Ausgabe 
19.11.1851
 
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5 Won ein. Er mußte hier wieder von Vornen anfangen, ſic zu 2»er ſchon einmal am glücklichen Ziele geweſen war. Er zudeimeln hute wieder von unten auf; er ſetzte wieder ſeine ganze geide. in Kraft daran, die neue Druckerei beſtmöglichſt einzurichten,

un endlich den Lohn ſeines Fleißes und Denkens ſo weit zu ernten, als es Fuſt und Schöffer ihm zu erringen ülrig ließen; und dennoch betrog ihn auch dieſe letzte un Hoffnung. 1(Schiuß folgt.) a

I Ein e Anekdote.

n ö Der alte Fritz(Ihr kennt ihn ja Alle, den trefflichen Ars du Hnig von Preußen!) ging einmal in ſeinem ſchönen 1 3 2 Shloßgarten ſpazieren. Es war ein gar hübſcher Som⸗ allerlei. wrnachmittag, und der Konig wohl aufgelegt. 1 enen. Wie er ſo dahingeht, ſieht er einen Handwerksbur⸗ 1 et wache ſcen daherkommen, der, mit ſeinem Felleiſen auf dem and gewann Rücken, ſo daherum ſpaziert und ſich alles Schöne ver⸗

me Gutenberg grüglich anſieht. An dem ganzen leichtfertigen Weſen des akaufte Oe, Penſchen erkennt der König auf der Stelle, daß es ein entgum, zun Schneider iſt.

Wart', denkt der König, du mußt mal den Bruder deichtfuß anreden, ob er auch Grütze im Kopfe hat!

Der Konig, der im bürgerlichen Rocke ging, trat auf ihn zu und der Schneider erkannte ihn nicht. Woher des Weges? fragt der König. Der Burſch lüftet vor dem alten Herrn ſein Käpplein

denkt man ſch et Cinem das ſciues Lebens ige, ſchäudliche rgles und voll

Es war in ſurd ſagt: Aus Sachſen! obne Hülfs⸗ Was will Er denn hier im Lande thun? fragt der ne Recht, was Konig.

Zeit weilte er Arbeiten und mir etwas verdienen, antwortete der atm der Mann, Burſche.

Kann Er denn das in Dresden und Leipzig nicht? ſungt weiter der König, dem der Burſche gefiel.

Doch, ſagt der; aber man will doch auch die Welt ſchen und in Berlin kriegt unſer Einer, wenn er ſein Hand⸗ werk verſteht, mehr Geld, als dort.

So? fährt der König fort: verſteht Er es denn?

Ha! ha! lacht der Burſche, was eine dumme Frage!

eb' Er Acht, ich gehe gleich nach Berlin, wenn ich ein fuſcher bin! Nein; ich will mich nicht rühmen, aber ich in ein ſo tüchtiger Schneider, wie der alte Fritz ein König. Dia lacht der König laut auf. Kerl, ſagt er, wenn us der König gehört hätte, er ließe Ihm ein Vierteldutzend

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nel des Erken⸗ nließ ſeine Va⸗ dülſtos, und, n an die Ehr⸗

d doch ſo arme in, wo er auch Dert hoffte wieder einen Mit deeſer aufrecht hiel, , teiche, ihn gen Geldmitte

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Fehlgeſchoſſen, rief luſtig der Schneider; er gabe mit eher ein Vierteldutzend Friedrichsd'or! . Nun, ſagte der König, weil Er eine ſo gute Mei⸗ nung von ihm hat, ſo muß ich, als Freund und Diener des Königs, Ihm das Vierteldutzend geben.

Damit fährt der König raſch in den Säckel und gibt dem Schneider drei Friedrichsd'or in Gold.

Der mochte denken, der alte Herr gibt dir, um den Spaß voll zu machen, drei Dreier. Nun, auch gut, du nimmſt ſie und bedankſt dich; aber wie guckt der Schneider, als wirklich drei Goldſtücke in ſeiner Hand blinken!

Raſch zieht er ſein Käpplein und ſagt: Ach Gott, der König!

Und wenn ich's denn wäre, ſo wär' ich ja dein Kamerad, ſagte herzlich lachend der Köuig.

Bitte tauſendmal um Vergebung! flehte der Schneider.

Geh' nur, ſagte der König, und wend' es gut an.

