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v. 17.
Mittelbenische Aeuntags⸗ Zeitung.
Seite. 3
Mehrheit der Zollkommiffton ihre volksfeindliche Thätigkeit, die Verteuerung der Lebensmittel fortgesetzt. 5
Zahlen wollen bie Batristen nicht.
Im Königreiche Sachsen sind die früher 15 soliden Fin an zverhältnisse in den letzten
ahren höchst bedenkliche e sah sich die Regierung genötigt, eine Steuer⸗ reform in die Wege zu leiten; sie machte dem Dreiklassenlandtage eine dementsprechende Vorlage, in der die Erhöhung der Einkommen⸗ feuer, sowie Einführung einer Vermögenssteuer vorgesehen war. Aber als die Vorlage an die Erste Kammer kam, merkten diese Staatsstützen und Vertreter des Großkapitals sofort, daß ste in die Tasche greifen müßten, wenn die Vor⸗ lage Gesetz werden sollte. Vom Zahlen sind die Her ren aber durchaus keine Freunde; sie halten ihre 9800 zu, mag den Staat unter⸗ des der Teufel holen. Der soll für Liebes⸗ gaben an die Agrarier sorgen! Die Steuer⸗ des flogen in den Papierkorb und nun mag
er Finanzminister den Arbeitern und Aermsten im Lande mehr Lasten aufbürden. Das sind unsere Patrioten!
Deshalb
Notwendigste Reform.
Von einem epochemachenden Fortschritt auf militärischem Gebiete melden die Zeitungen. Ein— neuer Uniformknopf gelangt im deutschen Heere zur Einführung. Es möchte vielleicht noch angehen, wenn es sich um Knöpfe aus anderem Material handelte, damit nicht die Soldaten die halbe Dienstzeit mit Putzen ver⸗ trödeln mußten und außerdem im Kriegsfalle dem Feinde nicht als willkommene Zielscheibe dienten. Aber weit gefehlt, die neuen Knöpfe sollen nur etwas kleiner und gewölbter sein, als bisher. Das geht sogar dem patriotischen und militär⸗ frommen„Reichsboten“ über die Hutschnur. Er abe ob man auch an die Kosten gedacht
abe und sagt weiter:„So wird es auch schwer einleuchten, was ein etwas mehr oder weniger eleganter Uniformknopf für den Geist und die Schlagfertigkeit der Armee bedeuten soll. Die vorhandenen Bestände hätten gewiß noch für Generationen gereicht. Aber mit der alten preußischen Sparsamkeit ist es schon lange reißend bergab gegangen.“ Gewiß. Die Knöpfe 155 bei der deutschen Armee der einzige Gegen⸗ tand, der einer Verbesserung fähig ist, und darum ist der nie rostende fieberhafte militärische Reformgeist gerade auf ihn verfallen. Wenn erst einmal der preußische Uniformknopf eine Linie kleiner und ein Zehntelmillimeter ge⸗ wölbter ist als jetzt, dann wird dem vornehm⸗ sten Rock nichts mehr zu seiner irdischen Vol⸗ lendung fehlen.— Freue Dich, deutscher Michel!
Fürstlicher Re ichsnörgler gestorben.
Der Fürst von Reuß ä. L., Heinrich der Soundsovielte ist am Samstag gestorben. Er war der einzige Fürst, der dem Reiche gegen⸗ über eine gegnerische Stellung einnahm; im Bundesrate stimmte der Vertreter von Reuß ä. L. stets opposttionell. Der Verstorbene er⸗ regte vor einiger Zeit dadurch unliebsames Auf⸗ sehen, daß er gerichtlich bestrafte Kinder zu höchst eigenhändigen Prügeln be⸗ gnadigte. Sein Sohn 1 geisteskrank und nicht regierungsfähig. Das Fürstentum wird früher 19 5 später mit Reuß jüngere Linie verschmolzen werden.
Sozialdemokratischer Bürgermeister.
Bei der Schultheißenwahl in Dietharz im Herzogtum Gotha wurde unser Genosse Landtagsabg. Wolf in der Stichwahl ge⸗ wählt. Auf die Frage des Landratsamts⸗ Asessors, ob Wolf die Wahl annehme, erklärte sich dieser dazu bereit. Hierauf erklärte der Herr ee daß sich das herzogl. Landrats⸗ amt die Bestätigung vorbehalte, was allgemeines Befremden unter den zahl⸗ reichen Wählern hervorrief. Man wird wohl an der Wahl nichts ändern können, wenn man auch
erne möchte. Wir sind überzeugt, daß unser Genosse die Verwaltung der Gemeinde tadellos
führen und so zu der Weiterentwickelung d Ortes beitragen wird. 1
Wieder ein Gireik⸗urteil.
