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Nr. 16.
Mitteldeuische Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
die armen Teufel, die das Schicksal auf die Landstraße hinaustreibt, sorgen könnten.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Rezitation. Die„Lesevereinigung“ hat auf Montag, den 21. April wieder einen Vortragsabend im Schützengarten veranstaltet. Der bestens bekannte Rezi⸗ tator, Herr Schauspieler Walkotte aus Berlin wird „Jolanthe's Hochzeit“ von Sudermann vortragen. Der Eintrittspreis beträgt nur 30 Pfg. Wir empfehlen jeden Arbeiter angelegen!lichst den Besuch des Vortrags.
h.„Kein Geistlicher hat ihn begleitet.“ Wie dem Werther, erging es auch dem Sekretär Sarges, dessen Leiche vor kurzem in der Nähe von Löhnberg aus der Lahn gezogen wurde. Die näheren Umstände bei der Beerdigung des Unglücklichen werden in Wetzlar noch immer viel besprochen, wobei das Verhalten der Geist⸗ lichkeit allgemein getadelt wird. Diese verweigerte näm⸗ lich die Begleitung der Leiche, obwohl es ziemlich sicher ist, daß Sarges den unglückseligen Schritt im Zustande höchster Gemütserregung gethan hat, also kaum dafür verantwortlich zu machen ist. Uebrigens kann ihm ja auch ein Unglück zugestoßen sein, kein Mensch hat ge⸗ sehen, daß er selbst ins Wasser ging. Wie oft kam es schon vor, daß Leute„besserer“ Stände, die freiwillig aus dem Leben schieden, doch mit allen religiösen Ehren begraben wurden. Die christliche Nächstenliebe tritt hier In solchen Fällen sollten gar nicht viele Bittgänge zu den schwarzen Herren ge⸗ macht werden, es geht ja so auch. Der Bürgermeister hielt am Grabe eine kurze Ansprache, in der er den so früh Verstorbenen lobte.— Uebrigens führt man die Erregung Sarges' am Tage seines Verschwindens auf die Auseinandersetzung zurück, die er mit dem Beige⸗ ordneten Hiepe hatte und die Behandlung, die ihm letzterer angedeihen ließ.
h. Arbeiterentlassung. Etwa 40 Ar⸗ beitern auf dem Zementwerke der Sophienhütte wurde gekündigt, jedenfalls wegen Arbeitsmangel.
Aus dem Rreise Marburg⸗Rirchhai n.
Sb Kym münales, In der am Freitag nachmittag stattgefundene Sitzung der Stadtverordneten teilte der Stadtverordneten⸗ Vorsteher Dörffler mit, daß die Regierung die Anschaffung von Litevken für die Poltzei⸗ sergeanten vorläufig abgelehnt habe. Warum, erscheint uns unerfindlich. Die Polizisten der früheren staatlichen Polizeiverwaltung war das Tragen von Litevken während der Sommer⸗ monate gestattet, ebenso ist dies bei der Post und Steuerbehörde der Fall und den jetzigen Polizeibeamten wird diese Vergünstigung nicht gewährt.„Erkläret mir Graf Oerindur usw.“ — Aus den weiteren Verhandlungen ist noch erwähnenswert, daß der schon früher erwähnte Entwurf einer Polizeiverordnung zur Regelung der Schornstein⸗Reinigung im Stadibezirk Marburg, welcher einer Kommission überwiesen war, der Versammlung zur Beratung vorlag. Die Stadt bildet hinfort einen einzigen Zwangs⸗ Kehrbezirk und kann sich jeder nach Belieben einen der hiesigen Schornsteinfegermeister wählen. Die Reinigung muß 24 Stunden vorher an⸗ gesagt oder im Verhinderungsfall abgesagt werden. Die Verordnung enthält genaue polizeiliche Vorschriften, denen die Schornstein⸗ fegermeister, deren Gesellen oder Lehrlinge nach⸗ zukommen haben. Dieselbe wurde mit den Kommissionsanträgen genehmigt.
