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bald kommen und die Leute ſein Schreien hören. Als es aber ſtille blieb, wurden ſie wieder ruhig, mit Ausnahme Jakobs, der gar nicht begreifen konnte, wo das Mariechen bliebe. Er hatte ſcharf den Weg beobachtet, wo er ſie,
die ſonſt ſtets frühe heimging, noch nicht vorübergehen
geſehen. (Fortſetzung folgt.)
Monats- Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.
Zum Beſten der in der Aufſchrift bezeichneten Anſtalt gingen im Dezember 1850 folgende Liebes-Gaben ein, welche hierdurch mit dem herzlichſten Danke beſcheinigt werden:
Bfſor M. H. 1 fl.; d. d. Red. des Volksfreunds Gutenberg 33 kr.; Sr. Großherzogl. Hoheit Prinz Alexander von Heſſen u. b. R. 15 fl.; von und durch Hrn. Hofgerichtsrath Schäffer in Gießen 3 fl.; d. die Redakt. d. Niddaer Intelligenzbl. 2 fl.; Ung. 24 kr.; Ihre Königl.
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Hoheit Prinzeß Karl von Heſſen 100 fl.; d. Hrn. Pfr. Oeſer zu Lind⸗ heim von Hrn. Rtmſtr. Jordan 1 fl. 45 kr.; d. 5 Tall in Of⸗ fenbach 1 fl.; d. den evang. Verein in Frankfurt a. M. 2 fl.; d. Ir. Dekan Kleeberger zu Gießen letzter Ertrag einer Verlooſung 19 fl.; Ung. zur Chriſtbeſch. Poſtz. Frankf. a. M. 1 fl.; Hr. Baron v. Wieſenhütten zu F a. M. 20 fl.; Hr. Dekan Bernhart zu Gedern 10 fl. 45 kr.; d. Hrn. Pfarrer Köhler zu Altenſtadt 2 fl. 23 kr.; Hr. Kammerdirektor Schäfer zu Schlitz 2 fl., Cand. M. zu F. 1 fl., P. 1 fl.; d. Hrn. Lehrer Rohr in Queckborn 58 kr.; d. Univerſitätsd. Schwarz zu Gießen 1 fl. 12 kr.; d. Hrn. Pfr. Deichert in Grüningen 2 fl.; Hr. J. Huber 5 5 Quartal 24 kr.; Fr. Pfr. Simon z. Villbrunn 1 fl.; H. E. 2 fl. 2 kr.
Durch den Anſtaltskollekteur 121 fl. 18 ½ kr.
Arbeitskaſſe 11 fl. 29 kr.
Hausbüchſe 1 fl. 57 kr.; ganze Summe 326 fl. 20¼ kr.
Friedberg, Anfang Januar 1851. J. P. Schäfer,
Vorſteher der Blinden-Anſtalt.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
NUN Güter ⸗Verſteigerung.
7 reitag den 24. Januar d. J., Vor⸗ 9 5 9 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Kinder und Erben der dahier verſtorbenen Philipp Philippis Eheleuten deren Güterſtücke in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Ockſtadt, im Ganzen circa 40 Morgen, beſtehend in Garten, Acker⸗ land und Wieſen unter dem Anfügen öffentlich meiſtbietend verſteigert, daß die große Wieſe in der Gemarkung Ockſtadt abtheilungsweiſe und zwar per Morgen dem Meiſtgebot ausgeſetzt wird.
Die Flurſchützen der verſchiedenen Gemar⸗ kungen find angewieſen den Steigliebhabern etwa gewünſcht werdende Auskunft zu ertheilen.
Friedberg den 13. Januar 1851.
In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Oeffentliche Aufforderung.
(88) Ausweislich eines im Hyvpothekenbuche noch offen ſtehenden Eintrags, ſtellten Friedrich Koch et uxor Anna Margaretha, am 21. Febr. 1809 der Gräflichen Rentkammer zu Büdingen, wegen eines in Pacht genommenen Iſenburgiſchen Gutes in Florſtadt, eine Caution von 1500 fl. durch Verpfändung mehrerer in Florſtädter Ge⸗ markung gelegener Güterſtücke. Die Erben des inzwiſchen verſtorbenen Cautionsſteller beabſich⸗ tigen nunmehr die verpfändeten Güterſtücke zu theilen, behaupten, daß die Caution erloſchen ſei, können jedoch die darüber ausgeſtellte Ur⸗ kunde nicht vorlegen.
Es werden daher alle Diejenigen, welche noch Anſprüche aus mehrgedachter Urkunde herzuleiten gedenken, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an geltend zu machen, als ſonſt die Löſchung fraglichen Eintrags vorge— nommen werden wird.
Friedberg den 10. Januar 1851.
Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.
Oeffentliche Aufforderung.