Schwere Strafen wurden vom Magde⸗ burger Schwurgericht über ausständige Stein⸗ brucharbeiter aus Gommern und Umgegend verhängt. Der Streik war entstanden, weil die Unternehmer die tarifmäßig vereinbarten Löhne willkürlich um 10 bis 20 Proz. kürzten. Um die Arbeitswilligen vor„Belästigungen“ seitens der Ausständigen zu schützen, glaubte der Gen⸗ darm einen der letzteren verhaften zu müssen. Durch die Handlungsweise der Unternehmer und noch mehr durch das schroffe Vorgehen der Behörde gereizt, versuchten etliche Ausständige den Verhafteten zu befreien. Gefährlich ist die Geschichte nicht geworden. Sie qualiftziert fich schließlich als„Widerstand gegen die Staats⸗ gewalt“, wie derartige Reate die Gerichte dutzend⸗ weise beschäftigen, ohne daß groß Aufhebens von derartigen Vorgängen gemacht oder gar so harte Strafen verhängt werden, wie es in Löb⸗ tau, in Fürth und neuerdings in Magdeburg der Fall ist. Wegen„schweren Aufruhrs“ er⸗ hielt ein Arbeiter 10 Monate Gefängnis, wegen einfachen Aufruhrs zwei 9 Monate, zwei andere Arbeiter 8 Monate Gefängnis. 7 Angeklagte wurden freigesprocheu. Ihnen war mit dem besten Willen nichts zu beweisen.
Soziales.
Kapitalisten⸗Profit. Nicht weniger als 10 Millionen Mark Reingewinn hat die Badische Anilin⸗ und Sodafabrie im verflossenen Jahre erzielt. Und 24 Prozent Dividende erhalten die Aktionäre, die da⸗ ür auch nicht ein Glied zu rühren brauchten.
ußerdem wurden noch vier Millionen Mk. für Abschreibungen zurückgestellt. Wie solche fetten Gewinne aus dem Marke der Arbeiterknochen herausgeschunden werden, davon hat nur der⸗ jenige einen Begriff, der solche Giftbuden kennt. Für Hungerlöhne quälen sich da die Arbeiter ab, deren Gesundheit oft schon nach kurzer Zeit durch die schädlichen Stoffe und giftigen Säuren total vernichtet ist, wenn sie nicht gar den Kapi⸗ talisten⸗Profit mit ihrem Leben bezahlen mußten. —. Das ist die„göttliche“ Weltordnung, die zu schützen Aufgabe jedes guten Bürgers ist. Und wer die Sache doch nicht so ganz in Ordnung findet, der ist eine Aufwiegler, Hetzer, vater⸗ landsloser Geselle!
Antisemitische Wahlschurkereien in Wien.
Vor Kurzem hat sich in Wien, wo die Christlich⸗Sozialen, die politisch von der gleichen Farbe wie die deutschen Antisemiten sind, das Heft in der Hand haben, eine Wahl abgespielt, die von politischer Bedeutung ist und auch außerhalb Oesterreichs gewürdigt zu werden verdient. Es war dort nämlich der Ausschuß der Handlungsgehilfen zu wählen, einer Organi⸗ sation, die den Vertretungskörper der Gehilfen in der kaufmännischen Zwangsgenossenschaft dar⸗ stellt. Der Ausschuß bildet zugleich die Ver⸗ waltung der Krankenkasse, besetzt also die Stellen der Verwaltung etc. 1898 siegte bereits die sozialdemokratische Liste; der antisemitische Magistrat, an dessen Spitze der berühmte Lueger steht, erklärte jedoch die Wahl für un⸗ gültig und betraute„provisorisch“ den bisherigen Obmann Axmann, einen Christlich⸗ Sozialen, mit der Leitung der Geschäfte. Die Neuwahl war jahrelang hinausgeschoben worden, fand endlich am 6. April statt und endete mit einem glänzenden Stege der Sozialdemokraten, die als Obmann Karl Pick mit ca. 1200 Stimmen Mehrheit gewählt hatten. Diese Wahl hat nun der antisemitische Magistrat für un⸗ gültig erklärt, weil angeblich die sozialdemokra⸗ tischen Stimmzettel nicht von weißem Papier waren! Natürlich ist das Schwindel und es charakteristert das Vorgehen des Magistrats als ein Schelmen⸗ und Gaunerstück schlimmster Art. Ein geradezu infamer Rechtsbruch! Natürlich haben nun die Sozialdemokraten
egen den Magistratsbeschluß Veschwerde er⸗ 455 und es ist kein Zweifel, daß ihn die Statthalterei wieder aufhebt.
