5.0 — I
acer l
mer iter, 1 12 ge⸗ dem hat⸗ tion iner eber eh⸗ Ver⸗ atlo⸗ voll⸗ irde, em irde. len, eule sen; Um⸗ erst nach cher. ein eiter Sie chen, will⸗
iter Att, Von n in st er chem ihm Bier Ent⸗ l er⸗ licht. Falle
und ih in Anz. 1 bur
ußen ihter u auch⸗ der⸗ m es emäß legt ung mal geges eile stert
iuscht
treter tel, Der pegel . die 5 iche wise N bab 1 fl 15 etlal⸗ 11 Rel gantn bt
satlel,
b bin 1 2 · o,
b
fob Obel
—
—
Wirken des Buchdrucker⸗Verbandes.
in wirksamer Weise zu fördern.
Nr. 15
Mitteldentsche Soun ags⸗geitung.
Seite 5.
hausen, Salzböden, Vetzberg, Wißmar. Wiß mar, am Bahnhof, Wirtschaft Brück— 15. April 1 Uhr 15 nachmittags für Reserve und Landwehr von Gleiberg, Krofdorf, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg, Wißmar. Dutenhofen, Bahnhof, 16. April 9 Uhr 45 vormittags für Atzbach, Dorlar, Dutenhofen, Kinzenbach, Münch jolzhausen. Braun⸗ fels, Bahnhof, 16. April 1 Uhr nachmittags für Allendorf, Biskirchen, Bissenberg, Leun, Niederbiel, Stockhausen, Tiefenbach.
Aus dem Nreise Dillenburg⸗Herborn.
J Einen erfreulichen Wahlerfolg errang unsere Partei bei der Gemeindewahl in dem Orte Rehe im Westerwald. Dort wurden die Genossen Thomas in der zweiten Klasse und F. Grimm in der dritten Klasse gewählt. Hoffentlich folgen bald andere Gemeinden diesem Beispiele. Die Gewählten — daran zweifeln wir nicht— werden jederzeit bemüht sein, die Interessen der Minderbemittelten wahrzunehmen.
Aus dem Rreise Marburg⸗Rirchhain.
* Buchdrucker⸗Gautag. Der Gau Frank⸗ furt⸗Hessen des deutschen Buchdrucker⸗Verbandes hielt hier an den beiden Osterfeiertagen seine 13. Gauver⸗ sammlung im Hildemann'schen Lokale ab. Die fünf Mitglieder des Gauvorstandes und 43 Delegierte aus Frankfurt, Offenbach, Gießen, Fulda, Nauheim, Kassel und Allendorf waren anwesend; mit den drei Marburger Delegierten übertraf der diesjährige Gautag die Teil⸗ nehmerzahl der früheren ganz bedeutend. Die Vechand⸗ lungen boten denn auch ein erfreuliches Bild über das Die Mitgliederzahl des Gaues ist in fortwährendem Steigen begriffen, nach dem Neunstundenkampfe 1891/92 fiel dieselbe unter 400 und jetzt nach 12 Jahren beträgt sie 1640, Die Geschäfte des Gaues können namentlich im Vororte Frankfurt nicht mehr im Nebenamt versehen werden und es mußte deshalb zur Anstellung eines besoldeten Gauver⸗ walters geschritten werden. Die Stelle soll im„Korre⸗ spondent“ für Mitglieder des Gaues ausgeschrieben und mit jährlich 2000 M. Gehalt dotiert werden. Ferner wurde die Erhöbung des Gauzuschusses zur Arbeits⸗
losen⸗Unterstützung von 25 auf 50 Pfga pro Tag
mit Verlängerung der Karenzzeit von 26 auf 52 Wochen beschlossen. Diese beiden Beschlüsse machten eine Er⸗ höhung des Gaubeitrages um 5 Pfg. notwendig. Da⸗ gegen wurde die obligatorische Einführung der Witwen⸗ und Waisenkasse abgelehnt. Eine Besprechung über die Tarifverhältnisse im Gau zeitigt eine lebhafte Aussprache, wobei einzelne Frankfurter Delegierte das Wirken des Gehilfenvertreters kritisterten. Für die bevorstehende Sitzung des Tarifausschusses wurde eine Beschränkung der Lehrlingsskala, besonders der für Drucker, gefordert, da durch die fortschreitende Ein⸗ führung von Setzmaschinen die Arbeitslosigkeit im Buch⸗ druckergewerbe immer bedenklicher werde. Weiter sollen die Bestimmungen des§ 616 des B. G. B. im Tarife einer Verbesserung unterzogen werden. Die übrigen Punkte der Tagesordnung fanden fast durchgängig eine glatte Erledigung. Das Gesamtbild der Verhandlungen zeigte von einer Kraft und Geschlossenheit, wie man sie bei der Einigkeit und Solidarität der Buchdrucker⸗Or⸗ ganisation gewöhnt ist und die mit Recht als vorbildlich für andere Arbeiter hingestellt werden kann.