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Nr. 45.
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Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
wollte man den Kriegsminister André beseitigen. Mit knapper Not entging Combes mit seinem Ministerium der Gefahr; es siegte mit ganz das hat es Jaures
verdanken. Die nationalistischen Zeitungen
1 führten schon seit längerer Zeit den Kampf
gegen Andre, den sie besck uldigten, in der Armee, d. h. im Offizierkorps, ein förmliches Spitzel⸗ und Denunziantensystem eingerichtet zu haben. Daran mag 99 75 wahre sein; aber André hätte damit nur die Praxis des früheren Gene⸗ ralstabes übernommen. Zum allerwenigsten hat die Pfaffengesellschaft das Recht, darüber großes Geschrei zu erheben, ihr kann mit Recht diel Schlimmeres vorgeworfen werden. Das
Schicksal des Ministeriums schien bestegelt, als
schiffe.
schiffe gehalten habe.
Jaures die Kammer mit seiner gewaltigen Stimme an jene Tage erinnerte, da Vörstaner inmitten der Armee einen Staatsstreich vorbe⸗ reiteten, wie sie einst an die gefälschten Dokumente Henrys geglaubt habe, und rief aus:„Heute will man nun, daß die Kammer auf Dokumente
hin eine Entscheidung treffe, deren Originale
sie nicht gesehen, und die durch Verrat aus⸗ fen per oder gestohlen sind.“ Stürmischer Bei⸗ all der Linken folgte und das Ministerium war vorläufig gerettet. Auch von unserem Stand⸗ punkte aus ist zu wünschen, daß es sich wenig⸗ stens so lange hält, bis es die Trennung von Staat und Kirche, au der es arbeitet, durch⸗ geführt hat.
Russisch⸗japanischer Krieg.
Vor Port Arthur haben nach einer Reuter⸗Meldung vorige Woche lebhafte Kämpfe stattgefunden. Die Japaner machten am 26. Ok⸗ tober einen allgemeinen Angriff auf die Kikwan⸗ Forts von Port Arthur und brachten die russischen Batterien zum Schweigen. Eine Granate sprengte ein russisches Magazin in die Luft. Gleichzeitig griffen die Japaner die Forts auf dem Erlung und Sungtschu an, brachten die russischen Batterien zum Schweigen und er⸗ stürmten und besetzten die Forts von dem Erlung und Sungtschu. In der Nacht zum 27. stand Alt⸗Port Arthur in Flammen. Am 27. traf eine Granate einen russischen Dampfer. Ein anderer russischer Dampfer wurde von zwei Granaten getroffen und sank.
Die russische Ostseeflotte ist, nach⸗ dem ste in dem spanischen Hafen Vigo etwa eine Woche ankerte, wieder in See gegangen. Die englische Gibraltarflotte hat alle ihre Schiffe klar zum Gefecht gemacht, ebenso ist die ganze Garnison von Gibraltar mobilisiert worden. Jedenfalls will die englische Flotte die Durch⸗
fahrt russischer Schiffe durch den Suezkanal verhindern, weil die Differenzen wegen der
Beschießung der Fischerboote noch nicht beige⸗
legt sind. Als die unsinnige Tat Betrun⸗ kener schildert der Korrespondent der
Londoner„Times“ die Beschießung der eng⸗ lischen Fischerboote durch die russischen Panzer⸗ Die Offiziere müssen die Fischerboote unbedingt erkannt haben, es sei lächerlich, die Ausrede zu gebrauchen, daß man sie für Kriegs⸗ Ebensowenig könne von Nervosttät aus Furcht vor japanischen An⸗ schlägen die Rede sein. Die Beschießung er⸗ folgte auf Befehl und die russischen Kanoniere
schossen vorzüglich. Man muß ihnen ein Kom⸗ pliment für ihre Treffstcherheit machen, aber gleichzeitig kann man unmöglich sich die Ge⸗ schichte erzählen lassen, diese Leute seien vor
Furcht fast gelähmt gewesen oder die Nacht sei
so dunkel gewesen, daß ste die Fahrzeuge, auf die sie feuerten, nicht unterscheiden konnten.