Selbstverständlich findet diese Gaunerei auch den Beifall des Offenbacher Antisemitenblattes. Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
Die Kammerwahlen in Frankreich
finden diesen Sonntag, den 27. April statt. Ueber ihren mutmaßlichen Ausfall läßt sich diesmal weniger als bei den vorhergegangenen Wahlen etwas Sicheres voraussagen. Besonders lebhaft scheint die Wahlbewegung nicht zu sein; wenn auch in einzelnen Orten heftige, sogar blutige Zusammenstöße zwischen den einzelnen Parteien stattfanden, so ist das auch kein An⸗ zeichen dafür, daß diesmal größere Wähler⸗ massen zur Urne schreiten werden. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, dürfte die Wahl eine Mehrheit für das jetzt am Ruder befindliche Ministerium ergeben. Angesichts der bedauer⸗ lichen Zersplitterung, die im sozialistischen Lager herrscht, kann man auf keine großen Erfolge unserer französischen Parteigenossen rechnen.
Ru ssi sches.
Der kürzlich von einem Studenten erschossene russische Minister des Innern, Ssipjagin, war ein höchst dunkler Ehrenmann. Volks⸗ feind wie nur einer, Gewaltmensch, rückschritt⸗ lich, dabei borniert bis zum Stumpfsinn in der politischen Auffassung und nur weitherzig, wo es sich um die schamloseste Ausplünderung der öffentlichen Kassen zum persönlichen Vorteil handelte, war er der typische Vertreter der heutigen Lenker der Geschicke des Zarenreichs. Seine Gaunereien wurden besonders bei einer Affaire mit seiner Schwester, ver Grundbesitzerin Dubassow offenbar, der er bei Gelegenheit der Einführung des staatlichen Schnapsmonopols über 250000 Mk. durch den Finanzminister Witte unter der Hand als Liebesgabe zusteuern ließ. Vielfache andere Räubereien ließ er sich zu Schulden kommen. Die freiheitlichen Regungen in der Studentenschaft unterdrückte mit bestia⸗ licher Gewalt.— Als sein Nachfolger ist der frühere Staatssekretär von Finland, Pleh we ernannt, dessen Ernennung das bekannte Sprüch⸗ wort rechtfertigt, daß nichts Besseres nachkommt. — Kein Wunder, daß die revolutionäre Be⸗ wegung in Rußland immer mehr Fortschritte macht.
Zu russenfeindlichen Kundgebungen und Unruhen kam es am 17. und 18. April in Helsinfors, der Hauptstadt Finlands, anläßlich der von Rußland eingeführten neuen Gestellungsordnung. Von 856 Wehrpflichtigen hatten sich nur 56 eingefunden. Eine riesige Volksmenge war versammelt. Die Polizei suchte die Menge zu vertreiben; doch vergeblich. Polizeikommissäre und Gendarmen, die schnei⸗ dig gegen das Publikum losgingen, kamen da⸗ bei übel an und wurden schwer verletzt. Auch vom Volke wurden viele durch Knutenhiebe der Kosaken verletzt. Doch diese mußten sich mehrere⸗ mal zurückziehen und hatten auch viele schwer Verwundete. Ruhe trat erst ein, als sich die Kosaken ganz zurückzogen. Diese Revolten richten sich gegen das russische Gewaltregiment, das sich die Finländer nicht gefallen lassen wollen.
Der Reichstag
Heber die Seemannsordnung wurde noch am Donnerstag, Freitag und Samstag verhandelt. Er⸗ freulich für die Seeleute sind die Ergebnisse gerade nicht. Die sozialdemokratischen Anträge, die den Seeleuten ein wirksames Koalitionsrecht sichern sollten, lehnte man ab, auch die weiteren Verbesserungsversuche, die unsere Ge⸗ nossen Herzfeld, Molkenbuhr, Metzger und Schwartz fast bei jedem folgenden Paragraphen an⸗ stellten, blieben erfolglos. Bei der Debatte über das Koalitionsrecht machten die Herren Stockmann von der Reichspartei und der berühmte Vorsitzende von der Zoll⸗ tarifkommisston, Herr Rettich, aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Im Namen der Disziplin bekämpften sie selbst den Ansatz eines Koalltionsrechtes, wie ihn ein Centrumsantrag bot, und meinten, daß das Koalitions⸗ recht überhaupt nur für Arbeiter passe, die mit kurzer Kündigungsfrist angestellt seien.— Die einzelnen Be⸗ stimmungen regeln die Ausübung der Disziplinargewalt auf dem Schiffe, setzen die Pflichten des Seemanns dem Vorgesetzen gegenüber fest und legen harte Strafen auf den Seemann, der nach Abschluß der Heuervertrages
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