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zu verzeichnen.
einer neulichen Bekanntmachung des Landrats
Gebühren von dem Tierbesttzer zu entrichten:
Mur. 37.
Mittel deutscheß Souutags⸗Zeitung.
Seite 5.
aber begreiflicher Weise viel größer.— Sodann wandte sich der Herr Vortragende seinem eigentlichen Thema, der Verhütung der Schwindsucht, zu. Einen breiten Raum nahmen die Darlegungen über die große Unsitte der trockenen Staubbeseitigung ein; einzig und allein Festlegung des Staubes durch Flüssigkeit Wasser ꝛc.), verringere die Staubgefahr. Erwähnt wurde ferner die Notwendigkeit mit Wasser gefüllter Spucknäpfe (statt der gefährlichen Sandbehälter), die Bedeutung elner wirksamen Ventilation gerade im Hinblick auf die Zigarrenfabrikation.
Es folgten weiter wichtige Erörterungen über aus⸗ reichende Ernährung, über alle Arten gesundheitsfördern⸗ den Sports, über die verderblichen Folgen des Alkoho⸗ lismus(Erzeugung einer gegen die Schwindsucht wider⸗ stands unfähigen Körperbeschaffenheit). Das Kapitel der meist mit Unrecht gefürchteten Zugluft wurde genau behandelt; das Mindestmaß des jedem Menschen zu⸗ kommenden Quantums reiner Luft(„Luftkubus“), die Luftverunreinigung durch die Ausatmungen des Menschen (übermäßige Erzeugung von Kohlensäure mit allen ihren Folgen); erwähnt wurde weiterhin die Skrophulose als Vorläuferin bezw. Nachfolgerin der Tuberkulose. Die große Bedeutung täglicher Abreibungen des ganzen Körpers, Bäder, Douchen usw. wurde klarge⸗ legt; im Anschlusse daran forderte der Redner die baldige Errichtung einer Volksbaede anstalt in Wieseck im Gegensatz zu der teuren und sehr beschwerlich zu er⸗ reichenden Gießener Anstalt. Zum Schluß wurde die Ehe in ihrer Beziehung zur Schwindsucht erörtert und die mannigfachen Gefahren besprochen, die in der ehe⸗ lichen Verbindung tuberkulöser Individuen liegen.
Dem Vortragenden wurde reicher Beifall für seine lehrreichen Ausführungen gezollt. Es verdient gewiß alle Anerkennung, wenn sich ein Arzt Mühe gibt, die Bevölkerung in gesundheitlicher Beziehung zu belehren und es sollten sich die Herreu Aerzte auf dem Lande besonders angelegen sein lassen. Ein Volksbad in Wieseck wird wohl noch lange auf sich warten lassen. Wir meinen aber, das Gießener wäre von Wieseck aus doch nicht so schwer zu erreichen, daß nicht jeder einmal in der Woche es besuchen könnte.
Aus dem reise riedberg⸗Büdingen
— Der Schulkrawall in Oberroßbach, den wir in Nr. 31 erwähnten, fand am vorigen Freitag vor der Gießener Strafkammer sein gerichtliches Nach⸗ spiel. Wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung angeklagt, erschienen der Bäckermeister Spuck, der Nacht⸗ wächter Blecher und der Flurschütz Launhardt von Oberroßbach. Einigen Jungen war Arrest zudiktiert worden, den abzubüßen sich dieselben jedenfalls mit Einverständnis ihrer Eltern weigerten. Da auch der Polizeidiener die Jungen nicht zur Verbüßung ihrer Strafe veranlassen konnte oder wollte, suchten sich die Lehrer selbst zu helfen und behlelten die fünf Jungen am 20. Juli nach der Turnstunde zurück. Der Sohn des Angeklagten Spuck weigerte sich dazubleiben und als die Lehrer Gewalt anwenden wollten, drangen die drei Angeklagten, welche die Absicht der Lehrer gemerkt und sich vor den Schulhof postiert hatten, mit Latten⸗ stücken auf die Lehrer Harth und Presser ein und ver⸗ letzten beide. Der Staatsanwalt kritisiert das Verhalten des Bürgermeisters und der Einwohnerschaft scharf und beantragt Strafen von 6, 5 und 1½ Monaten Ge⸗ fängnis. Das Urteil lautet gegen Spuck auf 3 Monate 1 Woche, gegen Blecher 4 Monate 1 Woche und gegen Launhardt auf 6 Wochen Gefängnis.— Wir meinen denn doch, die Oberroßbacher würden mehr im Interesse ihrer Kinder und in ihrem eigenen handeln, wenn sie die Lehrer unterstützten, anstatt ihnen Schwierigkeiten zu machen. Was wollen sie sich denn für Rangen erzie hen?
