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Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
vielen hat er durch Abfas⸗ sung von Gesuchen, Reklamationen ꝛc. genützt und nie hat er von jemanden, der in dieser Beziehung seine Dienste in Anspruch nahm, elwas bezahlt genommen, oft ließ er sich noch nicht die Auslagen erstatten. Seinen Bemüh⸗ ungen war es auch zu danken, daß die Abgangs⸗ zeiten der Arbeiterzüge in die für die Arbeiter günstige Zeit gelegt wurden, wodurch diese abends fruher zu den ihrigen heimkehren konn⸗ ten. Möchten doch alle, denen der Verstorbene gefällig und behilflich war, jetzt seiner Familie gedenken. Unser Vertrauensmann Fauth, So⸗ phienstraße 26, ist gerne bereit, Beiträge ent⸗ gegenzunehmen und weiter zu befördern.
h. Bürgerliche Stadtverordnete. Der Stadtverordnete Kraft hat sein Mandat niedergelegt. Die Veranlassung dazu liegt in einem Prozesse wegen Grundstücksenteignung, den er mit der Stadt führt. Bei dem Neubau eines Hauses, das er für 9000 Mk. gekauft hatte, mußte er der Straßenregulirung wegen 1% des Baugrundstückes an die Stadt abtreten. Dafür verlangte er 15 700 Mk., noch 6000 Mk. mehr, als ihn das ganze Grundstück gekostet hatte! Ein treuer Stadtvater, der die Interessen des Gemeinwesens wahrniumt!
n. Nationalliberale Versammlung. Sonntag, den 5. Jan. findet im„Römischen Kaiser“ eine öffentliche Versammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete für Wetzlar⸗ Altenkirchen, Krämer, Bericht erstatten und 8 0 der Sekretär Patzig ⸗Berlin sprechen wird.
Aus dem Nreise Marburg-Rirchhain.
St. Gewerkschaftsfest. Am Sonntag, den 19. ds. Mts. findet hier im Café Quentin (Höck) das Winterfest der hiesigen Gewerkschaften statt, bei dem auch der Gesangverein„Eintracht“ seine Mitwirkung freundlichst zugesagt hat. Das Programm ist sehr reichhaltig; außer einem Theaterstück, betitelt:„Gendarm Schlunk in der Klemme“ und Konzert der Kapelle Pauli gelangen u. a. mehrere prächtige Chorlieder seitens des Gesangvereins„Eintracht“ unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Pauli jun., zum Vortrag. Den Schluß wird ein Tänzchen bilden. Der Eintrittspreis beträgt für eine Vollkarte(1 Dame frei) 1 Mk., für eine Karte zum Theater à Person 30 Pfg., Tanzkarten 75 Pfg. Hoffentlich wird das Fest recht zahl⸗ reich besucht werden.
— Unser Stadtverordnetenvorsteher, Rechts⸗ anwalt Dörffler, hat sich nunmehr bewegen lassen, sein Amt weiterzuführen. Der Streik ist also beendet. Marburg wäre sicher nicht zusammengefallen, wenn der Herr endgiltig verzichtet hätte. Die Wahl Engels als Stadtverordneter ist bestätigt worden. N
— Ein hiesiger Lehrling spielte am zweiten Weihnachtsfeiertage mit einem Revolver, wobei sich derselbe plötzlich entlud und die Kugel dem Jungen in die linke Hand eindrang. Er wurde nach der chirurgischen Klinik verbracht, wo ihm die Kugel herausgeschnitten werden mußte.
— Die hiesige Trauben⸗Apotheke ging durch Kauf von dem seitherigen Inhaber Otto Heß in den Besttz des Herrn Apothekers Sa r⸗ torius aus Gießen über.
Der vergessene Gefangene.
