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Nr. 25.
Mitteldenutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Der König von Eachsen, der schon seit einigen Wochen in dem schlesischen Luftkurorte Sibhllenort krank darnieder lag, ist am Donnerstag Abend dort gestorben. Er staud im 75. Lebensjahre. Der Verstorbene war in den 66er Kriege Kommandeur der säch⸗ sischen Truppen, 1870 erhielt er nach der Ein⸗ schließung von Metz den Oberbefehl über die Maas⸗Armee. Persönlich trat er während seiner Regierung, die er 1873 übernahm, wenig hervor.
Kleine Mitteilungen.
Vom Ertrinken gerettet. Am Donnerstag fiel das fünfjährige Söhnchen des Gastwirts Göbel in Vilbel in die Nidda. Nur dem Mute der Ehefrau des Herrn Adam Dickhard, welche in der Nähe mit Wäsche beschäftigt war und sofort ins Wasser sprang und das Kind unter eigener Lebensgefahr herauszog, ist es zu danken, daß es gerettet wurde.
* Frömmigkeit und Meineid. In einer Kirche in München hat ein betender Mann einer Frau aus Aerger, weil sie sich bei Erteilung des Segens nur niederbeugte, aber nicht niederkniete, einen Stoß mit der Faust in die Seite gegeben, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Als sie ihn auf Zaßlung der Kurkosten und Schadenersatz verklagte, stellte er unter Eid in Abrede, die Frau gestoßen zu haben. Vor dem Schwurgericht wurde ihm jedoch der Stoß nachgewiesen, worauf er wegen Falscheides zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.
* Ein sensattoneller Freispruch. In dem vorige Woche in Berlin verhandelten Giftmordprozeß Tomaschke wurde der Angeklagte Tomaschke freige⸗ sprochen. Der Staatsanwalt hatte für schuldig plädiert.
Gewerkschaftliches.
Der vierte deutsche Gewerkschafts⸗ Kongreß tagt diese Woche in Stuttgart. Es sind 155 Delegierte anwesend, sehr stark ist auch das Ausland vertreten, fast aus allen Staaten Europas haben die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Delegierte entsandt. Die württembergische Regierung. und die Stadt
Stuttgart sind durch die Gewerbeinspektoren
vertreten; das Reichsamt des Innern durch Geheimrat Holzer.— Nach Begrüßung des Kongresses durch Legien und den Begrüßungs⸗ ansprachen der Ausländer konstituiert sich der Kongreß und wählt Legien und Bömelburg zu Vorsitzenden.— Auf der Tagesordnung steht zunächst der Rechenschaftsbericht der General⸗
kommission, der wieder mehrere Unterabteilungen
umfaßt. Der Bericht liegt gedruckt vor.
Einen breiten Raum nehmen die Erörte⸗
rungen über die Streitigkeiten des Leipziger Gewerkschaftskartells mit den dortigen Buch⸗ druckern ein, wobei die ungehörigen Angriffe Rexhäusers(Redakteur des Buchdruckerorgans) auf die sozialdemokratische Partei scharf getadelt werden. Rexhäusers Stellungnahme wird von ihm selbst, Döblin und auch Hus verteidigt. Das Ergebnis der Debatte faßt Bömelburg dahin zusammen: Es herrscht Ueberein⸗ stimmung darüber, daß keine Trennung zwischen Partei und Gewerkschaft statt⸗ haben kann. Ferner: das Buchdruckerorgan hat häufig gegen die Partei über die Schnur gehauen, doch haben sich einzelne sozialdemo—
erkennt.
Ordnungsstütze ersten Ranges
war der Direktor Thörn von der Gewerbe⸗ bank in Kempen(Reg.⸗Bez. Düsseldorf), der jetzt wegen Gaunereien aller Art zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Der Biedere war Stadtverordneter, später Beige⸗ ordneter, Vorsitzender des Kriegervereins und Mitglied der kirchlichen Gemeindevertretung; auch hat er die Kasse der Kaiser Wilhelm⸗Stif⸗ kratische Blätter desselben Vergehens schuldig gemacht. ieser Meinung tritt der Kongreß bei. Darauf wird zu den andern Punkten der Tagesordnung übergegangen.
Die Maurer in Stuttgart hatten vor Kurzem eine Vereinbarung mit den Unter⸗ nehmern abgeschlossen, wonach den Maurern ein Mindestlohn von 43 Pfg. gezahlt werden sollte. Die Unternehmer haben dann, als die Auszahlung des zugesagten Lohnes verlangt wurde, den vor dem Einigungsamt abge⸗ schlossenen Vertrag für null und nichtig erklärt. Daß dieser Wortbruch Erbitterung unter den Arbeitern erregte, kann man sich denken, und jetzt ist es nun zum Streik gekommen. Der Ausstand ist so gut wie allgemein; 117 Bauten sind zur Zeit in Angriff genommen, und fast auf allen diesen steht jetzt die Arbeit still. Vor Zuzug nach Stuttgart wird gewarnt.
Auch die italienischen Maurer haben sich später dem Streik angeschlossen, somit ist der Ausstand vollständig.
Partei-Nachrichten.
