Nr. 17.
Mitteldenutsche Sountags⸗Zeitung
Seite 4. ollen in eule Lilie Pelsonen Au bebte statt. Ueberall war ein bahllelcher Besuch zu verzeichnen er steckt in der einen Versammlung mehr die hand⸗ Sachkenntnis, wie Aerzte, Architekten usw. und unsere Redner fanden ungeteilte Zustimmung. In werkerfreundliche Flagge heraus, in der andern streicht am bestellt werden. Untergeordnete Polizeiorgane Ortenberg, wo am Samstag Gen. Krumm sprach, er mehr den Bauern um den Bart, in der dritten 0 sind nur für kleinere Gemeinden und nur aus-] waren wohl Gegner in der Versammlung anwesend, doch macht er in Ar beiterfreundlichk it. Von Seiten unserer 6 j lässi f igt sich das Be⸗ ergriff keiner das Wort.— In Fauerbach bei Nidda Genossen wurde ihm in zwei Versammlungen, in u nahmsweise zulässig. Hier zeig sich das Be 5 gen, ö ; jprach ebenfalls Krumm unter lebhaftem Beifall. Hier Aßlar und Ehringshausen entgegengetreten. Genosse 0 streben der Regierung, durch Umgehung ordent⸗ N i 5 licher Polizeiorgane das Schema zu vermeiden zeigte sich besonders der Fortschritt unserer Sache. Wäh⸗ Vetters hielt dem Herrn vor, wie volks und arbeiter⸗ be und Personen, auf deren Sachkenntnis sie bauen rend dieser Ort früher stets sozialistenfeindlich war, wir feindlich sich sich die Konservativen jederzeit gezeigt haben. N 5 ö A gfü 1 li ili leber⸗ keine Stimme erhielten, wurden jetzt die Ausführungen] Wird Herrn Heckenroth vorgehalten, daß die Konser⸗ 6 ann, zur 1 füheung t 5 izeilichen Träge⸗ Krumms geradezu begeistert aufgenommen.— In Liß⸗ l vativen für das Zuchthausgeset eingetreten sind, so 1 wachung heranzuziehen. 8 berufenste Träge⸗ berg referierte Gen. Orbig und in Gelnhaar lauschten erklärt er, daß er das nicht billige, er würde nicht dafür rinnen der Bestrebungen zur Verbesserung des] dicht gedrängt in ziemlich engem Lokale zahlreiche Zu- zu haben sein, er sei ein ganz anderer Kerl. Dabei 9 Kleinwohnungswesens bezeichnet die Regierung hörer den Ausführungen Beckmanns mit großer Auf⸗ hat er vorher die Taten der kons. Partel bis über den 0 die Gemeinden und die weiteren Kommunal- merksamkeit und bekundeten ihr Einverständnis damit. Schellenkönig gelobt! In Aßlar fand unser Redner N verbände. Diese sollen, ehe sie selbst zur Ab⸗ So auch in den beiden anderen Versammlungen. Nament- fast allgemeinen Beifall, in Ehringshausen trampelten hülfe schreiten, die Bauvereine bei ihrer Tätig⸗ lich die Versammlung in Bleichenbach war außerordent⸗ einige Bauern während seiner Rede.— Geradezu
keit unterstützen durch das unentgeltliche Zur⸗ lich st ark besucht. Hier beleuchtete Gen. Vetters in widerlich war das knechtselige Geleier, das in verfügungstellen ihrer Baubeamten, durch die zweistündiger Rede die verderbliche Zollpolitit, die Schä⸗] Ehringshausen der Vorsitzende Keiner aus Werdorf vom Uebernahme von Anteilscheinen, die Bewilligung den, welche dem Volke durch den Militarismus zugefügt J Stapel ließ, ehe er Hoch schreien ließ. l
