Ausgabe 
23.2.1902
 
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Nr. 3.

Mittel deutsche Sonntags⸗Zeitung.

Seite 5.

Anstalt ihren humanitären Zweck erfüllen soll. Hoffentlich bewirken diese öffentlichen Klagen Abstellung der Mißstände.

Aus dem Nreise Marburg⸗Rirchhain.

St. Parteiversammlung. Die am vergangenen Samstag abend im Jesberg'schen Lokale stattgefundene öffentliche Parteiversamm⸗ lung hätte in anbetracht des äußerst interessanten Vortrages unseres Gen. Vetters ⸗Gießen besser besucht sein können, als dies leider der Fall war. Redner legte eingehend dar, wie die Kräfte des Volkes durch Marinismus und Militarismus aufgezehrt werden, während für Kulturaufgaben und soziale Reformen keine Mittel vorhanden seien. Unsere Partei habe stets die richtige Stellung den uferlosen Flotten⸗ plänen und endlosen Militärforderungen gegen⸗ über eingenommen, indem sie die Mittel dafür verweigerte und vielmehr die Förderung der Kulturaufgaben verlangte. Von diesem Wege werden wir uns auch nicht abbringen lassen, obwohl die Nationalsozialen uns eupfehlen, Kanonen und Panzerkähne zu bewilligen, wo durch wir soziale Reformen erzielen würden. Eine solche tolle Politik machen wir nicht mit. In der kurzen Diskussion wurde den Ausführungen des Referenten zugestimmt. Die Abrechnung der Kolportage⸗Kommission ergab für das abgelaufene Jahr eine Gesamteinnahme von 505.84 M., die Ausgaben beliefen sich auf 254.48 M., somit verblieb ein Bestand von 251.36 M. Ein Antrag, die Gratis⸗ lieferung desWahren Jakob an den Fort⸗ bildungs verein einzustellen, wurde abgelehnt, dafür aber ein Antrag, demselben Verein außer demJakob noch dieMitteld. Sonnt.⸗Ztg. gratis zu liefern, mit großer Mehrheit ange nommen. Zu Revisoren wurden gewählt die Gen. Rößler, Pfaff und Schönhals. Bezüglich der diesjährigen Märzfeier wurde beschlossen, dieselbe durch eine Versammlung mit einem Referenten(bei Jesberg) am Abend des 18. März zu begehen. Nach einer ziemlich lebhaften Diskussion über die nächstjährige Reichstagswahl und die zu entfaltende Agitation erhielt Gen. Vetters das Schlußwort, indem er sich ebenfalls über letzteren Gegenstand ver

breitete und den Anwesenden hauptsächlich die weitere Verbreitung unserer Presse, als unsere Hauptwaffe im Kampfe gegen die Reakkion, warm empfahl. Nach Besprechung einiger interner Angelegenheiten fand die Versammlung um 12 Uhr ihren Schluß.

Berichtigung. Durch ein Miß⸗ verständnis ist uns in dem ArtikelDienst⸗ boten⸗ Behandlung auf dem Lande in vor. Nr. ein Irtum unterlaufen. Die daselbst geschilderten Vorgänge ereigneten sich nicht in Schwarzenborn bei einem Bauern, sondern bei einer Herrschaft in Marburg und können wir noch hinzufügen, daß das Mädchen, welches an den Sonntagen, wo es keinen Ausgang hatte, sich in seiner kalten Kammer, in der keine Heiz⸗ vorrichtung vorhanden war, aufhalten mußte, sich wahrscheinlich die schwere Erkrankung(Blind⸗

darmentzündung), woran es noch heute in der

chirurg. Klinik darniederliegt, zugezogen hat. Aber auch bei dem Bauer in Schwarzenborn, von dem wir berichteten, müssen die Dienst⸗ boten eine echt christliche(2) Behandlung er⸗ fahren, indem ihnen zugemutet wird, die eigentlich für die Schweine bestimmten Kartoffeln zu essen u. a. m.

Kommunales. Eine am letzten Donnerstag abend stattgefundene Stadtverord⸗ neten-Versammlung beschäftigte sich mit der Frage der Abschaffung des Nachtwächterinsti⸗ tuts und der Austellung weiterer Schutzleute. Nach lebhafter Debatte, in welcher der Ober⸗ bürgermeister verschiedene Angriffe betr. der Uebernahme der Polizeiverwaltung durch die Stadt abzuwehren hatte, wurde der Abschaffung des veralteten Systems der Nachtwächter und Anstellung von weiteren 7 Schutzleuten und einem Wachtmeister zugestimmt. Künftig wird also der Nachtwachtdienst durch Schutzleute ausgeübt werden und ist zu hoffen, daß diese hauptsächlich dergebildeten Jugend bei ihren nächtlichen Skandalen etwas mehr auf die Finger sehen werden.

Ueber den Zolltarif und Graf Bülo wesprach am Montag abend im Schneider⸗ schen Saale in der Marbach vor einer zahl⸗ reichen Zuhörerschaft, unter der sich auch sehr viele Arbeiter befanden, Herr v. Gerlach in

längerer Rede. Seine Ausführungen, denen wir nur voll bestimmen können, führten den Anwesenden in klarer Weise die Schäden des Zolltarifs und die drohende Verteuerung aller Lebensbedürfnisse vor Augen, und fanden reichen Beifall. Trotzdem auch eine Anzahl Landwirte anwesend waren, meldete sich kein Gegner zum Wort, vielmehr dürften dieselben durch die Ausführungen des Redners eines Besseren be⸗ lehrt worden sein.

Nochmals:Kapitalisten⸗Frömmigkeit.