Schließlich haben wir die Tatsache, daß die
Russen davon dampften und vorläufig über ihren Streich Stillschweigen bewahrten. Das ist wiederum unvereinbar mit einem in gutem
Glauben begangenen bloßen Irrtum, aber es paßt ganz zu dem Verhalten eines betrunkenen
Befehlshabers, der der Versuchung nach⸗
gab, sich mit den englischen Fischerbooten einen
kleinen Scherz zu gestatten. Der Gedanke
der Betrunkenheit wird auch jedem kommen, der einmal auf hoher See rufsische Offi⸗ 1
ziere oder Beamte voll von Wudki oder Champagner gesehen hat. So etwas würde ein Russe in solchem Zustande eben so leichtherzig tun, wie er auf der Jagd die Treiber anschießt, und, wenn einer von den armen Burschen dabei stirbt, die Sache mit einer Handvoll Rubel erledigt. Fischer sind in den Augen eines Russen von guter Herkunft nicht mehr als Bauern, und in betrunkenem Zustande würde ihn kein Gefühl der Verantwortung drücken. Die Fischer in Hull, so empört und vom Schmerz erfüllt sie auch find, entschuldigen die russischen Seeleute, die den ihnen erteilten Befehlen 1 0 und häufen ihre Vorwürfe auf den Admiral oder den Ofstzier, der zur Zeit den Befehl führte. Sie meinen, er müßte gehängt werden, und nur die strengste Strafe wird ihre Stimmung mildern.
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Panzerschiffe gegen Fischerboote.
Es scheint, der Herr Pfarrer Falke hat Geschmack bekommen an der großen Rolle vor der Oeffentlichkeit und vielleicht auch ein wenig an den großen Honoraren des Herrn Scherl. Er tritt wieder einmal im„Tag“ vor uns auf. Was er uns diesmal vorführt, ist der mutige Kampf und glänzende Sieg eines christ⸗ lichen Schriftgelehrten über den fürchterlich drohenden Drachen des Buddhismus. Denken Sie sich, meine verehrten Leser, in Leipzig hat sich ein buddhistischer Misstonsverein gebildet! Eine gewisse Anni Besant reist in Deutschland, ein Oberst Acoß in Indien umher und werben für Buddha. Wie wird Ihnen? Sehen Sie nicht, daß damit unsere ganze„christliche“ Kultur an der Wurzel bedroht wird? Ist das nicht die gelbe Gefahr vor unsern Haus- und Kirchen⸗ türen? Aber Gott sei Dank, der Auserwählte Christi ist auf dem Posten. Er wird uns retten!
Doch nein, ich sehe eben, ich verstehe den Herrn Pfarrer ganz falsch. Er nennt ja selbst diese modernen Buddhisten ungefährliche Leute, über die man lächeln und zur Tages⸗ ordnung übergehen könne.„Es ist nur ein Wölkchen, es wird vorüber gehen.“
Ja, aber lieber Herr Militäroberpfarrer, wes⸗ halb fahren Sie denn gegen solche Sperlinge überhaupt Kanonen auf? Schon im Jahre des Heils 1898 haben Sie ein Buch geschrieben über„Buddha, Mohamed und Christus“. Haben Sie mit dieser Sonne Ihrer Wahrheit das „Wölkchen“ doch noch nicht zerstreut?
Daß Schopenhauer seine Philosophie ganz auf buddhistischer Grundlage aufbaut, ist übrigens ein kleiner Irrtum von Ihnen. Was Athets⸗ mus, Willen zum Leben und Leiden der Existenz(Kampf um's Dasein) anbelangt, so stehen außer dem Buddhismus doch noch ganz andere Geistesmächte hinter diesen Ideen und es ist durchaus nichts Entscheidendes, ob der Denker dabei seine Uebereinstimmung mit dem Buddhismus betont oder nicht, ebensowenig wie die entsprechenden Berufungen desselben Philosophen auf das Christentum an und für sich schon einen Beweis für oder gegen die Richtigkeit seiner Gedanken bedeuten. Die Lehre von der Seelenwanderung und vom Nirwana aber kann man aus Schopenhauers Gedankenbau ruhig herauslösen, ohne sein Wert⸗ vollstes dadurch in's Wanken zu bringen. Wir Sozialdemokraten lehnen gewiß Schopenhauers Pessimismus und Weltmüdigkeit ab, aber gegen den Versuch, ihn als Buddhisten auf die christliche Opferbank schleppen zu wollen, müssen wir ihn denn doch in Schutz nehmen. Von dem„Alleszermalmer“) Kant ausgehend hat der merkwürdige Gedankendichter Schopenhauer romantische Träumereien mit philosophischer Spekulation verbunden. Wer ihm gerecht werden will(wozu freilich die Theologen nicht immer den besten Eifer beweisen), muß ihn aus seiner Zeit heraus begreifen. Das zeitlich Be⸗ dingte, das freilich wird von ihm wie von jedem Geisteswerk abfallen müssen und niemand wird dem eine Träne nachweinen. Daneben enthalten seine Werke eine solche Fülle ewiger
1) Ein theologisch inspirierter Beiname unseres größten Philosophen.