von Vergünstigung bei der Verzinsung und Til⸗ N 1 e,— h.„ünpartelisch“ nennen sich die gung der aufgenommenen Baudarlehen, durch feet 15 e 6 55 5 5 1 50 1 in 85„Wetzlarer Nachrichten“. Sie haben damit iu die Gewährung hypothekenfreier Baudarlehen aus 85 den Gesees Wa 28. 1 otk⸗ ihrem Titel schon eine Lüge und zwar eine ihren Mitteln. Weiter ist die lieberkassung finden solte. Wie uns ae von den Graber a Bode. e das„unparteische„Blatt von billigem Baugelände an die Vereine zu] mitgeteilt wird, ist es aus mehrfachen Gründen auf etzt in so gemeiner Weise gegen die Soztal⸗ Wunde 177 in der den e Erbbaurechts, s Tage später, den 5. Juli verlegt worden. Dieser e 5 ee Sn dalbene owie die Uebernahme der Beitragskosten ür] Termin will uns auch günstiger erscheinen. N 5
0 h ragskosten für ch günsttger erscheinen verdächtigenden Schwindelnotizen der Berliner
erstellung von Straßen und Kanälen an⸗— Zur Maifeier. In den Orten der Umgeb Alehen,. Gießens finden am 1. Mai abends Bersaunlungen fiat: Fabrik Viktor Schweinburg n der be⸗ f in Heuchelheim, Wie seck und Steinberg. In kanntlich für seine saubere Arbeit jährlich Gießener Angelegenheiten. ersteren 1 e 15 70 Wieseck Beck⸗ 9000 555 Menden beg e 5 5 mann und in Steinberg etters über die Bedeutung] bekommt— finden ereitwilligste Aufnahme. Mann. e e 1 1 55 der Maifeier sprechen. Die Arbeiter in den genannten So schrieb der„Unparteiische“ dieser Tage: bereits mitgeteilt, findet diesen Sonntag die Orten wollen zahlreich am Platze sein. 6 755 9 N len rack 15 an 55 .; 5 eutschen Sozialdemokratie sind, darauf wir Verbreitung unseres Flugblattes statt. Dazu aus dem Nreise Alsfesd-Cauterbach. ein grelles Licht die Tatsache, daß der„Vor⸗
werden eine große Anzahl Genossen gebraucht r. Eine Maurerversammlun 8 f;. g fand au 2. rts“ 5 und es ist Pflicht eines jeden, sich zur Ver⸗ Feiertage auf der Pfefferhöhe in Alsfeld unter zahl⸗ i Geben fügung zu stellen, wenn es ihm nur irgend reicher Beteiligung statt, in der Genosse Hüttmann⸗ die deutschen„Genossen“ bei den Wahlen möglich ist. Es werden noch ca. 80 Mann Frankfurt über Zweck und Nutzen der Gewerkschaften mit Freuden 115. 7 5 gebraucht und wer hier seine Parteipflicht mit. sprach. Redner schilderte die Entwickelung der Arbeiter⸗ 3 8 wall 0 ö rationalen Gefühle 5 betätigen will, der finde sich Samstag Abend bewegung, welche schon öfters durch gesetzgeberlsche Maß⸗ Se 00 1 0 ie 15 died en erb e der in der Versammlung des soz. dem. Wahl- regeln zu unterdrücken versucht wurbe. Aber eine Kultur⸗ 110 7 5 en besser als 905 Zu 1 10 vereins im Lokale Orbig ein. bewegunf lasse ich ui ünterdrücken und so bachten auc welche dem deutschen Volke das dreifache de, — Die Maifeier in Gießen kann leider zie Hewerkschaten nach dem Falle des Soziallstengesctzes 9 die de 5 ab an 9 ⸗ a 1
nicht in der Weise, wie wir. s in Hörlek umso mächtiger empor. So zählt der Maurerverband 6 W. n börletzter] jetzt ca. 90 000 Mitzlieder und verfügt über einen welche Kanonen und panzer dem Aus laude
