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Alle beseele, noch weiter und immer weiter um
„Abgestumpftheit verharrend, nicht teil nehmen wollen an der großen Bewegung zur Befreiung (ihrer Klasse. brüderlichen Gruß mit dem festen nicht eher in unserem Kampfe erlahmen zu wollen, als bis das letzte Privileg des Kapitals und des Wappens gefallen ist. tönte bei jedem unserer Worte nicht e 559 55 etwa wie das Hurrahgebrüll eines Regischroen⸗ Joldaten, dem der Herr Oberst soeb' nicht schneidiger
klar gemacht“ hatte, noch wie das e e gelungenen Pose eines Don 9 ung zollten, sondern es 51 9, Bravorufen nahe een e welchem Kopf und Herz a 5
waren. Und, sonderbch Der Akeitsgefühls und
Früdern reden. ann, freue ich mich von Herzen,
Seite 6.
Mitteldeuische Sountaas⸗Zeitung.
Eisenbahner. Alle Fenster des weiten Palastes waren dicht besetzt. An zweien derselben ge⸗ wahrte man sogar Offiziere in Uniform mit thren Damen, die sich wohl einmal„die Roten“ in der Nähe besehen wollten.
Auf einmal erscholl ein lautes Händeklatschen und ein noch lauteres Evvivarufen(Hoch!), be⸗ 1 0 von lustigem Hüteschwenken. Oben auf dem
alkon aber begann Andrea Costa mit weithin schallender Stimme zu reden. Und nach ihm andere, unter diesen anderen auch der, der dieses schreibt. Es war ein unvergeßlicher Anblick. Unten die ungezählte Menge, aus welcher viele tausend Augen von Begeisterung trunken hin⸗ auf schauten, die Menge, der die bunten Fahnen etwas Kriegerisches verliehen und die doch so ungeheuer friedlich gesinnt war. Rings um den Platz herum die Paläste aus alter Zeit, ganz im Hintergrund, jene noch überragend, ein leuchtend weißes Haus, auf dessen flachem Dache einige hohe Palmen eine alte griechische Marmorstatue schützend umgaben. Das Ganze, Menge, Fahnen, Häuser, alles gebadet in flimmerndes Sommerlicht der großen ttalieni⸗ schen Glühsonne mit ihrem intensiv blauen Himmel!—
Und wir sprachen eigentlich alle dasselbe, wir Redner. Wie sollten wir auch anders, waren wir doch alle von genau denselben Gedanken der Liebe zu jener Menge und des Stolzes über sie erfüllt, und so überbrachte denn jeder von uns den versammelten Genossen aus der Romagna und Emilia den Gruß der Gegend, aus der er stammte, und gab in warmen Worten dem Wunsche Ausdruck, daß der Gedanke, der uns
sich greifen möge zur Herbeiführung einer besseren, einer gerechteren Welt! Und auch derer wurde gedacht, welche noch in törichter
Auch ihnen entsandten wir unseren Versprechen,
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Zusammengehör
vereinigten, sodaß die ganze Luft erzitterte, daß ferner unten auf dem Platze und in den an⸗ liegenden Straßen die Menschen sich weinend in den Armen lagen und daß die Redner den ganzen Tag über, wo man ihrer nur ansichtig wurde, überfallen und stürmisch umarmt wurden, das wissen nicht blos die Poeten, das wissen wir alle, die wir den Tag mitmachen durften. Und daß an diesem Tage, an welchem die Nerven so vieler Tausender bis auf's äußerste erregt waren und das ungeheure Zusammen⸗ strömen von Fremden allen Gesetzwidrigkeiten hätte Vorschub leisten können, niemand bestohlen oder beraubt, keine Schädel, nicht einmal eine Laterne eingeschlagen, keinem Kandelaber, ge⸗ schweige denn einem Menschen das Lebenslicht ausgeblasen wurde und überhaupt niemand arretiert zu werden brauchte, das wissen wiederum nicht blos die Poeten, sondern auch die Polizei⸗ behörden der Stadt. An diesem Tage feierte man eben nicht Kaisers Geburtstag, sondern den Freudentag einer Bewegung zur Befreiung der Menschheit! Als ich mit meiner Frau den Rathauspalast verließ, da hatte ich einen schweren Stand. Ich mußte doch an die Post ellen, um dem Vorwärts meinen versprochenen Bericht recht⸗ zeitig zuzusenden! Aber keine Möglichkeit! Keine drei Schritte konnten wir tun, ohne an⸗ gehalten und umarmt zu werden. Einer rief es dem anderen zu:„E lui!