Nhe klärte rüde. b auf unden ener einen 9 am
U he⸗ e am F Por aabg. f und Land⸗ ditelte worden keine it zu⸗ id, die Recht 1 Un⸗ könnten idneten würden besten er im direkte Atseld it dem, e Ver⸗ ersonen, swesend. waren t fat n unsere
tium⸗ Arbeiter ben.— Wetz⸗ Krof⸗ uhr, in Wie wir an das ug der ersuchen, igesetten ellnahme er auch h müsen önnen,
n den n diese 9 damit 1 auch 9 naht en der lasse. um, clehrles Pahte der all Bei der ner ob⸗ ech. elagel.
auch
—
Nr. 28.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Die Angestellten sollen beabsichtigen, Herrn O. Knigge's Umgang mit Menschen zu stiften. E, Krofdorf. Auf das Stiftungsfest des Gesangvereins „Eintracht“, welches hier diesen Sonntag und Montag (10. und 11. Juli) abgehalten wird, machen wir die befreundeten Sänger, sowie überhaupt alle Arbeiter und Parteigenossen der Umgebung nochmals aufmerksam. Das Festkomitee hat das Möglichste getan, um unsern Festgästen den Aufenthalt angenehm zu machen und es darf wohl eine zahlreiche Beteiligung erwartet werden. Das Fest beginnt halb 3 Uhr.
Aus dem Rreise Marburg⸗Nirchhain.
r. Merkwürdige Gastlichkeit. Am vortgen Sonntage sollte der Bahntunnel einge⸗ weiht werden. Aus diesem Anlaß plante der Schützenverein ein 4 tägiges Fest. Während der Maureraussperrung'lieb aber auch der Tunnel liegen; nur ein paar zur Not aufgetriebene Streikbrecher arbeiteten Tag und Nacht weiter. Das half aber auch nichts, der Tunnel wurde nicht fertig. Trotzdem feierte man „Einweihung“ und man lud dazu die Maurer sowie die ebenfalls dabet beschäftigten Maler zu einem Festessen ein. Diese leisteten der Ein⸗ ladung Folge. Als sich die arbeitswilligen Maurer zu Tisch gesetzt hatten, sagte man den Malern, sie müßten warten, ob die Maurer etwas übrig ließen und nur dann könnten sie etwas bekommen. Natürlich bedankten sich die Maler dafür, wie sich jeder anständige Mensch bedankt haben würde, und verließen lachend das Schützenhaus, wo man so eigen⸗ tümliche Gastfreundschaft betätigt.
r. Beamtenkrieg. Ein kleiner Krieg ist zwischen der Marburger Beamten vereinigung und der großen Mehrzahl der Stadtverordneten ausgebrochen. Der Grund dazu war folgender: Da den Beamten es ver⸗ boten worden war, sich dem Konsumverein anzuschließen, so versuchten sie es auf eine andere Art, sich billigere Lebensmittel zu verschaffen. Zu diesem Zwecke hatte der Beamtenverein Abmachungen mit einigen Krämern am Orte getroffen. Infolgedessen waren die Beamten gezwungen, nur an bestimmten Stellen zu kaufen, wo ihnen dann einige Prozent Rabatt gewährt wurde. Um die Sache in richtige Leitung zu bringen, hatte ein Beamter auf seinem Bureau eine Art Zentrale errichtet.
Die Angelegenheit hat in der Bürgerschaft viel Staub
aufgewirbelt, da sich die Geschäftsleute benachteiligt sehen. Einige Stadtverordnete brachten die Sache deshalb in dem Stadtparlament zur Sprache, wobei das Vorgehen der Beamten von den meisten Rednern verurteilt wurde, es sei von den Beamten unschön, wenn sie von den Gewerbe⸗ treibenden Prozente verlangten und dazu noch einen Monat Kredit. Arbeiter dagegen bekommen nichts ohne Geld! Nur Stroinsky verteidigte die Be⸗ amten⸗Vereinigung. Der Oberbürgermeister erklärte, von der Sache nichts zu wissen.