Recht böse Weihnachten hat ein Untersuch⸗ ungsgefangener im Frankfurter Untersuch⸗ ungsgefängnis durchgemacht. Dieser, der Sohn eines dortigen Postsekretärs, war am Dienstag vor den Feiertagen in der Wohnung seiner Eltern verhaftet worden. Nach seiner Ver⸗ nehmung durch den Untersuchungsrichter wurde er von dem Gerichtsdtener in eine Zelle des Justizgebäudes eingesperrt, wo er bis zur Rück⸗ kehr des Gefangenenaufsehers bleiben sollte. Der arme Mensch wurde aber total vergessen. Von Dienstag Vormittag bis Freitag Morgen halb 7 Uhr war er ohne jegliche Nahrung eingesperrt. Beinahe 66 Stunden hal er in der kleinen, ungeheizten und fast völlig dunklen Zelle, ohne einen Schluck Wasser, ohne einen Bissen Brot zubringen 1 15 Stunden⸗ lang hat der junge Mensch m Händen und
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Füßen an die Thüre getrommelt, um so die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden zu erregen. Aber niemand hörte ihn oder kümmerte sich darum, obgleich auf dem gleichen Korridor die Abteilungen für Untersuchungsangelegenheiten liegen und während der Feiertage immer ein Beamter am Vormittag anwesend sein soll. Erst am Freitag Morgen wurde er bemerkt und aus seiner qualvollen Haft befreit. Dieser kaum glaubliche Vorfall läßt die Gewissenhaftigkeit der zuständigen Beamten in einem recht eigen⸗ tümlichen Lichte erscheinen; es wird sogar be— richtet, daß sowohl am ersten wie am zweiten Feiertage Vernehmungen auf demselben Korridor stattgefunden hätten, die Aufseher ließen aber den Lärm unbeachtet.
Kleine Mitteilungen.
* Gestörte Hochzeitsfeier. Am zwei⸗ ten Feiertage wurde in Fronhausen eine Hochzeit gefeiert. Als man beim Essen war, stand einer der Gäste, ein junger Mann plötz⸗ lich auf, wankte nach der Thür, wo er leblos niedersank. Er hat einen Herzschlag erlitten.
* Zugentgleisung. Am Montag Mit⸗ tag entgleiste der Schnellzug 81 von Gie⸗ ßen nach Köln bei der Station Betzdorf. Der Materialschaden ist bedeutend; glücklicher⸗ weise ist niemand erustlich verletzt.
Tod durch Verbrühung erlitt das dreijährige Kind einer in Mainz wohnenden Familie. Dasselbe fiel in einen Topf mit heißem Wasser, der auf den Zimmerboden gestellt worden war. Obwohl rasche Hülfe zur Hand war, war das arme Kleine bereits so furchtbar verbrüht, daß sich demselben die Haut vom Körper losschälte. Das unglückliche Kind kam ins Hospital, die Verletzungen waren aber derart, daß es noch in der Nacht verstarb.
* Ihren Mann fast totgeschlagen hat eine Frau in Dieburg. Weil der etwa 30 Jahr alte Maurer Dotter im angetrunkenen Zustande nach Hause kam, geriet seine Frau, eine resolute, hitzige Natur, mit ihm in heftigen Streit. Im Verlaufe desselben schlug sie ihrem Manne den Kohlenkasten auf den Kopf, daß der Mann bewußtlos zusammenstürzte. Dotter liegt an der schweren Verletzung auf den Tod krank darnieder. Wie man hört, sollte die Frau verhaftet werden, doch sah man davon in letzter Stunde ab,— da ste zur Pflege des Schwerverletzten, sowie der Kinder nötig sei.
n Durch gebrannter Bürgermeister. Gemeindevorstand Ehrler von Eckersbach bei Zwickau in Sachsen ist seit 15. Dezember nach Unterschlagung von 30 bis 40,000 Mk. Kassengeldern flüchtig. Er ist vermutlich übers Meer entkommen. Der Biedere war eine „Ordnungsstütze“ ersten Ranges. Außer den Gemeindegeldern stahl er die Baarbestände mehrerer von ihm verwalteten Kassen. Als Hurrapatriot und Kämpfer für Ordnung und Sitte hat der Herr sich stets hervorgethan. Seine Flucht wird seinen Gesinnungsgenossen wohl einige Kopfschmerzen bereiten.
* Ein sensationeller Mordprozeß ging am 23. Dez. in Chartres(Frankreich) zu Ende. Der Bauer Bierre, welcher der Er⸗ mordung seiner Kinder beschuldigt ist, wurde zum Tode verurteilt. Als ihm der Spruch verkündet wurde sagte er zu den Geschworenen: „Wohlan, meine Herren, Sie haben einen Un⸗ schuldigen verurteilt!“
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Arbeiterbewegung.
