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Nr. 10.
Mitteldeuische Sountags⸗Zeitung.
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verwenden ihr Vermögen im Interesse und zum Segen der Gesamtheit, benutzen es nicht wie die beutegierigen Kapitalisten zur Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter. Das hielten die Genossen Habicht und Vetters, die von unserer Seite das Wort ergriffen, den Herren Christlich⸗Sozialen entgegen, ebenso wiesen sie die übrigen Vorwürfe der christlich-sozialen Redner gegen unsere Partei zurück.
Besonders hiel en unsere Genossen den Herren vor, daß sie sich miteinander selbst im Wider⸗ spruch befinden. Während nämlich Pfarrer Lehr die indirekten Steuern als unbedingt notwendig bezeichnete, erklärte sie Herr Burckhardt allerdings für ein Unrecht. Mit den schamlosen Angriffen der beiden Christen auf Singer, den jedenfalls von Pastor Lehr verfaßten tendenziösen und entstellenden Bericht im Weilburger Tageblättchen werden wir uns in der nächsten Nr. noch etwas beschäftigen.
t. Aus Haiger. Also kein Fort⸗ schritt! Vor kurzem wurde hier die Erricht⸗ ung eines Elektrizitätswerkes von Seiten der Thür. Elektr.⸗Werke ins Auge gefaßt. Das Projekt ist gescheitert. Schade, die Aus⸗ führung des Planes wäre doch immerhin ein
Fortschritt gewesen. Aber vielleicht fürchten einflußreiche Petroleumhändler die Abnahme des Petroleum⸗Verbrauchs; oder ist vielleicht irgend ein„Maßgebender“ im Besitze von Schuckertaktien und hintertrieb deshalb den Plan?
Aus dem Rreise Marburg⸗Kirchhai n.
St. Unsere Märzfeier findet eingetretener Umstände wegen nicht, wie in letzter Partei⸗ versammlung beschlossen war, am Dienstag, den 18. März, sondern schon ein paar Tage früher, nämlich am Samstag, den 15. März bei Jesberg statt.(S. Ins.) Als Referent wird Gen. Krumm ⸗Gießen über„den 18. März“ sprechen. Da die Verlegung der Ver⸗ sammlung auf einen Samstagabend den meisten unserer Parteigenossen angenehmer sein wird, so dürfte wohl auch ein recht starker Besuch zu erwarten sein.
— Schwurgericht. In der Montags⸗ sitzung des Schwurgerichts wurde gegen einen Steinhauer aus Gisselberg wegen Sittlichkeits— verbrechen verhandelt. Derselbe wurde aber freigesprochen.— Am Dienstag wurde gegen einen Schreiner Ernst Merdorf aus Trehsa
wegen des gleichen Verbrechens verhandelt. Letzterer wurde 1¼ Jahren Gefängnis und und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. An beiden Tagen war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. X. Ein„oppositioneller Stadtver⸗ ordneter“. Die„Hess. Landesztg.“ moniert die Notiz in der letzten Nr. der„M. S.⸗Ztg.“ unter obiger Stichmarke und bemerkt dazu, daß es sich um eine Vorlage des Magistrats gehandelt habe, für welche einzutreten wegen der großen Mehrheit für diese Vorlage überflüssig gewesen sei. Die„Hess. Landesztg.“ und Herr Engel scheinen demnach der Meinung zu sein, daß es lediglich eine opposittonelle Pflicht sei, oberbürger⸗ meisterlichen oder magistratlichen Aeußerungen entgegenzutreten. Die geradezu ungeheuerlichen Ansichten eines Stadtverordneten zu widerlegen, überläßt Herr Engel und die„H. L.“ aber dem Oberbürgermeister und dem Magistrat, welche allerdings schon bei mancher Gelegenheit mehr Verständnis für soziale Fragen gezeigt haben, wie der größte Teil der Stadtverord⸗ neten, was natürlich für den Magistrat durch⸗ aus kein Lob sein soll.— Uebrigens war die Sache mit der Lohnerhöhung der Waldarbeiter doch etwas anders, als es die„Hess. Landesztg.“
Kleine Mitteilungen.
