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1 Nr. 5.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Staatserhaltenden! Hurrarufen, Festessen
Bücklinge machen, aber dabei den Staat
betrügen wie die geriebensten Roßtäuscher, das sind die Gepflogenheiten Vieler, die sich mit ihrer bei jeder Gelegenheit betonten Königstreue,
baterländischen Gesinnung ꝛc. in aufdringlicher Weise breit machen.“ g Vollkommen zutreffend! Ordnungsstützen dieser Art giebt's auch in Wetzlar, wie ich auf Grund meiner Kenntnis der Verhältnisse kon⸗ statieren kann. Dann ist noch eine Aeußerung des Herrn Patzig bemerkenswert. Der Herr sagte bei Besprechung des Zolltarifs:„Mir kommt es * auf 10 Mk. Zollschutz mehr oder weniger nicht
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an, als vielmehr auf die Verhütung schroffer Gegensätze zwischen Stadt und Land.“ So? Den Konsumenten kommt es aber sehr wohl darauf an, ob ein gewisses Quantum Lebens⸗ mittel um 10 Mk. verteuert wird oder nicht. „Gegensätze“ zwischen Stadt und Land bestehen
blos in der Einbildung gewisser Leute. Aus dem Nreise Marburg-Rirchhain.
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St. Volksküche. Einem schon seit langem bestehenden, dringenden Bedürfnis, nämlich dem Fehlen einer sog. Volksküche in hiesiger Stadt, oll demnächst abgeholfen werden. Es hat sich bereits ein Komitee gebildet, welches die Sache in die Hand genommen und soweit gefördert hat, daß die Eröffnung der Anstalt in kurzer Zeit erfolgen kann. Als Lokal hat man die unteren Räume des hinteren Saalbau⸗Gebäudes in Aussicht genommen. Die Portion Mittag⸗ essen wird 20— 25 Pfg. kosten und sollen nur gute und kräftige Speisen zur Verabreichung 1 gelangen. Für die vielen, von den umliegenden Ortschaften hier zur Arbeit gehenden oder auf Schlafstelle wohnenden Arbeiter ist dies eine freudig zu begrüßende Einrichtung, nur ist die abgelegene, von dem Hauptindustrieviertel Norden) der Stadt, etwas weit entfernte Lage des Lokals zu bedauern, da es hierdurch den meisten Arbeitern bei einer Stunde Mittags⸗ pause, sehr schwer möglich sein wird, in dieser
machen zu können. — Ein Wanderredner der„bunten Landwirte“, Namens Thost, ist seit einigen Tagen in verschiedenen Ortschaften unseres Krreises eifrig thätig, um neue Mitglieder für den Bund zu fangen und die Landleute für den neuen Zolltarif scharf zu wachen. Seine Agi⸗ tation ist ihm aber bisher gründlich versalzen worden, denn fast überall, wo er auftritt, finden sich in seinen Versammlungen auch Gegner des Zolltarifs ein, die ihm bereits dermaßen zuge⸗ setzt haben, daß der Mann froh sein wird, wenn er aus unserem Kreise glücklich wieder hinaus ist. Mit dem Mitgliederfang ist es infolge⸗ dessen auch recht windig bestellt. 1 Ueberfahren. Am Mittwoch früh pwurde auf der Bahnstrecke oberhalb des Süd⸗ bahnhofes die Leiche eines Jägers der 2. Kompagnie des hessischen Jägerbataillons auf⸗ gefunden. Der Kopf war fast ganz vom Rumpfe hetrennt und die rechte Schulter und Arm zerquetscht. Eine Untersuchungskommission begab
kurzen Zeit von der Einrichtung Gebrauch 1
sich sofort an die Unfallstelle. Ob hier ein Selbstmord oder ein Unglücksfall vorliegt, konnte vorläufig noch nicht festgestellt werden.
— Ein Handwerksbursche, welcher am vergangenen Samstag hier Umschau hielt und in einem Hause Mittagessen, Erbsen mit Speck, erhielt, steckte letzteren in die Tasche und schüttete die Erbsensuppe in einen da⸗ stehenden Regenschirm, worauf er sich eiligst aus dem Staube machte. Wir können eine solche Handlungsweise nur auf das schärfste verurteilen; dann ist es schon an und für sich traurig genug, daß viele unserer Mitmenschen auf der Wanderschaft zum Betteln genötigt sind, um nicht zu verhungern, so wird doch durch so etwas das Mitleid mit den armen Reisenden erstickt und andere Hilfsbedürftige erhalten in Zukunft gar nichts mehr.