“(Er ist's!) und dann ging ein Fragen los, nach Deutschland, und den deutschen Genossen und dem Vorwärts. Bebel kannten fast alle, auch Singer und Klara Zetkin wurden vielfach, zumal von Bologneser Studenten, gekannt. Und das Leben und Treiben nahm kein Ende und das herzliche Begrüßen und Händedrücken auch nicht. Die Sonne war schon schlafen gegangen, als wir uns endlich, halbtot von den Anstreagungen des Tages und vor nagendem Hunger, aber voll Stolz, einer solchen Partei anzugehören, recht prosaischer Weise in eine Osteria flüchteten. Da standen in einem Hofe eine Reihe Bänke und darum herum saß fröhlich beisammen eine
N Männer, Frauen und Kinder. Kaum It Li
jali f jone d nun
iva il socialismo internazionale!“ Und 1 0 wir die Runde machen und aus 1 der uns dargebotenen Gläser 1 rüch dann aßen wir schnell bei angeregtem Ge 1 zu Abend und wir waren noch nicht fertig
bie Fwar der Ausdruck
ö trafo ein Beifall, an 1 Sue 9 ur gleichmäßig beteiligt uch die Madonna wurdt', ein Poet— und es es Altaus freundsdem ten unter den ne einen Jesustind sogar gesehen haben, 195 elt, zugeflüsten ol in ihrer Nische zu Häupte le die da untelosse ichst Beifall genickt und ihrem ad wie do wereychen, das sie auf dem Schooße ngen Sie Gewft habe:„Du, nicht wahr, 1 eeuen unermin, hast Du es doch auch gemeint Andenken! Lauf der kleine Junge aus seinem 11— Schlafe aufgewacht sei und ach Auer Vlibe aufmerksamsten Zuhörens dem Re 85 inten auf dem Altan geantwortet hätte: 3 5 Nutter, und wenn ich 1 85 f a e e rür i i elle 6 dern aden. Ss aber, wo ich das nich daß 16 9 9 igstens endlich wieder einmal einen Go es⸗ Neef in meinem Sinne mitmachen kann.“ 9 7 al, Jesus also zu seiner Mutter galt, daß habe, da hätten seine Augen so gef en ß ein Priester, der hinten am been l sten Platzes aus Neugier den Reden der Sozia 1 g gelauscht hatte, diesen Blick nicht habe ausha 1 f können und sich eilends aus dem Staube f habe wie Satanas, als er den Herrn erblickte! — Aber das alles hat blos ein Poet gesehen und gehört und gar 1 „aß aber, kau 8 195 been det hatte,
deten sehen und hören oft pocht Inga Dinge. als der letzte Redner seine die Freude der Menge Wiberhaupt keine Grenzen mehr kannte und sich
damit, da erschien unvermutet ein Harmonium
und lockte uns zu heiterem Tanz bis in die
a heren 5 e undlich gegen Mitternacht, l 0 Bewußtsein, 111 9 595. 158 Saft
kostet zu haben, da 921975 bene weite enen, 1 elbe schon an der 7 170 15 debe“ 155 er uns zu„Ihr kommt i nen eben war eine Schaar Genossen da, mit. und Mandolinen. Die wollten euch eine ser 1 5 (Ständchen) bringen.“—„Aber ware 1115 das 2“ erwiderte ich zwischen Freude un 15 wunderung!„wir 175 a de 118 tet.“—„Aber“ 9. 1015 schlug mich fin 1 18 er:„Du bist aber gut!. feaust ganz vergessen, daß Du unser 9 Genosse bist, und so weit Werben—. Deinem hohen e e mi 9 5 n zu beraten und 3— e mit schwerem klopfendem Herzen
ging ich zu Bett. das alles wieder gut machen?
Wie kann ich ieder doc bei mir selber. Wie wäre es, wenn
i inem ö molenser Genossen einmal zu e deutsch aa ere g unealige d 055 tscland! fiel es mir ein. Das un b en, Scthen Das hat zwar Soldaten un 05 1 5 und Kasernen, Krupps und Rotschilds, 15 a städte, Schildas und Dalldor u Dll a Kl aber keinen Bürgermeister, der unsere fremden Genossen willkommen heißen, i tadttheater, 17 a Ratspalastbalkon,
5 Musilchören zu einem
ö von Stimmen mit den die vielen tausenden kranfenden Siegeslich
ir das Evangelium von der B N Volkes verkünden könnten.
tio bere d t, Dr. G E cee sekretär der nationalliberalen Partei O 1 g
ihnen seine Pforten das ih 95 8 Befreiung des Ja
Nr. 13.
