Versammlung am Donnerstag.
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eee Sonntags-Fenung.
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Die Buren beschlossen, sich zu ergeben. Es wurden 6—700 Mann gefangen genommen. Die Verluste der Buren während des Gefechtes sind nicht bekannt, aber man hält dieselben für sehr beträchtlich. Unter den Gefangenen, welche nach Harrysmith gebracht wurden, befindet sich John Wessels.
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Pon Nah und Fern. Hessisches.
Der hessische Landtag
beschäftigte sich in der letzten Woche mit der Einzelberatung des Budgets, die sich ohne größere Debatten abwickelt.
Bei dem Etat des Innern bringt Abg. Freuay(Ztr.) eine Reihe sozialpolitischer Wüusche vor, die von uns nur unterstützt werden können. Er tritt für Schutz der schulentlassenen gewerblichen Jugend ein, er wünscht weiteren Ausbau der Koalitionsfreiheit und wendet sich gegen das Mißtrauen gegen Arbeiter⸗ organisationen. Er bedauert, daß die Pro⸗ portionalwahl beim Gewerbegericht nicht eingeführt wurde.— Genosse Ur ich kritisiert die sehr oft bei den Gemeindewahlen auf dem Lande vorkommenden Ungesetzlich— keiten, die gerade auf der Seite begangen würden, die zur Hüterin des Gesetzes berufene ist. Er bittet die Regierung, der Angelegenheit die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden; denn eventuell sei hier eine Disziplinaruntersuchung am Platze, was der Redner erläutert durch die letzte Wahl von Bürgel. Redner freut sich, daß die Gewerbeinspektoren in Hessen immer mehr Fühlung mit den Arbeitern nehmen, und was die Koalitionsfreiheit angehe, so sei nicht allzuviel Wert auf die juristische Seite der Frage zu legen. Bewegungsfreiheit sei hier das Wichtigste.
In seiner ausführlichen Antwort bemerkt Ministerialrat Braun, daß das frühere Er⸗ scheinen des Berichtes der Gewerbeinspektoren nicht möglich sei. Die hessischen Berichte er⸗ schienen immer zuerst. Was die Koalitions- freiheit angehe, so unterliegen diese Sachen ja der Kompetenz des Reiches. Der Redner wünscht, daß die Thätigkeit der orga⸗ nisierten Arbeiterschaft nur gefördert werde. Das sei durchaus im Interesse einer ruhigen sozialen Entwickelung. In Hessen herrsche übrigens ein solches Maß von Versammlungsfreiheit, daß von irgend einer Beschränkung kaum noch die Rede sein könne.
Die sozialdemokratischen Abge⸗
ordneten des hessischen Landtags haben
an die Regierung das Ersuchen gerichtet,„der Kammer Auskunft zu erteilen über die Arbeits⸗ verhält nisse(Zahl der wöchentlichen Arbeits⸗ stunden, Ruhepausen, Sonntagsruhe, freie Tage ꝛc.) der im preußisch-hessischen Eisenbahn⸗ dienst beschästigten Beamten und Arbeiter, find. sie auf hessischem Gebiete stationiert ind.
Gießener Angelegenheiten.
— Märzfeier. Sonntag, den 16. März abends veranstaltet die Gießener soz.⸗dem. Partei im Lokale Orbig eine Feier zur Erinnerung an die Freiheitskämpfe von 1848 und 1871. Ge⸗ nosse Krumm wird dabei über jene Ereignisse einen Vortrag halten.