— Die innerhalb des Gaues bestehende Witwen⸗ und Waisen⸗ kasse hielt am zweiten Feiertage ihre Generalversamm⸗ lung ab.— Nach dem Vorbild anderer Gaue hatten die Maschinensetzer eine Gau⸗Vereinigung erstrebt und veranstalteten am zweiten Feiertage eine Zusammenkunft, die von Maschinensetzern aus Franlfurt, Kassel, Gießen und Marburg besucht war, und die Gründung einer Gau⸗Vereinigung vornahm, welche die Interessen der Maschinensetzer in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht wahrnehmen soll. Die durch die moderne Technik geför⸗ derte Einführung der Setzmaschinen und dadurch bedingte
Verdrängung der Handsetzer ist auch der Buchdruckerver⸗
band nicht im Stande zu verhindern. Recht vernünftig ist es daher, wenn die Organisation beizeiten Einfluß auf die neuen Produktionsverhältnisse zu gewinnen sucht, um auf solche Weise die stärkere Einführung des Maschinen⸗ betriebes nicht in dem Maße fühlbar zu machen, wie es leider vielfach in anderen Gewerben der Fall ist.—
Für die gesellige Unterhaltung der auswärtigen Gäste
hatte der Bezirksverein in bester Weise gesorgt. Die Besichtigung der Aula der Universität mit ihren großen Wandgemälden fand am ersten Tage statt und am zweiten Tage früh ein Spaziergang nach Spiegelslust sowie nachmittags ein solcher nach dem Schloß und Stadtpark. Den Glanzpunkt der Veranstaltungen bildete jedoch der am ersten Feiertage im Schloßgarten abge⸗ haltene Kommers. Hier entwickelte sich bald allge⸗ meine, wirklich kollegialische Fröhlichkeit, wie man sie bei den Buchdruckern und namentlich auch bei den Mar⸗ burgern oft beobachten kann und die mit dazu beiträgt, den Zusammenhalt unter den Angehörigen des Verbandes Lebhafte Begeisterung
weckten die Reden des Bezirksvorfitzenden Weber, des Ganvorstehers Dominé, des Gießener Delegierten Keßler und des Reichstagsabgeordneten Scheide mann, der früher in Marburg als Bezirks vorsitzender des Ver⸗ bandes tätig war. Durch gemeinsame Lieder und Gesangvorträge des Arbeiter⸗Gesangvereins„Ein⸗ tracht“, welche unter der neuen Leitung mit guter Präzision in bester Weise zur Geltung kommen, sowie mehrere ko mische Vorträge wurde den Teilnehmern ein genußreicher Abend bereitet, sodaß auch die dem Gesang⸗ verein angehörigen Nichtbuchdrucker und die Delegierten der Gewerkschaftskommission, welche fast vollzählig der Einladung gefolgt waren, sich im Kreise der Buchdrucker recht wohl fühlten und wohl alle Teilnehmer mit Befrie⸗ digung an den Marburger Gautag der Buchdrucker zu⸗ rück denken. Erwähnt soll noch werden, daß auch mehrere Vertreter anderer Gewerkschaften den Verhand⸗ lungen des Gautages als Zuhörer beiwohnten und sich dadurch einen Einblick in das Wirken des Buchdrucker⸗ verbandes verschaffen konnten.
