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Nr. 26.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
Uebrigens ist schon wieder eine Untersuchung ähnlicher Art im Gange. In letzterem Falle betrifft es aber einen Wirt, bei dem die„besseren“ Kreise verkehrten. Als Zeugen sind Ehemänner und junge Leute aus den ersten Familien ver⸗ nommen worden.
Duellwütiger Beigeordneter.
Der abgesetzte Beigeordnete Wolff in Offenbach hat dem Stadtverordneten Th. Böhm kürzlich eine Forderung auf Pistolen übersandt. Der betreffende Stadtverordnete hatte s. Zt. den Antrag auf vorläufige Amts⸗ enthebung des Herrn Wolff eingeoracht und begründet. Für einen Mann, der sonst doch etwas moderne Anschauungen bekundet hat und der nebenbei noch Jurist ist, sind das doch höchst eigenartige Verteidigungsmittel. Bei jedem vernünftigen Menschen macht sich der Mann nur lächerlich, wenn er mit Sabul und fei. herumfuchtelt, er schabet damit nur sich elbst.
Ordnungsmann, der den Stadt bemogelt.
Die Strafkammer in Dortmund verur⸗ teilte den Brennereibesitzer Stokebrand aus Cörbecke bei Soest wegen Steuerhinter⸗ ziehung, wissentlich falscher Anschuldigung und verleumderischer Beleidigung zu einer Ge⸗ fängnisstrafe von zwei Monaten und 2000 Mk. Geldstrafe. Der Obersteuer⸗ kontroleur Heimann in Soest fand heraus, daß Stokebrand Jahre lang es fertig brachte, durch Erhitzung des Probebehälters und Zuführung heißer Dämpfe den Alkoholgehalt herabzudrücken und demgemäß auch zu wenig Steuern gezahlt hatte. Während des Verfahrens machte der Angeklagte verschiedene Eingaben, sogar eine solche an den Bundesrat, in welchen er den Beamten verdächtigte und behauptete, dieser suche ihn zu vernichten. Die Geldstrafe wäre weit höher ausgefallen, wenn der Gerichtshof nicht in Betracht gezogen hätte, daß der Ange⸗ klagte durch die mehrere Tausend Mack betra⸗ geuden Prozeßkosten schon hart genug getroffen sei.— Ja, ja, das Zahlen über⸗ lassen die braben Patrioten gern den übrigen Bolksgenossen.
Ein entsetzliches Grubenunglück
ereignete sich am Montag auf dem Oberhohn⸗ dorfer Forstschacht bei Zwickau in Sachsen. Arbeitende Bergleute wurden plötzlich durch hereinbrechendes Gestein überrascht, wo— bei zwei Arbeiter den Tod erlitten. Der Fördermann Dehler wurde von Gesteinsstück direkt erschlagen, während einem Häuer das Kreuz gebrochen und der Unterleib eingedrückt wurde, worauf der Aermste erst nach drei Stunden unter unsagbaren Schmerzen seinen Geist aufgab. Ein dritter Arbeiter wurde am Kopfe nur leicht verletzt. Der er⸗ schlagene Häuer war verheiratet und Vater mehrerer Kinder, während der Fördermann Dehler noch ledig war. Wen die Schuld an dem furchtbaren Unglück trifft, konnte bisher nicht festgestellt werden.
Sittenstrenger Kaplan.
Kaplan Gremer, Religionslehrer in einer Volksschule zu Karlsruhe, hat den Knaben verboten, in kurzen Hosen, den Mädchen, mit kurzen Aermeln in die Schule zu kommen. Acht Tage schwieg die ultramontane Presse zu eines Karlsruher Blattes. Dann erklärte das Fraktionsorgan des Zentrums, der„Bad. Beob.“, der Kaplan sei vollkommen im Recht. Also auch die Herren von der Presse sind so sittenstreng und schamhaft wie der Kaplan. Doch muß die Keuschheit der Leutchen auf sehr schwachen Füßen stehen, wenn sie durch den Anblick eines bloßen Mädchenarmes in's Wanken gerät!
Das Urteil eines Satten.
Was ein„hübscher Wochenverdienst“ ist, das erfuhren die Teilnehmer einer Verhandlung beim Schiedsgericht für Arbeiterverstcherung in Chemnitz aus berufenem Munde. Eine ältere
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Juvalidenrenten-Ansprecherin hatte mit ihrem Rentenantrag bei der Versicherungsanstalt aus verschiedenen Gründen kein Glück gehabt und deshalb Berufung eingelegt. Alle Hinderntsse schienen beseitigt. Da machte der Vertreter der Versicherungsanstalt darauf aufmerksam, daß doch die Frau noch„einen ganz hübschen Wochenverdienst“ habe. Sie verdiene wöchent⸗ lich noch 1,80 Mk.() und somit mehr, als ein Drittel desjenigen Betrages, den bei gleicher Arbeit gesunde Arbeiter verdienen. Der das sagt, ist ein Mann der jährlich etwa 10000 Mk. an Gehalt ꝛc. einzuziehen das Glück hat.