v. Gemeindewahlsieg in Steinbach i. T. Bei der am 31. August stattgefundenen Gemeinderats⸗ wahl wurde die vom sozialdemokratischen Wahl⸗ verein vorgeschlagenen Kandidaten einstimmig gewählt. Unsere Partei hat einen Stimmenzuwachs von 25 Prozent
Aus dem Nreise Wetzlar.
* Zu der neulichen Grabrede des Pfarrers Gün der bei Beerdigung des Rentners Kraft und dem darüber in unserm Blatte veröffentlichten Eingesandt wird uns mitgeteilt, daß dem Verstorbenen etwas Un⸗ rechtes durchaus nicht nachgesagt werden könne. Er habe vielmehr stets offen und ehrlich seine Meinung gesagt und aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Umso ungehöriger erscheinen die Angriffe des Pastors an seinem Grabe. Freilich, ein freies Wort mögen die Pfaffen und Mucker nicht leiden. Das Beste bleibt, auf die „Trostreden“ der Herren Pastoren zu verzichten.
h. Kosten der Fleischbeschau. Nach
sind für Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau folgende
Kalb unter 2 Monaten 2 Mk.; 2. für ein Schwein mit Trichinenschau 1,50 Mk.; 3 fiir ein Schwein ausschließlich Trichinenschau 90 Pfg.; 4. für ein Kalb, Schaf, Ziege 50 Pfg.; 5. für ein Ziegenlamm 20 Pfg. Ferner werden für Trichinenschau allein erhoben: für einen ganzen Tierkörper 75 Pfg.; für einen Schinken oder ein anderes Fleischstück 30 Pfg.; für ein Stück Speck 20 Pfg. Außerdem müssen für Ergänzungsschau und zur Deckung sonstiger Kosten für ein Stück Rindvieh 50 Pfg.; für ein Schwein, Kalb, Schaf oder Ziege 10 Pfg. bezahlt werden.
— UÜUnliebsame Konkurrenz. Kürzlich machte sich in Wetzlar ein Bäcker selbständig. Einige der Herren Kollegen von der Innung waren über die neue Konkurrenz nicht sehr erbaut und suchten den Handwerker von dem goldenen Boden herunter zu drängeln. Besonders der Schriftführer der Innung, Wolf, bemühte sich in dieser Richtung und berief eine Versammlung ein, um Stellung gegen den jungen Anfänger zu nehmen. Die übrigen gingen jedoch in ihrer Mehrheit auf das Ansinnen nicht ein und so kann derselbe in Ruhe sein Brod backen. Hält er seine Bäckerei in Ordnung und liefert gute Waren, so braucht ihm vor der Konkurrenz nicht bange zu sein.