— Eine Versammlung der Bau⸗ hilfsarbeiter, findet diesen Samstag, den 9. Juli abends ½6 Uhr im Lokale des Herrn Hildmann statt. C. Mäckelmann⸗Frankfurt wird über die Lohnverhältuisse der Bauarbeiter sprechen.
— Das diesjährige Gewerkschafts⸗ fest findet am 31. Juli auf der Schanze statt.
Kleine Mitteilungen.
* Auf dem Gießener Rangierbahnhofe wurde der Bahnarbeiter Spengler aus Kützellinden schwer verletzt aufgefunden, Er ist jedenfalls überfahren worden.
r Todschlag. Zwei Steinbruchsarbeiter aus Rüddingshausen gerieten auf dem Heimwege in Streit, wobei der eine seinen Kollegen niederschlug und ihm dann den Hals durchschnitt. Der Täter ist flüchtig.
k Die Unterschlagungen der Buchhalterin Fretwurst in Mainz betragen 41000 Mark, nicht bloß 10 000 wie infolge eines Druckfehlers in voriger Num⸗ mer zu lesen war. g
* Neubau⸗Einsturz. In Pfungstadt stürzte am Samstag der Neubau des Schweinehändlers Becker ein. Nach dem Urteil von Fachleuten soll schlechtes Material verwendet worden sein und außerdem waren nur Streikbrecher an dem Bau beschäftigt. Es ist also gar kein Wunder, wenn das Haus einstürzte.
r Ein Familiendrama. Vinzefeldwebel Klein⸗ schmidt in Göttingen verletzte seine Frau und sein Kind mit einem Rasiermesser schwer und schnitt sich dann selbst den Hals durch.
* Opfer der Arbeit. Aus dem Essener Be⸗
zirke kommen fortgesetzt Nachrichten über Unglücksfälle
mit tötlichem Ausgange. Auf der Zeche Kaiserstuhl
wurde der Arbeiter Fritz durch ausströmenden Dampf zu Tode ver brüht.— Auf der Zeche Schleswig wurde der Bergmann Heimplatz durch niedergehendes Gestein erschlagen.— Dem Bergmann Compagna auf der Zeche„Concordia“ wurde durch einen zu spät losgegangenen Sprengschuß der Kopf buchstäblich vom Rumpf gerissen.— Ferner geriet auf den Hörder Eisen⸗ werken der Rangierer Dederowski zwischen die Puffer zweier Wagen und wurde getötet.
Ein betrügerischer Hauptmann.
Nach mehrtätiger Verhandlung verurteilte das Kriegsgericht der vierten Division in Brom⸗ berg den Hauptmann Schotte vom 140. In⸗ fanterie⸗Regiment in Inowrazlaw wegen be⸗ günstigter Unregelmäßigkeiten, die beim Schießen seiner Kompagnie um den Kaiserpreis vorge⸗ kommen sind, zueinem Jahre vier Monaten Gefängnis und Ausstoßung aus dem Heere. Die Verhandlung fand unter dem Ausschlusse der Oeffentlichkeit statt.
Aufgelöster Schulvorstand.
Die Regierung in Osnabrück löste den evan⸗ gelischen Schulvorstand in Bra msche auf, weil dessen Mitglieder dem sozialdemokra⸗ tischen Wahlverein angehörten. Jedenfalls sorgte dieser Schulvorstand, wie es seine Pflicht ist, für das Wohl der Schule und Weiterent⸗ wickelung auf dem Gebiete des Schulwesens, derartige Bestrebungen sieht man aber in ver⸗ schiedenen Gegenden Deutschlands nicht gern.
Schwere Schiffskatastrophe.
Am vorigen Dienstag stieß der auf der Fahrt von Kopenhagen nach New⸗York befindliche dänische Dampfer„Norge“ auf die Klippen des Rockhallriffes, 200 Meilen westlich von den Hebriden und sank kurz darauf. Der Dampfer hatte an einer Seite ein so großes Leck, daß das Wasser mit großer Gewalt eindrang und Alles überflutete, so daß jede Hoffnung rasch entschwand. Die acht Boote des Schiffes wurden darauf zu Wasser gelassen; drei von ihnen zer⸗ schellten an der Bordwand des Schiffes, während es von den übrigen 5 Booten, die mit Passa⸗ gieren dicht besetzt waren, nur zweien gelang, vom Schiffe abzukommen. Von den etwa 800 Passagieren sind nur 132 gerettet.
