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Nr. 50.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
bau der Organisation, so werden zweisellos bei der nächsten Wahl Sozialdemokraten iu den Gemeinderat
einziehen.— Die sechs Gewählten erhlelten Stimmen:
Koch 368, Bücking 259, mMamspeck 223, Gundrum 214, Müller 207, Braun 190. Ferner fielen noch auf Klingelhöfer 139, Kemmer 125 Stimmen.
a In der Versammlung, welche am Sonntag abend im Saale zum Deutschen Kaiser stattfand und die recht zahlreich besucht war, sprach an Stelle des Ge nossen Hauschild⸗Offenbach Genosse Vetters ⸗Gießen. Redner erläuterte und begründete eingehend die kommunalpolitischen Forderungen unserer Partei. Seine Ausführungen wurden von der Versammlung beifällig aufgenommen, auch einige anwesende Angehörige anderer Parteien mußten sie als richtig und begründet aner⸗ kennen. In der Diskussion empfahl zunächst— mit Be⸗ zug darauf, daß Vetters die Unentgeltlichkeit der Leichen⸗ bestattung gefordert hatte— der Vorsitzende einer Sterbekasse(Bornemann) sein Institut zum zahlreichen Beitritt. Das hatte nun allerdings wenig mit dem Verhandlungsgegenstande zu tun, beiläufig bemerkt muß auch werden, daß verschiedene Arbeiter, welche der Sterbekasse beitreten wollten, zurückgewiesen wurden. Ein anderer Handwerksmeister kam auf das Submissions⸗ wesen zu sprechen und beklagte sich lebhaft über die Um⸗ stände, die dem Handwerker mit der Erwerbung des Meistertitels gemacht würden und darüber, daß von den Behörden vielfach Arbeiten nur an die Inhaber der Me istertitel vergeben würden. Diese Dinge empfinde das Handwerk, das doch gerettet werden solle, als Plage. — Im Uebrigen nahm die Versammlung den besten Verlauf.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Kalenderverbreitung! Der„Land⸗ bote“ ist nunmehr eingetroffen und seine Ver⸗ breitung muß sofort geschehen. Zu dieser Parteiarbeit wollen sich die Genossen in recht großer Zahl zur Verfügung stellen. Je mehr sich einfinden, desto leichter die Arbeit für den Einzelnen. Tretet darum am Sonntag Mann für Mann an! Aber schon vorher wolle man sich bei A. Fauth, Mühlgraben 911 melden und die Kalender in Empfang nehmen.
t. Tätigkeit„unseres“ Reichstags⸗ ab geordneten. Herr Krämer, der Abg. für Wetzlar, war kürzlich Berichterstatter über die Handwerker⸗Petition im Reichstage. Er entledigte sich seiner Aufgabe in sehr kurzer Rede, er erklärte einfach:„Ich verzichte“. Uns genügt ja dieser„Bericht“ vollkommen. Ob aber auch den Handwerkern, welche die Nationalliberalen bei den Wahlen durch Redens⸗ arten von Handwerks⸗ und Mittelstandsrettung für sich einzufangen suchten, ist allerdings eine andere Frage.
h. Nichts wie Denkmäler und Ge⸗ denktafeln! Man muß sagen, daß in Deutschland auf diesem Gebiete etwas geleistet wird. Eine„Bismarcksäule“ z. B. wird wohl bald in jedem, auch dem kleinsten Städtchen zu finden sein. Vorige Woche beschlossen die Wetzlarer Stadtväter am Geburtshause des Ehrenbürgers der Stadt, des Leibarztes Wil⸗ helms I., v. Lauer, eine Gedenktafel anzu⸗ bringen. Daß sich v. Lauer besonders um die Menschheit verdient gemacht hätte, davon ist nichts bekannt. a
h. Volks vorlesung. Die Lesever⸗ einigung veranstaltet diesen Sonntag, 11. Dez., nachmittags 4 Uhr, im Saale des„Schützen⸗ garten“ ihren 4. Vortrag.„Ludwig Uhland“ als Volksmann und Dichter lautet das Thema. Mitglieder des akademischen Dürerbundes in Gießen haben den Vortrag, sowie die dabei vorkommenden Rezitationen Uhlandscher Gedichte übernommen. Wie immer, kosten die Karten im Vorverkauf 20, an der Kasse 30 Pfg.
h. Hundetollwut ist in der Gegend von Groß⸗Rechtenbach ausgebrochen. es ist daher Hunde⸗ sperre angeordnet worden. Zwei Kinder sind von einem Hunde gebissen worden und in die Gießener Klinik ge⸗ bracht, von wo sie in das Institut für Infektionskrank⸗ heiten in Berlin weitergegeben wurden.— Vorsicht ist also dringend zu empfehlen.