Von einem Duell, daß in Marburg zwischen einem ehemaligen Kürassier⸗Offizier und einem Studirenden am Freitag aus⸗
heblich. Es war ein Duell auf krumme Säbel. Recht so! Mögen sich nur die Duellfexen ihre hohlen Schädel ordentlich vermöbeln!
Kleine Mitteilungen.
* Eine gewaltige Explosion erfolgte am Sonntag in Newyork im Eilverkehrs⸗ Tunnel gerade vor dem Zentralbahnhof, wo Arbeiter einen großen Dynamitvorrat aufge⸗ speichert hatten. Die Vorderseite des Bahnhofs wurde fast ganz eingerissen; mehrere Hotels wurden stark beschädigt. Etwa 10 Menschen sind getötet, ca. 100 verletzt.
d e (England) stürzte am Montag plötzlich eine Seitenmauer der Smithfield'schen Spinnerei ein; die Fußböden in zwei Stockwerken wurden mit in die Tiefe gerissen. Zahlreiche Arbeiter und Arbeiterinnen der Haspelräume wurden unter den Trümmern begraben. Etwa 20 Personen wurden getödtet.
Pech der Brotwucher⸗ Agitation.
Erst neulich berichteten wir über eine Ver⸗ sammlung in Lollar, wo ein Agttator des Bundes der Landwirte von der bekannten Sorte glänzend abblitzte. Der gute Mann stimmte schließlich sogar für die sozialdemokratische Resolution— nicht etwa aus Versehen, wie ein Leser annimmt, der uns deswegen anfragte— sondern jener Agitator erklärte ausdrücklich, damit einverstanden zu sein. Und die zweimal
verlesene Resolution verurteilte entschieden die
Zollerhöhung auf Lebensmittel!—— Nahm schon diese Versammlung einen heiteren Ver⸗ lauf, so noch mehr eine solche, die am Montag Abend in Niedershausen bei Weilburg stattfand und ebenfalls vom Bund der Land- wirte einberufen war. Was dort der Referent für Zeug vorbrachte, glaubt niemand, der nicht dabei war.— Nur einiges sei angeführt! Er sagte u. a.: 5
Sacharin werde aus einer Giftwurzel hergestellt.(1)
Argentinisches Getreide zahle kei nen Zoll! Der Kaiser sei für höhere Zölle. Seit 1889 sei die Sozialdemokratie zurück ge⸗ drängt worden!!—
Derartigen Blödsinn hatte die Versammlun g über eine halbe Stunde angehört. Als der Bundesredner geendet, wollte er flugs die Ver⸗ sammlung schließen,„weil Kaisers Geburtstag sei“. Dagegen protestierte aber die Versamm⸗ lung entschieden und der Vorsitzende mußte dem zufällig anwesenden Genossen Vetters das Wort erteilen. Dieser fertigte den Zoll wucher⸗ Agitator auf das gründlichste ab. Er übte eine vernichtende Kritik an der heutigen Steuer ⸗
gesetzgebung und den ganzen wirtschaftlichen
Verhältnissen. Mit der Aufforderung an die
Arbeiter, sich gegen die unerhörte Ausbeutung
und politische Unterdrückung zu wehren, schloß
5 er unter stürmischem Beifall der ganzen Ver⸗ gefochten worden sei, berichten die Blätter: Beide wurden verletzt, der Offizier ziemlich er⸗
sammlung. Der„Referent“ stammelte nur noch verschiedene Ungereimtheiten, die unser Genosse schlagfertig widerlegte.
Antisemitische Hetzerei.
Ueber einen vor der Strafkammer in Schweinfurt verhandelten Prozeß berichtet die„Frankf. Ztg.“: Bäckermeister Johann Schmidt in Nordheim a. Rh. verbreitete im August 1901 das Gerede, er habe vor 5—6 Jahren gesehen, wie der israelitische Metzger Baum in seinem Schlachthaus ein frischgeschlach⸗ tetes Stück Fleisch durch Uriniren verunreinigt habe. Zu jener Zeit waren die bekannten Fleischbesudelungsprozesse in Würzburg an⸗ hängig und davon mag Schmidt angesteckt worden sein, denn auf die von Baum erhobene Beleidigungsklage konnte er auch nicht den geringsten Beweis beibringen. Das Gericht verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis. In der Begründung hieß es, daß durch das maßlose und niederträchtige konfesstonelle Hetzen gemisser Zeitungen gegen die Juden das Gift zu 117 55 gemeinen Verläumdungen eingegeben werde.
