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Nr. 15.
Mitteldeulsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
Handwerkskammer zog man sogar die Auf⸗ lösung der Abteilung Wetzlar in Erwägung. „Der Vorstand war dahin übereingekommen, der Vollversammlung die Auflösung der Ab⸗ teilung vorzuschlagen, da sie bis jetzt weder von erheblichem Nutzen für den Kreis Wetzlar ge⸗ wesen sei, noch auch ein solcher Vorteil für die Zukunft zu erwarten sei.“ So heißt's in dem Bericht. Nur auf Zureden des Vorsitzenden der Abteilung nahm man nochmals von der Auflösung Abstand.— Sonderbar, wir hörten doch schon so oft die Verdienste eines Herrn um die Handwerker⸗Organisation in allen Ton⸗ arten preisen, daß man glaubte, die Innungen ständen in voller Blüte! Ja, die Handwerker sehen eben ein, daß die„Hebung“ des Hand⸗ werks mit Meistertitel, Befähigungsnachweis und andern schönen Dingen nicht bewirkt werden 155 sondern daß die Geschichte nur Geld ostet.
* Herr Platzmeister Rademacher von der Sophienhütte sendet uns eine Berich⸗ tigung auf die Notiz in Nr. 13 zu, in der er erklärt, daß er nicht daran schuld sei, wenn die Mittagspausen der Arbeiter verkürzt würden, vielmehr schreibe die Arbeitsordnung vor, daß sich die Pausen nach der Art des Betriebes richten müßten.„Wem diese Arbeitsordnung nicht paßt, der kann sein Arbeitsverhältnis kündigen.“ Punktum. Weiter erklärt Herr R., daß er Abzüge um deswillen nicht machen könne, weil die Löhne von der Direktion festgesetzt würden.— Nun, wir meinen, es müßte doch mit merkwürdigen Dingen zugehen, wenn es nicht zu ermöglichen wäte, daß jeder Arbeiter wenigstens eine Stunde Mittagspause hat, damit er sein kärgliches Mittagsmahl in Ruhe zu sich nehmen kann. Ginge das nicht und wäre es stets so üblich gewesen, würden sich doch die Arbeiter nicht beklagen. Daß er ferner auf die Festsetzung der Lohnsätze ganz einflußlos sein soll, möchten wir sehr bezweifeln.— Allerdings sollten sich die Arbeiter zur Wahrung ihrer Inte- ressen zusammenschließen, dann erst können sie etwaigen Mißständen wirksam entgegentreten.— Hinzufügen wollen wir noch, daß einem Arbeiter gekündigt wurde, weil man in ihm fälschlicher⸗ weise den Einsender der Notiz vermutet, den ihm zu nennen uns Herr R. die beleidigende Zu⸗ mutung stellt. Sein Schreiben ist übrigens in einem Tone gehalten, daß wir uns nicht wundern, wenn den Arbeitern die Behandlung nicht zu⸗
sagt.
h. Auch Einer. Der Kaufmann Adolf Becker aus Rodenroth wurde vorige Woche in Limburg wegen Sittlichkeits⸗Vergehen an einem achtjährigen Kinde zu 6 Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt. Wir registrieren den Fall deswegen, weil es sich hier um einen Menschen handelt, der sich vor mehreren Jahren im Kampfe für Sitte und Ordnung besonders her⸗ vorthat. Damals denunzierte er einen unserer Genossen in Niedershausen wegen einer harm⸗ losen Aeußerung und wirkich wurde unser Freund damals infolge verschiedener mißlicher Umstände bei der Verhandlung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Nun sitzt der Denunziaut wegen eines so gemeinen Verbrechens selbst im Loch! Solcher Helden giebts aber noch manche.
aus dem Nreise Marburg-Rirchhain.
St. Parteiversammlung. Die —nächste öffentliche Parteiversammlung findet am Samstag, den 19 d. M., abends 9 Uhr, im Jesberg'schen Lokale am Wehrdaerweg statt. Die Tagesordnung befaßt sich zunächst mit einer Besprechung über die nächstjährige Reichstagswahl; darauf folgt die Beschluß⸗ fassung über die Maifeier. Als dritter Punkt ist die Neuwahl eines Kolportagekommissions⸗ Mitgliedes zu erledigen, dem sich unter Punkt 1„Verschiedenes“ anschließt. In, Anbetracht der Wichtigkeit der beiden ersten Punkte ist es Pflicht der— 5 zu dieser Versamm⸗ lung zu erscheinen. re Der verantwortliche Redakteur der„Brandenburger Zeitung“, Gen. Arthur Meyer, früher hier in Marburg,
hatte sich in einem Artikel mit der„Gottheit Christi“ beschäftigt. Das ist heutzutage nur bedingungsweise gestattet und da die Beding⸗ ungen nicht allenthalben erfüllt waren, so wurde der Redakteur zu zwei Wochen Ge⸗ fängnis verurteilt.
