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Nr. 22.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
schichte des Sensations⸗Prozesses ist folgende: Der Zusammenbruch der sogenannten Spiel- hagen⸗Gruppe erfolgte bekanntlich Ende 1900.
Die Gruppe setzte sich zusammen aus folgenden 6 Banken und Gesellschaften: 1. aus der Preuß. Hypotheken⸗Aktienbank, 2. der Deutschen Grund- schuldbank, 3. der Aktiengesellschaft für Grund⸗ besitz und Hypotherenverkehr, 4. der Neuen Berliner Baugesellschaft, 5. der Grunderwerbs⸗ gesgeschaß für Berlin und die Vororte, und 6. dem Märkischen Immobilienverein.— Alle diese Institute und Gesellschaften standen unter einander in den allerengsten Beziehungen, ihre Geschäftsräume lagen fast sämtlich in demselben Hause, ihre Verwaltungsorgane bestanden fast immer aus denselben Personen. Die wichtigste, maßgebendste und einflußreichste unter diesen war Kommerzienrat Eduard Sanden, der gleich⸗ zeitig Direktor der Preuß. Hypotheken ⸗Aktien⸗ bank und der Deutschen Grundschuldbank war und alle Fäden lenkte, die zu den übrigen Banken und Tochter-Gesellschaften hinüber lei⸗ teten. In diesen hatten ansschließlich ihm ver⸗ schwägerte ober doch eng befreundete und blind⸗ lings ergebene Personen die Macht in Händen. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, durch Fälschungen der Bücher und Geschäftsberichte sowie durch Schiebungen aller Art sich rechts⸗ widrige Bermögensvorteile verschafft und sich dadurch des Betrugs schulbig gemacht zu haben. Sie erklären bei ihrer Vernehmung, mit der die Sitzung am Montag ausgefüllt wurde, sich alle für nichtschuldig.
Ein feiner Pastor.
Wegen großen Unterschlagungen wurde kürzlich der Pastor Disselhof in Trebbin bei Berlin verhaftet. Die Unter⸗ suchung ist jetzt nahezu abgeschlossen. So viele Fälschungen und Veruntreuungen von ihm sind an den Tag gekommen, daß es rätselhaft erscheint, daß sie so lange verborgen bleiben konnten. Innerhalb 2 Jahren hat er Tausende von Mark vergeudet in einem kleinen Ackerstädtchen von nur 2000 Einwohnern. Jedes Kind kannte dort die noblen Passionen des Herrn Pastors. Man wußte, daß er die noblen Offiziere während des letzten Manövers in der dortigen Gegend in einem Hotel splendid bewirtet hatte, daß er die Kindtaufen seiner Kinder in Berlin, Unter den Linden, in einem bekannten Lokale feiern ließ; man sprach auch davon, daß er junge Mädchen reichlich unterstützte, daß er wöchent⸗ lich mehrere Male nach Berlin fuhr, um sich dort zu amüsieren; man erzählte sich, daß er in kleinen Berliner Theatern eine Loge für sich und seine Freunde abonniert habe und in allen Vereinen und Clubs den Schweren nöter spielte, während er seine Frau, die Tochter eines westfälischen Pastors, vernachlässigte. Wer Geld brauchte, pumpte den Pastor an, der stets eine offene Hand hatte. Nicht nur bei den Lebemännern galt Disselhof viel, sondern auch bei den Frauen und besonders bei Damen, die fleißig seine Predigten besuchten.
Die Vulkan ⸗Katastrophe auf Martinique.
Am Montag fand wieder ein neuer furcht⸗ barer Ausbruch des Mont Pelee statt. Flammen von ca. 150 Meter Höhe schlugen empor, das Schauspiel dauerte eine Stunde. Ueber dem Pelee zuckten unaufhörlich Blitze, gleichzeitig ging ein äußerst schweres Gewitter in der Um⸗ gegend nieder. Das Meer trieb meterhohe Der Bevölkerung bemäch⸗ tigte sich eine ungeheure Angst. Es fiel mehr Asche, als bei dem ersten Ausbruch.—
St. Pierre ist jetzt ganz mit Lava bedeckt, keine Mauer steht mehr und nichts ist mehr c o als eine gewaltige graue Decke, die ich vier Meilen weit erstreckt. 3000 Leichen wurden in den Straßen gefunden und ver⸗ brannt, ehe der letzte Ausbruch stattfand. 35 000 Leichen liegen noch in den Ruinen. Es ist ge⸗ fährlich, sich dem Orte zu nähern, ehe die Lava⸗ decke fest geworden ist. Aschenregen fallen noch immer auf die Insel hernieder, begleitet von Detonattonen, die sich wie der Donner von Tausenden Kanonen anhören. Die Bevölkerung
flieht auf die benachbarten Inseln. Am Freitag kamen 200 Flüchtlinge in St. Lucia und 1700 in Guadeloupe an. Die meisten Flüchtlinge sind mittellos.