Der Parteitag der bayerischen Sozial⸗ demokratie ist am Sonntag in Ludwigshafen abgehalten worden. Er war mit 95 Delegirten beschickt, die 101 Orte vertraten. Gen, v. Voll mar erstattete den Bericht des Landesvorstandes, Gen. Ehrhardt den parlamentarischen Bericht. Landtagsabgeordneter Ad. Müller referirte über die Wahlrechtsreform in Bayern, wobei er Angriffe Bebels gegen die Haltung der bayrischen Landtagsfraktion in der Wahlfrage zu⸗ rückzuweisen suchte. Der Parteitag nahm nach einem Schlußwort Vollmars bei 11 Stimmenenthaltungen mit 74 gegen 1 Stimme eine Resolution an, die der sozialdemokratischen bnyrischen Landtagsfraktion das volle Vertrauen ausspricht und besonders ihre Thätigkeit an⸗ Am Montag nahm der Parteitag den Entwurf eines Gemeindewahlprogramms an.
Versammlungskalender.
Samstag, den 21. Juni. Friedberg. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Ihl, Stadt New⸗York. Berichter⸗ stattung über den Verbandstag. Gießen. Soz.⸗dem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Montag, den 23. Juni. Gießen. Schneiderverband. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Freitag, den 27. Juni. Gießen. Küferversammlung. Uhr bei Löb, Wiener Hof. Samstag, den 28. Juni. Gießen. Brauerverband. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Löb, Wiener Hof.
Abends ½9
tung verwaltet. Der Staatsanwalt hielt es für besonders erschwerend, daß der Angeklagte den Sparern das Geld abgenommen, trotzdem er wußte, daß sie Alles verloren.„Noch in den letzten Monaten hat er Mk. 20000, zum Teil von Tagelöhnern, Dienstboten, kleinen Handwerkern, angenommen. Er hat jährlich 20 Prozent Tantièmen eingesteckt, ob⸗ gleich er wußte, daß ihm kein Pfennig davon gehörte. Er muß darum als ein gemeiner,
—
Sonntag, den 29. Juni. Schwalheim bei Friedberg. Bauarbeiter⸗Ver⸗ sammlung. Nachmittags 3 Uhr bei Gg. Wagner. T.⸗O.: Bauunfälle und ihre Verhütung. Referent Busold.
Parteigenossen! Erwerbt die hessische Staatsangehörigkeit!
Die Landtagswahlen stehen vor der Thür und wer bis zur Wahl nicht hessischer Staatsbürger ge⸗ worden ist, hat kein Recht bei derselben mitzuthun, gleichviel wie lange er schon in Hessen wohnen und Steuern zahlen mag. Da liegt es nun im Interesse eines jeden Nichthessen dafür zu sorgen, daß er die hessische Staatsangehörigkeit erhält, um sich das Mit⸗ bestimmungsrecht bei der Vertretung des Landes in der Zweiten Kammer der Stände des Großherzogtums
zu sichern. Darum auf! Partei⸗ und Gesin⸗ nungsgenossen! Holt nach, was in dieser
Richtung versäumt ist! Erwerbt die hessische Staats⸗ angehörigkeit, denn jeder, der sie erworben hat,
gleichviel wie lange er im Lande wohnt, ist wahlberechtigt.
Die Auffassung, als müsse man aus seinem bis⸗ herigen Unterthanen-Verbande austreten und erst drei Jahre in Hessen wohnen, um das Wahlrecht ausüben zu können, ist irrig. Die Aufnahme⸗Urkunde begrün⸗ det mit dem Zeitpunkte des Besitzes in den Händen des Aufgenommenen alle mit der Staatsange⸗ hörigkeit verbundenen Rechte und Pflichten der als Hessen Geborenen.
Diese Aufnahme-Urkunden sind kostenfrei zu er⸗ teilen und die Gesuche um Aufnahme in den hessischen Staatsverband sind stempelfrei, sodaß in dieser Richtung keinerlei Kosten entstehen.(Die Naturalisation von Ausländern, d. h. außerhalb des deutschen Reiches heimatsberechtigten Personen, sind stempelflichtig). Die Kosten, welche in Folge der Aufnahmegesuche entstehen können, sind nur gering und beschräukten sich auf die Kosten der Beschaffung der erforderlichen Ausweise.
Die Vertrauensleute unserer Partei in den einzelnen Orten sowie die Vorstände unserer Organisation sind im Besitz von Formularen für die Aufnahmegesuche. Man wende sich deshalb an diese, falls man sich auf- nehmen lassen will oder weitere Einzelheiten über das Erforderliche zur Aufnahme in den hessischen Staats⸗ verband zu wissen wünscht.
Wer bei der im Spätsommer oder im Herbst d. J. zu erwartenden Wahl mitmachen will, muß ungesäumt die erforderlichen Schritte thun, um Hesse zu werden.
Deshalb Arbeiter! Bürger! Werdet hessische Staatsangehörige, damit Ihr wählen könnt!
Das Zentral⸗Wahlkomitee der sozialdemokratischen Partei.
Heinrich Noll, Giessen
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f Einrahmen von Bildern.
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Arbeiter aller Berufe
können ohne ärztlichellntersuchung in die Allgemeine Kranken- und Sterbekasse für Arbeiter aller Be-
Giessen
Meissen, gegründet 1891, eintreten.
Keine Agenten, Generalagenten. u. Direktoren, sondern Selbstver⸗ waltung durch die Mitglieder. Gründer der Kasse: Reichstagsab⸗ geordneter Georg Horn. Nähere
Bruno Reinhold, Mei en Martinstraße 2.
Sonntags⸗Zeitung.
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Ansichts⸗Posttarten
der„Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung“ mit dem Bildnis Lieb⸗ knechts sind noch zu haben in der Expedition der Mitteldeutschen
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Bringe Freunden ur e. nossen meine. Wirtschaft in empfehlende Erinnerung.
Carl Orbig, Rittergasse.