Zentrums kaplan Das bach,
Reichstagsabgeordneter für Daun⸗Bitburg und Gründer vieler katholischer Zeitungen, wobei er sich als geriebener Geschäftsmann erwies, hatte vorige Woche als Zeuge in einem Erpressungs⸗ prozeß vor der Strafkammer in Köln auf⸗ zutreten. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Ein Kellner Pohl wird des Erpressungsversuchs an dem Kaplan Dasbach beschuldigt. Der Angeklagte verlangte von diesem 100 Mark, wenn er von Gerüchten, die über Dasbach verbreitet waren und von widernatürlicher Unzucht handelten, schweigen solle. Diese Gerüchte wurden als nicht erwiesen angesehen und der bereits wegen Erpressung vorbestrafte Angeklagte zu neun Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrver⸗ lust verurteilt.
Ein sozialistischer Konsumverein
soll nach den Meldungen bürgerlicher Blätter in Posen in Konkurs geraten sein. Das ist unrichtig; sozialistische Konsumvereine gibt es nicht und darf es nach dem Gesetz nicht geben. Das Genossenschaftsgesetz verbietet den Genossenschaften politische Betätigung.
Ein Bombenattentat
wurde am Donnerstag in Barcelona gegen den König von Spanien verübt, der sich gegenwär⸗ tig dort aufhält. Es wurden zwei Gendarmen verwundet. In Barcelona und Umgebung ist 1 Bevölkerung in der Mehrheit republikanisch gesiunt.
Klerikaler Durchbrenner.
In Lille(Frankreich) ruft eine große Schwindelaffäre in klerikalen Kreisen un⸗ liebsames Aufsehen hervor. Angeklagt ist ein gewisser Bourget de Travanet, Direktor der Stiftungen für die Verbreitung der Frömmig⸗ keit, der Heiligen Familie und des Heiligen Antonius von Padua; er ist nach Einsackung von nicht weniger als sieben Millionen Francs Subskriptionsgeldern verschwunden.
Aufgeklärter Kaplan.
Ein Priester, der sich weigert, auf dem Totenbett den„Trost der Kirche“ anzunehmen, dürfte denn doch zu den Seltenheiten gehören! Kürzlich starb in Lukka(in Italten), im Alter von 76 Jahren, der Priester Triglia, der sich weigerte, die Sterbesakramente zu nehmen! In seinem Testament fand man die Bestimmung, daß er sich jede kirchliche Handlung bei seiner Beerdigung verbitte.—
Kleine Mitteilungen.
l Von einem Mammut⸗Fund bei Bü⸗ dingen berichtete die„Frankfurter Ztg.“ Danach fand man bei der Feldbereinigung in Diebach Ueberreste eines solchen vorsintflutlichen Tieres, worauf weitere Ausgrabungen unter Leitung des Universitätsprofessors Dr. Brauns⸗Gießen vorgenommen wurden. Dabei för⸗ derte man einen mächtigen Stoßzahn von fast 2 Meter Länge und 20 Ctm, Stärke, ferner einige Backen⸗ zähne, von denen der größere beinahe 11 Pfund wiegt, sowie mehrere Rippen und Schenkelknochen zu Tage.
* Ein„Erstklassiger“ als Zuhälter. Von dem Berliner Landgericht ist der Student von der Technischen Hochschule Max Lukas von Er au ach wegen Zuhälterei zu 6 Monaten und 3 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der Erstklassige hat sich von zwei Mäd⸗ chen, die gewerbsmäßig einen unsittlichen Lebenswandel führten, aushalten lassen. Außerdem war er wegen Be⸗
tru ges unter Anklage gestellt worden.
* Zuvkel Religton. Bei einer Misstons⸗ predigt in der Kirche Sankt Daniel bei Prävalt in Kärnten wurden vier Frauen von religiösem Wahn⸗ sin nu befallen.
* Eine große Feuersbrunst legte am Mittwoch in dem Dorfe Possessern, das zwischen Lötzen und Angerburg in Ostpreußen gelegen ist, fünfzehn Gehöfte mit fünfzig Gebäuden, darunter 25 Wohnhäuser in Asche. Ein Mann und drei Kinder verbrannten, ebenso viel Vieh.
n In Oberlahnstein a. Rh, wurde ein Vremser verhaftet, dem Sittlichkeitsverbrechen an Kin⸗ dern zur Last gelegt werden.