Aus einer Wetzlarer Bäckerei. Man schreibt uns: Kürzlich hatte ein Bäckergeselle in Wetzlar beim Bäckermeister Köhler Arbeit bekommen, am zweiten Tage war aber das Bett noch nicht mit reiner Wäsche überzogen. Als der Geselle dieserhalb beim Meister vorstellig wurde, antwortete ihm dieser:„Sie konnten doch nicht verlangen, daß ich gestern Abend, wie Sie kamen, noch das Bett rein überziehen ließ.“ Sehr gut. Aber der Meister verlangt von dem Gesellen, daß er sich in ein schmutziges Bett legt. Uebrigens herrschen in dieser Bäckerei noch mancherlei wenig appetitliche Zustände. Neben der Backstube ist der Abort und der Pferdestall, in der ersten Etage nach der Hofseite über dem Pferdestall befindet sich ein Erker oder Ueber⸗ bau, dort ist das Mehlzimmer und darunter auf dem Hofe liegt ein Misthaufen. Dadurch ist die Backstube und das Mehlzimmer stets von einem aromatischen Duft umweht. Ratten⸗ und Mäusescharen ziehen in den Räumlichkeiten herüber und hinüber wie die Russen und Japaner in der Mandschurei. Als nun dieser Bäcker⸗ geselle beim Polizei⸗Kommissar beantragte, diese Bäckerei zu revidieren, antwortete ihm dieser Hüter der öffent⸗ lichen Ordnung:„Das wissen wir, die Bäckerei ist schon zweimal revidiert worden, die wird nicht revi⸗ diert, gehen Sie nur.“ Punktum.
Aus dem Rreise Marburg⸗Nirchhain.
Liberale„Politik“.
rm. Herr von Gerlach, der nationalsoziale Ab⸗ geordnete für Marburg, läßt in seiner„Hess. Landesztg.“ einen Artikel erscheinen, welchen er„Die Verpreußung Hessens“ betitelt und in dem er gegen das Benehmen der hessischen Behörden gelegentlich des Falles Pernerstorfer zu Felde zieht. Folgende Sätze dieses Artikels verdienen angenagelt zu werden:
„Der Großherzog ging mit gutem Belspiel voran. Er benahm sich so vorurteilsfrei, daß er bete noire (Böhmann) aller Reaktionäre Deutschlands wurde. Frei⸗ lich wurde diese vernünftige Entwickelung oben gefördert durch das Vorhandensein einer ungewöhnlich ver⸗ ständnisvollen Sozialdemokratie, wie sie zumal auf das Konto des trefflichen Dr. David zu setzen ist.“ Wie eine Katze das Naschen nun einmal nicht lassen kann, so kann der Abg. Gerlach das Loben einzelner Sozialdemokraten— natürlich auf desto gründlichere Kosten der anderen— nicht lassen. Das ist ihm zwar schon mehrere Male schlecht bekommen, und selbst Freund Heine hat in Dresden seine Freundschaft zu ihm dem Freund Hain überantwortet— aber es sitzt ihm ja so sehr im Blute und er merkt es gar nicht, wie viel Be⸗ leidigendes seine Lobreden für die belobten Sozialdemo⸗ kraten haben müssen. Nun, Genosse Dr, David hat kürzlich in den sozia⸗ listischen Monatsheften einmal geschrieben, daß, selbst wenn das ganze theoretische Lehrgebäude von Karl Marx zusammenstürzen sollte,„die Existenzberechtigung der Sozialdemokratie unerschüttert bestehen bliebe“ und der „Befreiungskampf der werktätigen Volks massen nähme seinen Fortgang bis zur endgültigen Beseitigung der politischen Bevormundung, der wirtschaftlichen Ausbeutung und der sozialen Niederhaltung der Arbeiterklasse durch eine besitzende und privilegierte Minderheit“. Dr. David hat auch stets folgerichtig gegen alle Militär⸗ und Marineforderungen im Reichstag gestimmt. Ob wir wohl jemals„hoffen“ dürfen, daß auch der „treffliche“ Gerlach sich in seinem Leben noch zu so ungewöhnlich verständnisvollen Ansichten nud Handlungen durchringen wird? e. Eine Müller versammlung fand am Sonn⸗
1. für ein Stück Rindoteh ausschließlich
Referat übernehmen sollte. Leider war der Referent verhindert, weshalb die Kollegen sonstige Berufsange⸗ legenheiten erörterten. Die erwähnte Versammlung findet in Kirchhain, im Gasthaus zur Post(wann? D. R.) statt und es wird jeder Kollege ersucht, in derselben zu erscheinen. Dort wird der am Sonntag zurückgestellte Vortrag stattfinden.
