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Nr. 24.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
ist ja eine politisce Mumie! DießzFriedberger werden bei der nächsten Wahl dafür sorgen, daß er das Hessenland nicht mehr mit seinen
mittelalterlichen Schrullen vor aller Kulturwelt
—AUnsicherheit der Existenz sei,
blamiert.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Betriebseinstellung. Wie wir hören, beabsichtigt die Drahtstiftfabrik in Albshausen in Kürze ihren Betrieb ganz einzustellen. Der Grund für diese Maßnahme wird darin gefunden, daß das Drahtstift⸗Syn⸗ dikat, dem das Albshauser Werk angehört, die Produktion einschränken will. In diesem Be⸗ triebe waren immer ca. 100 Arbeiter beschäftigt, die nun auf einmal arbeitslos werden. Nie⸗ mand fragt danach, wo die Leute wieder Arbeit und Brot finden. Wie ängstlich hüten sich die meisten Arbeiter, bei ihren„Brotherreu“irgend— wie anzustoßen, wie geduldig halten sie vielfach alle möglichen Chicanen und Drangsalierungen aus, um nur ja die Arbeitsstelle nicht zu ver⸗ lieren. An Verbesserungen der Arbeitsbeding⸗ ungen wagen sie oft gar nicht zu denken! Trotzdem werden sie bei irgend einem Anlasse auf die Straße gesetzt und der Kapttalist kümmert sich nicht mehr um seine Ausbeutungs⸗ objekte. Daraus geht die Lehre für jeden nur halb wegs vernünftigen Arbeiter hervor, daß er jederzeit seine Interessen nach besten Kräften wahrnehmen, für Besserung seiner Lage sorgen solle, indem er sich der Organisation an⸗ schließt. Und das pürfen auch„bessere Ar⸗ beiter“, Mechaniker, Optiker, besonders die bei Hensold beherzigen.
h. Ein Meineidsprozeß der diese Woche gegen den Drahtstiftenfabrikanten Wolter in Albshausen vor dem Limburger Schwur⸗ gericht verhandelt wurde, endete mit Frei⸗ sprechung des Angeklagten. Wir kommen gelegentlich eingehender auf den Fall zurück.
h. Biederer Stadtvater. In dem Enteignungsprozesse des früheren Stadtver— ordneten Kraft gegen die Stadt Wetzlar hat das Limburger Landgericht entschieden und Kraft 900 Mk. Entschädigung zugesprochen. Ueber 15000 Mk.— fünfzehntausend— hatte er beansprucht! Ja, es giebt Stadtväter, die sehr gut ihre Interessen wahrzunehmen verstehen und nicht blos in Wetzlar. f i Zum Bürgermeister in Her⸗ maunstein wurde am Mittwoch der Stein⸗ hauermeister Jak. Hedderich gewählt.
Aus dem Rreise Marburg⸗ Kirchhain.
St.„Des Arbeiters Los auf Erden.“ Ueber dieses Thema referierte am verflossenen Sonntagnachmittag in einer öffentlichen Ver⸗ sammlung der hiesigen Metallarbeiter im Jes⸗ bergschen Lokale Gen. Fritz Ehrler aus Frankfurt a. M. Leider war die Versammlung sehr schwach besucht, was aber den Referenten nicht abhielt, in 1 ½ stündiger Rede die gerade nicht besonders rosigen Zustände speziell in der Metallindustrie zu schildern. Er meinte, die Verhältnisse der Marburger Metallarbeiter müßten wohl recht gute sein, da es die Kollegen nicht für nötig hielten, die Versammlungen zu besuchen; bekanntlich sei aber gerade das Gegenteil der Fall. Redner schilderte dann
in markigen Worten die Verhältnisse der Metall⸗
arbeiter, die Kämpfe um ihre Besserstellung usw., hauptsächlich betonte e
schei f eutigen Wirtscha i e i unter 5 die Unternehmer ebenso sehr wie die Arbeiter zu leiden halten Nachdem er die letzteren noch zu festem Zusammenhalt in der Organisation ermahnt hatte, schloß Redner unter wohlver⸗ dienten Beifall der Versammelten seine 1 genen Ausführungen. Da sich niemand son zum Worte meldete, so fand keine Diskussion statt und wurde die Versammlung geschlossen.
— Zum Johannisfest in Gießen haben bereis eine stattliche Anzahl der bete Buchdrucker ihre Teilnahme angemeldet. Al 5 Anschein nach scheint das Fest ein großartige zu werden, denn die Gießener Buchdrucker 5 eifrig mit den Vorbereitungen zu demse 5 beschaftigt. Hoffentlich wird auch Gott Plu⸗
vius ein Einsehen haben und an dem Gedenk⸗ tage des großen Meisters die Schleusen des Himmels nicht öffnen.