Partei-Nachrichten.
Maizeitung. Wie alljährlich, so erscheint auch in diesem Jahre eine reich il lustrierte Maifest⸗ Zeitung im Verlage der Buchhandlung„Vorwärts.“ Auf dem Titelbilde begrüßt der Arbeiter den neu heran⸗ brechenden Tag des Sozialismus. Das Mittelbild ist von Walter Crane gezeichnet. Auf die Bitte um einen Beitrag hat Walter Crane geantwortet, daß er mit Freuden bereit sei, ein Bild zu zeichnen,„das die Idee des Sieges des Sozialismus verkör⸗ pern wird,“ Und dieses Bild bieten wir den deutschen Arbeitern dar. Die letzte Seite des Kunstblattes ziert eine Umrahmung von Käthe Kollwitz. Die Künstlerin hat die Sehnsucht des Alters nach den Früchten des Soziallsmus dargestellt, die zu pflücken der Jugend vorbehalten ist. Die textlichen Beiträge weisen auf die Bedeutung der Maifeier für die politische und gewerk⸗ schaftliche Organisation der Arbeiterklasse hin. Preis: 10 Pfg., bei Partiebezug Rabatt.
Tag esorduung des Internationalen Arbeiterkongresses in Amsterdam. Das internationale sozialistische Komité ladet soeben
alle sozialistischen und gewerkschaftlichen Vereinigungen zu dem vom 14.— 20. August in Amsterdam statt⸗ findenden Internationalen Kongreß ein. Aus der bekannt⸗ gegebenen Tagesordnung seien folgende Punkte erwähnt: Bericht des Sekretariats; Berichte der Nationen; Inter⸗ nationale Regeln der sozialistischen Politik; Kolonial⸗ politik; Auswanderung und Einwanderung; Generalstreik; Sozialpolitik und Arbeiterversicherung; Der Achstundentag; Trusts und Arbeitslosigkeit; Schutzzoll und Freihandel; Militarismus; Der Klerikalismus und die Schulen; Gewerkschaftsbewegung und Politik; Internationale Pe Arbeiterwohnungen; Internationale Soli⸗ arität.
Zum Parteisekretär in Frankfurt wurde der Genosse Wilh. Dittmann, bisher Redakteur des Parteiblattes in Solingen gewählt.
Versammlungskalender.
Erscheint zahlreich und pünktlich in den Ver⸗ sammlungen! Samstag, den 9. April. Gießen. Soz.⸗dem.⸗Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Wieseck. Wahlverein. Abends 9 Uhr sammlung bei Heinrich Keller. Sonntag, den 10. April. Gammelsbach i. O. Oeffentliche Versam m⸗ lung nachmittags 3¼ Uhr im Vereinslokal. T.⸗O.: 1.„Die agrarische Gefahr.“ Ref.: Klein⸗ Ebersberg. 2. Die Maifeier. Montag, den 11. April. Gießen. Schneiderverband. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Orbig. Mittwoch, den 13. April. Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr. Sitzung bei Orbig.
Briefkasten.
W.-Cölbe. Das nach Ihrer Ansicht reizende Gedicht ist weder der Form noch dem Inhalt nach zur Aufnahme geeignet. Wollten wir die Reichen an— dichten, von ihren Schätzen abzugeben, so wäre das eine würdelose Bettelei und würde auf die Besitzenden gar keinen Eindruck machen. Wir verlangen nicht Wohl⸗ taten, sondern Recht! Es stimmt auch nicht, wenn Sie sagen, daß die Natur den Reichen Güter geliehen habe. Das ist der gar nicht eingekallen. Vielmehr haben, wie alle gutgesinnten Preßorgane glaubwürdig versichern, die Reichen ihren Besitz durch Fleiß und Sparsamkeit erworben. Hoffentlich revidieren Sie Ihre Ansicht dahin.— Warum schlagen Sie Ihre wertvolle Zeit mit Reimereien tot?
Ver⸗