— Etwas dramatisch bewegt verlief die Sitzung der Gießener Stadtverordneten⸗ a Gegen den Stadtverordneten Löber war in der letzten Sitzung der Vorwurf erhoben worden, daß er Grundstücksspekulationen in seinem persönlichen Interesse betrieben habe und zwar, indem er die als Stadtverordneter erlangten Kenntnisse der Bebauungspläne benutzte, wodurch die Stadt benachteiligt wurde. Gegen diese Vorwürfe verteidigte sich Löber in großen Inseraten in allen Gießener Zeitungen. In der Sitzung er⸗ brachte zunächst Herr Huhn den Beweis, daß er nichts Unrechtes gethan habe, was ihm vom Bürgermeister bestätigt wurde. Dann kam Herr Löber an die Reihe. In einer spaltenlangen
Zuschrift an den Bürgermeister bestätigt er heute selbst(was er erst bestritten hatte), daß er auf Gelände, welches vor 2 Monaten 35 Pfg. per U Meter kostete, 1 Mk. geboten hitte und daß er dieses Gebot für seinen Schwiegersohn Möser eingelegt hatte. Aus dem ganzen Schrift⸗ stück ist ersichtlich, daß einige andere Vorwürfe Herr Löber seiner Geschwätzigkeit zu verdanken hatte. In sachlicher Weise entrollte der Bürger⸗ meister den Fall, dem Sammelsurium der Löber⸗ schen Entschuldigungen das aktenmäßige Material entgegensetzend. Nun eilte zur allgemeinen Ver⸗ wunderung Herr Schmall seinem Freunde zur Hülfe. Er ist höchlich erzürnt, daß der Bürgermeister solche Sachen an die Oeffentlich⸗ keit bringt, Löber habe nichts schlimmes gethan. Dann polemisiert Schmall gegen unseren Genossen Krumm, dem er Doppelzuͤngigkeit und alles mögliche andere vorwarf. Auch unsere Zeitung bekam ihr Teil ab. Der Bürgermeister stellte Löbers Ausführungen richtig, worauf Löber der für ihn ungemütlichen Situation ein Ende machte, indem er erregt seinen Stuhl umwarf, den Saal verließ, eine grobe Be⸗ schimpfung gegen den Bürgermeister ausstoßend. Krumm erklärte, ihm sei der Theaterkoup Löbers sehr gleichgiltig. Herr Schmall suche mit seinen deplazierten Angriffen auf ihn(K.) die Auf⸗ merksamkeit von Löber abzulenken. Letzterer sei der Hans Dampf in allen Gassen der Spe⸗ kulation, das habe er gerade durch sein Ableug⸗ nen gezeigt. Der Bürgermeister habe seine Pflicht gethan.
Auf Antrag Schäfers spricht die Ver⸗ sammlung dem Bürgermeister Mecum einstimmig Dank und Anerkennung für sein pflicht⸗ treues Wirken in dieser Sache aus. Auch der grimme Herr Schmall dankt mit und zeigt dadurch, daß sein Angriff gegen Herrn Mecum hocus-pocus war.— Was wird Herr Löber nun thun?
— Ortskrankenkasse. Mittwoch Abend fand auf Lonys Bierkeller eine Generalver⸗ sammlung der Ortskrankenkasse statt, die aller⸗ dings nur schwach besucht war. Es handelte sich um Statutenänderung.§1 und 11 müssen im Hinblick auf die Versicherung der Kaufleute und Hausgewerbetreibenden eine redaktionelle Aenderung erfahren. Ferner wird eine neue Lohnklasse errichtet, welcher ein durchschnittlicher Tagesverdienst von Mk. 4 zu Grunde liegt. Zu§ 21 wird die Erhöhung des Sterbe⸗ geldes vom 20⸗ auf den 255fachen Betrag des durchschnittlichen Tagelohnes beschlossen. Gegen die von dem Stadtverordneten Petri in der Stadtverordnetensitzung erhobene Beschuldigung, die Kasse treibe Parteipolitik, wird der Vorstand beauftragt, in einem Schreiben an die Stadt⸗ vertretung energisch Verwahrung einzulegen. Die Petri'sche Behauptung wird als eine halt⸗ lose Verdächtigung bezeichnet. Schließlich wird noch beschlossen, bei dem Volksbad wegen der Rabattentziehung bei Bädern für die Mitglieder der Kasse vorstellig zu werden. a
— Die Sitzungen des Schwurge⸗ richts der Provinz Oberhessen haben am Mon⸗ tag begonnen. Der 49 Jahre alte Mühlenbauer Geyer von Merkenfritz wird zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Geyer, ein arbeits⸗ scheuer Trunkenbold hat seine Frau, mit der er über 20 Jahre verheiratet ist, im Streite erstochen.
Dienstag wurde die Sache Lindenstruth aus Gießen, der des Meineids angeklagt ist, ver⸗ handelt. Ihm wird zur Last gelegt, in einer Privatstreitsache mit dem Fuhrmann Stühler, der ihm eine Zahlung von 10 Mk. geleistet haben wollte, wissentlich falsch geschworen zu haben. Die Beweisaufnahme ergiebt die Schuld⸗ losigkeit des Angeklagten, dessen vom Staats⸗ anwalt selbst beantragte Freisprechung erfolgt.
Aus dem Rreise gießen.
n. Arbeiter⸗Bildungs⸗Verein Heuchelheim. Auf den am A den 8. März im Lokale von Heinrich Volkmann stattfindenden Familienabend machen wir unsere Freunde hiermit nochmals aufmerksam. Durch Gesangs⸗ und humoristiche Vorträge wird den Besuchern und ihren Angehörigen ein
genußreicher Abend geboten. Es sst zu erw daß sich nicht nur die Mitglieder selbst re
und Verwandten mitbringen.