Kapitalisten⸗Frömmigkeit.
r. Schlimm genug ist es schon, wenn ein Unternehmer die ungünstige Geschäftskonjunktur benutzt, um den Lohn seiner Arbeiter herabzu⸗ drücken. Wenn er aber gar noch andere Arbeitgeber zu veranlassen sucht, ihren Arbeitern die Löhne zu kürzen und sich dabei noch als frommer Mann aufspielt, so ist das einfach unerhört. In Haiger bei Dillenburg ist der Inhaber einer dortigen Leimfabrik und Holz⸗ schneiderei, Ph. K. Weiß als Haupt einer religiösen Sekte bekannt, der er sein Haus zu Gebetsübungen zur Verfügung stellt. Wie er aber seine christliche Nächstenliebe seinen Arbeitern gegenüber betätigt, zeigt folgender Vorfoll. Sein Sohn, der seine religiösen An⸗ schauungen teilt, ging zu einem dortigen größeren Arbeitgeber und suchte ihn zu bestimmmen, die Löhne der Arbeiter um 30 Pfg. pr. Tag zu reduzieren. darauf ein, auch nicht, als Herr Weiß senior
Holzversteigerungen
Montag den 3. Februar im Gemeinde⸗ wald von Aßlar. Zusammenkunft morgens 8 Uhr beim Vorsteher.
Vormittags 9¼ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Distrikten Anterhag und Waldshute. Zusammenkunft 1 auf dem alten Steinbacher Weg, am Wald⸗ eingang. Dienstag den 4. Februar im Gemeinde⸗ Ewald von Werdorf. Zusammenkunft morgens 8 Uhr beim Vorsteher.
ittwoch den 5. Februar im Gemeinde⸗ wald von Berghausen. Zusammenkunft morgens 10 Uhr beim Saatkamp.
onnerstag den 6. Februar im Gemeinde⸗ wald von Ehringshausen. Anfang morgens 9 Uhr im Distrikt Kombach und nach⸗ mittags 1% Uhr im Distrikt Thalberg.
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Partei-Nachrichten.
Genosse Bredenbeck, der in der letzten Zeit wegen der ihm im Gefängnis zuteil gewordenen Be⸗ handlung oft Genannte, wurde in Dortmund abermals zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die noch nicht verbüßten drei Monate wurden eingerechnet. Er soll wieder in einem Artikel Gendarmen und Schutzleute beleidigt haben. 5
Versammlungskalender.
Samstag, den 1. Februar.
Gießen. Sozialdem. Wahl verein. Abends 1½9 Uhr Generalversammlung im Lokale Orbig. Tagesordnung: Kassenbericht, Vorstandswahl, An⸗ träge zur Kreiskonferenz und Delegiertenwahl.
Marburg. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Vortrag über die Arbeitslosenunterstützung. Referent Vetters⸗ Gießen.
Sonntag, den 2. Februar. Gießen. Glaser verband. Nachmittags 4 Uhr Generalversammlung bei Orbig.
Marburg. Buchdrucker⸗Bezirksversammlung, Nachmittags 2 Uhr bei D. Jesberg. Dienstag, den 4. Februar.
Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig. Briefkasten.
100 Norshsn. Lieber Freund, können Sie Ihre Zeit nicht besser verwenden, als sie mit Räthsel⸗Lösungen totschlagen? Dann soll der Arbeiter nie wetten. Wer die Wette immerhin verlieren mag; es giebt vi el bessere Zwecke, wozu das Geld verwendet werden kann! — Wären wir nicht zufällig darauf gekommen, daß die Lösung der Charade„Mittelstand“ ist, Zeit hätten weir darauf keine verwendet!
Leser in Gießen.„Eritis sicut deus, scientes bonum et malum.“ Der Spruch, den Mephisto im „Faust“ dem Schüler in's Stammbuch schreibt, heißt in's Deutsche übertragen:„Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“; dieselben Worte, welche nach der Bibel die Schlange an die Eva richtet. (1. Mos. 3, 5.)
Th. B.⸗Alsfeld. Machen wir.
Die Herren gingen aber nicht
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