Westerwald und Anterlahn.
* Für die Lahnkanalisation von Niederlahn⸗ stein bis Ems sollen nach einer Mitteilung des Eisen⸗ bahnministers Budde 408 000 Mk. in die Etats für 19056 eingestellt werden.
I Flamersb ach(Westerw). Recht eigentüm⸗ liche Zustände haben sich unter der„Regierung“ unseres neuen Bürgermeisters eingenistet. Kürzlich beschloß die
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Gemeinde⸗Vertretung, auf einem vom Landrat und KAxeisbaumeister gutgeheißenen Platz, einen Bullen⸗ stall zu bauen. Da nun heutzutage wie überall, so auch in Flamersbach, Interessenpolitik getrieben wird, versuchte unser Dorfbürgermeister durch eine Eingabe, für die er Unterschriften nach ländlich sittlicher Weise sammelte, die vorgesetzte Behörde zu einer Revidierung ihres Gutachtens zu briugen, und war so— pietätvoll den alten Friedhof, der vor 30 Jahren noch benutzt wurde, als Bauplatz vorzuschlagen. Darob nun helle Entrüstung im ganzen Dorf. Selbstverständlich hat dann die Gemeindevertretung diesen Vorschlag zweimal abgelehnt, nun soll der Kreisausschuß entscheiden. Wir hoffen, daß dieser so gefühlvoll ist, und die Bebauung des alten Friedhofs, der leider schon als Baumschule benutzt wird, nicht erlaubt, zumal der größte Teil der Gemeinde Gegner des Kirchhofsprojekts ist. Sonst ist man doch hier so peinlich, kürzlich sollte eine Hebamme ausgebildet werden, weil aber die zuerst für gut be⸗ fundene Person Difsidentin war, und die Gefahr bestand, daß die Hebamme die mit ihrer Hilfe ans Licht ge⸗ brachte Nachkommenschaft des Ortes zu Ungläubigen machen werde, sind von frommer Seite Vorstellungen an die Regierung gelangt und nun ist wirklich eine evangelische Amme im Dorf. Das von Rechts wegen. Im Lande der Gottesfurcht und frommen Sitte haben wir vielleicht bald christlich⸗sozlale,„rote“ liberale c. Ammen!—
+ Milchpantscherei. In Dillenburg wurden vor einiger Zeit von verschiedenen Land⸗ wirten, die dorthin Milch zum Verkaufe bringen, Proben entnommen. Die Untersuchung der Milch ergab bedenkliche Mängel; in einer Probe des Landwirts und Bäckers Jakob C. fand man zur Hälfte Wasser zu⸗ gesetzt. Der Brave und seine Ehefrau wurden deshalb von der Wetzlarer Strafkammer zu je 75 Mk. Geld⸗ strafe verurteilt. Sind billig davon gekommen! Denn das Publikum hat wohl ein Recht zu fordern, daß solchen Versuchen zur„Hebung der Laud wirtschaft“ energisch entgegengetreten werde. Trotzdem kommen die Fälle sehr zahlreich vor. Erst kürzlich wurden einer großen Molkerei in München— es war sogar ein „Hoflieferant“— ekelregende Dinge nachgewiesen, der Besitzer auch zu längerer Gefängnisstrafe verurteilt.
Aus dem Nreise Marburg⸗Rirchhain.
