Ausgabe 
6.7.1902
 
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Nr. 27.

Mitteldentsche Sonutags⸗Zeitung.

Seite 5.

Kunst im Karikaturen⸗Zeichnen bethätigte ein kürzlich als Reservist beim 168. Infanterie-Regiment in Butzbach eingezogener Ingenieur, namens Wüst, zu seinem Unglück. Wie aus einer Verhandlung des Frankfurter Kriegsgerichts vom vorigen Freitag hervorging, fand man in einem Abort, der von den Soldaten des Truppenteils, zu dem Angeklagter Wüst gehörte, benutzt wurde, allerlei schöne und un⸗ schöne Gestalten nebst Verschen an die Wand gemalt, die größtenteils die Offiziere des Re⸗ giments darstellen sollten. Auch ein Reservist war trefflich karikiert worden. Diese Produkte eines höchst künstlerisch veranlagten Zeichners gelangten zur Kenntnis der Vorgesetzten und nun wurde nach dem Urheber der Karikaturen geforscht, was anfänglich ergebnislos ausfiel. Jetzt hieß es, wenn sich der Maler nicht melden würde, dann bekomme die ganze Kompagnie im Sommer keinen Urlaub. Jener abkonterfeite Reservist machte nun eines Tages die Meldung, daß der obenerwähnte Ingenieur so schön zu zeichnen verstehe. Eine Haussuchung bei Wüst ergab denn auch die Richtigkeit dieser Aussage. Ja, man fand in einem Notizbuch fast genau dieselben Figuren, wie sie an der Abortwand standen. Der Ingenieur hatte sich daher wegen Achtungs verletzung und Beleidigung vor dem Kriegsgericht der 21. Division zu verant⸗ worten. Die Verhandlung wurde hinter ver schlossenen Thüren geführt, wahrscheinlich um die abgezeichneten Offiziere nicht zu kompro⸗ mittieren, die als Zeugen geladen waren. Das Urteil lautete auf 6 Monate Gefängnis. Wüst stammt aus einer sehr angesehenen Familie.

Unerhörter Polizei⸗Mißgriff.

In Hannover wurde vorige Woche ein Dienstmädchen ohne jeden begründeten Verdacht als Prostituierte festgenommen und erst Tags darauf wieder entlassen, trotzdem es gleich angab, wo es in Stellung sei. Der Kriminalbeamte hatte das Mädchen gefragt, ob es unter Kontrolle stehe und da es, neu zugezogen, des Ausdrucks unkundig war, erklärte es, nicht zu wissen, was das sei. Wenn darunter die Anmeldung verstanden werde, so könne es sagen,

daß es gemeldet sei. So schlimm nun dieser Mißgriff auch ist, so ist doch Aehnliches schon oft genug vorgekommen. Aber nicht alle Tage kommt vor, daß die Polizei den Fehler als solchen anerkennt. Das that aber in diesem Falle der Polizeipräsident. Er richtete ein Schreiben an unser Parteiorgan in Hannover, das den Fall aufgedeckt hatte, in dem er aner⸗ kannte, daß ein Mißgriff vorliegt. Er erktärte, der Beamte habe keinerlei Recht gehabt, die obige Frage zu stellen, unter allen Umständen aber wäre er verpflichtet gewesen, zunächst durch Nachfrage in dem von dem Mädchen angegebenen Hause festzustellen, ob es dort in der That wohne.Der Beamte, der seit dem 1. Oktober 1879 bei der Sittenpolizei beschäftigt ist, ohne bisher zu Klagen Anlaß gegeben zu haben, ist, so schließt das Schreiben, von der Ausübung des Außendienstes abberufen und bestraft worden. So schnell wurde bisher noch selten dem belei digten Rechtsgefühl von Seiten der Polizei Genugthuung geleistet. Erfreulich ist das ge⸗ wiß; dem armen Mädchen nimmt aber niemand mehr den Tag Haft und die ausgestandene Angst und Aufregung ab.

