11..
—. .
deln n, giebtz all.
te.
10 Fischer „ede die diz, dalteform eher
nser Rebher 5 den diigelsgen litt iu angan o uesgnien ge, be dar gettin 258 borwärtz 5 eim olltari 0 hn. sched, der un um gentrum der geshäftlchen Schritte für den der industrellen ern der Arbittet daun de is war:(8 st Poscunenstößen tand gekommen ie Zuchthausbor,
ann nahm er Möller vor und ngen aus bessen i in ihm einen
r Abelterorgani⸗
Zentralberbandez tiff er nochmals ie durch die Ver⸗
wonach Woedtke eschlachtet worden Im Schluß seiner aldemokratie nicht tung der Sozial⸗
wöky war merk⸗ Versicherung, daß Vertreter erblick, objektib beurtellen sei nicht betboten
der Unternehmer ungen nicht meht wiesen worden, in tgesczten Behörde Berichten die An⸗ isse der Atbetter lese Angaben doch ammengestellt und Bei den Streilz Uuterrehmer und en. Auth Hern gerechnet werden, . Die Rebe war icht sagte. Guuf em Worte auf de Die förten ehen
zabholtischen Err ialpol uc
Nr. 5.
Mitteldeuische Sountags⸗Zeitung.
Seite 8.
lungen mit den Regierungen der Industriestaaten her⸗ beizuführen.
Mit Lamentationen über die angebliche mangelhafte Durchführung des Fleischbeschaugesetzes leitete der Vor⸗ sitzende des Bundes der Landwirte, Rö icke, die Debatte über denselben Etatstitel am Samstag ein. Schon daß die sächsische Regierung angesichts der außerordentlich hohen Schweinefleischpreise in Sachsen die Oeffnung der sächsisch⸗österreichischen Grenze für die Schweineeinfuhr „in Erwägung gezogen“ hat, verursacht den Agrariern Beklemmungen. Hierüber beruhigte der sächsische Bundes⸗ ratsbevollmächtigte den Bündler, die beabsichtigte Maß⸗ regel würde von dem Reichskanzler aus verhindert.
Eine Rede unseres Genossen Horn⸗Sachsen führte die Debatte in das eigentliche sozialpolitische Gleis zurück. Als früherer Glasarbeiter kennt Horn die Mißstände in den Glasfabriken sehr genau. In seinen Ausführungen charakteristerte er die geheimen Kräfte der aller Sozial⸗ politik widerstrebenden Rückständigke it, tadelte das Hin⸗ ausschieben der Zinkhüttenverordnung und verlangte Beseitigung der Mißstände im Gewerbeinspektionswesen. Eingehend beleuchtete er die Uebelstände in der Glas⸗ industrie, gestützt auf so beweiskräftiges Material, daß selbst Graf Posadowsky wenigstens für die besonders krassen Unzuträglichkeiten, die auf dem Gebiete der Sonntagsarbeit in den Glasfabriken herrschen, Abhilfe anzukündigen sich genötigt sah.
Den ernsten Reden folgte eine Stunde ungetrübter Heiterkeit. Zuerst war es Herr Schlumberger aus Mülhausen im Elsaß, der in seiner zappeligen Art gegen die Sozialdemokratie polemisierte. Ganz unerwartet trat dann eine neue komische Kraft ersten Ranges hervor. Es ist ein Herr v. Massow, gewesener Ulanenoberst. Seit 1898 blüht er als Veilchen im Verborgenen, ob⸗ wohl er, wie er selbst im parlamentarischen Handbuch sagt, seine Militärkarriere aufgegeben hat, um in den Reichstag zu kommen. Mit einem Schlage ist er heute ein berühmter Mann geworden. Er weiß von Juden und Sozialdemokraten zu sprechen, daß Graf Pückler aus Klein⸗Tschirne vor Neid bersten muß. Jeder Satz war ein Nachttopf— und kein leerer. Es gab ein Hallo im Reichstag, wie schon seit langem nicht. Die Linke ermunterte durch ihren Jubel den Redner zu immer neuen Kraftleistungen, und die Rechte begrüßte seine Gumbinner Reitstall⸗Ausdrücke mit verständnisinniger Genugthuung. Nur ein Mann auf der Rechten, Herr Dr. Arendt, machte ein merkwürdiges Gesicht, als v. Massow mit einem Seitenblick auf ihn von dem Kains⸗Zeichen sprach, das Jahrtausende nicht von den geschwungenen Nasen abgewaschen haben.