A Schuhmacherstreik in Hanau. Die Arbeiter der Firma Seckbach und Co. da⸗ selbst haben die Arbeit niedergelegt, weil ihnen 25—30 Prozent Lohnabzug angekündigt wurde. Dabei verdienen flotte Arbeiter durchschnittlich ganze 14 Mk. wöchentlich!
Die Gewerbegerichtswahlen auf grund des Proportionalwahlsystems vor⸗ zunehmen hat der Bürgerausschuß zu Karls⸗ ruhe beschlossen. In einer demnächstigen Sitz⸗ ung soll das Regulativ dazu festgestellt werden. Für diesen Beschluß traten die Vertreter aller
Parteien ein.
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Partei-Nachrichten.
Totenliste der Partei. Der frühere Redakteur des Fachorgans der Steinarbeiter, Genosse Oth⸗ mar Schmidt starb kürzlich in Dresden an der Berufskrankheit, der Lungentuberkulose. Er hat sich als Parteigenosse und als Gewerkschaftler während des Sozialistengesetzes als ein mutiger und unerschrockener Kämpfer für die Arbeitersache bewiesen. Gen. Schmidt ist 42 Jahre alt geworden und hinterläßt eine Frau und 5 unmündige Kinder.
Wahlkreis Gießen⸗Grünberg⸗Nidda.
Kreiskonferenz
in Gießen.
Sonntag, den 2. Februar 1902, Vormittags 10 Uhr im Lokale Orbig, Rittergasse. Tagesordnung: 5 1. Kassenbericht vom zweiten Halbjahr 1901 und Neu⸗ wahl des Vertrauensmannes. 2. Organisation und Agitation im Kreise. 3. Allgemeine Anträge.
Nach den Organisationsbestimmungen kann jeder Ort bis zu drei Delegierten entsenden. Auch in solchen Orten, in denen ein Verein nicht besteht, können Delegierte ge⸗ wählt werden. Zu diesem Zwecke sollen die Vertrauens⸗ leute am Orte die Genossen zusammenberufen und die Wahl vornehmen lassen. Mehrere Orte können sich auf
einen Delegierten einigen.— Mandats formulare sind bei dem Vorstandsmitgliede Orbig in Gießen erhältlich.
Der Vorstand des Kreiswahlvereins.
Versammlungskalender.
Samstag, den 4. Januar. Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Mitgliedersammlung im Lokale Orbig. Sonntag, den 5. Januar. Steinberg. Arbeiter⸗Bildungs⸗Verekn. Nach⸗ mittags 3½ Uhr Versammlung im Lokale„ Zum grünen Baum“. Wichtiger Besprechungen halber ist das Erscheinen aller Mitglieder notwendig, Montag, den 6. Januar. Gießen. Schneiderverband. Abends ¼9 U, Versammlung bei Orbig. EEE TTT.
Letzte Nachrichten. Der Ratssekretär Golla in Leipzig, der an Bebel Schmähkarten geschrieben hat(s. Pol. Rundschau) wurd e vom Amte suspendiert.
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Montag, den 6. Januar, porm. 9 Uhr im Gießener Stadtwald, Distrikt Ober⸗ und Unterhag, Zusammenkunft auf der Kreis⸗ straße nach dem Schiffenberg, erste Schneise. Zur Versteigerung kommt Eichen; Buchen⸗ und Nadelscheitholz, Knüppelholz und vieles Reisig.
Freitag, den 10. Jan. vorm. 10 Uhr kommt in der Freund'schen Wirtschaft in Krofdorf Eichen⸗ und Buchenscheitholz, Knüppel⸗ und Stockholz zum Verkauf.
CC. TT 1 Gießener Stadttheater.
Sonntag, den 5. Januar 1902:
Ein gemachter Mann. Posse mit Gesang in 5 Akten von Ed. Jacobson.
Montag, den 6. Januar 1902: II. volkstümliche Vorstellung,
Ueber unsere Kre
Schauspiel in 2 Akten von 2 Dienstag, den 7. Janu Theatervereinsvorstellung,
Die rote Robe. Schauspiel in 4 Akten von Brieux. Freitag, den 10. Januar 1901: Beueßz für Haus Ramsever: ö Der Pfarrer von Kirchfeld.
Volksstück in 4 Akten von Anzengruber.
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