Der Blitz schlug am Montag Nacht in Krof⸗ dorf in ein neuerbautes Haus, richtete indessen keinen großen Schaden an.

i Als weiteres Opfer des Grubenbrandes bei Hungen ist der Arbeiter Streb, Familienvater mit Frau und 2 Kindern, seinen Wunden erlegen. Kc ̃ͤ

Letzte Nachrichten. Reichstagswahl in Bayreuth.

Für den bei einem Eisenbahunglück um's Leben gekommenen Abg. Friedel(natl.) fand am Donnerstag den 3. Juli im Wahlkreise Bayreuth eine Nachwahl statt. Nach dem Frei⸗ tag früh vorlie genden Resultat erhielten: Hugel (Soz.) 4802, Hagen(natl.) 3420, Feustel (Bauerubd.) 1663, Günther(freis.) 1166 Stimmen. Stichwahl zwischen Hugel und Hagen sicher. Bei der Wahl von 1898 wurden nur 4211 sozialdemok atssche Stimmen abgegeben, also ist schon nach dem unvollstän⸗ digen Resultat eine erfreuliche Zunahme unserer Stimmen zu verzeichnen.

Par tei-Nachrichten.

Kreiskonferenz. Die zweite diesjährige Kon ferenz für den Wahlkreis Gießen findet Sonntag, den 10. Au gust in Gießen statt. Tagesordnung und sonstige Einzelheiten wird der Kreis wahlvereinsvo rstand noch näher bekannt geben.

Von einem tragischen Schicksal wurde unser Genosse Wilh. Swienty, Redakteur desVolks⸗ blatt für Halle ereilt. Seit längerer Zeit bedenklich erkrankt, stürzte er sich am Donnerstag Mittag im Fieberwahn aus dem Fenster auf die Straße und blieb tot liegen. Swienty ist der Schwiegersohn Lieb⸗ knechts.

Ferien des sozial.dem. Redakteurs. Genosse Dr. Qu arck von der FrankfurterVolksstimm e hat am Montag das Gefängnis in Preungesheim auf Monate bezogen. Verurteilt wurde er wegen Notizen, die sich mit Zuständen in einer Kaserne be⸗ schäftigten. Bayrische Zeitung en, welche dieselbe Notiz gebracht hatten, sind d swegen nicht verfolgt worden. Möge unser Genosse diese unfreiwilligen Ferien ohne Schädigung seiner Gesundheit überste hen.

Die Reichstagskand datur in Wies⸗ baden. Dieser Tage meldete die Frankftr. Zeitung, daß unsere Genossen in Wiesbaden die Kandidatur für ihren Kreis, die Genosse Quarck niedergelegt hat, dem freireligiösen Prediger Welcker übertragen hätten. Der Parteivertrauensmann erklärt jedoch, daß von einer Kandidatur Welcker's nichts bekannt sei. Letzterer äußerte wohl bei öftern Gelegenheiten Ansichten, die mit den unsern übereinstimmen, er ist indessen nicht der Partei bei getreten.

Versammlungs kalender.

Samstag, den 5. Juli.

Gießen. Soz.⸗dem. Wahlverein. Abends 9 Uhr: Versammlung bei Orbig. T.⸗O.: Wahlrechts⸗ vorlage. Ref.: E. Krumm.

Wieseck. Soz.⸗dem. Wahlverein. Versammlung bei B. Wacker.

Sonntag, den 6. Juli.

Gießen. Glaserverband. Vormittags 10 Uhr

Versammlung bei Orbig. f Montag, den 7. Juli.

Gießen. Schneiderverband.

Versammlung bei Orbig. Samstag, den 12. Juli.

Friedberg. Nichtgewerbl. Arbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Ihl, Stadt New⸗Yor k. Vortrag des Stadtverordneten Busold über die Gewerbe⸗Orduung. Abrechnung.

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