— Unser Oberbürgermeister hat einen neuen großartigen Plan zur Vergrößer⸗ ung des hiestgen Marktplatzes und des Rat⸗ hauses ausgearbeitet, der wenn er zur Aus⸗ führung gelangen sollte, der Stadt ein schönes Stück kosten und die Steuern bedenklich in die Höhe schrauben würde. Hiernach sollen das Hastenpflug'sche und das Bertsch'sche Haus niedergerissen und ein stilgemäßer Anbau an die frei gewordene Seite des Rathauses, nach⸗ dem auch der vorstehende Seitenbau abgerissen, angebaut werden. Wir hätten nichts gegen das Projekt einzuwenden, wenn der Herr Oberbürgermeister auch für die Kosten auf⸗ kommen wollte, so aber, wie die Dinge heute liegen, muß man sich wohl mit einem weniger kostspieligen Projekt begnügen; denn die Steuerzahler haben schon gerade genug an den jetzigen Lasten zu tragen.
— Schwurgericht. Am Montag, den 23. Juni beginnt unter dem Vorsitz des Land⸗ gerichtsrats Droste die nächste Schwurgerichts⸗ sesston am hiesigen Landgericht.
— Wegen Wechselschwindeleten hatte sich der Inhaber eines Agenturgeschäfts in Rennertshausen bei Battenberg, Heinrich Koch, vor der Strafkammer zu verantworten. Das Urteil lautete auf eine Gesammtstrafe von anderthalb Jahren Gefängnis. Der Verurteilte wurde sofort in Haft genommen.
Kleine Mitteilungen.
* Das Mainzer Schwurgericht ver— urteilte am Samstag Nacht die beiden Kroaten Papic und Strila zu lebenslänglicher Zucht— hausstrafe, den Radeka zu 14 Jahren Zucht⸗ haus, wegen mehrerer gemeinschaftlich in Kemp⸗ ten am Rhein ausgeführter Mordthaten und Räubereien.
* Blutiger Streit. In der Möbelfabrik von Dams in Dotzheim bei Wiesbaden gerieten am Freitag Abend der Drechsler Förstel mit dem Schreiner Stauber in Streit. Ersterer kam in solche Wut, daß er dem Schreiner ein Drehereisen in die Brust stieß und ihn tötlich verletzte. Hierauf beginn der Drechsler Selbstmord.
Stauber starb andern Tags im Krankenhause. Er hinterläßt Fran und zwei Kinder. * Frommer Schwindler. Am 5. Juni
verurteilte die Strafkammer in Koblenz den Bau⸗ unternehmer Jak. Dierdorf von dort wegen Be⸗ trugs in sieben Fällen zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis. Dierdorf hat durch Wechselreitereien eine Anzahl Leute aus Mittelstands⸗ kreisen um 69,884 Mk, betrogen. Die Leute vertrauten dem Angeklagten geradezu blind, gaben Blanketts mit ihrer Unterschrift oder stellten neue Wechsel aus für angeblich durch Tintenklexe verdorbene Wechsel, die aber auch zur Zahlung kamen. Auf die Frage des Gerichts⸗ vorsitzenden, wie man nur so vertrauensselig sein könne, bemerkte einer der Zeugen:„Der Herr Dierdorf war im Rufe der Heiligkeit!“
* Ein Prügelheld. Ein Lehrer aus Calenborn(Kreis Kochem) stand am 5. Juni vor der Strafkammer in Koblenz, weil er in nachweislich sieben Fällen sich einer barbarischen Mißhandlung von Schul⸗ kindern, wie das Gericht betonte, schuldig gemacht hatte. Seine Zuchtmittel bestanden darin, daß er die Schulkinder mit der Faust unter's Kinn schlug, an den Ohren in die Höhe zog, so daß ein Junge eine Ohrmuschel⸗ verletzung erhielt, mit dem Stock auf die Unter⸗ schenkel schlug u. s. w. Das Aergste aber war nach der Erzählung der als Zeugen vernommenen Kinder, daß er sie auf kantigen Hölzern knieen ließ, ihnen Holztafeln auf die Köpfe legte und dann andere Kinder sich daraufsetzen ließ. Das Gericht verurteilte den Lehrer zu einem Monat Gefängnis. e a
* Im Sandenprozesse sind die Zeugen⸗ und Sachverständigen Vernehmungen auch in dieser Woche noch nicht zu Ende ge. gangen. Vor 1 der e e dürfte
Urteilsspruch kaum zu erwarten.