Dienstag beschäftigte den Reichstag eine Zentrums⸗ interpellation wegen
Aufhebung des Jesuitengesetzes. Diese hat der Reichstag bereits vor drei Jahren be⸗ schlossen, der Bundesrat rührte sich aber nicht. Der Begründer der Interpellation, Spahn, fragte den Reichskanzler, wann der Bundesrat denn die Antwort endlich geben werde. Posadowsky antwortete und stellte die Antwort des Bundesrats noch in dieser Sesston in Aussicht. Für die Sozialdemokratie sprach Blos, dessen Erklärung reich an humoristischen Spitzen gegen das Zentrum war. Außer dem Zentrum, Polen und Elsässern ist nur noch unsere Partei für Aufhebung des Ausnahme⸗Gesetzes gegen Jesuiten eingetreten.— Am selben Tage wurde dann mit der Generaldebatte über das Gehalt des Staatssekretärs des Innern fortgesetzt. Unsererseits sprach hierzu noch Stolle⸗-Sachsen.
Krieg in Südafrika.
Verräter unter den Buren? Das Reuter'sche Telegraphen⸗Bureau verbreitete fol⸗ gende Nachricht: Von dem Wunsche geleitet, den Krieg bald beendet zu sehen, erbat General Vilonel, welcher Wyn burg befehligte und sich im Jahre 1900 ergab, von Lord Kitchener die Erlaubnis, ein Korps von 1500 Burghers für England anwerben zu dürfen. Kitchener gab die Genehmigung, und Vilonel schrieb dar⸗ auf an Steijn, da er hartnäckig darauf bestehe, den Verzweiflungskampf fortzusetzen, werde jetzt der Bürgerkrieg im Oranjefreistaat beginnen. Vilonel ist gegenwärtig mit der Anwerbung von Burghers beschäftigt. Es scheint, daß er die erforderlichen Mannschaften zusammenbringt.
Daß aber die Buren keineswegs kriegs⸗ müde sind, geht aus Berichten von anderer Seite hervor. Wie aus der Umgebung Krügers mitgeteilt wird, hat Kitchener mit den im Felde befindlichen Buren wegen einer Ei n⸗ stellung der Feindseligkeiten zu unter⸗
handeln versucht. Sämtliche Burenführer er⸗ klärten, der Preis für diese und den Abschluß eines Friedens sei die absolute Unabhängig⸗ keit. Besonders Delarey erklärte, daß er und
seine Leute bis zum letzten Mann kämpfen würden, wenn überhaupt, so würde er sich nur bedingungslos ergeben, da die Engländer ihr Wort ja doch nicht hielten.
Endlich Aussicht auf Frieden? Zum ersten Male seit den 2½¼ Jahren des furchtbaren Bruderkrieges in Südafrika taucht jetzt eine ernstliche, wenn auch noch ferne Hoff⸗ nung auf Frieden am Horizont auf.
Im englischen Unterhause teilte der erste Lord des Schatzes, Balfour, mit, die hol län⸗ dische Regierung habe der englischen Regierung Friedensvorschläge zur Beendigung des süd⸗ afrikanischen Krieges unterbreitet. Die englische b werde die Vorschläge in Erwägung ziehen.
Die Friedensschalmeien lassen sich allerdings nur noch recht zaghaft vernehmen. Der hol⸗ ländische Minister Dr. Kuyper erklärte, er habe der englischen Regierung keine Friedens⸗ vorschläge gemacht, er habe nur die englische Regierung auf die unberechenbaren und unheil⸗ vollen Folgen aufmerksam gemacht, welchen England entgegengehe, falls der Krieg sich ver⸗ längern würde, indem die Buren in der Lage seien, ihn ins unendliche zu ziehen.