Werte, allgemeinmenschliche Gedanken und dich⸗ terische Schönheiten, daß sich mit ihnen die Menschheit wohl noch Jahrhunderte lang über den Untergang ungezählter Predigtsammlungen und theologischer Streitschriften trösten wird.
Ein anderer Irrtum des Herrn Falke dürfte der sein, daß er die Moral so bequem nennt, „welche den Menschen zu seinem eigenen Erlöser und selbstverantwortlichen Heiland macht.“ Nach meiner Logik wenigstens ist es umge⸗ kehrt bequemer, die Verantwortung seiner Schuld auf andere Schultern gelegt zu glauben. Ich bezweifle auch sehr, ob z. B. Herr Falke selbst es so„bequem“ halten würde, unter Verzicht auf seine jetzige Stellung à la Buddha mit dem Almosenbecher durch die Welt zu pilgern. In diesem Wörtchen„bequem“ liegt wieder die ganze theologische Anmaßung, Gedanken⸗ welten, in die die Herren sich absolut nicht hineinpersetzen können, kurzer Hand abzuurteilen.
Als ob die Kirchenfrommen heutzutage wirklich so viel„Unbequemlichkeiten“ hätten! Und wenn Herr Falke in so viel intimeren Beziehungen zu Gott und Christus steht, so möchten wir ihn fragen: Woher hat er diese Beziehungen? Er wird uns auf die Bibel ver⸗ weisen. Aber die hat unsereins doch auch „leider“ einmal„durchaus studiert mit heißem Bemühen“. Oder ist Falke ein so wunder⸗ barer Menschenkenner, daß er es sich so„be⸗ quem“ machen dürfte, uns gleich für rein bös. willig zu halten? Vielleicht haben wir einen schlechteren Kopf und ein ärmeres Herz mitbe⸗ kommen, als der Auserwählte Christi. Aber wäre das unsere Schuld? Und wüßte das außerdem Herr Falke dann so gewiß, daß sich ein solches Urteil mit seiner christlichen Bescheiden⸗ heit vertrüge? b
Nein, Herr Pfarrer, weder Sie noch den Heiland, den Sie verkünden, könnte ich mich zwingen als Richter über mein Leben, über mein Denken und mein Handeln anzuerkennen. Auch ich bin geneigt, mit Henry George, dem ebenso wissensreichen wie gemütstiefen Begründer der Bodenreform(Wissen Sie übrigens etwas davon?) anzunehmen:„Und die an Ormuzds) Seite kämpfen, mögen Sie auch einander nicht kennen, irgendwo, irgendwann, wird das Namens⸗ verzeichnis verlesen.“ Daß aber Ihr Christus dieses Verzeichnis dereinst aufstellen wird, dafür müßten Sie mich doch erst noch ganz andere Beweise hören und sehen lassen, als diejenigen sind, die bon Ihnen bisher an's Licht der Oeffentlichkeit gedrungen sind. Drum fechten Sie nur immer gegen Buddha und gegen seine wunderlichen jüngsten Jünger, schießen Sie von der Panzerflotte Ihres theologischen Wissens aus ein paar armselige Fischerboote in den Grund. Der Sieg ist billig. Ihr wahrer Gegner aber, der sitzt ganz wo anders. Und ob Sie, wenn Sie mit Ihrer etwas altmodischen Ausrüstung in dessen Gewässer kommen, ob Sie den Kant, Darwin, Renan, Feuerbach“, ja auch nur einem Häckel gegenüber ebenso leicht lächelnden Mundes weiterkämpfen werden, das scheint mir noch sehr, sehr eine offene Frage.
K. Wbr.
Soziales, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.
Eutwickelung der Gewerkschaften. Die Metallarbeiter⸗Zeitung hat eine Auflage von 190000 Exemplaren erreicht, das Organ des Maurerverbandes, der„Grundstein“ hat es auf 150000 Exemplare gebracht, die Auflage der Holzarbeiterzeitung beträgt über 100000 und die der Bergarbeiter⸗Zeitung 90000. Da diese Blätter für die Mitglieder obligatorisch sind, so entspricht die Stärke der Auflage un⸗
) Göthes Faust:„habe nun.., leider! auch Theo⸗ logie durchaus studiert mit heißem Bemühen.“
) Der persische Gott des Guten und des Lichtes, der gegen Ahriman, den Gott des Bösen und der Finsternis zu kämpfen hat.
„ Dessen Buch„Wesen des Christentums“, das wir sehr empfehlen, ist eben für 1 Mk, bei Reklam erschtenen und überall zu haben.