5 1 1 Ausbrüche des Mont Pelee auf Martinique haben in den letzten Tagen wieder mehrere stattgefunden. Vielfach wird befürchtet, daß der ganzen Insel der
Untergang bevorsteht. Auch andere Vulkane des amerikanischen Kontinents befinden sich in Thätigkeit.
Partei-Uachrichten.
Die neue Vorwärts⸗Druckerei wird, wie neulich in einer Versammlung des sechsten Berliner Wahlkreises mitgeteilt wurde, am 1. Ottober dieses Jahres vollständig fertig gestellt sein und es wird zu dieser Zeit der Betrieb aufgenommen werden. Die finanzielle Frage wurde in kurzer Zeit und in glänzen⸗ der Weise gelöst. In hervorragender Weise haben sich die Gewerkschaften an diesem Unternehmen beteiligt, so daß erheblich mehr als die für notwendig erachtete Summe aufgebracht worden ist. Die maschinellen und technischen Einrichtungen sind die besten, ebenso wie sie auch in hygienischer und sanitärer Beziehungen allen Anforderungen entsprechen, die Wünsche der Arbeiter sind weitgehendst berücksichtigt worden. Als Geschäfts⸗ führer ist der Genosse Richard Fischer und als technischer Leiter Genosse Rahn gewählt worden. Die Kontrolle wird von einer neungliederigen Kommission, die aus je einem Vertreter der acht Wahlkreise und einen Vertreter der Berliner Gewerkschaftskommission zu⸗ sammengesetzt ist, ausgeübt werden.
Der Bayrsche Parteitag findet diesen Sonntag, 15. Juni, in Ludwigshafen statt. Auf seiner Tagesordnung steht unter anderem das Landtagswahlrecht. Hierbei dürfte es zu lebhaften Debatten kommen; die Haltung der bayr. Landtagsfraktion in dieser Frage ist mehrfach getadelt worden; mit besonderer Schärfe von Bebel in der„Neuen Zeit.“
Wahlerfolg. Bei der vor. Woche in Pforz⸗ heim stattgefundenen Stadt verordneten-Wahl siegte in der 3. Klasse die sozlaldemokratische Liste mit 1761 Stimmen gegen 1207 der vereinigten bürgerlichen Parteien.
Versammlungskalender.
Samstag, den 14. Juni.
Gießen. Brauerverband. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung im„Wiener Hof.“ T.⸗O.:„Die Mängel der Arbeiter versicherung. Ref. E. Gräf, Arbeiter⸗ sekretär Frankfurt.(Hierzu sind alle Gewerkschafts⸗ mitglieder eingeladen).— Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Löb(Wiener Hof). Be⸗ richterstattung über den Verbandstag.— Metall⸗
arbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Lollar. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versamm⸗
lung bei Schupp.
Sonntag, den 15. Juni. Heuchelheim. Arbeiterbildungsverein. Nach⸗ mittags 3 Uhr Versammlung bei Wirt Rinn. Gießen. Glaserverband. Vormittags 10 Uhr
Versammlung bei Orbig.
Niedershausen. Volksversammlung. Nach⸗ mittags 3 Uhr im Saale des Herrn Bender. Samstag, den 21. Juni. Friedberg. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Ihl, Stadt New⸗York. Berichter⸗
stattung über den Verbandstag.
Briefkasten.
Hellwg. Wiershsn. Sie abonnieren am Besten bei der Post.
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— 5— Marktberichte.
Auf dem Wochenmarkte in Gießen kosteten am
10. Juni: Butter per Pfd. Mk. 0,90— 1,10,
Hühnereier 2 St. 11— 13 Pfg., Enteneier 1 St. 6—7 Pfg., Gänseeier per St. 10— 12 Pfg., Käse 1 St. 5—7 Pfg., Käsematie 2 St. 0—0 Pfg., Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 3,00— 4,00 Mk., Zwiebeln per Ztr. Mk. 14,00— 15,00, Milch per Liter 18 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0,75 bis 1,00, Hühner per St. Mk. 1,00— 1,50, Hahnen per St. Mk. 1,20— 1,80, Enten per St. Mk. 2,40 bis 2,60, Gänse per Pfd. 00—00 Pfg. Fleischpreise. Ochsenfleisch per Pfd. 66- 76 Pfg. Kuh⸗ und Rindfleisch 60—64 Pfg., Schweinefleisch 70 bis 80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, 84 Pfg., Kalb⸗ fleisch 66— 70 Pfg., Hammelfleisch 50— 70 Pfg. 2— 2 D 2 2
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