— Konsum verein. In der am ver⸗ gangenen Samstag abend im Saale des Café Quentin dahier stattgefundenen, mäßig besuchten Versammlung des Konsumvereins referierte der Vertreter der Großeinkaufs⸗ genossenschaft in Hamburg, Herr De jung aus Mannheim über„Zweck und Nutzen der Konsumvereine“. Redner hob besonders hervor, daß bei den heutigen Teuerungsverhältnissen auch die Arbeiter gezwungen seien, sich zum gemeinsamen Einkauf der Lebensbedürfnisse zusammen zu schließen; nur dadurch sei es möglich, die Waren zum billigsten Tagespreise an die Mitglieder abzugeben. Der Zwischen⸗ handel verteure die Ware um 30—50 Pt., während der Unkostensatz der Konsumvereine nur 7—10 pCt. betrage und trotzdem noch Ueberschüsse erzielt würden. Der Referent schilderte in klarer und überzeugender Weise die Vorteile, welche die Konsumvereine ihren Mitgliedern bieten und erntete am Schluß seiner Rede lebhaften Beifall. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats teilte dann noch mit, daß die hiesige Verkaufsstelle bereits eröffnet sei (im Hause Metzgergasse Nr. 6) und forderte zu reger Benutzung auf. Mit einem Hoch auf die Genossenschaftsbewegung wurde alsdann die Versammlung geschlossen.
— Ortskrankenkasse. Die statuten⸗ gemäße Frühjahrs⸗Generalversammlung der Marburger Allgemeinen Ortskrankenkasse findet am Mittwoch, den 16. April, abends 8 ¼ Uhr im Saale der alten Realschule(Luth. Kirchen⸗ platz) statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 1901 und Bericht der Rechnungs⸗Revisoren; 2. Sonstige Kassenangelegenheiten.— Etwaige Auträge sind bis zum 15. d. M. auf dem Kassenbureau einzureichen.
Wie Landarbeiter behandelt werden.
Aus Blösien im Kreise Merseburg wird berichtet: Der bejahrten Wittwe Richter, welche mit ihrem vor nunmehr drei Jahren verstorbenen Ehemann und sämtlichen Kindern seit etwa 40 Jahren auf dem Fußischen Rittergute arbeitete, wurde aufgegeben, die von ihr seit langer Zeit benutzte Drescherwohnung zu räu⸗ men, und da das nicht schnell genug geschah, so erschien der Auftraggeber mit zwei Arbeitern, brachte sämtliche Möbel und Wirtschaftgeräte aus dem Hause und stellte sie unter freiem Himmel auf. Frau Richter mußte in der darauffolgenden Nacht bei vier Grad Kälte mit ihrer vor längerer Zeit auf demfelben Rittergut verunglückten Tochter, die als 15 jähriges Mädchen an der Dampfdreschmaschine ein Bein einbüßte, auf dem Sopha biwakiren. In die geräumte Wohnung aber zog sofort die unverehelichte D. mit ihren zwei Spröß⸗ lingen unbekannter Herkunft. Als besonders bemerkenswert verdient noch hervorgehoben zu werden, daß dem Ortsrichter, der ein Schreiben des Amtsvorstehers überreichte, in welchem derselbe um Einstellung der Räumung ersuchte, das Haus verboten wurde. Das Schreiben flog in Stücken in alle Winde. Vor fünf Jahren erhielt die Familie Richter vom land wirtschaft⸗ lichen Kreisverein für 35 jährige Dienstzeit ein Ehren diplom nebst Prämie; der älteste Sohn der Familie stand ebenfalls 17 Jahre auf dem Rittergute in Arbeit und büßte durch Ueberfahren sein Leben ein. Das ist der Dank vom agrarischen Hause!
