Ausgabe 
23.7.1851
 
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1 n welcher de linke Seite ſeiner Bruſt, über welche verborgen das ate Burſchenband gelegt war.

Nach Beſeitigung des Mittageſſens und des Kaffees zten ſich die älteren der Gäſte zuſammen und discutirten ud ſchwätzten oder karteten. Den jüngeren aber wurde

zu eng in der Stube. Der Föͤrſter wurde mit zu die⸗ u gerechnet und heut ließ er ſich das gern gefallen. Er ßte alſo auch mitthun, was die andern unternahmen. * s wurde beſchloſſen unter die Linde zu ziehen und ein Jer 2 Känzchen mitzumachen. Jeder faßte ein Mädchen an der 2 and und gleich, als ob es ſich nicht anders ſchicke, bekam er Schwert ur Förſter Lorchen zu führen. Mit luſtigem Halloh wur erkennen? din ſie von den unter der Linde verſammelten Burſchen deinem Be und Mädchen empfangen, von allen Seiten wurde ihnen die Sube; getrunken und der Forſter wußte ſich nicht anders zu tten als dadurch, daß er eine friſche Schleifkanne Bier mmen ließ. Beim nächſten Tanze wogten ſchon die Neu⸗ gekommenen im munterenSchleifer dahin. Obgleich ſegenen Nos Ir Förſter nur ſelten getanzt hatte, ſo machte der doch Umgegend ner Tänzerin keine Schande und beide flogen nur ſo 1e, der ert Wer den ſchon glattgetanzten Raſenplatz hin. Immermehr verſchiedene Ergaß der Förſter das dreifarbige Band auf ſeinem Her⸗ uf die drei 5 und ſchaute luſtig und vergnügt nach den bunten Kopf zerügſchigt hindern des ſchönen Lorchen. Abends begleitete er ſie das ſeiner lein heim und beim Scheiden verſprach er, den folgenden 9 dert bei Pend wieder hierherzukommen. Am Tage war er auf wöhnlichen en anderes Dorf eingeladen.

Finſterer

Mit welchen Gefühlen und Gedanken Lorchen zur Ruhe ging, wiſſen wir nicht, daß aber der Foͤrſter, ſtatt gleich nach Hauſe zu gehen, noch eine Stunde im Walde umherlief und dann immer noch ſeine Wangen glühen fühlte, iſt eine Erſcheinung an dem ernſten Manne, welche auf eine tiefe Umwandelung ſeines Gemüthes hindeutete.

(Schiuß folgt.)

Miszellen.

In der Ferne gleichen die Frauenzimmer den Brillanten und in der Nähe höchſtens den falſchen Edelſteinen ſagte ein fader Herr zu einer geiſtreichen Dame. Dieſe ant wortete: Uns geht es mit manchen Herren nicht viel beſſer! Von weitem kommen ſie uns ſo fein wie Saffian vor, und in der Nähe ſind ſie ungegerbtes Schafleder.

Als Jemand die Größe des Formates einer ameri kaniſchen Zeitung beſchreiben wollte, ſagte er, man könne ſie nur zu Pferde leſen, ſo daß das Blatt an der Erde ausgebreitet werde und Reiter dann zwiſchen die Spalten fun und abſprengen, um ſich den gewünſchten Artikel zu uchen.

Geld lautete der Brief eines Studenten an ſeinen Vater. Dieſer ſchrieb blos die SilbeDu zwiſchen das Geld und ſchickte das Schreiben zurück. Demnach lautete die Antwort:Geduld.

r. An Ge⸗ den Fruh⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ 1 Mernoſlgbinde.

ſchien, ſo f

lene Tafel, hörden. 1 Paar Schnürſtiefel verſammle. F

Gaſte und Steckbrief.

ihten ge⸗ 930 Die mangelhafte Beſchaffenheit des e gemacht geſigen Arreſtlocals hat die abermalige, Selbſt⸗ gäste wobl bfreiung eines Inhaftirten aus ſolchem er-[an das Vermögen der g jöglicht. Wer woll 1 be ſtürmiſchen Nacht vom 10. auf den 11. e ind recht ins bali iſt der wegen Landſtreicherei dahier inhaftirte, Mittwoch 1 55 was hatte tußerdem der Theilnahme an mehreren in Cob⸗ Vormitta in und die ünz, Rhenſe und Meſenich mittelſt Einſteigens bei Meidung flüllſchwe ter befand 1 1 Nachtzeit verübten Diebſtähle dringend ver⸗ fer br dichtige Heinrich Hartmann von Erbach, im einem Ge, ſerzogthum Naſſau, in Folge gewaltſamen fehle nun burchbruchs aus dem hieſigen Arreſtlocal ent- hüttelte er pichen. f Jäge dieſer Ge- Indem wir ein Signalement des Entwichenen ſen, er nuch ſtehend folgen laſſen und dabei bemerken, weſen, er ß derſelbe bei ſeiner Entweichung einen ärari⸗ Veſen des hen grauen, blau und roth geſtreiften Teppich enem nicht mitgenommen hat, erſuchen wir alle Juſtiz⸗ und e im Dorf Polizeibeamten, den Entwichenen im Betretungs⸗ er ſulle zu arretiren und anher abzuliefern. de T0 Rödelheim den 11. Juli 1851.. genthün⸗. Großh. Heſſ. Landgericht. u auf dem Dr. Gilmer. und 0 0 55 Einen Signalement: de ee

1 ruſſiſch grüner Rock.