Arbeiterbewegung.
. Holzarbeiter. In einer Anzahl Möbelfabriken von Höchst a. M. werden Lohnreduzierungen und Verschärfungen von Bestimmungen der Arbeitsordnungen ange⸗ kündigt; auch drohen in einzelnen Betrieben Differenzen auszubrechen. Es gewinnt fast den Anschein, als hätten sich die Herren Möbel⸗ fabrikanten zusammengeschlossen, um die Arbeiter in der gegenwärtigen Krise mürbe zu machen. Der Zuzug von Schreinern, Maschinenarbeitern und Drechslern ist strengstens fernzuhalten.
Die Tarifeinführung der Deut⸗ schen Buchdrucker ist im Großen und Ganzen ziemlich glatt von Statten gegangen. Doch will ein Teil der Unternehmer nicht die von den Kreisämtern festgesetzten Lokalzuschläge be⸗ zahlen, ein anderer hat an der neuen Lohnskala selbst Aussetzungen zu machen. Mit diesen Reklamationen soll sich die Tarifkommission befassen, welche diesen Samstag in Berlin zu⸗ sammentritt. Ihrer Entscheidung will sich der größere Teil der Reklamanten unterwerfen.
Ton Nah und Fern.
Mitteilungen aus unserem Leserkreise sind uns jederzeit will⸗
kommen. Die Ehre unserer Sache gebietet natürlich strengste
Gewissenhaftigkeit bet Uebermittelung von Nachrichten.— Wir
bitten, alle zum Druck bestimmten Einsendungen nur auf einer Seite zu beschreiden.
Hessisches.
Die Notwendigkeit einer Entschä⸗ digung unschuldig Verhafteter, eine Forderung, mit der sich der hessische Landtag bereits auf Grund eines sozialdemokratischen Antrags beschäftigte, aber bei der Regierung auf Widerstand stieß, wird wieder einmal aufs krasseste illustriert durch folgendes Vorkommuis: Der Schachtmeister Kümmel von Bleichen⸗ bach kam durch boshaftes und leichtfertiges Gerede in den Verdacht, er habe Lohnbeträge, die er an ihm unterstellte Arbeiter auszuzahlen hatte, einbehalten und die Einträge gefälscht. Deshalb wurde er verhaftet, sechs Wochen lang gefangen gehalten und dann, da kein Zeuge etwas gegen ihn ernstlich Belastendes aussagen konnte, freigelassen. Der Mann ist also sechs Wochen seiner Freiheit beraubt ge— wesen, er ist infolge der Aufregungen erkrankt und hat daher auch keine neue Stellung erhalten. Aber auf eine Entschädigung für die ihm wider⸗ fahrene Unbill muß der Mann vergeblich warten. Entschädigung gibt's eben in solchen Fällen nicht!— Wie lange wird es dauern, bis end⸗ lich diese sich immer wiederholenden Vorkomm⸗ nisse die Gesetzgeber erweichen und die Ein⸗ bringung eines Entschädigungsgesetzes veran⸗ lassen?— a
Die Zweite Kammer wird am 18. Febr. zu einer kürzeren Tagung zusammentreten. Hauptgegenstand der Beratung bildet der
Lotterie⸗Staatsvertrag mit Oldenburg, der be⸗ reits der ersten Kammer vorgelegen hat. Ende Februar soll sodann die zweite Kammer zur mehrwöchigen Tagung einberufen werden, um das Budget und sonstige dringliche Beratungs- gegenstände zu erledigen. In einigen Blättern taucht die Nachricht auf, daß der Finanzaus⸗ schuß am neuen Etat soviel Abstriche gemacht habe, um eine Steuererhöhung vermeiden zu könen. Das stimmt nicht ganz, denn es wird, wie das Offenbacher Abendblatt erfährt, auch bei den weitgehendsten Abstrichen immer noch ein zu deckender Restbetrag übrig bleiben, sodaß eine Steuererhöhung notwendig werden dürfte. Hoffentlich stimmt dann das Plenum der Kammer dem Regierungsvorschlag zu, den Fehl⸗ betrag durch eine entsprechende Erhöhung der Vermögenssteuer einzubringen.—
Der Zweiten Kammer gingen ferner zwei Gesetzentwürfe zu, welche die Besoldun⸗ gen der Gendarmen und die Poltzeikosten sowie die Disziplinarverhältnisse der Gendarmen betreffen.