Kleine Mitteilungen.
a Ein nicht unbedeutender Brand entstand am vorigen Freitag in der elektrischen Anlage des Eisen⸗ werkes in Lollar, wodurch erheblicher Schaden ange⸗ richtet wurde. Ein Uebergreifen des Feuers auf die übrigen Gebäude wurde verhindert.
a Wegen Unterschlagung wurde vorigen Donnerstag der Stadtrechner Schreiner in Laubach verhaftet. Schr. war Verwalter der Stadt- und der Sparkasse und auch Kassierer des land wirtschaftlichen Provinzialvereins. Er wurde bisher von Jedermann als ein durchaus gewissenhafter Beamter angesehen und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Wie hoch sich die Unterschlagungen belaufen, muß erst die weitere Unter⸗ suchung feststellen.
) Opfer der Arbeit. Auf der Grube„Justine“ bei Weilburg verunglückte der Bergmann Rehn aus Kirschhausen am Samstag dadurch, daß er ausrutschte und in den Schacht hinabstürzte. Er war sofort tot.
Megen Sittlichkeitsverbrechen begangen an einem 5 jährigen Kinde wurde der 60 jährige Knecht eines Landwirts in Vilbel verhaftet und in das Gießener Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
. Unschuldig verurteilt. Der Bergmann Spitz in Essen war im Jahre 1883 wegen Sittlich⸗ keitsverbrechen zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden, die er trotz unaufhörlicher Unschuld⸗ beteuerung verbüßte. Die Bestrafung war auf die Aussage seiner mit ihm iu Streit lebenden Stieftochter erfolgt. Diese zeigte jetzt dem Gerichte an, damals falsche Aussagen gemacht zu haben. Im Wiederauf⸗ nahmeverfahren ist hieraufhin Spitz freigesprochen worden.
e Wer begnadigt wird. Den Frommen müssen alle Dinge zum Besten dienen. Pfarrer Faulhaber in Hall in Württemberg, der im Sommer 1900 wegen zahlreicher Verbrechen zu 2 Jahren 3 Monaten Gefäng⸗ nis verurteilt wurde, ist wegen seines„Leidenden Zu⸗ standes“ begnadigt worden, nachdem er erwa die Hälfte seiner Strafe ab gesessen hat. Auf arme Teufel, die oft viel weniger Sünden auf dem Kerbholz hatten, wird in der Regel keine Rücksicht genommen.
Gewerkschaftliches und Arbeiterbewegung.
Der deutsche Schneiderverband hat nach seiner eben veröffentlichen Abrechnung im Krisenjahre 1901 doch einen Mitglieder⸗ zuwachs von rund 1000 gehabt. Ende 1901 zählte der Verband 16,693 Mitglieder, darunter 704 weibliche. Die Gesamteinnahmen betrugen 251,473 Mk.; aus segeben sind u. a. 20,632 Mk. für die Fachzeitung, 9230 für Kranke, 12,405 für Reisende, 62,144 für Streikende, für Agi⸗ tation 8140 Mk. Das Vermögen betrug am Jahresschluß mir dem Bestand in den Zahl⸗— stellen rund 79,000 Mk.