— Der Streit über die Unterhaltung der Wege auf dem Friedhofe wurde dadurch ge⸗ schlichtet, daß die Stadt dieselbe künftig über⸗
nimmt. Auch ist durch den Ankauf verschiedener
Grundstücke westlich des Friedhofes für den Kaufpreis von 32 650 Mk., eine Erweiterung desselben zugesichert.— Weiter ist der Bau
eines 28 m hohen vierten Gasbehälters vor⸗
gesehen. Da man sich jedoch darüber nicht einigen konnte, wo das Ungetüm aufgestellt werden soll, so wurde zunächst eine Besichtigung des Terrains der Gasfabrik vorzunehmen be⸗ an— Zum Schluß wurde noch die euanstellung von weiteren 8 Polizisten genehmigt. 5 — Der Kampf ist entbrannt! Näm⸗ lich gegen unsern Konsumverein. Der Inhaber der„Kölner“ Konsum⸗Anstalt, Arnemann,
verwahrt sich in einem längeren„Eingesandt“
in den hiesigen Zeitungen, wobei er in reklame⸗ mäßiger Weise sein Unternehmen anpreist,
gegen vermeintliche Angriffe des„Wander⸗
redners“ des Konsumvereins Dejung⸗ Mannheim, welcher, wie schon an dieser Stelle mitgeteilt, kürzlich hier im Cafe Quentin,(in welchem sich auch das Arnemannsche Geschäft befindet) über Zweck und Nutzen der Konsum⸗ vereine sprach. Herr A. schreibt da u. a., daß der Vorstand und Aufsichtsrat des Konsum⸗ vereins wüßten, daß der Hamburger Handlungs⸗ beflissene nur dazu da sei, um dem Arbeiter sein Liter Petroleum, Dutzend Heringe oder Pfund Schmierseife zu verkaufen. Wenn dies die Hauptartikel der Arbeiter sind, so braucht sich Herr A. nicht so aufzuregen, denn da an diesen Artikeln bekanntlich wenig verdient wird, so wird auch der Ausfall durch den Verlust der Arbeiter⸗Konsumenten für Herrn A. zu ertragen sein.— Natürlich hat es sich der Vorstand und Aufsichtsrat des Konsumvereins angelegen sein lassen, die Entstellungen und teilweisen wahrheitswidrigen Behauptungen das Herrn A. durch eine gesalzene Entgegnung und Richtigstellung in den hiestgen Zeitungen zu widerlegen.
— Lehrlings⸗Ausstellung. Bei der kürzlich hier stattgefundenen Ausstellung von Lehrlingsarbeiten wurde einem im ersten Lehrjahre stehenden Schreinerlehrling für ein von ihm angefertigtes Nachtschränkchen der 2. Staatspreis(25. Mk.) von der Prüfungs⸗ kommission zuerkannt. Nachträglich bezweifelten aber zwei andere Meister(vielleicht aus Brot⸗ neid 2), daß der Lehrling die betreffende Ar⸗ beit allein ohne fremde Hilfe angefertigt habe, trotzdem dies sein Meister durch Nameusunter⸗ schrift beglaubigt hatte. Der Lehrling hat aber nun in einer anderen Werkstatt dieselbe Arbeit noch einmal allein angefertigt und dürften die beiden Rivalen nunmehr von der Richtigkeit überzeugt sein.
Ein furchtbares Unwetter
entlud sich am Montag früh über Berlin und richtete in der ganzen Stadt ungeheure Verwüstungen an. Seit Menschengedenken ist kein so verheerendes Gewitter über Berlin niedergegangen. Gegen 2 Uhr morgens nahte es sich, aus dem Nordosten kommend, der Reichs⸗ hauptstadt zunächst nur unter Blitz- und Donner⸗ erscheinungen. Gegen ½3 Uhr setzte leichter Regen ein, dem gegen 3 Uhr stellenweise ein gewaltiger Hagelschlag folgte. Um ½4 Uhr fielen besonders im Südwesten, Westen und Centrum solche Eismassen, daß Fahrdämme und Bürgersteige 10 Centimeter hoch bedeckt waren. Um 5 Uhr endlich trat ein wolken⸗ bruchartiger Regen ein, von dem zunächst ganz besonders der Norden betroffen wurde. Inner⸗ halb weniger Minuten standen ganze Stadtteile unter Wasser und die bedrängten Bewohner der Kellerräume, die vielfach nicht ihr Mobiliar zu retten vermochten, riefen jammernd um Hilfe. In drei Fällen mußten Feuerwehrleute in Wiegen schwimmende Kinder aus ihrer gefähr⸗ lichen Lage herausholen. Obwohl auf sämt⸗ lichen Pumpstationen alle Maschinen in Thä⸗ tigkeit gesetzt waren, drangen die Wassermassen quellenartig aus den Kanälen hervor. Außer⸗ dem platzten Wosserröhren und erhöhten so die allgemeine Not. Durch vielfache Dammrut⸗ schungen war der Eisentahnverkehr nach meh⸗ reren Richtungen hin unterbrochen; auch die elektrische Bahn mußte den Betrieb einstellen. Mehrfach schlug der Blitz in die elektrischen Wagen, doch sind Menschenleben glücklicher⸗ weise nicht zu beklagen. Mehrere Häuser stürz⸗ ten ein, viele mußten abgesprießt werden. Die Feuerwehr wurde an 400 mal alarmirt.
