Ausgabe 
25.6.1851
 
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ten nicht der Fall iſt und verausgabte dafur vom 1. April 1849 bis den 31. März 1850 493 fl. 23 kr.

Außerdem erhielten in dem erſteren Zeitraume 23 Arme der nächſten Umgegend nicht nur ſtändige Gaben, welche ihnen in ihren Heimathsorten ſelbſt ausbezahlt wer⸗ den, ſondern es wurde auch noch auf andere Weiſe für deren Wohl geſorgt. Hierfür verausgabte man 27 fl. 12 kr. Unſeren Mitbürgern dürfte hierdurch klar werden, daß jedes hier bettelnde Individuum, entweder als bereits unterſtützt, oder der Unterſtützung nicht würdig, oder nicht bedürftig, Allmoſen nicht verdient) und daß ſonach alle derartigen Gaben nicht wohl verwendet erſcheinen; nur »dieſem Grunde dürfen wir aber auch erwarten, daß keines unſerer Mitbürger durch ferneres Geben den Bettel unter ſtützen und den Verein ſelbſt gefährden werde.

Wenn wir nun, was ſich nach dem vorſtehend Be merkten und daraus, daß die Koſten der Verwaltung in dem erſten Zeitraum nur 69 fl. 26 kr. betrugen, von ſelbſt ergiebt, noch bemerken, daß außerdem, daß das vorgeſteckte Ziel erreicht wurde, auch noch ein Ueberſchuß geblieben iſt von 296 fl. 24 kr., ſo gereicht uns dies zur beſonderen Genugthuung.

Dennoch glauben wir, um auch in ungünſtigeren Zei ten und Verhältniſſen unſeren Verein dauern zu ſehen, die jenigen unſerer Mitbürger, welche ſich unſerem Vereine noch nicht angeſchloſſen haben, auffordern zu ſollen, ihre Kräfte mit den unſerigen zu verbinden. Wir hoffen, Keiner werde zurückbleiben.

Dieſer kurzen Darſtellung werden wir in nächſter Zeit auch das Reſultat der Rechnung des Vereins vom 1. April 1850 bis 31. März 1851 folgen laſſen.

) Als Beleg dafür dient, daß deßhalb einer bereits unterſtützten Ar⸗ men die Unterſtützung entzogen wurde, weil ein amtlicher Bericht beſagt: die Rubrikatin ſei zwar in hohem Alter und ſchwach, werde vaber im Orte bei zahlreich vorhandenen Einwohnern der Art unterſtützt, daß ſie im Ueberfluſſe lebe und mehr für Naſchwerk und Schnaps ausgebe, als zur Führung einer Haushaltung hinreiche ꝛc.

Friedberg den 1. Juni 1851.

Der Ausſchuß des Vereins gegen Bettelei.

Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.

Zum Beſten genannter Anſtalt gingen im Monate Mai nach⸗ folgende Gaben und Geſchenke ein, welche wir hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigen:

Ungenannt für Fidibus!) 12 fl.; B. M. 12 kr.; d. d. Exped. des Unterhaltungsblattes zu Friedberg 2 fl.; Vergütung aus dem Hospital fonds zu Dieburg 5 fl.; von den Schülern des Lehrers Sauer zu Uff⸗ hofen 2 fl. 30 kr.; Frau Kriegscommiſſär Lang zu Darmſtadt 1 fl.; Eine Aktie desReuen Muſeums, zu Friedberg 3 fl.; durch Herrn Specht in Niederflörsheim in Worms geſammelt 15 fl.; Ergebniß eines Concerts von der Muſik der Gr. Garde⸗Chevauxlegers zu Darmſtadt 59 fl. 24½ kr.; Lehrer Veith zu Niedernhauſen 1 fl.; durch Herrn Prof. Dr. M. Carriere zu Gießen 5 fl.; Wagner in Crumbach bei Gießen 18 kr.; A. D. in Ockſtadt 24 kr.; Hausbüchſe 9 fl. 7 kr., in Rheinheſſen durch den Anſtaltscollecteur Pletſch geſammelt 146 fl. Summe 262 fl. kr.; Schloß Aſſenheim's Centner Reis. Schnei⸗ dermeiſter Klein eine Parthie Salbänder.

NB. Der Rechenſchaftsbericht vom Auguſt 1849 bis zum 31. December 1850 iſt unentgeldlich in der Anſtalt zu haben.

Das Haus iſt unter Dach und ſind noch Aktien 4 25 fl. zu 4 Procent zu haben.