Nummer andeuteten heaa ö Saal auf Terre begangen 1 2 9515 Kassenbestand von im Ganzen mehr als 1 Million Mk. billiger überlassen, als ihrem Vaterlan de. — Peigert! 6s w errasse wurde un er⸗ Eine Organisation mit solchen Mitteln kann sich auch h. Zu einer Arbeitseinstellung kam es am zune ert! Es wird deshalb abends 8 Uhr bei dem Unternehmertum in Respekt setzen. Redner] Ostersonntag in der Druckerei J. Imgardt(Wetzl. die Versammlung bei O rbig stattfinden, wo] besprach dann die hier im Baugewerbe herrschenden Miß⸗ Nachrichten). Der Inhaber weigerte sich, die tarif⸗ ö Genosse Krumm über die Bedeutung des stände, sowie die Lohnverhältnisse. In Alsfeld sind mäßigen Arbeitsbedingungen einzuführen, weshalb 1. Mai sprechen wird. Wir ersuchen alle Ge- Löhne von 22—28 Pfg. üblich(Ruf: 17 und 18 Pfg.). das Personal die Arbeit niederlegte. Da war nun nossen und alle Gewerkschaftsmitglieder sich] Mit solchen Hungerlöhnen könne noch nicht einmal ein allerdings bei dem„unparteiischen“ Blatte Holland in
Not. Der Besitzer versuchte sich zu helfen so gut es
recht zahlreich zu beteiligen! Auch die Frauen lediger, geschweige denn ein verheirateter Arbeiter, der dürfen nicht fehlen! Diejenigen unserer Freunde, 3—4 Kinder zu ernähren hat, auskommen. Von einem ging, fand wohl auch einige Streikbrecher. Einer menschenwürdigen Dasein sei da gar keine Rede. Ebenso derselben, namens K. Imgardt(wohl ein Verwandter schickter Weise in eine
denen e öglich ist, si rüher frei zu
5 oller. 10 0 1. de leidet das Familienleben ganz empfindlich unter der des Firmeninhabers) geriet unge
machen, wollen sich nachmittags hr in den 0
95 3 j 3 langen Arbeitszeit, die oft genug soweit ausgedehnt] Maschine und verletzte sich eine Hand ziemlich schwer.
Wirtschaften Löb und Orbig zusammensinden. 5. 5
— Die traurige Tatsache, daß die Arbeiterschaft wird, daß dem Arbeiter noch nicht einmal die nötige[ Daraufhin bewilligte der Herr Chef die Forderung n, 5 9 7970 e N Ruhezeit zum Ersatz seiner verbrauchten Körperkräfte doch hatten einige Arbeiter schon anderwärts Arbeit
Gießens noch nicht einmal ein Lokal für ihre bleibt. Nur eine gute Organisation, fester Zusammen⸗ gefunden.
Maifeier bekommt, wird und muß die Arbeiter schluß der Arbeiter kann mit diesen kulturwidrigen Zu⸗— Schwer verunglückt ist am Montag Abend
au energischen Gegenmaßregeln veranlassen. ständen aufräumen. Hätten sich die Alsfelder Arbeiter] zwischen Krofdorf und der Station Abendstern der
Wir sind überzeugt, daß sehr bald Mittel und schon längst ihrer Berufsorganisation angeschlossen, so Metzger Römer aus Krofdorf. Er fuhr einen mit 1
Wege gefunden werden, diese Zustände zu be⸗s wären wohl schon läugst bessere Lohn- und Arbeits-] Ziegelsteinen beladenen Wagen, als das Pferd scheute
seitigen. Diejenigen Leute, die bisher schmunzelnd] bedingungen erreicht. Mit einem Aufruf an die Arbeiter und R. unter den Wagen gerie“, der über ihm hinweg
die Groschen der Arbeiter, denen sie ihr Bier] sich einmütig dem Verbande anzuschließen, schloß die] ging. Schwer verletzt wurde er in seine Wohnung
mit großem Beifall aufgenommene Rede. Nachdem sich verbracht.
verkauften, einstrichen, werden sich dann aller⸗ ii una Kl aur ben Briten erbe, beschloß a ollegen e 0 5 a 5 11 den e e e Aus dem Nreise Marburg-Nirchhain.