Kleine Mitteilungen.
* Bauunfall. Am Samstag Vormittag verunglückte in Friedberg ein Maurer von Ober⸗Mörlen am Neubau Zimmermann dadurch, daß ihm ein Träger auf den Arm fiel. Er mußte nach Gießen in die Klinik gebracht wer⸗
den. * Ein Einbruch wurde in der Nacht ger
Samstag auf Sonntag bei N. Spier Söhne lael
Alsfeld verübt und ein Anzug im Werte
60 Mk. gestohlen. Dem Thäter, einem dortigen Bürgersohn, der sich schon längere Zeit beschäf⸗ tigungslos in der Gegend herumtreibt, legt man auch mehrere Zechprellereien zur Last.
** Gerüsteinstur z. Bei einem Neu⸗ bau in Offenbach, Ecke der Kaiser⸗ und Johannisstraße, stürzte am Samstag Abend das Gerüst ein. Drei Arbeiter, darunter der Polier, wurden in die Tiefe gerissen und schwer verletzt.
** Der Direktor des Akkumula⸗ torenwerkes Pollak in Frankfurt, Massenbach, wurde am Montag Abend bei Boppard am Rhein todt auf dem Eisenbahn⸗ geleise aufgefunden. Jedenfalls hat Massen⸗ bach seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht. Sein Selbstmord wird mit dem Fehl betrag von über 271000 Mk., den die Jahresbilanz der Werke aufweist, in Verbindung gebracht. Schon im Jahre 1900 soll ein Fehlbetrag vor⸗ handen gewesen, aber durch falsche Buchungen verdeckt worden sein. Fraalich ist indessen, ob Massenbach eine Schuld trifft.
k Preußische Polizei. Genosse Ro⸗ dert Seidel, Reallehrer in Zürich, sollte in dieser Woche in Frankfurt zwei Vorträge halten, die Polizei erlaubte jedoch nicht, daß der gefährliche Mensch reden durfte.
** Sauberer Seelenhirte. Das Münchener Landgericht verurteilte am Dienstag den katholischen Pfarrer und Distrikts-Schul⸗ inspektor Graf von Oberalting wegen 5 Ver⸗ brechen gegen die Sittlichkeit, begangen an Schulmädchen zu 2½ Jahren Gefängnis. Sechs weitere Fälle konnten ihm nicht genau nachgewiesen werden. Natürlich versuchte er sich herauszuschwindeln und die Vorgänge als harmlos hinzustellen.
* Ratssekretär Golla in Leipzig hat den verantwortlichen Redakteur der„pz. Volks. Ztg.“ verklagt, weil das Blatt vor einiger Zeit ihn beschuldigte, Schmähkarten an Bebel geschrieben zu haben. Dafür will aber der Beklagte, Genosse Seeger den Wahrheitsbeweis erbringen. Am Donnerstag stand in der Sache Termin vor dem Leipziger Schöffengericht an, die Verhandlung wurde aber vertagt. Auf Antrag des Klägers sollen noch weitere Schreib— sachverständige geladen werden.
Partei-Nachrichten.
Wegen eines Hunnenbriefes, den er in der Frkftr.„Volksstimme“ veröffentlicht hatte, war Genosse Dr. Quarck vom Franksurter Landgericht zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Seine hiergegen eingelegte Revision wurde vorige Woche vom Reichsgericht ver⸗ worfen.
Versammlungskalender. Samstag, den 19. April.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versam m⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Dienstag, den 22. April.
Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig. Humoristisches.
Die Ansicht des Großstadtkindes. In den Osterprüfungen einer Dresdener Bürgerschule fra gte ein Lehrer:„Was mögen sich die Eltern des Herrn Jesus Christus wohl gedacht haben, als sich das Kind drei Tage im Tempel aufhielt?“ Nach verschtedenen Antworten der Schülerinnen meldete sich auch noch Klein⸗ Elschen und sagte:„Die Eltern haben vielleicht gedacht, ec ist unter die Elektrische gekommen!“
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Ein Leutnant spricht in der Instruktionsstunde über den Fahneneid im Allgemeinen und die Fahne im Be⸗ sonderen:„Die Fahne ist das Symbol der Treue für den Soldaten.— Aeh... Pionier Kubel, sagen Sie mal, was ist Symbol?“—
Pionier Kubel schweigt, ebenso alle anderen, an die sich der Leutnant mit seiner Frage wendet. So sieht
sich genötigt, die Erklärung selbst zu geben:„Aeh Symbol— äh— ist ein Ding, woran nicht zu ven ist.“
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