Ach, ich will's überall verkündigen, wie gnädig Eure Majeſtät ſind, rief dankbar der glückliche Schneider.

Das laß Er mir bleiben! rief da der alte Fritz. Halt' Er mir fein das Maul! Sonſt kämen am Ende alle Schnei⸗ dergeſellen und Jeder wollt's probiren, wie Er. Nein, ich brauche mein Geld nöthiger. Halt Er ja ſein Maul!

Der Schneider verſprach's und machte ſich fröhlich davon.

Miszellen.

Unſere elegante Herren und Damen halten viel auf elegante Handſchuhe. In Braſilien dagegen wuͤrde es in guter Geſellſchaft für eine Beleidigung angeſehen werden, wenn ein Herr einer Dame eine behandſchuhte Hand reichen wollte. Man würde glauben, er verhüllte die Hand wegen einer Hautkrankheit.

Allzu höflich! Ein Franzoſe wurde von einem Eng⸗ länder gefragt:Welche Zeit es ſei?Zehn Uhr, mein Herr, wenn Sie befehlen! war die höfliche Antwort. Ein ander Mal ſaß ein Engländer iu der Kirche, und als der Prediger bei den Worten:Laßt uns beten, denſelben zufällig auſah, entgegnete derſelbe ſich verbeugend:Ich ſtehe Ihnen zu Dienſten.

Als ein bekannter Komiker kürzlich in einer Geſell⸗ ſchaft war, in welcher Dreizehn am Tiſche ſaßen und Ei ner dies mit Schrecken bemerkte, ſagte der Komiker:Be ruhigen Sie Sich, ich eſſe für zwei!

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Bekanntmachungen von Be⸗

Donnerſtag den 27. November l. I, Morgens 9 Uhr,

bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden. In demſelben Termine wird nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der perſönlich erſcheinenden oder durch Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger ein Curator und ein Gläubigerausſchuß gewählt und über die Verſilberung der Maſſe Beſtim⸗

Hungen den 22. September 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorf.

Hofraithe-Verſtelgerung. (4818) Donnerſtag den 18. Dezember, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des abweſenden Bürgers und Schneiders Karl Schleuning, beſtehend in einem

Friedberg den 3. November 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

lau ban hoͤrden. 1 dauerhaften RUN νπννν 1 gebalten un a , geſchobn Rain ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Seut ge 10 Section Gießen. 1, aer e(1380) Bei den Erdarbeiten in der eindner mung getroffen werder, wurden 1 Fark können fleißige Arbeiter gegen guten Lohn er. beſchäftigung erhalten. 1 J Gießen den 12. Augu 51.. 3 10 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur ne Eickemeyer. ü en 1775 Edicetalla dung. e169) Nachdem üer den Nachlaß des aher er an Weller 11. von Wölfersheim wegen eine 172 70 ein 1 Humer 1 U berſchuldung von 7051 fl. 28¼ kr. der Con⸗ Wohnhaus, meiſtbietend verſt ger ic ben bas erkannt worden it, werden alle diejenigen, Manz nelche irgend einen Anſpruch an dieſen Nachlaß let 7770 u bilden haben, aufgefordert, ihre Rechte bei Jeidung ſtillſchwetgenden Ausſchluſſes von der

Paſſe

Bender.

Edictalladung.

(1882) Philipp Steuler und deſſen Ehefrau Anne Catharine dahier haben zufolge der Amts⸗ hypothekenbücher folgende, angeblich längſt ab⸗ getragene, aber noch nicht gelöſchten Hypotheken errichtet: 1) am 24. Februar 1775 dem Joh. Jacob Wagner und deſſen Ehefrau Anne Eliſa⸗ beth dahier über ein Anlehen von 200 fl.,

2) am 17. April 1786 dem Joh. Phil. Kel⸗ ler zu Melbach über ein Anlehen von 300 fl.,

3) am 20. Mai 1791 der Anne Agathe Scheuner dahier über ein Anlehen von 45 fl. 14 Albus 4 Heller.

Da die ausgefertigten Originalurkunden ab⸗ banden gekommen ſind, ſo werden auf den Antrag der damaligen Beſitzer der verpfändeten Immobilien alle diejenigen, welche aus jenen Pfandverſchreibungen Anſprüche herleiten zu können glauben, hiermit aufgefordert, dieſelben binnen ſechs Wochen von heute an ſo gewiß dahier geltend zu machen, als widrigenfalls die betref