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auf die stattfindende Parteiversammlung aufmerksam,
lhich, zu präzise 9 Uhr eröffnet werden wird.
Nr. 33.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
gegeben. In allen Bezirken ist die Wahl ⸗ 9550 auf 9—1 Uhr und 5—8 Uhr festgesetzt.
ögen die Genossen überall für zahlreiche Be⸗ teiligung sorgen!
h. Das Vorrecht des Geldsacks tritt so recht auch bei der Gemeindewahl in Er⸗ scheinung. Nach den in der Stadtverordneten⸗ sitzung gemachten Mitteilungen umfaßt die erste Klasse 22, die zweite 116 und die dritte 807 Wähler. Die 138 Leute der ersten beiden Klassen haben also doppelt soviel Recht als die 807 der dritten Klasse. Es ist klar, daß bei einer derartig zusammengesetzten Gemeindever— tretung das Interesse der Gesamtheit hinter dem des Besitzes zurückstehen muß. Gerechterweise sollte eigentlich den reichen Leuten weniger Recht eingeräumt werden, weil sie ohnehin durch ihren Besitz die übrige Bevölkerung beeinflussen können.
h. Bald so, bald so! Vor kurzem hielt die Wetzlarer Handelskammer eine Ver— sammlung ab, in der u. a. der Vorsitzende, Generaldirektor Kayser von dem Buderus⸗ schen Werk einen Vortrag über das Syndikats⸗ wesen, auf Grund dessen die Kammer beschloß, einen Eingriff der Gesetzgebung in das Kartell⸗ wesen nicht zu empfehlen.— Merkwürdig! Kürzlich klagte derselbe Herr Kayser in einer Sitzung der Aktionäre der Sophienhütte, daß dem Werke durch das Coaks-Syndiktat un⸗ geheuerer Schaden, irren wir nicht, von 250000 Mk. zugefügt worden sei. Damals schien er ein staatliches Vorgehen für nötig zu halten. der Ueberzeugung zurückzuführen sein?— Vielleicht wird das Buderus'sche Werk bald selbst einem Syndikat angehören?
Aus dem Nreise Marburg-Rirchhain.
— Ausflug. Unser Arbeiter⸗Gesangver⸗ ein„Eintracht“ unternimmt am Sonntag, den 17. d. M., eine Sängerfahrt nach Gießen. — An einem noch näher zu bestimmenden Sonntage im September begeht der Gesang— verein im Saale des Schloßgartens sein dies⸗ jähriges Stiftungsfest. Die Vorbereitungen dazu sind in bestem Gange und verspricht das Fest ein recht schönes zu werden, da außer Justrumental⸗ und Vokalkonzert, auch ein Theaterstück, sowie komische Szenen zur Auf— führung gelangen. Den Schluß wird wohl, wie immer, ein„Tänzchen“ bilden.
— Selbstmord. Die in letzter Nummer gebrachte Nachricht von einem verschwundenen Dienstmädchen und die daran geknüpfte Be⸗ fürchtung, daß sich dasselbe das Leben ge⸗ mommen habe, hat sich leider bestätigt. Das Mädchen hat sich, angeblich aus Liebesgram in
der Lahn ertränkt.
— Achtung! Wir machen noch einmal
am Samstag abend bei Jesberg
mit dem Ersuchen, recht zahlreich und pünkt⸗ erscheinen, da die Versammlung
— Die Revpision des Schreiners Ernst Mardorf in Treysa, der vom hiesigen Schwurgericht am 4. März wegen Sittlich— keitsverbrechen verurteilt wurde, ist, wie die Hess. Laudesztg.“ mitteilt, vom Reichsgericht in Leipzig verworfen worden.— ECbenso erging es einem alten Bekannten des hiestgen Jandgerichts, dem Schreiner Friedrich Köhler
uus Frankenberg; derselbe war wegen ver⸗ scchiedenen Vergehen zu einer Gesammtstrafe on 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Die von K. eingelegte Revission hat das Reichs⸗ gericht als unbegründet angesehen und kosten⸗ flichtig verworfen. — Kirchhain. Die hiesige Stadtkasse schließt für das Rechnungsjahr 1901 mit ner Einahme von 95,295.67 Mk. und mit läner Ausgabe von 82,962.23 Mk. ab, es ver⸗ Ueibt somst ein Ueberschuß von 12,333.44 Mk. —, Ein Antrag der Stadtverordneten, die
leesige Privatschule als städtische Anstalt zu hhernehmen, ist vom Magistrat abgelehnt worden.
— Duellfexerei. Von der Straf⸗
kmmer wurden am Freitag die beiden Stu⸗ hinten Krause und Waldeck wegen Zwei⸗
Worauf mag der schnelle Wechsel
kampfes auf krumme Säbel zu je 4 Monaten Festung verurteilt. Der Kartell⸗ träger Student Becker bekam eine Woche Festung. Diese lächerlich geringfügigen Strafen werden diese Messerhelden zu weiterer Miß⸗ achtung der Gesetze veranlassen.