Rechtssprechung. Eheversprechen. Die frühere Inhaberin einer Fremden⸗Peuston zu Bad⸗Nauheim, Anna Lohmar, erhob auf Grund§ 1300 des B. G.⸗B gegen den Notar Dr. Pfeiffer zu Wörstatt eine Klage auf Entschädigung von . 15000. Sie stützt ihren Anspruch auf ein ihr von Dr. P. gegebenes Eheversprechen, das sich dieser weigerte jetzt zu erfüllen. Die Par⸗ teien hatten einige Zeit in intimem Verhältnis zu einander gestanden, das nicht ohne Folgen geblieben ist. Die Klägerin beansprucht besonders um des willen eine so hohe Entschädigung, weil ste hierdurch gezwungen gewesen sei, ihre Penston aufzugeben. Der Beklagte beantragte Abweisung der erhobenen Klage und begründet diesen Antrag wie folgt: Ehe er mit der Klägerin in intimen Verkehr getreten sei, habe ein rechtsgültiges Verlöbnis zwischen ihnen noch nicht stattgefunden. Wenn ein Eheversprechen von seiner Seite überhaupt stattgefunden habe, so sei dies erst nach dieser Zeit erfolgt. Mithin liege die Voraussetzung des§ 1300 B. G.⸗B., welche zur Geltendmachung des Entschädigungsanspru⸗ ches die Unbescholtenheit der verlassenen Braut vorausgesetzt, nicht vor. Das Landgericht, in Uebereinstimmung mit dem Oberlandesgericht, an welches die Sache in Folge eingelegter Be⸗ rufung gelangte, wies die Klage ab. Beide Gerichte gehen dabei, nach der„Frkf. Volksst.“ von folgenden thatsächlichen und rechtlichen Erwägungen aus: Klägerin habe den Beweis nicht erbracht, daß eine rechtsgültige Verlobung zwischen ihr und dem Beklagten vor Eingehung des intimen Verkehrs bestanden habe. Ein späteres Eheversprechen komme nicht in Betracht, da eine verlassene Braut, sofern ste bereits vor dem Verlöbnis mit ihrem früheren Verlobten intim verkehrt habe, nicht mehr, wie der§ 1300 B. G.⸗B. es erfordere, als unbescholten anzu⸗ sehen sei, und ihr deshalb auch kein Recht Zaf Entschädigung zusteht.
Partei-Nachrichten.
Wilhelm Liebknecht, der vierte Sohn unseres
verstorbenen„Alten“, ist bei der Universität Berlin mit dem Prädikat magna cum laude(„mit großem Lobe“) zum Doktor promoviert worden. Er hat acht Semester zu Berlin Nationalökonomie und daneben Geschichte, Philosophie und Jura studiert und gehört zu den Schülern von Schmoller, Sering und Adolf Wagner. Seine Dissertation, die später in weiterem Umfange erscheinen wird, ist ein Beitrag zur Geschichte der Werttheorie in England.
In Stuttgart wurde an Stelle des Genossen Kloß, Vorsitzender des Holzarbeiter-Verbandes, der zur Zeit den ersten württembergischen Reichstagswahl⸗ kreis vertritt, Genosse Hildenbrand, Redakteur der Stuttgarter Tagwacht, als Reichstagskandidat für die nächste Wahl nominiert. Kloß lehnt ab, weil die Aus⸗ übung des Landtags- und Gemeinderatsmandats keine genügende Zeit übrig läßt.
An die Partei Vertrauensleute im Wahl⸗ kreiße Gießen⸗Grünberg⸗ Nidda! Bestellungen auf Maifestzeitungen urd Festabzeichen müssen bis 8. April bei mir oder der Expedition der Mitteldeutschen Sonntgs.⸗Ztg. eingelaufen sein. Andernfalls kann für rechtzeitige Lieferung nicht garantiert werden.
A. Bock, Kreisvertrauensmann Gießen, Dammstr. 22.
Versammlungskalender.
Samstag, den 12. April.
Soz.⸗dem. Wahlverein. Uhr Versammlung bei Orbrig. T.⸗O.: 1. Politische Lage“ Ref. Vetters, 2. Maffeier.
Marburg. Buchdrucker. Abends 9 Uhr. Bezirks⸗ versammlung bei Jesberg.
Abends 9
Gießen. „Die
Briefkasten. Alsfeld, Odenhsen und Wetzlar. Mußte auf nächste Nr. zurückgestellt werden. D. R.
D. Kaminka
Uhrmacher Giessen, Marktplatz 18.
Vorteilhafte Bezugsquelle für
Uhren, Gold⸗ Silberwaren
Schnellbesohlanstalten Wolkengasse 20, Schlossgasse 5
Johannes Hecker
besohlt billig.
besohlt schnell, besohlt gut.


