Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Nr. 13.
etet zur Bekämpfung der Schon im Voraus wünschen dem guten Werke!
gerne die Hand bi Sozialdemokraten. wir Heil und Segen
Aus dem Landtage.
eiten Kammer ein⸗ und Genossen Haltestelle hessischen Eisenbahn Ranstadt—Ober⸗ Die Abgg. Joutz die Kosten der Gebirgsbaches Us a markungen Langenhein— len und Nieder⸗Mörlen übernehmen.— Abg. e Regierung zu er⸗ d einen Gesetzent⸗ nhaltlich dessen das Gesetz 1899 die Vermögeussteuer abgeändert wird, daß Haus⸗ pflichtige Vermögensbestand⸗
der Ersten en der Zweiten chlag 1902/3 stimmt, und die Kammer selben in ihrer Sitzung t unbedeutenden Aenderungen. Ausschuß erstattet über die betreffend die Strafver⸗ aas(Soz.) Bericht und olle die Genehmigung Haas in Aussicht
Ein in der Z w gebrachter Antrag der wünscht die Verlegung adt an der Ober an die Straße nahe dem Bahnübergang.— und Genossen beantragen, Unterhaltung innerhalb der Ge Ziegenberg, Ober⸗Mör e Staatskasse zu stellt den Antrag, di ammer alsbal
suchen, der K wurf vorzulegen, i vom 12. August betreffend, dahin mobilien als steuer teile angesehen werden.
— Der Finanzausschuß Kammer hat den Beschlüss Kammer über den im Allgemeinen zuge selbst genehmig am Dienstag mi
Der Zweite Regierungsvorl ge folgung des Abg. H beantragt, die Kammer w zur den gegen den Abg. stehenden Maßnahmen nicht er weite Kammer verhandelte am ch über die Anfrage des tr. die Stellung der Re⸗ Staatsminister Rothe stehe auf dem Stand⸗ Graf Oriola bedauert Regierung wolle also ssischen Landwirtschaft
Sie erschweren d Verständigung zu Gunsten Abg. Ulrich weist die keit, wie sie auch in den riola hervorgetreten sei, allerdings auch nicht
Vorlage des o auch an Uebrigens habe mau chts gehört, was denn orderung der Agrarier tschaftliche Bevölker⸗ berwiegenden Mehr⸗ Getreide. Vorteile von den Ge⸗ stehen aber
Hauptvorans
Dienstag und Mittwo Grafen Oriola be gierung zum Zolltarif. erklärt, die Regierung punkt der Vorlage.
„augenscheinlich der he nicht entgegenkom durch eine weitere der Landwirtschaft.
erliche Begehrlich ten des Grafen O energisch zurück. der Regierun weil sie noch an der Bundesrat festhält und der Brodverteuerung. auch gestern wieder nt tlich die Maximalf Die hessische landwir kaufe in ihrer ü heit überhaupt kein uern mögen demgegenüber ie keinen Vorteil, sondern warten hätten. ber diesen Gegenstand Haus auf unbestimmte
hessische Ba treidezöllen haben, 110,000 Bauern, d nur Schaden zu er weiteren Eröteru vertagt sich das
Gießener Angelegenheiten.
Für die Frauen giebt die Groß⸗ einkaufsgesellschaft ein Frauengeno das auch der Kons und Umgegend s
haltungsstoff und s. die Ae e Inhalt sten em Inhalt der ersten Nummer 18 N a 5 ende Perfidie an: eine Erzählung von Maxim 955 kleine Kerl war früher, als er noch in Siegen war, ein fleißiger braver Mensch, wurde später in Gießen 5 Verbänbler, betelligte sich wiederholt an Streiks und] noch bezahlt er sie“. verfiel einem unordentlichen Leben, das schließlich zum Wir haben der Einsendung, gegen welche führ f sich obige Zuschrift richtet, Aufnahme gewährt, . Das ist eine doppelte Infamie und doppelt weil wir glaubten, daß es sich um einen besei⸗ hlt wurde, läßt erkennen, ben in Bezug auf den Arbeiter und den tigenswerten Mißstand handele, wie man ihn erband. Wie wir bei dem traurigen Falle] vielfach in der Wetzlarer Gegend findet und
erwähnten verhielt sich Deibel in jeder Be⸗ worüber uns schon viel geklagt wurde. b Lesepublikum ziehung tadellos und gerade deswegen war er] der Einsender wollte dem Pfarrer keinen Wir zweifeln nicht daran, daß sehr beliebt bei seinen Kollegen. Dann werden] wurf machen, sondern eben nur eine seiner rasch beliebt machen und in dieser schamlosen Notiz die Verbandsmit⸗ Meinung nach ungesunde Einrichtung bekämpfen. schten Sinne agitatorisch glieder als Leute hingestellt, die des sittlichen] So schlimm scheint die Sache in diesem Halts entbehren, einen unordentlichen Lebens⸗ nicht zu liegen. Wie aus einem Begleitschreib
ist hervorzuheben: Gorki„Groß Thal, sowie„Einige B pflege und Erziehung“ Die erstere Arb 18 dürfte bes der Redaktion gewä wie diese bemüht ist, künstlerisch wertvoll sind und Betracht kommende
vater und Enkel“ deutsch von emerkungen zur Kinder⸗ von Henriette Fürth. bekannten russischen Er⸗ Selbstmord führte.“ onders interessieren; daß sie
Werke zu bieten, die zugleich das für das Blatt in interessieren. sich das Blatt sich auch in dem gewün wirken wird.