* Brand in Wetzlar Am Montag nachts brande ein großer mit Vorräten, Stroh, Heu ꝛc. gefüllter, den Herren Gebrüder Wald⸗ schmidt gehöriger Schuppen nieder. Der Schaden ist nicht unbedeutend. Es wird Brandstiftung vermutet.
e Die Gemeinde Niedergirmes hat die Eingemeindung zu Wetzlar abgelehnt.
en Die Kreissäge, die gefährlichste der Holzbearbeitungsmaschinen, hat in Büdingen vorige Woche ein Opfer gefordert. Herrn Schreinermeister Wagner von dort wurde beim Arbeiten an der Kreissäge ein Stück Holz an den Kopf geschleudert, das ihn dermaßen verletzte, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Man fand ihn besinnungslos und ver— brachte ihn in die Gießener Klinik.
* Messerstechereien. Eine Blut⸗ that wird aus Frankfurt berichtet. Aus Eifersucht versetzte ein gewisser Erdmannsdörfer aus Miltenberg seiner Geliebten, die er in einer Wirtschaft in der Schnurgasse bei einem Andern sitzend traf, einen tiefen Messerstich in den Rücken. Das Mädchen wurde noch lebend in's Krankenhaus gebracht. Der Thäter wurde verhaftet.— In Hechtheim bei Mainz erstach der Metzger Schneider im Streite seinen Sohn.
: Mord und Selbstmor d. Der in Griesheim a. M. wohnender Invaliden⸗ pensionär Scharlach, ein Wittwer, erschlug nach voraufgegangenem Streite seine Haus⸗ hälterin, eine verheiratete Frau mit einem großen Hammer. Hierauf tödtete er sich selbst durch einen Revolverschuß. Die That war offenbar vorbereitet, doch herrscht über das eigentliche Motiv Unklarheit. Der Ehemann der Erschlagenen gebärdete sich wie rasend, als er am Thatorte eintraf und mußte vorläufig in Polizei⸗Gewahrsam genommen werden.
* Eine Benzin⸗Explosion ereignete sich am Samstag in der Brandesschen Drogerie in dem Vororte Rothenditmold bei Cassel. Der Lehrling Reißmann wurde tötlich verletzt und der Lagerraum demoliert.
** Ein großes Brandunglück ereignete sich am 27. Febr. in Dinkelsbühl in Bayern. Der Brand brach kurz vor 8 Uhr morgens auf dem Dachboden der Scheune aus, und obwohl mehrere Insassen des benachbarten kleinen Häus⸗ chens noch schliefen, gelang es, sämtliche Be⸗ wohner zu retten, ebenso das Vieh. Nachbars⸗ Leute eilten her bei, teils aus Neugierde, teils um Mobiliar zu retten. Plötzlich stürzte ein Giebel ein. Einzelne der in der Nähe Stehenden flüch⸗ teten und konnten sich retten. Mehrere aber blieben wie vom Schrecken gelähmt stehen und so wurden 14 Personen unter den Trümmern des Giebels verschüttet. Die eingetroffene Feuer⸗ wehr und Sanitätskolonne bargen zwei der Verschütteten, die 1 jedoch nicht lebens- gefährlich verletzt sind. Die übrigen zwölf Per⸗
sonen konnten nur noch als Leichen geborgen werden.— Die Beerdigung der Opfer fand unter ungeheurer Beteiligung der Bevölkerung des Städtchens und seiner Umgebung statt.
Arbeiterbewegung.
* Die Mainzer Tapezierergehilfen sind mit Forderungen an ihre Arbeitgeber heran⸗ getreten. Sie verlangen eine 9 stündige Arbeits⸗ zeit und Erhöhung sämtlicher Akkord⸗ und Stundenlöhne, entsprechend der verkürzten Ar⸗ beitszeit; außerdem fordern sie, daß die Tage⸗ löhne in der seitherigen Höhe weiter bezahlt werden. Ueberstunden sollen ferner mit 33 ein Drittel und Sonntagsarbeit mit 50 Prozent Aufschlag bezahlt werden.
* Das Gewerkschaftshaus in Frank⸗ furt, daß von der Gesellschaft Arbeiter-Her⸗ berge verwaltet wird, hat im letzten Jahre recht günstig abgeschlossen. Der Ueberschuß beziffert sich auf 16000 Mk.— Dagegen hat das Berliner Gewerkschaftshaus mit Ver lust gearbeitet, der über 10000 Mk. beträgt. Dabei sind bedeutende Abschreibungen mit in Berech⸗ nung gezogen.