Auf die Berichtigung des Herrn Fabrikanten Weiß sen. in Haiger, die wir in voriger Nr. abdruckten, wird uns mitgeteilt, daß zwar nicht Herr W. selbst, wohl aber dessen Sohn, der Mitinhaber des Geschäfts ist, zweimal

bei dem Fabrikanten Schramm war, um diesen zur Lohnherabsetzung zu bewegen. Unsere frühere Mitteilung entspricht also den That⸗ sachen. Darnach steht es fest, daß ein offizieller Vertreter ob Vater oder Sohn bleibt sich gleich der Firma Weiß das nicht besonders hübsche Manöver versuchte, einen andern Unter⸗ nehmer zu Lohndrückereien zu veranlassen, um dann selbst mit solchen nachfolgen zu können. Hinzugefügt muß noch werden, daß der Sohn in Frömmigkeit nicht hinter dem Vater zurück⸗ stehen will.

Wir arbeiten ja nur für Sie!

Mit diesen Worten sagte einst Herr von Bötticher dem Unternehmertum, daß seine Interessen jederzeit von der Gesetzgebung und von den Ministern gewahrt würden. So ist es auch, im Großen wie im Kleinen. Das beweist einEntenkrieg der in Haiger geführt wird. Seit Menschengedenken schwimmen dort nämlich die Enten friedlich in der Aubach herum, ohne daß dies jemanden geniert hätte. Da auf einmal wollen einige Gerberei-Be⸗ sitzer die Enten aus der Aubach ausweisen, weil angeblich das Wasser verunreinigten und für die Gerbereizwecke untauglich machten. Sie erreichten denn auch, daß eine Poltzei-Ver⸗ ordnung erlassen wurde, die verbietet, Enten in die Bach zu lassen und ein Einwohner wurde

bereits daraufhin bestraft.

Kleine Mitteilungen.

** Wieder eine unsinnige Wette. Aus Dachsenhausen(bei Coblenz) wird berichtet, daß dort infolge einer Wette der Knecht eines Bäckers einen Liter Schnaps auf einmal austrank. Er stürzte darauf besinnungs⸗ los nieder und starb bereits am andern Morgen. Kein verständiger Arbeiter sollte sich auf so thörichte Wetten einlassen. Das Beste ist, überhaupt nicht wetten!

** Begnadigter Hun ne. Ein in China wegen Aufruhrs zum Tode verurteilte Reservist namens Freihof vom 2. bayr Feld⸗Art.⸗Regts. soll nach Meldungen Würz⸗ burger Blätter zu 8 Jahren Zuchthans be gnadigt worden sein.

Partei-Nachrichten.

Der nächste internationale sozialistische ongreß wird im August 1903 in Amsterd am

stattfinden. Das internationale Büreau fordert die Parteien und wirtschaftlichen Verbände aller Länder auf, auf ihren nächsten Kongressen und Parteitagen zu dem internationalen Arbeiterkongreß Stellung zu nehmen und eventuell Anträge zur Tagesordnung rechtzeitig zu stellen. Alle Zuschriften sind zu adressieren an Viktor Servy, Maison du Peuple, Rue Joseph Stevens, Brüssel.

Versammlungskalender.

Samstag, den 22. Februar.

Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei LöbWiener Hof. T.⸗O.: Die Arbeits⸗ losen⸗Unterstützung und Delegierten-Wahl. Me⸗ tallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.

Friedberg. Nichtgewerbl. Arbeiter. Abends Uhr Versammlung inStadt New⸗York. Tages⸗Ordnung: Bericht von der Gaukonferenz.

Schwalheim. Wahlverein. Abends 8 Uhr Ver⸗ sammlung. Tages⸗Ordnung: Ueber Handelsverträge. Referent Busold⸗Friedberg.

Sonntag, den 23. Februar. Steinberg. Fabrik- und Hilfsarbeiter. Nach⸗ mittags 3 Uhr Versammlung imGrünen Baum. Tages⸗Ordnung: Notwendigkeit der Organisation. Referent Vetters. Montag, den 24. Februar. Alten⸗Buseck. Volksverein. Abends 8 Uhr Versammlung bei Wil h. Becker. Zahlreiches Er⸗ scheinen unbedingt erforderlich. Marburg. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei D. Jesberg. T.⸗O.: Arbeitslosen⸗ Unterstützung. Ref. Vetters⸗Gießen.

Briefkasten.

Marburg und andere. Einsendungen mußten heute zurückgestellt werden. Die Antwort auf eine hundsgemeine Verdächtigung, die sich das Offenbacher antisemitische Schundblatt gegen den Genossen Scheidemann leistet, muß te ebenfalls

auf nächste Nr. zurückgestellt werden. D. Red.

Kongreß vn in. niit. ebnen ðV2 8

eee eee eee 59 Donnerstag, den 27. Februar, abends punkt

Deffentlicher Vortrag

des Herrn Konrad Beisswange

1. Die Wunderwelt des Ozeans(ein

Erläutert durch etwa 100 Tierpräparate,

2. Die Erde und ihre Lebewesen(d

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Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein NB. Gewerkschaftsmitglieder

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onderer Berücksichtigun Hierzu ebenfalls zahlreiche Präpa Eintritt 50 Pfennig. Kar

können die Karten bei ihren Vorständen erhalten.

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9 Uhr im SaaleSteins Garten:

⸗Nürnberg über Blick in die Geheimnisse des getrocknete und ausgestopfte Tiere,

ie Entstehung der Erde und ihrer Lebewesen g der Darwin'schen Theorie).

rate, Versteinerungen u. s. w. ten sind an der Kasse zu haben. f

Meeres).

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Das Gewerkschaftskartell.

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