1 braune geköpperte ſommerzeugene Hoſe,

Oeffentliche Ladung. (10610 Forderungen oder ſonſtige Anſprüche

ſchluſſes von der Maſſe bei dem hieſigen Ge⸗ richte anzuzeigen und zu begründen. Großkarben am 17. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht

Bekanntmachung. (1118) Montag den 11. Auguſt d. J., des Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf dem biefigen Rathhauſe ein im Ort Rödelheim in der Frank⸗ furter Straße gelegenes Wohnhaus, welches zu jedem Geſchäft geeignet, gut gelegen und mit der Wirthſchafts⸗Gerechtigkeit verſehen iſt, nebſt einem dabei gelegenen Garten an den Meiſt⸗

dahier geltend zu machen, als ſonſten das Ab löſungskapital von Zweitauſend Dreihundert Gulden mit Ausſtänden an den Herrn Grafen 3 Otto zu Solms-Laubach verabfolgt werden wird. Zur Beglaubigung Hungen den 5. Juli 1851. Sames. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Edicetalla dung. Die Ablöſung der dem Herrn Fürſten zu Solms⸗ Braunfels in der Gemarkung Dorfgill zu⸗ ſtehenden Grundrenten.

1137) Die rubricirten Grundrenten, ihrem jährlichen ſummariſchen Geldwerth nach, zu Fünfzehn Gulden 10 ¼ Kreuzer geſchätzt und dem jüngſten Bezug nach, dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels zuſtehend, ſollen abgelöſt werden.

Wer etwa weiter Anſprüche zu haben ver meint, hat ſolche ſogewiß binnen zwei Monaten dahier geltend zu machen, als ſonſten das zu Zweihundert Dreiundſiebenzig Gulden vier Kreu⸗ zer zwei Heller berechnete Ablöſungskapital an den genannten Herrn Fürſten verabfolgt wer- den wird.

Hungen den 5. Juli 1851.

Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Oeffentliche Aufforderung. (12081] Jobann Georg Möckel von Langen⸗ hain, geboren den 27. October 1768, iſt ſeit

langen Jahren abweſend, und es hat ſeine noch lebende Schweſter um Ueberlaſſung des ſeither

Adam Nickels Eheleute n welche Concursproceß im Liquidationstermin 0. Auguſt l. J.,

gs 8 Uhr,

igend erfolgenden Aus⸗

55 Bötticher.

utlich verſteigert werden.

0. Juni 1851.

oßh. Heſſ. Bürgermeiſter Fi ſcher.

ie bei den Alter: 31 8 3

Na⸗ Größe: 6 Fu oll. 1 * Haare: blond. Edictalladung.

0 Stirne: etwas breit. Die Ablöſung der dem Herrn Grafen zu Solms ter diefe Augenbraunen: blond. Laubach in der Gemarkung Inheiden zuſtehen⸗ ſefühl wie Augen: grau. den Grundrenten betreffend. er in die Naſe: ſpitzz.(1136) Die bezeichneten Grundrenten im 1 dieſe r. das Kinn gezogener[ fabrlichen Betrag ven Einhundert ſieben und * 1 W en er, um das 9 zwanzig Gulden 46 Kreuzer ſollen abgelöſt * 1 1 werden. Dieſelben find e de a. f der Erbleihqualität und Erbleihgefälle der ſoge⸗ Wangen. 9 55 wech. nannten Riedmühle bei Inheiden entſtanden und

30 Gf Fan ſch 77: kei ſind bis jetzt noch von niemanden bezogen wor⸗ 29 U 759 9 en den, gehören jedoch dem genannten Herrn Grafen. de, dan Kleidung: Wer nun etwa weiter Anſprüche zu haben 17 1 ſchwarztuchene Schildkappe. vermeint, hat ſolche ſogewiß binnen 2 Monaten gf an

curatoriſch verwalteten Vermögens angeſtanden. Erb⸗ oder ſonſtige Anſprüche an dieſes Vermö⸗ gen find daher binnen einer Friſt von 2 Mo⸗ naten bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß gel tend zu machen, als ſonſt dem Antrag ſtatt gegeben und Joh. Georg Möckel für verſchollen erklärt werden wird. Butzbach den 9. Juli 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel.

Lieferung von Sandſteinen.

(12100 Montag den 28. Juli d. J., Por⸗ mitſags um 10 Ubr, wird in hieſigem Rath⸗