Russisch⸗japanischer Krieg.
In der Mandschurei ist die Regenzeit einge⸗ treten. Ueberschwemmungen machen die Wege unpassier⸗ bar und die Bewegung der Truppen fast unmöglich. Die Russen sollen dadurch in ihrer Kampfstellung am empfindlichsten leiden; sie haben durch die Wassersnot auch Menschenverluste erlitten,
Von Kämpfen wird berichtet, daß am 4. Juli der von den Japanern besetzte Motien paß von zwei russischen Batalltonen angegriffen wurde. Die Russen wurden zurückgeschlagen, worauf sie noch dreimal den Angriff wiederholten, ehe sie sich gänzlich geschlagen zurückzogen. Die Japaner verfolgten sie.
Vom 6. Juli wurde berichtet: Japanische und rus⸗ sische Streitk äfte stehen augenblicklich bei Kaiping im Gefecht. General Kuropatkin hat 30000 Mann zur Verstärkung gesandt; die russische Stellung befindet sich bei Taschsitschiadz.— Aus Liaujang, dem russischen Hauptquartier, wurde gleichzeitig gemeldet, daß ein japanisches Corps von 20000 Mann auf Mukden marschiere und eine Umgehung behufs Abschneidung des Feindes herbeiführen wolle.
Partei-Uachrichten.
Anträge zur Landeskonferenz.
Der Vorst und des Sozialdemokratischen Vereins zu Urberach beantragt:„Die Verhandlungen der Landes⸗ konferenz sind, analog dem Parteitags- Protokoll, steno⸗ graphisch niederzulegen und als Protokoll zu möglichst niedrigem Preise den Parteigenossen zugänglich zu machen. Dem Protokoll ist beizufügen ein Ueberblick über die hessischen Staatsfinanzen(Etat), der Tätigkeitsbericht des Landeskommitees, der Bericht des Landes⸗-Kassierers sowie wichtige Vorgänge politischer oder wirtschaftlicher Natur im Hessenlande.“
Die Alzeyer Genossen beantragen:„Die am 30. und 31. Juli tagende Landeskonferenz wolle beschließen, die nächste Landeskonferenz in Alzey abzuhalten.“
Dit Kreiskonferenz des Wahlkreises Er bach⸗ Bensheim ersucht die Landeskonferenz bei dem Landes⸗ komitee dahin wirken zu wollen, in unserem Wahlkreis
Unterrichtskurse ins Leben zu rufen, zwecks Aus⸗ bildung von Referenten und Agttatoren zur billigeren und besseren Bearbeitung unseres Kreises.
Der Arbeiter⸗Wahlverein Worms beantragt:
1. Das Landeskomitee zu beauftragen, einen Ref e⸗ rentennachweis zu organisieren, sodaß zu jeder Zeit, insbesondere bei der Maifeier, bei Protestbe⸗ wegungen ꝛc. Referenten zu haben sind.
2. Jedes Jahr hat das Landeskomitee Situations⸗ fragebogen herauszugeben, aber in besserer Form wie die des Jahres 1903.
3. Die auf der Landeskonferenz in Steinbach be⸗ schlossenen MWitgliederlisten und Kassen⸗ bücher sind gebunden herauszugeben, ähnlich wie die der Gewerkschaften.
Der Arbeiter⸗Wahlverein Griesheim beantragt: Die Landeskonferenz möge beschließen, daß die Organi⸗ sationen gleich hohe Beiträge erheben und nicht unter 20 Pfg.
Das Landeskomi bee beantragt, zu beschließen: Vom 1. Januar 1905 ab ist vom L.⸗K. ein Wochen⸗ blatt als Landesorgan herauszugeben. Das L.⸗K. wird beauftragt, nochmals zu versuchen, ob das im Anschluß an die„Mitteld. Sonntags⸗Ztg.“ möglich ist; im Fall das unmöglich sein sollte, hat das L.⸗K. die Herausgabe in Verbindung mit dem„Offenb. Abendbl.“ zu veranlassen.