Zur Lokalfrage. Mit Recht beklagen sich die Wirte, die uns ihre Lokalitäten zur Verfügung stellten, darüber, daß ste von den Genossen und Gewerkschaftsmitgliedern zu wenig berücksichtiget werden. Allerdings kann man wahrnehmen, daß seit der Reichstagswahl ein großer Teil Genossen in Lokalen verkehrt, deren Inhaber unserer Bewegung feindlich gegenüber stehen. Dieses Verhalten unserer Genossen und Gewerkschaftsmitglieder muß unserer Sache schaden. Wir müssen es als unsere Pflicht erachten, in erster Linie die Lokale Jesberg,
illberger und Hildemann zu berück⸗ sichtigen, die uns jederzeit zur Verfügung stehen. Dagegen ist das Restaurant„Schloßgarten“ nicht mal mehr zu Arbeiter festen zu haben. Der Besttzer Müller, der früher den Gewerk⸗ schaften nachlief, damit sie ihre Feste bei ihm feiern sollten, hat jetzt vielleicht von irgend⸗ woher einen zarten Wink erhalten. Dessen⸗ ungeachtet werden die Arbeiterfeste aber doch gefeiert und am Ende dürfte Herr Müller noch mal froh sein, wenn die Arbeiter wieder kommen, hat er doch nach seiner eigenen Aus⸗ sage dabei immer gute Geschäfte gemacht.
r Die Einwohnerzahl Marburgs betrug am 1. Dezember d. J. 19 353. Für die Arbeiter ist es von einiger Bedeutung, wenn die Bevölkerungsziffer über 20000 wächst, denn dann muß bekanntlich ein Gewerbe—
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gericht errichtet werden. Der Mangel eines solchen hat sich in zahlreichen Fällen empfind⸗ lich fühlbar gemacht.
r Bürgermeister Kohmann in Ge⸗ münden a. d. Wohra ist zum zweiten Male durchgegangen. Von Seiten der Regierung wurde eine Repision vorgenommen, bei welcher noch weitere Veruntreuungen zu Tage kamen, so daß es dem getreuen Ortsoberhaupt am geratensten schien, wiederum durch die Lappen zu gehen.
Den Mörder des Pfarrer Thöbes in Heldenbergen, Metzger Oskar Hudde hat man noch nicht ergriffen. Anfangs der Woche wurde seine Verhaftung aus Kirn a. d. Nahe gemeldet, sie bestätigte sich jedoch nicht. Jetzt wird bekannt gegeben, daß einige bei dem Pfarrer geraubte Gegenstände in Braunschweig und Hannover zum Kauf angeboten worden seien.
Partei-Nachrichten.
Dr. Kurt Freudenberg, bis vor Kurzem sozlaldemokratischer Stadtverordneter in Berlin ist dort am Montag an der Lungentuberkulose gestorben. Freudenberg arbeitete trotz seines aufreibenden Berufes als Frauenarzt stets eif ig und mit hingebender Wärme für unsere Partei. Er kränkelte jedoch schon lange und suchte, als sein Leiden immer schlimmer wurde, in Kairo Heilung, von dort kehrte er im Oktober zurück, ohne sie gefunden zu haben.
Unser Genosse Auer ist von seiner längeren Krankheit so weit hergestellt, daß er sich wieder an den Reichstagsverhandlungen beteiligen konnte. Als er kürzlich wieder im Reichstage erschien, wurde er von unsern Genossen, wie auch von bürgerlichen Parlamentariern freudig begrüßt. Auer sieht sehr wohl aus, nur das Gehör läßt zu wünschen übrig. Hoffentlich har unser alter, wackerer Kämpe die tückische Krankheit, die ihn so lange geplagt, nun endgiltig überwunden.
Versammlungskalender. Sonntag, den 11. Dezember. Gießen. Küferverband. Vormittags 9¼ Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener Hof). Montag, den 12. Dezember. Gießen. Schneider verband. Versammlung abends 9 Uhr bei Orbig.
Letzte Nachrichten. Tod des Nationalisten Syveton.
Der nationalistische Abgeordnete der franz. Kammer Syveton, welcher vor kurzem das Attentat auf den Kriegsminister ausführte, ist am Donnerstag an Kohlengasvergiftung ge⸗ storben. Freitag hätte er wegen seiner Tat vor dem Schwurgericht erscheinen sollen. Don⸗ nerstag Mittag legte sich Syveton schlafen, nach⸗ dem er, offenbar, weil es im Zimmer zu heiß war, den Kaminzug geschlossen hatte.
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