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Nr. 50.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite.
entstellen, die Militärzeit als die schönste Zeit des Lebens hinzustellen und nur bebune, daß sie von so kurzer Dauer ist. Es ist mir verwunderlich, daß derartige Vereine in einem Lande wie Deutschland hochkommen und bestehen können.“— Das hat allerdings auch schon viele Deutsche gewundert. Wer die widerliche Byzantinerei und den bis zur Roheit gesteigerten Mordspatriotismus beobachtet hat, wie er sich vielfach in Kriegervereinskreisen zeigt, der be⸗ greift nicht, wie ein vernünftiger Mensch solchem Vereine beitreten kann.
Ein feiner Minister.
In Oldenburg wurde dieser Tage gegen den Redakteur des dortigen„Residenzboten“, Schweynert, wegen Beleidigung des Ministers Ruhstrat verhandelt. Das Blatt hatte dem Minister vorgeworfen, daß er noch zu einer Zeit dem Glücksspiel gehuldigt habe, als er schon Minister war. Das hatte er in einem früheren Prozesse unter Eid und auch im Landtage be⸗ stritten. Inzwischen stellt sich heraus, daß der Minister damit nur hat sagen wollen, daß er nicht die„Lustige Sieben“ noch als Minister gespielt habe, dagegen habe er aber gepokert. Das Pokerspiel ist nun offenbar gleichfalls ein Glücksspiel. Das Gericht sah es merkwürdiger⸗ weise nicht als solches an und verurteilte den Redakteur zu einem Jahre Gefängnis. Herr Ruhstrat wird aber nicht mit Schimpf und Schand zum Teufel gejagt, sondern bleibt ganz ruhig an der Spitze der oldenburgischen Gerechtigkeit! Auf den Prozeß, der ein Doku⸗ ment bildet von unserer Zeiten Schande, wird noch mehrfach zurückzukommen sein.
Empfindlicher Polizeisergeaut.
Wegen einer wunderbaren Beamten beleidigung wurde vor wenig Tagen ein Wirt von der Hildesheimer Strafkammer verurteilt. Eines Nachts gegen 1 Uhr betrat der Poltzeisergeant Pahl das Lokal des Gast⸗ wirts Winkelmann in Goslar a. H. und sagte zu ihm:„Sie lassen ja das Instrument (Orchestrion) schon wieder so laut spielen.“ Der Wirt sagte darauf:„Können Sie denn nicht hören, daß die Trommeln abgestellt sind?“ Diese Aeußerung bezeichnete der Polizeisergeant als eine Beleidigung und verhaftete den Wirt, der denn auch bis zum anderen Morgen im Polizei⸗ gewahrsam blieb. Die weitere Folge war eine Klage gegen den Wirt wegen Beleidigung des Poltzeisergeanten, von der er jedoch freigesprochen wurde. Der Staatsanwalt hatte 50 Mk. Geld⸗ strafe beantragt!!! Weshalb der ganz un⸗ schuldige Wirt nach der widerrechtlichen Ver haftung obendrein noch angeklagt wurde, statt daß man den Polizeisergeanten wegen Freiheits⸗ beraubung zur Verantwortung zog, wie jeder erwartet hätte, ist eines jener großen Rätsel, die nur ein Staatsanwaltschaftsgehirn zu zer⸗ gliedern imstande ist.— Der Wirt sollte nach Gießen ziehen. Hier bekam kürzlich ein Stu⸗ dent, der einen Schutzmanu zur Erde geworfen hatte, nur 40 Mk. Geldstrafe.
Wahlen.
Die Stichwahl in Schwerin hat mit dem Siege des Nationalliberalen Büsing geendet. Er erhielt 13 213 Stimmen, unser Genosse Antrick 11213. Gegen die Wahl soll wiederum wegen sehr grober Verstöße Protest eingelegt werden..
Ein wetteres Reichstagsmandat wird im Wahlkreise Hof frei, wo der bisherige nationalliberale Münch⸗Ferber endlich die Niederlegung seines Mandates angekündigt hat. Wie es scheint, erst, nachdem ihm das von seinen politischen Freunden nahegelegt worden war, weil er in dem mehrerwähnten Prozesse eine sehr bedenkliche Rolle gespielt hat.