Anträgen einverstanden.—
— Beerdigungswesen und Volks⸗ ba d. Mit diesen beiden Gegenständen befaßte sich eine vom Gießener Sanitätsverein einbe⸗ rufene Versammlung, die am Samstag im Leib'schen Saale stattfand. Leider war sie nur schwach besucht; man sollte meinen, derartigen wichtigen Fragen würde mehr Verständnis entgegen gebracht. Ueber beide Punkte referierte Stadtverordneter Krumm. Er wies auf die Mängel hin, die im Leichenbestattungswesen hier herrschten, besonders, daß die Leichen bis zur Beerdigung im Hause liegen bleiben, was natürlich die größten Mißstände, in hygienischer Beziehung sogar Gefahren im Gefolge habe. Dem müsse abgeholfen werden. Zur Eröffnung des neuen Friedhofes müsse eine neue Fried⸗ hofsordnung erlassen werden und bei dieser Gelegenheit solle man versuchen eine Besserung herbeizuführen. Redner zählte dann eine Reihe Städte auf, wo die Leichen von Gemeindewegen bestattet werden. Dazu werde man hier aller⸗ dings noch nicht gelangen; obwohl die Kosten dafür den Stadtsäckel nicht sehr hoch belasten würden. Vorläufig werde man sich damit be⸗ gnügen müssen, zu erreichen, daß die Stadt verpflichtet werde, die Leichen vom Sterbehause in die Leichenhalle des Friedhofes zu bringen. Vor allem müsse man prinzipiell für v Unentgeltlichkeit aller Bestattungen ein⸗ treten;— wobei man ja vorläufig davon absehen könne auch den Sarg zu stellen— kann dieses Ziel jetzt der Kosten wegen nicht verwirklicht werden, müsse unentgeltliche Be⸗ stattung wenigstens in den Fällen gewährt werden, wo dies beantragt wird. Derarttgen Antrag zu stellen, sind vielfach die Arbeiter zu wie jüngst die Offiziere in Bamberg zu nacht⸗ stolz; das sei ja ganz lobenswert, aber in den schlafender Zeit allerlei Unfug treiben und un⸗ meisten Fällen sehr unangebracht; ganz andern] gebührlichen Lärm verursachen. Auch Leuten fließen Unterstützungen aus öffentlichen Wirges im Westerwald entstand vorige Mitteln in allen möglichen Formen zu.— In Woche eine Keilerei unter den Gestellungs⸗ der Diskussion trat Herr Wohlmuth dafür pflichtigen, wobei sogar dem katholischen ein, daß man es diejenigen, die es können, Pfarrer, der Frieden stiften wollte, ins Gesicht überlassen solle, ihre Angehörigen zu bestatten.] geschlagen wurde. Wenn irgendwo Genossen Krumm erwidert, daß dann die Unentgeltlich⸗] von uns mit zur Musterung müssen, raten wie keit wie Armenunterstützung aussehe, was man ihnen, sobald sie abgefertigt sind, ruhig wieder vermeiden müsse. Die Versammlung erklärte ihrer Arbeit uachzugehen, das ist bdesser, 1 sich mit den im Sinne des Referats gehaltenen] wenn sie unnütz Geld verpulvern, und schließlich
des Bades in den Säckel gegriffen; auf Divi⸗
denden habe man nicht 5 War eine reiserhöhung unumgänglich, f
7 hühung gänglich, sollte man sie 40 Kr. 11 Mk. 43 Pfg., aus der zu G
„zunächst bei den Bädern der ersten Klasse vor⸗ nehmen. Auch wenn einzelne Mibräuche vor benteich 3 fl= 5 Mk. 15 Pfg. bezahlt wurden.