(89) Nach dem Hypothekenbuch des Ritter⸗ ſchafts⸗Directoriums der ehemaligen unmittel⸗ baren Reichsxritterſchaft Mittelrheiniſchen Kreiſes diesſeits Rheins, entlieh der Freiherr Ferdinand zu Wetzel, genannt v. Carben, im Jahre 1768 bei dem Herrn Grafen von Solms-Rö⸗ delheim ein Kapital von 36,000 fl. und ver⸗ pfändete dagegen neben mehreren Spezial-Un⸗ terpfändern auch generell ſein ſämmtliches Vermögen. Die Schuld iſt nach beigebrachter Beſcheinigung längſt getilgt, dagegen die zur Löſchung des offenſtehenden Pfand⸗Eintrags er⸗ forderliche Urkunde nicht beizubringen. Etwaige Anſprüche aus dieſer Urkunde ſind daher binnen einer zerſtörlichen Friſt von ſechs Wochen bei
dem unterzeichneten Gerichte ſo gewiß anzu— melden und zu begründen, als ſonſt der bean— tragten Löſchung ſtattgegeben wird. Butzbach den 6. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht E bel.
Immobiliar-Verſteigerung.
(111 Freitag den 24. d. Mts., nach been⸗ digter Verſteigerung der Philipp Philippi'ſchen Güterſtücke werden auf freiwilligen Antrag der Wilhelm Stritzingers Eheleute, deren nachbe— ſchriebenen Immobilien, als:
1) Hofraithe in der Kirchſtraße, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Hinterbau, Hofraum und Gärtchen;
2) 19 Ruthen Garten an der Hockenmühle neben Friedrich Auguſt Engel;
3) 3 Viertel, 6% Ruthen Acker gegen dem rothen Thurm, an Heinrich Sebaſtiani;
im hieſigen Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert.
Friedberg den 20. Januar 1851.
In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B. e nd.
Holzverſteigerung. (115) Freitag, als den 24. l. Mts., Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen in hieſigem Gemeinde⸗ wald;
1) 19½ Stecken buchen Scheitholz J. Klaſſe,
2) 51 77 7 Prügelholz, 30 43„„ Stockholz,
4) 133 1„ Reisholz, 1 1„ Verwächsholz, 6) 16 Sch. Salweiden,
meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt auf der hohen Straße am Eingang des Waldes. Wölfersheim den 18. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn.
Bekanntmachung.
(1160 Dienſtag den 28. d. M. ſoll das dem Gr. Fiskus für 1851 in der Rockenberger Mark zugefallene Markloosholz, beſtehend: 1) 219% Stecken buchen Scheitholz Ir Klaſſe, e„ Prügelholz„„ 3) 1868% Stück buchen Wellen, unter den vor der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen meiſtbietend ver— ſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens um 9 Uhr am Forſthaus. Obbornhofen am 17. Januar 1851. Der Gr. Revierförſter des des Reviers Münzenbrg Marchand.
Bekanntmachung, betreffend Holzverſteigerung in dem Domanial⸗ wald Burgwald, Reviers Oberrosbach. (117) Die am 8. d. M. in dem oben ge⸗ nannten Walddiſtrikte abgehaltene Holzverſteige⸗
rung hat die höhere Genehmigung erhalten. In⸗ dem ich dies hiermit den Steigerern bekannt mache, wird zugleich beſtimmt: zum erſten Zahl⸗ tag bei Großh. Rentamt Friedberg, ſowie zu Empfangnahme der Verabfolgungsanweiſungen gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine, bei Unker⸗ zeichnetem, Donnerſtag den 23. d. M.; zum
erſten Abfuhrtag Samſtag den 25. d. M.
Oberrosbach den 18. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Revierförſter
des Reviers Oberrosbach Bing mann.
Holz ⸗Verſteigerung. (118) Mittwoch den 22. und Donnerſtag den 23. d. M., jedesmal des Morgens um 9 Uhr an⸗ fangend, ſoll in dem Oppershofer⸗Rockenberger Markwalde folgendes Gehölze, nämlich:
10 1 Stecken buchen Scheitholz I. Klaſſe, *
186/„ 1 II. Klaſſe und 17„ eichen„ 2) 10½%„ buchen Prügelholz und 15„eichen„ 3) 3600 Wellen buchen Reisholz, 568—eichen„ und 3131 gemiſchtes Reisholz;
4) 57 Stämme eichen Bau⸗ und Werkholz, circa 3361 Cubikfuß haltend, und 5 Stämme buchen Werkholz, 584 Cubik⸗ fuß haltend, verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt das Forſthaus, der Anfang wird mit Nr. 4 gemacht. Oppershofen den 17. Januar 1851. 5 Weil, Markgegenſchreiber.
Holzverſteigerung. (119) Donnerſtag den 23. d. Mts., Vor⸗ mittags um balb 10 Uhr, werden im Rodhei— mer Gemeindewald, Diſtrikt Ameishecke(neben der von Friedberg nach Homburg führenden Chauſſee gelegen):
15% Stecken buchen Scheitholz, 40 ö
„eichen* 6„ buchen Prügelholz, 59%„ eichen 1 307„„ Stockholz, 14„buchen„
150 Stück eichen und buchen Wellen, 600 Stämme eichen Bau-, Werk. und Nutzholz, von 5 bis 25“ Durchmeſſer und 10 Hainbuchen-Klötze, ſodann Freitag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, Diſtrikt Vorderwald: 41 Stecken kiefern Scheitholz, 6 Prügelholz, 37 17„ Stockholz, 1090 Stück„ Wellen und 193 Stämme kiefern Bau-, Werk- und Nutzholz, von? bis 15, Durchmeſſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert. a5 Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine eine Zahlungsfriſt für das eichene
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