„Göttliche Weltordnung.“ „... Glaubt mir, verhungert ist nie ein Mensch In einem deutschen Gefängnis.“
Diese Worte, die Heine der Göttin Ham⸗ monia in den Mund legt, wurden durch eine Gerichtsverhandlung, die am Freitag in Am⸗ berg in Bayern stattfand, Lügen gestraft.
Es handelte sich um das schauderhafte Vor⸗ kommnis in dem reichen, fromm katho⸗ lischen Orte Neukirchen, wo man einen geistesschwachen Armenhausinsassen buchstäblich verhungern ließ. Wir haben diese Sache vor einiger Zeit schon berichtet. Der unglück⸗ liche Mensch, der epileptische Max Graf war von der Gemeinde Neukirchen in einer Anstalt untergebracht bis eines Tages der Gemeinde der jährlich aufzuwendende Unterstützungsbeitrag von 200 Mark zu hoch erschien. Der junge Mann wurde deshalb aus der Anstalt genom⸗ men und ins Ortsarmenhaus geschafft. Da⸗ mit glaubte man aber genug gethan zu haben. Der arme hilflose Geistesschwache wurde, ob⸗ wohl er sich nicht einmal mehr selbst bedienen konnte, seinem Schicksal überlassen. Niemand kümmerte sich um ihn, weder seine Mutter, noch die Gemeindebehörden. Nicht einmal ein Lager soll für ihn vorhanden gewesen sein, noch weniger war trotz der Winterkälte fer Heizung gesorgt. Weithin schallten in den ersten Tagen dieses Jahres die Jammerrufe des Bedauernswerten, aber auch das veranlaßte niemand, sich seiner anzunehmen. Er wurde eines Tages, in einem Winkel des Armenhauses zusammengekauert, tot vorgefunden. Er war verhungert.
Die Gemeinde machte sich deswegen aber keine großen Gewissensbisse, sie war froh, den lästigen Menschen los geworden zu sein und wollte ih kurzer Hand beerdigen lassen. Recht⸗ zeitig erhielt jedoch das Gericht Kenntnis und nahm eine Untersuchung vor. Infolgedessen kamen der Pfarrer Bergler, der Bürger⸗ meister und früherer Landtagsabgeord⸗ nete(Centrum) Lautenschlager und noch drei Gemeindemitglieder wegen fahrlässiger Tötung auf die Anklagebank. Vor Gericht er⸗ klärten die ärztlichen Sachverständigen, welche die Obduktion vorgenommen hatten, der Körper des Graf habe vor Schmutz gestarrt und von Ungeziefer gewimmelt. In den Därmen wur⸗ den Leinwand⸗ und Baumwollfetzen, sowie unverdaute Getreidekörner gefunden. Der Magen war leer und zum Teil einge⸗ schrumpft. Der Tod sei durch Erschöpfung infolge Hungerns eingetreten. Beide Beine waren erfroren.(Der Unglückliche hatte vor Hunger seinen Rockärmel zum Teil abgenagt und sich Weizenkörner zusammengesucht.)— Die weitere Verhandlung ergiebt, daß dem Pfarrer und dem sehr reichen Bürgermeister der Zustand des Graf wohl bekannt war, Letzterer hintertrieb aber als Höchstbesteuerter de ssen ordentliche Verpflegung in Rücksicht auf die Kosten. Der Staatsanwalt verurteilte das Verhalten der Angeklagten aufs Schärfste. Man sollte es nicht für möglich halten, daß in Deutschland ein Mensch mitten unter anderen Menschen in einem reichen Dorfe des Hungers sterben kann. Der Pfarrer habe nichts von der christlichen Nächstenliebe bemerken lassen, die er lehren solle! Das Straf⸗ maß blieb weit hinter den Anträgen des Staats⸗ anwalts zurück. Der Pfarrer, gegen den zwei Monate Gefängnis beantragt war, erhielt eine ganze Woche, der Bürgermeister drei Monate, der Armenpflegschaftsrat Trettenbach 1 Monat Gefängnis.— Im Ganzen also 4 Monate und 1 Woche Gefängnis als Strafe dafür, daß man einen Hilflosen den schrecklichen Hunger⸗ tod erdulden ließ. Soviel kriegt oft ein Re⸗ dakteur, dem beim gerechten Zorn über greuliche Mißstände die Feder ausgeruscht oder ein Irr⸗ tum passiert ist— von Streiksündern, die einen Arbeitswilligen durch ein derbes Wort gekränkt, gar nicht zu reden!—
Kleine Mitteilungen.