[dürfte denn überhaupt ein italienischer Genosse auch bei uns einen„Blick in den Zukunftsstaat“ tun? Ich bezweifle es. Kaum in den Gegenwarts⸗ staat, wenn er nicht als„lästiger Ausländer“ schon vorher wieder den heimatlichen Penaten zurückgesandt worden wäre! Aber wird es nicht endlich doch gelingen....? Bums! Da schlief ich ein und sah den ganzen Faun staat, nicht den in Imola, sondern den wirk⸗ lichen, den, der bereits alle Schlacken der heutigen Mißwirtschaft überwunden hat und 9590 den der von Imola sich ausnimmt wie ein ABC⸗ Buch neben dem Marx'schen„Kapital“.— Aber nun wende ich mich an Euch! Sagt es selber, hatte nicht auch das Imola, welches ich Euch beschrieb, etwas vom Zukunftsstaat an stch?? Und doch war es Wirklichkeit!
Ein Narr
des 19. Jahrhunderts. Von Heinrich Zschokke.
7(Fortsetzung)
Ich machte aber, und das war vorausge⸗ sehen, mit der Wahrheit so wenig Glück wie jeder andere vor mir. Seit einigen Wintern pflegte ich den Offiziercorps Vorlesungen über wissenschaftliche Gegenstände zu halten. Ich war noch jetzt daran, sprach nun aber frei mein Inneres aus. Als ich aber mit folgenden Sätzen hervortrat: Jeder Krieg, der nicht für Unabhängigkeit und Sicherheit des Vaterlandes gegen fremde Unterdrücker gesührt werde, sondern für persönliche Launen des Fürsten, JIntriguen der Minister, Ehrgeiz der Höfe, um zu erobern, um sich in die Angelegenheiten anderer Völker zu mengen, um eine Rache zu üben, sei ungerecht; stehende Heere seien die Plage der Länder, der Ruin der Finanzen, die Kerkerknechte des Despotismus, wo der Fürst Despot sein wolle— der Soldat sei Bürger— der Erb- und Briefadel heut' Un⸗
sinn, der nur unter Wilden und Barbaren eine c hefe nech die
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rt Sinn gehabt. Babe.
„ Aetlen, im W leide U eee e e uber ker fta after aischiig, 155 en Alk eben, daß alle dee 9 i n den Sitzen und in tee en ein Konkordat sich über Aufhebung der u i e es uns vielstimmig entgegen: denten J stehender Heere verständigen
i der alle waffenfaͤhigen Bürger zu Gl 9 werden— Duellanten 9412 15 mi A ee e Perborteat aud ihre Nichtgke i u welcher der und ihre Richtigkeit erwies, a t
uschenverstand nicht zwe fe 5 1 115 die 0 verboten, 15 300 General gab mir d Verweis. 1 und bekam Arrest. e e 88g e e e s. Doch übera t i N05 Ungnade, in 5 6 bie Sil an. e don ul gurbazadehen, Alan ach a on Einige der witzigsten lachte und spöttelte viel. 9 ian dn ich für verrückt und meinten, 8 Schreckens, denn ich 15 coscast vereitelten Hoffnung auf die a 9 0 8 la, daß loc men bisheriger Bedienter lauf sehr bet mir bleiben wollte, weil ic nicht mehr bei mir bleibe Kot ährte 50 mich und ihn mit zu karger nühm und n Kaffee abschaffte, selten Wein a bisherigen reichen Livree ei chen arne 21 c lassen wollte, ungefähh, wie die, in der du mich jetzt siehst. it ez, Dagegen erhielt ich zu derselben 930 Haus Brief, der mir für alles Ersatz bot. 6 feier nämlich vor Jahren ein armes Bette mäsie er⸗ weinend vor der Scheuer eines Baue ruhzrügel gefunden. In der Scheuer lag 17 15 esamt⸗ Mutter des Mädchens sterbend, in 3 fins für Ich erfuhr von dem sterbenden 117 ür Joh. selbst noch sehr jung war, es sei 0 schaff a 51 Dieust einer enen Eltern Fersschalt getreten, dort vom 1 4 verführt, dann mit einem Stück Ge 10 Hause gewiesen worden, habe 1 2 bindung Dienst gesucht, aber 1 0 fel nirgends langen Unterhalt gefunden, 0
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in Haft