Aus dem Rreise Wetzlar. h. Kapitalistengewinn und Arbeits⸗
gewinn von 752 865 Mark.
Mark. Dividende von 7 Prozent vorgeschlagen werden.
Lohnabzüge unter Hinweis auf den schlechten
Löhne herunterdrückt, wenn sich ein auch nur
merkbar macht. sämtlich der Organisation anschließen, so könn⸗
ein, was den Arbeitern abgezwackt wurde.
Stöckerlaner auf Agitation.
Vergangenen Samstag fand in Löhnberg eine von den Christlich⸗Sozialen einberufene, zahlreich besuchte Versammlung statt, in der
hardt aus Godesberg sprachen.„Die Sozial⸗ demokratie und die Bestrebungen der christlich⸗
Tagesordnung. Die„Arbeiterfreunde“ Stöcker⸗ scher Kouleur, die für Lebensmittelverteuerung und unter Umständen für Knebelgesetze gegen die Arbeiter eintreten, haben sich besonders den Lahnbezirk zum Agitationsfelde auserkoren und der in Godesberg stationierte Parteisekretär Apotheker Burckhardt giebt sich redliche Mühe, rückständige Arbeiter für seine Partei anzuwerben. Die Bekanntmachung zu der Versammlung war ungenügend; es hatte den Anschein, als sollten etwaige gegnerische Elemente fern gehalten werden. Das gelang aber nicht. Zuerst sprach der Pfarrer Lehr. Was der Mann zu Tage förderte, war ähnlichen Kalibers, wie die Ver⸗ dächtigungen der Arbeiterbewegung und unserer Partei, die Viktor Schweinburg in Berlin seit Jahr und Tag gegen uns losläßt und dafür von der Großkapitalisten⸗ Vereinigung 15 000 Mark pro Jahr erhält. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen warf er die Gewerkschaften in einen Topf mit der Sozialdemokratie und be⸗ hauptete, die Ausgaben ersterer für Reiseunter⸗ stützung kämen den„sozialdemokratischen Red⸗ nern“ zugut. Das beweist schon des Pastors totale Unkenntnis von der Arbeiterbewegung. Auf gleicher Höhe— richtiger Tiefe— bewegte sich der weitere Teil seiner Sozialisten⸗Ver⸗ nichtungsrede; alles was er vorbrachte, war das alte, abgedroschene, hundertmal widerlegte Zeug, was schon die Sozialistenbekämpfer und Arbeiterfeinde aller Schattierungen anno dazu⸗ mal ins Treffen geführt haben und was seitdem die„geistigen Waffen“ unserer Herren Gegner darstellt.„Die Sozialdemokraten sind Feinde der Religion, der Ehe, des Eigentums, des Vaterlandes“— das war der Inhalt der Rede des christlichen Predigers. Wir achten jeden ehrlichen Gegner. Wird aber mit solchen Mitteln gekämpft, wie sie der Herr Pastor be⸗
empfinden. Bezeichnend war auch für Herrn Burckhardt, der dann den Anschluß an die Christlich⸗-Sozialen empfahl, daß er die offen⸗ baren Unwahrheiten des Pastors über die Ge⸗ werkschaften nicht richtig stellte. Er mußte es wissen; von dem Pastor kann man es schließlich nicht verlangen. Wie gewöhnlich, wies Herr Burckhardt auf die„reichen Leute“ in der sozial⸗ dem. Pan hu, in der neuesten Zeit werden Singer, Bebel, Vollmar und noch einige andere als Millionäre vorgeführt! Wäre es an dem, hätten wir nichts dagegen, denn diese Mäuner
zahlreich einfinden, sondern auch ihre Freunde
löhne. Die Buderus schen Eisenwerke verzeichnen, wie der„W. Anz.“ aus der Sitzung des Aufsichtsrats mitteilt, für 1901 einen Rein⸗ 10 Dabei betragen die Abschreibungen und Zurückstellungen 1204822. Der Generalversammlung soll eine
Es ergiebt sich daraus, daß die Werke bedeutend 2 besser als im Vorjahre abschließen und von der 1 schlechten Konjunktur nicht viel merkten.— Trotzdem mußten wir im verflossenen Jahre wiederholt berichten, daß den Arbeitern
Geschäftsgang gemacht wurden. Das beweist wieder, daß das Unternehmertum sofort die
geringes Ueberangebot von Arbeitskräften be⸗ Würden sich die Arbeiter
ten sie solche Lohndrückereien verhüten. Jetzt 0 heimsen die Aktionäre als mühelosen Gewinn
Herr Pfarrer Lehr von dort und Dr. Burck⸗
sozialen Partei“ oder so ähnlich lautete die
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