Preußische Landräte!
Ein für die Auffassung preußischer Regie⸗ rungsbeamten bezeichnender Erlaß ist von dem Landrat Büchting des Oberwesterwald— kreises an die Bürgermeister„seines“ Kreises ergangen.— Der Herr Landrat wünscht Ein⸗ schränkung der Vergnügungen; jede einzelne Tanzerlaubnis muß ihm gemeldet werden, wo— raus man schließen kann, daß der Herr Landrat viel überflüssige Zeit haben muß. Gegen die Einschränkung der Vergnügungen sagen wir kein Wort, aber die Gründe, die Herr Büchting dafür kund giebt, sind doch recht sonderbare. Es sind die zahlreichen Steuer-Reklama⸗ tionen, die ihn ärgern und weswegen auf dem Westerwald die Tanzbeine nicht mehr ge⸗ schwungen werden sollen.— Ja, ja, die Steuer⸗ reklamattonen, sie sind für viele Landräte das Aergernis, und gerade auf dem Westerwald sollen es 600 sein, die sich beschwert fühlen, durch den Uebereifer der Steuer-Einschätzungskommission mit dem Herrn Landrat an der Spitze. Was wird nun aus all den Kommerzienräten, Kapi⸗ talisten, überhaupt den reichen Leuten, die nach dem Muster Baares arbeiten und den Staat bemogeln? Dürfen die auch nicht mehr tanzen? Wir glauben kaum. Bauern und Arbeiter sind immer noch die schönsten Objekte, an denen Bureaukraten ihre selbstherrscherischen Neigungen bethätigen können; was man keiner auderen Gesellschaftsklasse zu bieten wagt, ist für die kleinen Leute immer noch am Platze. Das ist der ernste Hintergrund einer an sich scherzhaften Sache.
Kleine Mitteilungen.
e Die Eisenbahnlinie Butzbach-Lich soll
in einigen Wochen in A griff genommen werden.
ek Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am Samstag in Bingen. Dort waren in der Kellerei der Firma Feist und Reinach 15 Küfer mit dem Aufschlagen eines sehr großen Lagerkessels beschäftigt. Das Faß wurde vorher in die Höhe gewunden, worauf sich der etwa 39 Jahre alte Küfer Karl Bader unter dasselle bückte, um sich zu überzeugen, daß das Faß richtig zu liegen komme. Das Faß schlug zurück und und erdrückte den Küfer. Der Unglückliche war auf der Stelle tot. Er hinterläßt sechs noch unerzogene Kinder und seine Frau, welche erst am Tage vorher niederkam.
* Zu dem Lustmord in Leipzig wird berichtet, daß der Mörder der Sjährigen Anna Klein, der Optiker Wilh. Grabich, ein Geständnis abgelegt hat. Der Mörder ist der Sohn eines hochangesehenen Bürgers, des Inhabers der optischen Firma G. F. W. Grabich in der Nikolaistraße, der die Taat verübte, während seine Eltern in die Sommerfrische verreist waren. Der Mensch soll schon früher Kinder in unfittlicher Weise belästigt haben.
n Geistlicher Sünder. In Stans bei Zürich wurde Kaplan Federer, Redakteur der ultramontanen Zürcher Nachr., wegen Sittlichkeitsverbrechen an einem Knaben verhaftet.
r Arbeiter⸗Tod. Im Basalt⸗Steinbruch„Stein⸗ bühl“ bei Marburg wurde der Arbeiter Ph. Schäfer durch herabstürzendes Gestein erschlagen. Sein Mit⸗ arbeiter kam mit einer leichten Verwundung davon.— Im Eiskeller der Brauerei Henrich in Frankfurt riß das Seil des Aufzuges, während zwei Arbeiter unten mit Eisabladen beschäftigt waren. Dem einen davon wurde der Kopf zerschmettert, sodaß sofort der Tod eintrat. Die Verletzungen des Anderen sind so schwer. daß er schwerlich mit dem Leben davon kommt.— Das ist das Risiko der Arbeit!
* Alter Wahlwitz. Verschiedene Ordnungs⸗ blätter(auch der Gieß. Anz.) verzeichnen mit behag⸗ lichem Schmunzeln einen Witz, den sich bei der Ersatzwahl im Lieberschen Kreise in einem Rheinstädtchen ein Wähler gemacht haben soll. Auf einem Stimmzettel für Vetters sei der Name durchstrichen gewesen und dafür eine Bibel⸗ stelle(Jesai. 41, 24) bezeichnet, welche lautet:„Ihr seid aus nichts, euer Thun ist aus nichts und euch zu wählen ist ein Greuel“. Der Witz ist sehr alt; er wurde bereits 1888 oder 89 bei einer Wahl in Mainz von einem Demokraten gegen die Liberalen angewendet.
