gabe, solch idiotisch veranlagte Leute von den übrigen genügend zu unterscheiden. Der Kriegsminister hat gestern mit einem Zitat geendet. Man sagt, daß er sein Auf⸗ rücken in seine jetzige Stellung einem Zitat zu verdanken habe. Möge er da nur etwas vorsichtiger sein mit seinen Zitaten, damit er sich nicht wieder herunterzitiert. Die Worte:„Ans Vaterland usw.“ stammen aus Tell. Der Havptgedanke dieser Dichtung aber gipfelt in den Worten: Nein, eine Grenze hat Tyrannen macht. Hier wird das unveräußerliche Recht der Not wehr für das Volk proklamiert. Der Kriegsminister will die Soldaten⸗ mißhandlungen der Sozialdemokratie aufs Schuldkonto setzen. Als Beweis mußte ein An rag vom Dresdener Parteitag dienen, der eine Propaganda für den So⸗ zialismus im Heere verlangt. Aber der Antrag hat nicht einmal die nötige Unterstützung gefunden, um über⸗ haupt dort zur Besprechung zu kommen. Wir haben eine solche Propaganda im Heere auch gar nicht nötig: die besorgt der Kriegs min ister für uns.
Der tiesste Grund der Soldatenmißhandlungen liegt im ganzen System. Das Losungswort des Kriegs⸗ ministers ist die Disziplin. Gewiß, Disziplin ist, wie
überall, auch in der Ar nee erforderlich. Die Konserba⸗
tiven aber wollen die rückständige Disziplin des Knechtes gegenüber dem Herrn und in der Armee herrscht die Disziplin, die durch Furcht und Schrecken von oben ein⸗ geimpft wird. Wir aber wollen eine Disziplin der Freudigkeit und Freiwilligkeit. Der Kriegs⸗ minister hält das geltende Militärstrafgesetzbuch für human. Aber im Zusammenhang mit der Unterwürfigkeits⸗ Disziplin steht das System des Paradedrills. Wie denkt der Herr Kriegsminister über den berühmten Friederi⸗ cianischen Griff, der nach 150jähriger Vergessenheit jetzt beim gesamten Gardekorps wieder eingeführt ist? Die Zeit, die seine Einübung erfordert, geht der kriegs⸗ mäßigen Ausbildung geradezu verloren. Der Kriegs⸗ minister führte unsere kriegerischen Erfolge auf den Drill zurück. Aber der berühmte russische General Dragomirow meint, daß uns re Truppen in jenen Tagen nicht wegen, sondern trotz des Drills Bedeutendes geleistet haben. Wir werden uns durch den beleidigeuden Ausdruck des Kriegsministers, daß verhetzende Kritik geübt werde, nicht abhalten lassen, auch weiterhin zu kritisteren, wie wir es im Interesse der Wohlfahrt und Kultur für nötig halten.
Der Kriegsminister meinte, er wolle nicht Soldaten haben, die, wenn es einmal Ernst würde, nicht mit⸗ machten! Er hätte deutlicher reden sollen. Meint er mit dem Ernstfall den Krieg? Wir haben nie darüber Zweifel gelassen, daß selbstverständlich in Fällen, wo man von außen her gegen uns vorgehen, jeder sozial⸗ sozlaldemokratische Soldat seine Pflicht und Schuldigkeit tun würde. Ich wünsche dem Kriegsminister dann nur, daß er recht viele sozialdemokratische Soldaten hat, die gut schießen können. Wenn er dann nur die anderen hat, die nicht so gut schießen, dann würde es ihm sehr unangenehm sein. Oder hat er vielleicht an jenen anderen Fall gedacht, wo, wie einmal gesagt wurde, die Soldaten auf Vater und Mutter schießen sollten? Dann möchte ich ihn dringend bitten, seine Gedanken nicht immer auf solche Sitnationen zu richten, an die von unserer Seite niemand denkt. Wenn man die Verfassung
bricht, dann ist der Soldat durch das Militärstrafgesetz⸗ buch verpflichtet, den Gehorsam zu verweigern. Wenn man die Armee zum Verfassungsbruch gegen das Gesetz aussplelt, dann gilt der Eid des Soldaten nicht mehr.— Wenn er die Sozialdemokraten wirklich so ungern hat, dann sollte er sie gar nicht in die Armee aufnehmen. Die Aeußerung des Kriegsministers, daß das Offtzierskorps die Blüte der Nation umfasse, kann die Ueberhebung in den Kreisen der Offtziere nur vermehren. 18jährige Leutnants sollen die Erzieher der Nation sein 2 Sie bedürfen selbst noch der Erziehung. Wenn die Unterofftziere sehen, daß der Sohn einer Familie aus sozial höheren Schichten mit 18 Johren Leutnant ip, während sie selbst es nach langer Dienstzeit nicht weiter als bis zum Feldwebel bringen, so werden sie die darin liegende Ungerechtigkert aufs schwerste empfinden. Unter den Soldaten aus ärmerem Stande hat mancher eben so viel Intelligenz und Fähigkeit wie viele Elnjährig⸗Frei⸗ willige. Wichtig wäre es, die Armee nach den Forderungen der Gerechtigkeit zu reformieren, alle Privilegien zu beseitigen.