Zur Landeskonferenz in Pfungstadt.
Hierdurch machen wir die Genossen, die als Delegierte gewählt sind, nochmals darauf aufmerksam, daß ste sich wegen Nachtquartier rechtzeitig an den Genossen Georg Raab, Zigarrenarbeiter, Pfung⸗ stadt wenden, damit Vorsorge getroffen werden kann.
Versammlungskalender. Samstag. den 9. Juli.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb(Wiener Hof). Vortrag: Kosten des Lebenshaltung. Ref. Vetters. Metallarbeiter Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
— Brauerverb and. Gen eralversammlung abends 8 Uhr bei Löb.
Heuchelheim. Arbeiterbildungsverein. Abends
9 Uhr Versammlung bei A. Rinn. Montag, den 11. Juli.
Gießen. Schneider verband.
Versammlung bei Orbig.
Christlich-soziale Verdunkelungs-Taktik.
Meinen Bemerkungen in den beiden letzten Nummern über die Entstellungen, welche sich die Stöckerianer bei ihrer Agitation leisten, muß ich noch einiges hinzufügen. Es erhellt daraus, daß die Leutchen, um ihre Karre vorwärts zu bringen, diese kleine Mittelchen durchaus nicht verachten, dieweil es ihnen au großen fehlt. Ihre Bettelsuppenpolitik ist nicht geeignet, die Massen des Volkes zu begeistern, darum arbeiten sie mit den bekannten und bewährten Mitteln in Bekämpfung der Sozial⸗ demokratie Es mag sein, daß sie damit bei rückständigen und unwissenden Leuten, deren es ja leider! in unserem Wahlkreise noch eine schwarze Masse giebt, noch anlanden können. Darum müssen diese Taschenspieler⸗Kunststückchen festgenagelt werden.
So läßt Dr. Burckhardt in einem seiner Reichs⸗ tagsberichte in seinem Herborner Blatte den Grafen Posadowsky bei der Debatte über das Gesetz betr. Wohnungsgeld⸗Zuschuß folgendes ausführen:
„Den Weg welchen der Reichstag wolle, den Beamten ungefähr den ortsüblichen Metspreis zu zahlen, wie es Abg. Dr. Burckhardt in seiner Rede bei der ersten Lesung gefordert hat, sei zu kompliziert und es mache unendliche Arbeit, um dies festzustellen, jedenfalls sei dies in zwei Jahren nicht zu machen.“ Um diese Ausführung glaubwürdig zu machen, fügt angeblich die Redaktion des„N. V.⸗Fr.“ in Klammern bei:(Warum nicht? der Reichstag hat dies seit Jahren gefordert, also etwas mehr Dampf dahinter. Die Red.) Die Form dieser an⸗ geblichen Ausführung ist so spitzfindig zusammengesetzt, daß man glauben kann, der Staatssekretär habe tatsäch⸗ lich sich auf Burckhardts Ausführungen bezogen. In Wirklichkeit ist dies aber eine plumpe Entstellung. Nach dem Protokoll der 28. Sitzung Seite 31673169 D hat Graf von Posadowsky weder in seinen Ausführungen, den Namen oder die Ausführungen Burckhardts berührt, noch ist er auf den Vergleich mit den ortsüblichen Miets⸗ preis zurückgekommen. Burckhardt scheut also vor nichts zurück, um sich selbst zu beweihräuchern. Gerade bei dieser Gelegenheit hat die Sozialdemokratie auch durch den Gen. Singer energisch die Interessen der kleinen Beamten vertreten und die Erhöhung des Wohnun, szuschuß auch für kleine Beamten verlangt, während die um Burck⸗ hardt der Erhöhung des Zuschusses für Offizbere zu⸗ stimmen, aber die begründeten Ansprüche der kleinen Beamten unbeachtet lassen
Abends 9 Uhr
— ̃—„„ 5 E—————
7