Gewerkschaftl. u. Arbeiterbewegung.
I Metallarbeiter. Von der Kugel- lagerfabrik Friedrich Jacoby in Ober⸗Ram⸗ stadt werden Schlofser gesucht. Es ist des⸗ halb notwendig, darauf aufmerksam zu machen, daß die Schlosser dieser Firma in einer Lohn⸗ bewegung stehen. Sie kamen um Aufbesserung ihrer Löhne ein, wurden aber abgewiesen.— In den Ausstand getreten sind die 48 Arbeiter der Maschinenbau-Aktiengesellschaft in Offenbach. Die Einigungsversuche scheiterten an dem Widerstande der Dividendenschlucker, die durch Lohnherabsetzung ihre mühelosen Ge⸗ winne erhöhen wollen.
+ Maurerstreik in Köln. Am Sonn⸗ tag beschloß eine stark besuchte Maurerversamm⸗ lung in Köln, Montag früh überall die Arbeit niederzulegen, wo die Unternehmer nicht sofort in die Forderungen des Zehnstundentages sowie eines Mindeststundenlohn von 48 Pfg. einwilligen.
. Der Verband der Fabrik- und Hilfsarbeiter hielt diese Woche in Offen— bach seinen Verbandstag ab. Nach dem Bericht des Vorstandes zählt der Verband jetzt in 349 Zahlstellen 31947 Mitglieder gegen nur 2460 im Jahre 1892. Der Kassenbericht weist für die letzten zwei Jahre eine Einnahme von 584 349,09 Mark und eine Ausgabe von 467871,64 Mark auf, so daß ein Bestand von 116 977,45 Mark vorhanden ist. An Streik— unterstützung wurde im Ganzen 169853 Mark bezahlt. Für Agitation wurden 11516,67 Mark ausgegeben. Weiter wurden bezahlt für Reise— unterstützung 7982,22 Mark, Umzugsgeld in 348 Fällen 7599,52 Mark. An Sterbegeld verausgabte man 8216,95 Mark, für Rechts⸗ schutz 4517,10 Mark. Der separat geführte Streikfonds hatte eine Einnahme von 165 598,23 Mark und eine Ausgabe von 157 503,40 Mark.
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Partei- Nachrichten. N
Reichstagskandidatur. Für den Wahlkreis Hanau wurde der bisherige Abgeordnete, Gen. Hoch, wieder aufgestellt.
Genosse Julius Motteler, der„rote Post⸗ meister“, wurde vom Wahlverein für den 12. Reichs⸗ tagswahlkreis Leipzig-Stadt als Kandidat für die nächste Reichstagswahl aufgestellt. Motteler vertrat schon 1874 und 77 den sächsischen Wahlkreis Zwickau im Reichstage.
Versammlungskalender.
Samstag, den 16. August. Gießen. Soz.⸗dem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Marburg. Parteiversammlung. Abends 9 Uhr bei Jesberg. Vortrag von Redakteur Zielowsky. Lauterbach. Wahlverein. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Gastwirt Kaut. Sonntag, den 17. August. Alsfeld. Wahlverein. Nachmittags 4 Uhr Ver⸗ sammlung bei Wirt Cloos. Montag, den 18. August. Gießen. Schneiderverband. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Samstag, den 23. August. Friedberg. Soz.⸗dem. Wahlverein. 9 Uhr Versammlung in Stadt New⸗York. giertenwahl zur Kreis- und Landeskonferenz. Gießen. Gewerkschaftsversammlung. Abends ½9 Uhr bei Orbig.
Abends Dele⸗
Quittung.
Für die ausgesperrten Glasarbeiter in Wirges vom „Bezirks⸗Verein Gießen“ des Verbandes der Deutschen Buchdrucker Mk. 15 erhalten. Den Gebern besten Dank.
Th. Moser, Kassierer, Wirges(Westerwald).
Briefkasten. g
H.⸗Langsdorf. Ueber die Sache bedürfen wir
noch genauerer Aufschlüsse. Könnten Sie nicht gelegent— lich bei uns vorsprechen?
r—˙tvꝙ..
Eine Ersatzwahl hat am 13. August im Reichs⸗ tagswahlkreise Forchheim(Bayern) stattgefunden. Bis jetzt wurden gezählt für: Faber(natl.⸗freis.) 278 1; Zöllner(Cent.) 2727; Weilnboek(Bündler) 138 5; Deinhardt(Soz.) 1360 Stimmen.—(1898 wurden für die vereinigten Liberalen 8273, Centrum 5218,
Sozialdemokr. 1493 Stimmen abgegeben.)
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