Weiter hat die Staatsanwaltschaft Mainz beantragt, die Kammer möge die Genehmigung erteilen, daß ein von ihr gegen den Abg. Ph. Haas(Mainz) erlassener Vorführungsbefehl vollstreckt werden könne. Unser Genosse hat sich nämlich Anklage wegen Beleidigung der Hunnenkrieger zugezogen. Natürlich wird die Kammer die Genehmigung versagen.
Gießener Angelegenheiten.
— Zum Genossenschaftswesen. Von befreundeter Seite wird uns geschrieben: Die Konsum vereine, die früher von Seiten der sozialdemokratischen Arbeiter vielfach als eine untergeordnete Sache behandelt wurden, haben sich in der letzten Zeit recht erfreulich und in früher nie geahnter Weise entwickelt. Bekannt ist, daß seit wenigen Jahren in Hamburg eine „Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumver⸗ eine“ besteht, welche den Konsumvereinen die Waren in bester Qualität zu den Tages-Grosso⸗ Preisen liefert und ihnen so die Vorteile des Großeinkaufs auch bei kleineren Mengen zuwendet. Diese Organisation hat einen sehr bedeutenden Umsatz; er betrug im letzten Jahre 14½ Millionen Mk.— Aber auch einzelne lokale Konsumvereine haben sich zu großer Blüte entwickelt. So macht Paul Göhre in der„Zukunft“ über den Konsum verein Leipzig-Plagwitz einige Angaben, wobei auch die mustergiltigen Einrichtungen der großen Bäckerei des Vereins geschildert werden. Dabei wird die für gewisse Scharfmacher schreckliche Thatsache mitgeteilt, daß im vorigen Jahre mehrere Bäckermeister der königlich sächsi⸗ schen Militärbäckereien die Einrichtungen dieser Bäckerei eingehend studiert haben, um deren Erfahrungen bei Neuanlagen zu verwerten. Der Konsumverein„Vorwärts“ in Dresden steht ebenfalls im Begriff, eine große, allen Anforderungen der Neuzeit entsprechende Bäckerei zu errichten. a
In unserer Gegend stehen die Konsumvereine noch in den Anfängen ihrer Entwickelung. Trotzdem zeigen sich auch hier schon gar nicht unbedeutende Fortschritte. So hat der Eisen⸗ bahn⸗Konsumverein Gießen nach seinem Jahresberichte recht gut abgeschlossen. Er ver⸗ zeichnete für die ersten 5 Monate seines Be⸗ stehens einen Reingewinn von 2226 Mk., der ihm ermöglichte, seinen Mitgliedern eine Waren⸗ Dividende von 6 Prozent zu gewähren, außer⸗ dem werden die voll eingezahlten Geschäfts— anteile mit 4 Prozent verzinst. Die Mitglieder⸗ zahl des Vereins ist im stetigen Wachsen be⸗ griffen. Auch der„Konsum verein für Gießen und Umgegend“, zu dessen Grün⸗ dung das Gewerkschaftskartell seiner Zeit die Anregung gab, entwickelt sich in ganz erfreulicher Weise. Es könnte allerdings noch besser sein. Namentlich sollten die Arbeiter bedenken, daß je größer die Zahl der Mitglieder einer Ge⸗ nossenschaft ist, desto mehr Vorteile sie dem Einzelnen gewähren kann. Drum sollten sie zunächst selbst beitreten, dann auch ihre Freunde zum Beitritt auffordern. Bei der immerwäh⸗ renden Verteuerung der Lebensmittel, die wo möglich durch Herabsetzung der Löhne noch