Am Montag setzte sich der Kampf zwischen unseren Genossen und den Vertretern der Re⸗ gierung weiter fort, nachdem der Antisemiten⸗ häuptling Liebermann eine judenfresserische und der edle Junker v. Riepenhausen eine höchst lächerliche Rede gehalten hatte. Bebel, der wiederum das Wort nahm, hatte reichliche Ar⸗ beit, die große Zahl von Einzelfällen, die der Kriegsminister falsch dargestellt hatte, wieder richtig zu stellen. Aber er wandte sich bald prinziptelleren Fragen zu. Er zeigte, daß die ganze bürgerliche Kritik nur zum Schein getrieben werde, um der Sozialdemokratie den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nebenbei wies er die Verleumdungen zurück, die der Scharfmacher Dr. Beumer am Samatag gegen unsere Partei gerichtet hatte. Dann besprach er die Zustände in der Armee und kennzeichnete ste nach doppelter Richtung. In der Behaudlung der Mannschaften gehe man einzig und allein darauf aus, die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Bei den Offi⸗ zieren herrsche schon heute größte Unzufrieden⸗ heit. Vor allem aber schildert er mil größter prinzipieller Schärfe die Stellung unserer Partei zu der Armee und zum Kriege. Wir betrachten die Armee als eine Organisation, von der jede parteipolitische Agitation möglichst fern gehalten werden sollte, wünschen aber auch, daß alle anderen Parteien die gleiche Haltung einnehmen. Wir sind bereit, in jedem gerechten Kriege Gut und Blut für das Vaterland zu opfern und werden nicht ein Stückchen unseres Bodens aufgeben. Aber wir behalten uns eine freie Kritik darüber vor, ob es sich um ein wahr⸗ haftes Volksinteresse oder um einen bloß dyna⸗ stischen oder kapitalistischen Krieg handelt.
Der Kriegsminister, der nach längerer Vor⸗ bereitung auf die Rede des Genossen Bebel antwortete, brachte nichts wesentlich Neues. Zum größten Teil hatte er die Rede nicht ver⸗ standen, wie die Antwort auf Bebels Ausführ⸗ ungen über Krieg zeigte.
Die Militär⸗Debatte füllte auch noch den ganzen Dienstag aus. Von unsern Genossen ergriff Ledebour an diesem Tage das Wort, der kräftig und wirksam die Angriffe der Gegner abführte.— Wenn es gilt, auf die Sozial⸗ demokratie zu schimpfen, darf natürlich der Pfaffe Stöcker nicht fehlen. Er pöbelte die Sozialdemokratie zum soundsovielten Male mit einer wüsten Schimpfrede an. Das tut er bereits seit dreißig Jahren— geschadet hats der Sozialdemokratte noch nicht.
Pon Nah und Fern.
Hessisches.
—„Schützer“ der Land wirtschaft! Für die Förderung der Landwirtschaft gibt der hessische Staat fast eine Million Mk. jähr⸗ lich aus. Ueber den Nutzen dieser Aufwendungen gab es neulich im Landtage eine bemerkens⸗ werte Debatte. Dabei gerieten sich nämlich die patentierten antisemitischen Schützer der Land⸗ wirtschaft untereinander in die Haare! Zur Beratung stand ein Etatsposten von 91 350 Mark zur Hebung der Rindviehzucht. Ueb er die Verwendung dieses Betrages, der zur Zucht reiner Vogelsberger und Simmentaler Viehschläge bestimmt ist— für welchen Zweck