) Es ſind der Anſtalt eine ſehr große Anzahl ſehr ſchöner Fidibus zum Verkauf geſchenkt worden, das Päckchen iſt für 6 kr. in der Anſtalt zu haben. Friedberg Anfangs Juni 1851. Schäfer,

J. 8 Vorſteher der Blinden-Anſtalt.

Eingegangene Beiträge für die Wittwe a Goldſchmidt.

Für die Wittwe des zu Großkarben verſtorbenen iſraelitiſchen

198

Religionslehrers Goldſchmidt ſind durch Bürgermeiſterei⸗Seeretär Mör⸗

ſchel zu Altenſtadt bei Unterzeichneter eingegangen:

Von Herz Becker 1 fl; N N. 12 kr.; Simon Meyer 18 kr.; Lehrer Brandeis 18 kr.; Salomon Adler 18 kr.; Lazarus Oppenheimer 12 kr.; J. S. 1 fl.; H. W. 6 kr.; Salomon Meyer 30 kr.; Süß⸗ kind Adler 18 kr. Gerſon Prager 6 kr.; S. V. 12 kr.; H. H. 12 kr.; J. J. 12 kr. N. N. 12 kr.; Gottſchalk Simon 12 kr.; N. N. 12 kr. M. 24 kr.; Heinrich Brack 11. 12 kr.; Pfarrer Köhler 24 kr.; N. N 12 kr.; Dr. Köhler 24 kr.; Hirſch Haas Wtw. 9 kr. 7 fl. 15 kr.

Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes

Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Monat Mai. Friedberg.

Getraute:

4. Joh. Adam Hofmann, hieſiger Bürger und Metzger meiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Sattler meiſters Joh. Philipp Hofmann ehelich lediger Sohn und Chriſtiane Charlotte Storck, geb. Herold, des wei land hieſigen Bürgers und Poſtillons Chriſtian Herold eheliche Tochter und Wittwe des dahier verſtorbenen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Storck.

4. Joh. Friedrich Ludwig Bruſius, Gr. Schulvicar zu Kirchlothheim, im Regierungsbezirke Biedenkopf, des

zu Lollar, im Regierungsbezirke Gießen, verſtorbenen

Schullehrers Joh. Bruſius, ehelich lediger Sohn und

Marie Friederike Valentin, des hieſigen Bürgers und fe

Schreinermeiſters Wilhelm Valentin ehelich Tochter.

8.(Zu Hanau) Ferdinand Heinrich Moritz von Schenck zu Schweinsberg, Großh. Heſſ. Lieutenant bei dem zweiten Bataillon des vierten Infanterieregiments, des Majors Philipp Eduard von Schenck zu Schweins berg ehelich lediger Sohn und Marie Helene Louiſe Amalie Wagner, des Kurfſtl. Heſſ. Bauconducteurs Ludwig Wagner zu Witzenhauſen eheliche Tochter. 5

ledige

18. Heinrich Muller, Bürger und Metzgermeiſter dahier,

des weiland hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters

Michael Müller ehelicher lediger Sohn und Anna Katharine Ritzel, des hieſigen Bürgers und Huf⸗ ſchmiedemeiſters Wilhelm Ritzel eheliche ledige Tochter. 25. Wilhelm Hanſtein, hieſiger Bürger uud Kaufmann,

des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johannes Hanſtein ehelicher lediger Sohn und Dorothea Geiß, des Ortsbürgers und Oeconomen, wie auch Gemeinde⸗

rath⸗Mitgliedes Joh. Konrad Geiß zu Stammheim,

im Regierungsbezirke Friedberg, eheliche ledige Tochter. Getaufte:

4. Dem hieſigen Bürger und Pumpenmacher Heinrich Bender eine Tochter, Anna Maria Eliſabetha, geb.

den 19. April. 4. Dem hieſigen Bürger und Zinngießer Joſeph Boretti ein Sohn, Joſeph Luitgarde, geb. den 21. April. 6. Dem bieſigen Bürger und Eiſenbahnwärter Georg Buchecker ein Sohn, Joh. Philipp, geb. den 21. April. 11. Dem Großh. Oberfeldwebel Johannes Scharmann ein Sohn, Heinrich, geb. den 9. April. 11. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Auguſt Seibert eine Tochter, Karoline Wilhelmine, geb. den 26. April. Dem dahier wohnenden Ortsbürger zu Rockenberg und Taglöhner Heinrich Wahl eine Tochter, Marga⸗ rethe, geboren den 6. Mai. 18. Dem Bürger in Wenningen und dahier wohnenden

Amalie, geb. den 19. April.

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Buchhalter Franz Powalky eine Tochter, Mathilde

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