m. Der Arbeiter⸗Gesangverein„Ein⸗ tracht“ feiert Sonntag den 18. September, sein 4. Stiftungsfest im Saale des Schloßgarten. Die Feste unseres Gesangvereins haben sich stets guten Zu⸗ spruchs erfreut und wohl selten hat ein Teilnehmer sie unbefriedigt verlassen. So darf wohl auch diesmal er⸗ wartet werden, daß die Genossen und ihre Familien das Fest zahlreich besuchen, Das Programm ist ein sehr reichhaltiges. Näheres im Inseratenteil.
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Kleine Mitteilungen.
Unvorsichtigkeit mit Petroleum hat wieder in Stockheim ein Opfer gefordert. Eine dortige Arbeiterfrau schüttete am Montag Petroleum aus einer vollen Kanne auf das Herdfeuer. Es erfolgte eine Explosion, die Frau wurde sofort von den Flammen ergriffen und starb noch am Abend an den erhaltenen fürchterlichen Brandwunden.
Ein Greis von 72 Jahren, der Bergin valide Hagner, erhängte sich am Sonntag in Oberbiel. Was mag den ohnedies mit einem Fuß im Grabe stehenden Mann zu dem Schritte bewogen haben? Mit der„gesicherten Existenz bis ans Lebensende“ scheints hier seinen Haken gehabt zu haben.
Opfer der Arbeit. Auf der Hütte Phönix bei Essen erstickten zwei italienische Arbeiter durch aus⸗ strömende Gase.— Drei Bergleute auf der Zeche„Dahl⸗ busch“ bei Essen benutzten trotz des Verbots die soge⸗ nannte Fixförderung. Einer davon wurde in die Tiefe geschleudert und war sofort tot, die beiden anderen sind schwer verletzt.
* Hundertjährige Zwillinge. In dem Dorfe Klein⸗Lengden im Braunschweigischen haben die Zwillingsbrüder Heinrich und August Meyer am letzten Freitag ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Trotz des hohen Alters ist das greise Bruderpaar gesund und munter.
Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete si h in dem Hüttenwerk Wendel in Groß⸗Moyeuvre im Elsaß. Ein Pfropfen am Ablaßloch eines Hochofens ging entzwei, und die glühende Masse ergoß sich über vier in unmittelbarer Nähe beschäftigte Arbeiter. Drei Arbeiter, zwei Italiener und ein Luxemburger, trugen tötliche Verletzungen davon.
Parteigenossen in Hessen!
Der Hessische Landbote soll im Oktober zur Versendung kommen. Wir ersuchen deshalb die Vertrauensmänner der einzelnen Kreise um umgehende Mitteilung darüber, wie viel Kalender sie für ihren Kreis wünschen.
Diejenigen Kreise, welche darüber bis zum 20. d. M. nicht berichtet haben, erhalten die gleiche Anzahl zuge⸗ sandt, die sie im vorigen Jahr hatten. Offenbach, 2. September 1904.
Das Landes⸗Komitee. C. Ulrich, Gr. Marktstraße 23.
Friedberg⸗Büdingen. Quittung. Für den Wahlfonds ging ein durch Busold von L. 2.00 Mark. Kühn, Kassterer.
Versammlungskalender.
Samstag, den 10. September. Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Wieseck. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Wacker.
Sonntag, den 11. Sept. Marburg. Schuhmacher, Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Hil dberger.
Briefkasten. B.⸗Mrbg. Die Sache mit dem Plakat⸗Ankleben ist in ihrem zweiten Teil zu unbestimmt. Sind dort dafür keine Tafeln angebracht? Bei der Schuhmacher⸗ versammlung keine Zeit angegeben. Maurer ⸗Verb. Mrbg. Bestellte Broschüren erhalten Sie über 8 Tage.
7 Bemüht Parteifreunde! cn; nach besten Kräften für die immer weitere Verbreitung Eueres Blattes, der
tag in Cölbe statt, in der Kollege Wedemann das
Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung!