Vom Gewerkschaftskongreß, der am Samstag seine Verhandlungen beendete, sei noch folgendes nachgetragen. Begonnen wurden am Freitag die Arbeiten des Kongresses mit einem Referate des Zentralkassierers des Schneiderverbandes, des Gen. F. Käming über die Hausindustrie. In kritischer Weise behandelte er die Ohnmacht der amt⸗ lichen Sozialpolitik im deutschen Reiche den zum Himmel schreienden Mißständen in der Hausindustrie gegenüber. Weit ausgreifend legte er die Schäden der Hausindustrie nach verschiedenen Richtungen dar, sie an den that⸗ sächlichen Verhältnissen in verschiedenen Ge⸗ werben anschaulich machend. Der Kongreß drückte seinen Beifall aus, indem er sich ohne Diskussion einstimmig mit dem Referate in Uebereinstimmung erklärte. Die General⸗
kommission wurde auf Grund der beschlossenen
Resolution beauftragt, einen besonderen Kongreß
zur Erörterung aller die Hausindustrie betreffen⸗ den sozialpolitischen Fragen einzuberufen. Weit mehr griffen die Debatten aus über die für die Arbeiter gerade in der Zeit der Krise so bedeutungsvollen Fragen der Arbeits⸗ losenstatistik und Arbeitslosenver⸗ sicherung. Eine Reihe tüchtiger Reden be⸗ handelten die Arbeitslosenversicherung in gründ⸗ licher Weise. Die Ausführungen von Elm's, der Arbeitslosenversicherung, auch eine etwa in ferner Zukunft vom Reiche gestützte, nur im engen Zusammenhange mit den Gewerkschaften als Selbstverwaltungsorgane für annehmbar und wünschenswert erklärte, fanden den Bei⸗ fall des Kongresses, während die weniger ein⸗ fachen Vorschläge Tischendörfers nur bei einer sehr geringen Minderheit Anklang fanden. Ritler und Frl. Imle dehnen die Elmschen Vorschläge in Uebereinstimmung mit dem Kongresse aus.
Nach Erledigung dieses Punktes verließen die Vertreter der Reichsregierung und Württem⸗ bergs den Kongreß. Es wurde nämlich über das mangelnde Koalitionsrecht der Eisen⸗ bahner und der ländlichen Arbeiter ver⸗ handelt. Den Vertretern von Behörden, die für die Zuchthausvorlage eintraten, war nicht die Erlaubnis gegeben worden, die so berech— tigten Beschwerden der Arbeiter zu hören. Die lebhaften Sympathien der industriellen Arbeiter für die Verwirklichung des Köoalitionsrechtes auf alle Arbeiter wurde durch die trefflichen Referate gesteigert.
Aber nicht blos ländliche und Verkehrs- ar beiter bedürfen der Sicherung des Koalitions⸗ rechtes, auch für die industriellen Arbeiter fehlt selbst ohne Zuchthausgesetz noch vieles, um das Koalitionsrecht zur Wahrheit zu machen. Polizei und Gerichte sind eifrigst bemüht, das Koali⸗ tionsrecht der Arbeiter so enge wie möglich einzuhegen. Dagegen wandte sich eine kräftige von Massini begründete und einstimmig ange⸗ nommene Resolution. Schließlich wurde noch eine energische Protestresolution gegen den Zoll⸗ wucher einstimmig und ohne Debatte angenom⸗ men.— Auf einzelne der auf dem Kongresse behandelten Gegenstände kommen wir gelegentlich noch eingehender zurück.
Partei-Nachrichten.
Unsere Totenliste. Vorigen Dienstag starb in Dresden nach einem längeren schweren Gehirnleiden der Genosse Gruner, bis vor Kurzem Mitinhaber der Firma Kaden und Komp.(Verlag der Sächs. Arbeiter⸗ Ztg.). Gruner war ein äußerst rühriger und bewährter Genosse. Er war früher Landtagsabgeordneter, und einer der letzten, die durch den Wahlrechtsraub hinaus⸗ gedrängt wurden. Die Partei wird sein Andenken in Ehren halten.
Versammlungskalender.
Samstag, den 28. Juni.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.— Brauerverban d. Abends 9 Uhr General-Ver⸗ sammlung bei Löb, Wiener Hof.
Sonntag, den 29. Juni.
Schwalheim bei Friedberg. Bauarbeiter⸗Ver⸗ sammlung. Nachmittags 3 Uhr bei Gg. Wagner. T.⸗O.: Bauunfälle und ihre Verhütung. Referent Busold.
Dienstag, den 1. Juli.
Gießen. Gewerkschaftskartell. Sitzung bei Orbig. 8
Mittwoch, den 2. Juli.
Abends 9 Uhr
Gießen. Bäckerversammlung. Abends 8 Uhr bei Löb(Wiener Hof). —. ̃ ͤ—F1— ̃ ¶— MM p— Briefkasten.
G. H. Gießen. Sie verlangen von uns, daß wir auf das Gebahren einzelner Geschäfte hinweisen sollen, die durch Ankündigungen Waren im Einzelver⸗ kauf fast billiger anbieten, als sie im Großhandel zu haben sind. Für uns ist es aber außerordentlich schwierig, nachzuprüfen, ob irgend eine Ware für den angegebenen Preis geliefert werden kann oder nicht. In allen soliden Geschäften sind die Preise für die gangbarsten Waren ungefähr gleich. Daß für Schund⸗ preise keine ordentliche Ware geliefert werden kann, weiß ja jeder Käufer.
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