' Verbranntes Kind. Am Mittwoch Nachmittag spielte das allein im Zimmer be⸗ findliche 8 jährige Söhnchen eines Einwohners von Niedergirmes(Wetzlar) mit Streichhölzern. Dabei fingen die Kleider Fener und es ver- brannte bet lebendigem Leibe.
* Selbstmord. In Ihringshausen ertränkte sich am Freitag die 25 Jahr alte Henriette Bender, An ihr waren schon früher Spuren von Geistesgestört⸗ heit bemerkt worden.
* Eisenbahnunglück bei Mainz. Am Samstag fuhr vor dem Binger Thor in Mainz ein mit Backsteinen schwer beladener Wagen, dessen Brems⸗ vorrichtung versagte, in einen von Finthen kommenden Lokalzug. Drei Personen wurden schwer, mehrere leicht verletzt.
* Prügelei in der Kirche. Unsere Frommen huldigen oft recht eigenartigen Manieren. Am 16. pv. Mis. fand in der Kirche in Dennhausen bei Kassel die Vorbereitung zum Abendmahl statt. Dabei gerieten einige Frauen, vermutlich des Platzes halber, in Streit und es wurden bei dieser Gelegenheit einer Frau aus Dittershausen mehrere Schläge ins Gesicht versetzt. Fürwahr eine nette Vorbereitung!
e Wiedergefundenes Kind. Die seit 18. August v. J. aus Hannover verschwundene 6jährige Elise Cassel ist am Sonnabend bei einer verdächtigen Zigeunerbande in der Nähe von Frankenthal ge⸗ funden worden. Die Bande, bei der man das entführte Kind vermutete, hatte sich in den letzten Tagen in der Gegend von Hohen-Sülzen umherget rleben. Ein Einwohner von dort, der das Kind bei der Bande gesehen und den Fahndungserlaß gelesen hatte, fuhr ihr nach und veranlaßte ihre Festnahme in Frankenthal. Die ganze Bande wurde verhaftet; sie war schon emal wegen Kindesraubes verhaftet gewesen, doch konnte ihr damals nichts nachgewiesen werden.
* Eine furchtbare Explosion fand am Montag früh ½9 Uhr in der Dynamitfabrik Alfred Nobel u. Co. in Krümmel bei Hamburg statt, bei der fünf Arbeiter und ein Betriebschemiker ihr Leben ei n⸗ büßten. Zum Ausbruch kam die Explosion in einem Mischschuppen der Nitroglycerin-TFabrit, wodurch noch fünf andere Schuppen völlig zerstört wurden. Sämtliche Verunglückte, mit Ausnahme des Chemikers, der kurz vor der Hochzeit stand, waren Familienväter. Die Verunglückten wurden vollständig zerrissen, einzelne Körperteile wurden außerhalb des Schuppens gefunden, andere mehrere tausend Meter weit davon entfernt.
Blitzschlag in einen Fesselballon. Im Lager Lechfeld bei Augsburg traf der Blitz einen Fessel⸗ ballon. Der Ballon verbrannte und ein Offtzier stürzte ab. Er erlitt mehrere Beinbrüche. Die Mannschaft des Ballons wurde betäubt.
Durchgebrannt ist der Getreidehändler Geiß in Oettingen Batern). Er hinterläßt ν 140 000 Schulden, für deren Deckung nur geringe Mittel vorhanden sind.
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Parteigenossen! Erwerbt die hessische Staatsangehörigkeit!
Die Landtagswahlen stehen vor der Thür und wer bis zur Wahl nicht hessischer Staatsbürger ge⸗ worden ist, hat kein Recht bei derselben mitzuthun, gleichviel wie lange er schon in Hessen wohnen und Steuern zahlen mag. Da liegt es nun im Interesse eines jeden Nichthessen dafür zu sorgen, daß er die hessische Staatsangehörigkeit erhält, um sich das Mit⸗ bestimmungsrecht bei der Vertretung des Landes in der Zweiten Kammer der Stäude des Großherzogtums
zu sichern. Darum auf! Partei⸗ und Gesin⸗ nungsgenossen! Holt nach, was in dieser
Richtung versäumt ist! angehörigkeit, denn jeder, der sie erworben hat,
gleichviel wie lange er im Lande wohnt, ist wahlberechtigt.
Versammlungskalender.
Samstag, den 31. Mai.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Friedberg. Soz.⸗dem. Wahlverein. / 9 Uhr Versammlung. Stadt New.⸗Nork. trag von Krumm.
Sonntag, den 1. Juni.
Gießen.
Erwerbt die hessische Staats⸗
Abends Vor⸗
Glaserverband. Vormittags 10 Uhr Versammlung bei Orbig.(Eine weitere Versamm⸗ lung Samstag, 7. Juni, Abends 9 Uhr.)
Dienstag, den 3. Juni.
Gießen. Gewerkschaftskartell.
Sitzung bei Orbig.
Abends 9 Uhr
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