gekommen sind, rechtfertigt sich deswegen diese uon 99 15 1 da c die der Dis⸗ ussion bemerkt wurde, da ie Frequen 5 275 i des Bades erst allmählich erhöhe, 9990 sich einem Federstrich beseitigt werden. Uebrigens weite Kreise des Publikums erst nach und nach an öfteres Benutzen des Bades gewöhnten,
wandel führen! Es hieße die Organisation und ihre Mitglieder beleidigen, wollten wir sie gegen den gemeinen Anwurf des Blattes ver⸗ keidigen. Bemerken wollen wir nur noch, daß der Besitzer und Redakteur desselben Emil Bommert heißt; es ist der Vater des jetzigen Verlegers der„Gießener Neuesten Nachrichten“, der hier vor Jahren in einem Konflikte mit seinen Schriftsetzern höchst unrühmlich abschnitt. — Der Gesangverein„Eintracht“ hält am zweiten Feiertag im Saale„Steins Garten“ einen Familien ⸗Abend ab. Wir machen die Genossen darauf aufmerksam und hoffen, daß der Arbeitergesangverein zahlreiche Unterstützung findet. Auf dem Feste wird das Beste geboten werden und jeder Besucher kann einen genußreichen Abend erwarten. — Die Musterungen im Aushebungs⸗ bezirke Gießen finden gleich nach den Feier⸗ tagen statt. Man kann sich also darauf gefaßt machen, in diesen Tagen die angehenden Vater⸗ landsverteidiger gruppenweise und fastnachtmäßig aufgeputzt durch die Straßen wanken zu sehen, die berühmten Lieder gröhlend. Das macht
und oft genug kommt es dabei zu Exzessen. Erst kürzlich gerieten in Metz einige Rekruten mit der Polizei in Konflikt, wobei erstere auf die Hüter der Ordnung einschlugen. Für diese Aeußerung übermütiger Jugendlaune werden
müssen; ihnen wird man derartiges viel weniger verzeihen, als Angehörigen der„besseren“
noch in Streitigkeiten verwickelt werden.
Zweiter Verhandlungsgegenstand war der f ei i
von Vorstand des Gießener Volkshades een Matei Heben. gefaßte Beschluß, künftig die den Krankenkassen⸗— Wazenborn⸗ Steinberg. Mit Be. mitgliedern gewährte Preisermäßigung wegfallen zug auf die Notiz in unserer letzten Nr. betreffend zu lassen. Darüber sprach Krumm ebenfalls, des Ostereiergeld sendet uns Herr Pfarrer Som⸗
zu entrichten
Der Mit⸗ den gedachten Fonds abgeführt werden. Gerede von einer„Spende“ an den Pfarrer
—
———
immer einen höchst widerwärtigen Eindruck
die deutschen Jünglinge sicher schwer büßen
Kreise, wie z. B. Studenten, wenn sie die Nacht⸗ wächter prügeln, Laternen zertrümmern oder
u
der diese Maßregel al isozi i merlad in Watzenborn folgende Erklärung: 1 abregel als antisoßial de ohne„Vor circa 50 Jahren wurden die dem
Um den Minderbemittelten ein billiges Bad zu. 5
öglichen, hab di F Erri Ortsgeistlichen zu liefernden Grü ndonners⸗ ermüglichen, babe aeg ge geramen; e ta geier(aus jedem Hause zwei Stück) in der Art abgelöst, daß aus der Gemeindekasse zu Watzenborn an den Pfarrer alljährlich 6 fl
Diese Beträge bilden einen auf rechtlicher Grund⸗ lage beruhenden integrirenden Teil des Pfarr⸗ einkommens der Stelle und können nicht mit
hat der Geistliche weder einen Pfennig 11 0 550 0 ee 1 1 10 wird beschlosfen, mit dem Vorstand des Bades iese Beträge bezahlt oder nicht, da er wie
Ol. wegen Weitergewährung der Vergünstigung zu alle Geistliche des Landes seit dem 1. Jan. 1890 deutscher Konsumvereine jetzt verhandeln.— Hoffentlich mit Erfolg! seinen ganzen Gehalt in bar aus dem
ssenschaftsblatt heraus,— Eine nfederträchtige Verleum⸗ evangel. Central⸗Kirchenfonds bezieht, während
um Verein für Gießen] dung eines Arbeiters und alle Gehaltsteile an den Kirchen rechner g ei eiters und einer Arbeiterorga sind und von diesem direkt an
Mitgliedern gratis nisation leistet sich das, wenn wir nicht ir 5. f ren, . 5— 75„freisinnige“„Siegener Volksblatt“. 2 e een ne de e e tragischen richtet sich demnach bon selbst.— Die„Foufte odes de riftsetze a 2 0 chrittsetzers Delbel hängt es 5 mandeneier“ sind sammt den Accedentien durch Gesetz vom 23. Juni 1891 abgelöst bezw. ab? geschafft. Der Geistliche verlangt sie weder


