Ausgabe 
27.12.1851
 
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3 ntelligenz-Vlatt

fuͤr die

. Provinz Oberheſſen

1158 im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

neregietung ezten

Bldung 0 2 102. Sonnabend den 27. Dezember 1851. des

* DasIntelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen wird im Jahre 1852, ebenſo wie im Jahre 1851, wöchentlich zweimal

s betr.(Mittwochs und Samſtags) ausgegeben. DasIntelligenz⸗Blatt wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats- und

Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. a 15 1

Kammer 0 Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr f 8 5 n Jahr 40 kr. Bei allen Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. emeſter r.

* 5 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Pelitzeile oder deren Raum 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte

L. Pabſt. und jede folgende 2 kr. Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet. Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei

. der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den

Cours 1 Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.

851. 0 riedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. 11 2 3 Anzeigen, welche in dem am 3. Jauuar erſcheinenden Blatte Auf 1 nahme finden ſollen, bitten wir des Feſtes wegen ſchon bis zum 31. d. M. Morgens 10 Uhr gefaͤlligſt einzuſenden. 1 Die Expedition. eigen 0 1 warme Stube verſetzt worden war. Emilie ward von A m t l icher 7 0 E. Fieberhitze verzehrt, warf ſich ruhlos umher, begehrte un eiertag. f 0 aufhörlich zu trinken, phantaſirte abwechſelnd, ſtöhnte, Bekannt m a ch ung. weinte, ſchrie, wollte auf den Kopf ſich ſtellen und dann

Stadtkirche: 2 5. 8. l Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, wieder aus dem Bette ſpringen, ſo daß Eleonore eine daß der Ortsbürger Konrad Koch von Pohlgoͤns als ſchreckliche Nacht verlebte. Und wie langſam ſchlich die

ae.

Stadtkuche: Mäkler conceſſionirt und in dieſer Eigenſchaft heute ver- lange Winternacht dahin! Wie ſchrecklich dünkte ſolche der . pflichtet worden ifi. zärtlichen Wächterin ohne ärztlichen Beiſtand und ohne 0 1 Friedberg den 9. Dezember 1851. tröſtende Geſellſchaft! In der Kammer ſchlief die Mutter Burglirche: f Gr. Heſſ. Regierungscommiſſion den feſten Schlaf der äußerſten Erſchöpfung und dort ruhte des Regierungsbezirks Friedberg Camilla ſorglos auf ihrem Lager, während Eleonore in Ouvrier. ihrer Angſt verging. Burglinhe:Sie ſtirbt, meine Emilie! klagte ſie, da die Kleine 1;; wiederholt zuſammenzuckte und mit gläſernen Augen vor ierta Wohl dem; N ein an ſeinen Kindern belebt ſich hinſtarrte. Verzweifelnd irrte ſie die Stube auf und feiertag Erzählung von Guſtav Nierltz. nieder. Dann trat ſie zum Bette der Schweſter, rief erſt ptadtkirche?(Aus deſſen Volkskalender 1852.) leiſe, dann ſärfer und ien ſtaͤrker: Camilla! Camilla!

. Dieſe regte ſich nicht. Da wagte es Eleonore, ſie irche Entdeckungen. leiſe zu rütteln. ae 4004 Die kleine, bald dreijährige Emilie lag tödtlich erWas haſt du nur? fuhr Camilla verdrießlich auf. krankt am Scharlachfieber. Sieben Tage und eben ſo NEmilie ſchluchzte Eleonore und rang die Hände zurglirche viele Nächte hindurch hatten Mutter Niedner und Eleop-wird von Minute zu Minute ſchlechter. Ich 4 nore unausgeſetzt der Krankenpflege ſich gewidmet, alles fürchte, daß ſie uns ſtirbt. f 3 1 Andere dabei hintenanſetzend. Es war die achte Nacht,Kann ich etwas dafür? verſetzte Camilla mürriſch 1 ln als Eleonore mit ſchwer bangendem Herzen an dem Bett-Stirbt die Kleine: nun ſo iſt ihr auf einmal geholfen

chen der Kranken ſaß, welches aus der Kammer in die und euch dazu.

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