Ausgabe 
18.10.1851
 
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5 9 ö unterſteh' Er ſich nie mehr mit ſo einem Gedanken ſich brecht mit wankender Stimme an,ſo ſo komm' Aunmc u tragen. Marſch! ſag' ich. f ich doch wieder, um Sie zu bitten, mich zu procla⸗ 1 Wie der Wind war der bleiche Lambrecht hinaus. miren! Ich muß heirathen, die Eltern wünſchen es. 785

Draußen ſtand der Maler und fragte:Alles ver⸗ loren?

O das iſt etwas Anderes, ſagte der Pfarrer.Da muß Er als guter Sohn gehorchen. Nun, hat ja Brod

Alles und für immer! rief händeringend der Jung. und ein ſchönes Auskommen. Wie heißt denn die Braut?(380) 1 ling und das arme Mädchen hört's und ſank weinend auf Doch ich will gleich den Ausrufezettel ſchreiben, um de le den Herd in der Küche, wo ſie bebend des Ausgangs geharrt. ihn in die Agenda zu legen. Wie heißt Er? 1006 m 12.

5 5 3 U Bald aber polterte es oben. Das HochgewitterFriedrich Lambrecht. 6 115 daß,

zog heran. Der Alte kam und ſuchte Käthchen. Da gabsWie alt? eine Fluth von Vorwürfen, Drohungen und dergleichen.Zwei und zwanzig Jahre. getann Der langen Rede kurzer Sinn aber war kein anderer, alsGeſchäft?-) Duc der, ſie dürfe nicht heirathen. Nun und nimmer nicht!Landrenovator. ö a in leon Obirhe Der Umgang mit Lambrecht wurde ſtrengſtens unterſagt,So ſagte der Pfarrer.Die Braut heißt?/ 13 f duch und ſo dem Leben des armen Mädchens der einzige ReizKatharina Müller. N 15 dune 11 5 1 genommen. 5 bWie alt? b ge 1 Grie Sie können ſich denken, ſagte der Oberamtmann,Achtzehn Jahre. 7 1. nume ohn de wie da das Leid hereinbrach, wie Thränenſtröme floſſen,Der Vater heißt 2. N n e hen 3 wie die Liebe gegen den barocken Oheim nicht wuchs.Andreas Müller. I Lite entbehren.

er Maler rannte wie ein Raſender im Garten n e und brummte, und als ſich endlich ſein Grimm gelegt, ſagte er zu ſich: Wart, alter Knaſterbart, ich ſpiele dir einen Streich, wie dir noch keiner iſt geſpielt worden!. 0 a Fürs erſte tröſtete er nur das Mädchen, und als um zehn Uhr der Alte in den Federn lag, war am Gar⸗ tenzaun große Berathung, in der der Maler das Haupt⸗ wort führte. Anfänglich gab's eine Menge Einwendungen, aber des Malers ſiegende Beredſamkeit überwand ſie alle. Käthchen ging nun nicht mehr vor die Thüre. Der Alte hatte hinter jedem Jalouſieladen des Oberhauſes ſein Obſervatorium. Er bemerkte, daß der junge Lambrecht jeden Tag am Hauſe vorbeiging und es nicht einmal von der Seite anſah. Sein Herz lachte in der Bruſt. Bei dem hats e 9092 7 zu ſich. Aber wohin ur ſo regelmäßig gehen?. 75Der e des Pfarrers getreuer Poli⸗ zeiſpion. Den fragte er.Er geht in Müllers, und ich glaube, das Käthchen wird bald ſeine Braut ſein, ſagte der getreue Stoffel.Auch gut, ſagte der Pfarrer und ig. 8 1 e ee es ſo mit den im lieben Deutſchland bräuchli⸗ chen Handwerksnamen zu gehen pflegt, ſo war's auch im Dorfe. Der Müller waren drei, außer dem Pfarrer, da, und die Drei waren Brüder und reiche Bauern. Der eine der Gebrüder Müller hatte eine Tochter, die auch Käth⸗ chen hieß. Daß ſie buckelig und einäugig war, kuͤmmerte den Pfarrer nicht; ja es war ſogar in ſeinen Augen ein Vorzug, weil es ein Schutz war gegen mögliche Verſu⸗ chung zur Liebelei, die er, wie den Erbfeind alles Guten, haßte. Daß das arme Mädchen kränklich war, wußte er ar nicht. f 5 .Ales ging nun im Hauſe ſeinen ſtillen geregelten Gang und der Alte ließ Alles Spioniren. Daß aber der junge Lambrecht jeden Abend über den Zaun ſtieg und an Käthen's Fenſter ſtand bis eilf zwölf Uhr, das ahnte er nicht, machte ihm alſo auch keinen Kummer. Der Ma⸗ ler aber machte oft ein triumphirend Geſicht. Es mochte gegen den Herbſt gehen, als wieder der junge Lambrecht nach höflichem Anklopfen in des Pfarrers Studirſtube trat. Wie befangen er dabei war, ſah der

Alte wohl, aber er ſchrieb's auf des fruheren Auftritts unangenehmes Conto und dachte: freundlicher ſein! Wie geht's, Musje Lambrecht? war ſeine freund⸗ liche AnredeSetz' Er ſich! Was bringt Er mir Gutes? Ob Sie mir gleich ſo ſehr abriethen, hob Lam

Du mußt um deſto

Gut; ich wünſche Gottes Segen! 2

Lambrecht dankte und ſchob ſich ſo ſchnell als mog lich zur Thüre hinaus.

Wie ging's, fragte der Maler mit einem pfiffigen Schalksgeſichte.

enden?/

Courage, Freund! flüſterte ihm der Maler zu. Gebt nur Euer Spiel nicht verloren, ſo lang Ihr den letzten Trumpf habt. 9

(Schluß folgt.) Mi s zellen.

1

In London, der Hauptſtadt der Welt, hält ein altes Weib eine Schule, wo ſie kleine Kinder in der unerſchöpf⸗ lichen Kunſt zu betteln unterrichtet. 15,000 Bettler, von denen ſich mancher täglich an zehn Thaler zuſammenbettelt; ſie haben ihre Bettlerclubbs, i denen ſie Abends zu Spiel- oder Tanzparthien ſich verei⸗ nigen. Auch gibt es ein Vermiethungslocal oder Magazin welches Krüppel, namentlich Kinder gegen eine tägliche Miethe verleiht; dieſe werden Morgens von da abgeholt und Abends dahin zurückgeliefert; die größten Krüppel und Jammergeſtalten ſind am theuerſten.

Einem Beamten wurde, wegen eines Vergehens, ſein Abſetzungsurtheil vorgeleſen. Nach deſſen Anhörung äußerte er:Das kann vielen Menſchen das Leben koſten. Man nahm ihn hierauf feſt, damit er Aufſchluß über dieſe be denklichen Worte gäbe.

muß ich das längſt beſeitigte Geſchäft wieder anfangen.

Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 15. October 1851. 1 Aufgefahren] Verkauft Mi iſe Gattung wurden wurden bete ee (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 2 22 12 Korn 5 1 1 10. Sei 16 16 75 59 Hafed. Kartoffeln 15 15 2 Erbſen 8 1 1572 9 1 Mohnſamen..

Ich habe vor 20 Jahren, ſagte 8 er dann,Medicin ſtudirt und da ich jetzt ohne Brod bin,

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8 1. Sehr gut! ſagte der junge Mann; aber wie wird's eng en

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