dings beklagen, sie haben es sich aber selbst. 0 zuzuschreiben, wenn sie in Nachteile geraten. man, in kurzer Zeit eine zweite Versammlung einzu⸗ — Ueber einen Austritt aus der berufen. Darum Kollegen, tretet alle in die Gewerkschaft R. Bekanntmachung der Gewerkschaft s⸗ ozialdemokr atischen Partei wußte ein, agitiert fleißig für zahlreichen Besuch der nächsten Kommission. Nachdem die Bibliothek des Arbeiter⸗ bießr Tage das Gießener Amtsblatt zu be⸗ Versammlung! Einigkeit macht stark! Bildungs⸗Vereins„Eintracht“ im Besitz der Gewerkschafts⸗ richten. Die Sache, um die es sich da handelt aus dem N i Wetzl Kommission übergegangen und durch freundlichste Beihülfe ist schon ziemlich alt. Es betrifft den früher reise lar. einiger Genossen durch Hergabe von Büchern ergänzt in der„Sächs Arbeiter tg.“ beschäftigten Fran h. Wahlagitation. Der Wahlkampf in Wetz⸗ worden ist, findet nunmehr die Ausgabe von Büchern „. zug. tig z barer Kreise gestaltet sich recht interessant und seinem am 3. Mai, vormittags von 11—12 Uhr statt. Von diesem Zeitpunkte an ist die Bibliothek jeden Sonntag
Fricke, der keineswegs vaustrat“, sondern Ausgange darf mit Spannung entgegengele en werden
„ausgetreten wur de“, weil er gewisser⸗ 9175. 9 1 auf 1 auf und von 11— 12 Uhr geöffnet. Die Bibliothek steht jedem
maßen die Partei als böhmische Wälder be- jeder hofft natürlich in die Stichwahl zu kommen. Nach gewerkschaftlich organisierten Arbeiter von Marburg so⸗
trachten und darin 4 1a Carlo Mohr hausen] dem 1898er Ergebnis ist mit ziemlicher Sicherheit] wie den bekannten Parteigenossen zur freien Benutzung
wollte. Die von dem Mann in Aussicht ge⸗ anzunehmen, daß das Zentrum in die engere Wahl offen. Da die Gewerkschafts⸗Kommission durch An⸗ schaffung von den neuesten Werken die Bibliothek
stellte„Enthüllungsbroschüre“ dürfte sich von] kommt, nur wer mit ihm in Konkurrenz treten wird, f n neues g den Machwerken der Korbmacher Fischer, Werft⸗ bleibt fraglich. In den lezten Tagen machte der bereichert hat, hofft die Kommisston, daß die organisterte Bündler und Konservativen, Pfarrer Arbeiterschaft von Marburg recht regen Gebrauch davon
arbeiter Lorentzen und ähnlichen Bekehrten“[ Kandidat der
in keiner Weise iich Unsere 5 5 Heckenroth aus Altenkirchen, eine Agltationstour im machen wird.— Laut Beschluß der letzten Sitzung der
werden dabei nicht auf ihre Kosten kommen, Wetzlarer Bezirke. Was Zungenfertigkeit betrifft, so ist Gewerkschafts⸗Kommission wird die Arbeiterschaft von „ er dem nationallib. Abg. Krämer, der bei seinen Wahl⸗ Marburg und Umzebung ersucht, für die Feier des
wir können ihr aber nit vollkommenster Ruge versammlungen ein halbes Dutzend Redehelfer mit- 1. Mai kräftig zu agltieren und dafür zn sorgen, daß die Festversammlung, welche am 2. Mai stattfindet, von
entgegen sehen, sintemalen die sozialdemokratische] schleppen muß, ganz entschieden über. Mit kolossalem Männern sowohl wie von den Frauen zahlreich besucht
Partei nichts zu„enthüllen“ hat. Redeschwall preist er die bündlerisch⸗konservative Brod⸗. d 0 I 8 A ee rei joßo wucherpolitik an und versteht es, mit schwulstigen wird, amit auch die Marburger Arbeiterscha zeigt,
Aus dem Rreise gießen.„patriotischen“ Phrasen die ländlichen Wählern ein u⸗ daß sie Verständnis hat für die heutige Zeit und sich bald mit weniger Glück. Sicher ihrer Pflichten bewußt ist.— Gleichzeitig werden die
Wahlagitation. Am Samstag und Sonntag] seifen, bald mit mehr, Natinalliberalen und Antlsemiten eine Mitglieder der Gewerkschaften ersucht, sich an der am l Stimmen wegnehmen wird. Der Sonntag, den 26. April stattfindenden Verbreitung von
Flugblättern rege zu beteiligen.
fanden wieder eine Anzahl von unserer Partei ein⸗ist, daß er den berufene Versammlungen und zwar in Ortenberg, erhebliche Anzah Lißberg, Gelnhaar, Fauerbachu. Bleichen bach 4 Diener Gottes richt t sich ganz nach den Verhältnissen,