Bei den Landtagswahlen in Lippe⸗Det⸗ mold wurden 10 Konservative und 6 Liberale
ewählt, vier Sozialdemokraten kommen in tichwahl.— In Aken a. d. Elbe wurden zum erstenmale drei Sozialdemokraten mit großer Mehrheit gewählt.— Im Herzogtum Alten⸗ burg sind in den letzten Wochen ebenfalls die Gemeindewahlen vollzogen worden. Ueberall
war der Wahlkampf ziemlich heftig; unsere Partei erzielte aber sowohl in den Städten wie in den Landgemeinden recht erfreuliche Erfolge. Ebenso im Königreich Sachsen, wo in zahlreichen Landgemeinden gewählt wurde.
Im Wahlkreise Jerichow
hat am Dienstag die Ersatzwahl für den ver⸗ storbenen Fürsten Bismarck stattgefunden. Letzterer wurde voriges Jahr in der Stich⸗ wahl mit Hilfe der Freisinnigen mit 14665 Stimmen gegen unsern Genossen Voigt ge⸗ wählt, der nur 9742 erhielt. In der Haupt⸗ wahl fielen auf Voigt 8140, Bismarck 10 430, den Freisinnigen 6480 Stimmen. Am Diens⸗ tag konkurrierten fünf Kandidaten miteinander und es kommt zur Stichwahl zwischen Sozial⸗ demokrat und dem Freistnnigen. Genosse Voigt erhielt 6703, Mertens(frets.) 6251, v. Brauchitsch(kons.) 5940, vom Rath(natl.) 3362 und der Antisemiterich Wohlfahrt 2575 Stimmen. Da die Bürgerlichen sämtlich für den Freisinnigen eintreten werden, so ist dessen Wahl gesichert. Unsere Stimmen sind gegen die allgemeinen Wahlen etwas zurückgegangen, das hat jedoch weiter nichts zu bedeuten.
Jaures im Duell.
Wegen einer Beleidigung, die der antisemi⸗ tische Hanswurst Deroulede dem Abg. Jaures zufügte, forderte ihm dieser. Das Duell hat bereits stattgefunden und verlief, wie in Frank⸗ reich üblich, ohne Resultat. Man sollte es nicht für möglich halten, daß ein wissenschaft⸗ lich so hochstehender Mann wie Jaures sich zu einer solchen Dummheit hergeben konnte.
Den russischen Henkern entronnen.
Der kühne Revolutionär, welcher den Knuten⸗ minister Plehwe hinrichtete, soll aus der Peters⸗ burger Feste Schlüsselburg entkommen sein und sich im Auslande befinden. Die Flucht vollzog sich angeblich unter abenteuerlichen Umständen. In Abwesenheit des Polizeipräsidenten und des Gouverneurs der Schlüsselburg erschienen zwei Gendarmen mit einem schriftlichen Befehl des Polizeiprästdenten, den Mörder unverzüglich vorzuführen. Der Gefangene wurde darauf in einen Wagen gebracht, der ihn entführte.
(Weitere Politische Rundschau Seite 6.)
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Nussisch⸗japanischer Krieg.
Am Schaho stehen sich beide Heere stark verschanzt gegenüber. Es kommt wohl öfters zu geringfügigen Scharmützeln, doch hat ein entscheidender Kampf noch nicht stattgefunden. Auf der japanischen Seite werden die in der Gefechtslinie liegenden Dörfer ausgebessert und neue Häuser errichtet, sowie viele Brunnen gebohrt. Alles deutet daraufhin, daß die Japaner in der gegenwärtigen Stellung zu überwintern beabsichtigen. Die Kälte hat keinen Einfluß auf die Japaner, die nur wenig Kranke haben.
Das Bombardement Port Arthurs dauerte in den letzten Tagen mit unverminderter Heftigkeit an. Die Belagerungsarbeiten machen rapide Fortschritte und es gewinnt den Anschein, daß ein allgemeiner Sturm bevorsteht. Durch die Beschießung haben die in dem Hafen liegenden russischen Schiffe sehr gelitten. Die„Poltawa“ ist gesunken, der„Retwisan“ ist schwer beschädigt worden.
Ein deutscher Dampfer, der„Veteran“, wurde von dem japanischen Prisengericht in Sasebo beschlagnahmt. Er war im November von den Japanern angehalten worden und führte große Mengen Winterkleider und Pro⸗ viant an Bord, die für die Russen bestimmt waren.
Soziales, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.
Ueber Zweihunderttausend Mitglieder zählt jetzt der Metallarbeiter⸗Verband!