+ Buchdrucker⸗Einigungsversuche. Eine Buchdrucker⸗Versammlung in Hamburg, die von der„Gewerkschaft“ einberufen und von Gewerkschaftsmitgliedern aus Hamburg, Harburg und Bremen besucht war, ersuchte trotz des ab⸗ lehnenden Verhaltens der Gewerkschaftsmehrheit die Generalkommission der Gewerkschaften, eine Einigung zwischen Verband und Gewerkschaft herbeizuführen.
T Mehr als 1000 Kruppsche Ar⸗ beiter haben am 26. Februar gegen die„viel⸗ erühmten“ Wohlfahrtseinrichtungen auf dem 0 Protest erhoben. Nach dem Vor⸗ trag des Redakteurs Düwell wurde beschlossen, an Krupp folgendes Telegramm zu schicken:
Exzellenz Krupp, Capri.
Die heute, 26. Februar er., im Saale der Borussia von mehr als 1000 Arbeitern Ihrer Fabrik besuchte Versammlung wendet sich an Sie mit dem Ersuchen, Anordnung zu geben, damit die neue Arbeitsordnung in der Schmiede S. S., nach welcher die Mittags⸗ pause nicht mehr wie eine Stunde betragen soll, aufgehoben wird.“ 5 a
Ferner wurde das Bureau beauftragt, in einer Eingabe an Krupp die Mißstände genauer zu schildern und die Arbeitszeit wieder wie früher festzusetzen. Die Aufforderung des Re⸗ ferenten an die Versammelten, endlich nun die Konsequenzen zu ziehen, sich der Organisation anzuschließen, wurde mit brausendem Beifall aufgenommen, und mit einem begeistert aufge⸗ nommenen Hoch auf die Organisatlon schloß die Versammlung.
Partei-Nachrichten.
Oster⸗Zeitung. Unter diesem Titel wird die Buchhandlung„Vorwärts“ die diesjährige März⸗ Zeitung herausgeben. Die Zeitung soll als reich illustrierte Festnummer erscheinen und soll neben dem Gedanken der Auferstehung der Menschheit der Propa⸗ ganda gegen den Militarismus für den Völker⸗ frieden dienen. Die Vertrauensleute ꝛc. werden ersucht, die Bestellungen sofort zu machen.
Die Landesversammlung der badischen Sozialdemokraten
fand am Sonntag in Offenburg statt. Drees⸗ bach gab den Bericht der Landtagsfraktion, wobei er auf den Beschluß des Lübecker Parteitages betreffend die Ablehnung des Budgets zu sprechen kam und erklärte, daß die Landtagsfraktion diesen Beschuß beachten werde sich aber niemals vorher festlegen könne. Bebel, der erschtenen war, sprach in ausführlicher Rede gegen die Stellungnahme der Gen ossen im badischen Landtage aus. Wie die Gesamtpartei darüber denke, stehe fest. Die Budgetbewilligung bedeute ein Vertrauensvotum für die Regierung, die badische Regierung sei aber durch und durch antidemokratisch. Von diesem Standpunkte aus erwarte er, daß die sozialdemokratische Fraktion gegen das Budget stimme.— Es sprachen noch Fendrich, Kolb und Katzenstein; ein Beschluß wurde in der Frage nicht gefaßt.
Für die Landtags⸗Ersatzwahl in Nürn⸗ berg, die durch den Rücktritt des Abg. Scherm not⸗ wendig geworden ist, haben die Vertrauensleute in einer am Sonntag stattgefundenen Versammlung den Privatier Flurer in Nürnberg als Kandidaten in Vorschlag ge⸗ bracht. Endgültig entscheidet darüber eine für den 12. März einberufene Wählerversammlung.
Versammlungskalender.
Samstag, den 8. März.
Alsfeld. Soz.⸗Wahlverein. Abends ¼9 Uhr Mitglieder⸗Versammlung bei Cloos,. Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Heuchelheim. Arbeiterbildungsverein. Abends 8 Uhr bei Hch. Volkmann Familienabend Gesangs⸗ und humoristische Vorträge. f Steinberg. Fabrik⸗ und Hilfsarbeiter. Ver⸗ sammlung abends /9 Uhr im„Grünen Baum“. Vortrag. Sonntag, den 9. März. Gießen. Gesang⸗Verein„Eintracht“. Abends ½9 Uhr Generalversammlung bei Orbig. Montag, den 10. März.
Gießen. Schneiderver band. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
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nunserer heutigen Auflage liegt eln Prospekt des bekannten Kur⸗Instituts Spiro⸗Spero(Paul Weidhaas) bei, worauf wir aufmerksam machen!