Diese Auflage hat jetzt die Metallarbeiterzeitung Uerreicht und da diese obligatorisch für die Mit⸗
glieder des Metallarbeiter⸗Verbandes eingeführt ist, so wird durch die Höhe der Auflage der M.⸗Ztg. gleichzeitig die Stärke der Organisation bekundet. Und mehr als 200000 Mitglieder in einer deutschen Arbeiterorganisation, das will gewiß etwas heißen. Freilich— wie viele Metallarbeiter stehen der Organisation noch fern! Diese Kurzsichtigkeit der Arbeiter ist außerordent⸗ lich beklagenswert. Die wenigen Beiträge, die jetzt die nichtorganisierten Arbeiter scheinbar „sparen“, streichen die— Unternehmer zehn⸗ und zwanzigfach ein. Interessant und lehrreich sind einige Ausgaben über die Leistungen des Metallarbeiter⸗Verbandes während der letzten 13 Jahre. Er zahlte an Reisegeld aus 796 850,17 Mk., an Arbeitslosen⸗Unter⸗ stützung(erst seit 1900) 1058 419,05 Mk., an Notlagenunterstützung 324 139,88 Mk., für Rechts schutz 102 419,92 Mk., für Streik⸗ unterstützungen 3168 505,39 Mk.— In agitatorischer und organisatorischer Beziehung hat der Metallarbeiter⸗Verband vieles getan, und das bürgt dafür, daß er noch nicht an der Grenze seiner Ausdehnungsfähigkeit ange⸗ langt ist.
Lohnbewegungen. Ein Bergarbeiter⸗ streik ist im Neuroder Revier in Schlesten ausgebrochen. Dort wurde von der Belegschaft der Graf Magnis'schen Gruben mit 931 55 70 Stimmen der Streik proklamiert.
8 handelt sich um Lohnforderungen, die schon im Juni d. J. gestellt wurden.— Die Holz⸗ arbeiter in den Bauwerkstätten in Elber⸗ feld⸗Barmen haben zur Erringung des Neunstundentages die Arbeit niedergelegt. In den Werkstätten der Möbelindustrie wurde die neunstündige Arbeitszeit bereits vor einigen Monaten durch ein Uebereinkommen eingeführt.
Von Rah und Lern.
Hessisches.
— Auch ein Opfer des Militaris⸗ mus. In Mainz hat sich am Samstag, den 30. Nov., der 27 jährige Husarenleutnant Fritz Dietz in seiner Wohnung erschossen. Die Zeitungen erwähnten vorher auf die Bitte eines Offiziers, der in den Redaktionen vor⸗ sprach, nichts, vielleicht in dem Glauben, der Familie Unangenehmes dadurch zu ersparen. Später wurde die Affaire durch die Briefe interessant, welche der Leutnant hinterließ. Er schreibt darin seiner Mutter:
„Die vernichtende Kritik des Oberst von Blumenthal über meine Abteilung heute trieb mich zum äußersten. So lange er Kommandeur ist, behandelt er mich— aus persönlicher Antipathie— schlecht, setzt mich zurück und läßt kein gutes Haar an mir. Vier Jahre habe ich mich durchge⸗ kämpft und durchgebissen, doch heute bin ich am Ende meiner Kräfte. Die heutige Kritik kann ich nicht ertragen. Sonnabend bekomme ich sicher— egal, wie meine Ab⸗ teilung ist— dieselbe Kritik. Nun, da könnte ich mich nicht beherrschen.— Besser, ich scheide so aus dem Leben, als daß es noch vorher zum Eklat kommt.“
Wie die Mutter des Leutnants in einer Zuschrift an die Zeitungen mitteilte, kann keine Rede davon sein, daß der Unglückliche etwa aus Liebeskummer oder andern Gründen seinem Leben ein Ziel gesetzt habe, wie vorher verbreitet wurde, sondern die Behandlung von Seiten des Obersten sei der einzige Grund.
— Appetitliche Brot- und Nudel ⸗ fabrik. In einer in der Umgebung von Darmstadt befindlichen Nudelfabrik, dessen Inhaber den stolzen Titel„Hoflieferant“ führt, wurden ekelerregende Zustäude aufgedeckt. Im Sommer wurde Roggenmehl verbacken, das stinkig war. Als der Fabrikant darauf auf⸗ merksam gemacht wurde, daß ein Verarbeiten solchen Mehles einer Nahrungsmittelfälschung gleichkomme, da meinte er, man solle die harten Knollen zurücklassen, die könnten zu„Pferde⸗ brot“ verbacken werden. Ende Juli und Anfang August wurden total verschimmelte Stollen auf,
Befehl des Buchhalters mit der Axt zerkleinert


