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Zu Weihnachtsgeſchenken
empſiehlt
(2000) die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts—
bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken.
Empfehlung. Feine Tuchröcke, Bukskinhoſen, Bournouſe, Kaputzen, Schlafröcke und Weſten,
(2014) empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen Dezember 1851.
Friedrich Schleuning, Ludwigsſtraße.
Friedberg den 10.
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Deutscher Phòöniæ,
Verſicherungs-Anſtalt zu Frankfurt am Main, Grundkapital 5% Millionen Gulden. (2035) Herrn Heinrich Rühl iſt die Agentur des Deutschen Phönix für die Stadt Hungen und Umgegend übertragen. Derſelbe iſt in dieſer Eigen—
ſchaft von Großh. Regierung beſtaͤtigt worden. Darmſtadt im Dezember 1851.
Carl Hemmerde,
General-Agent des Deutschen Phönix.
Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, Waaren aller Art, ſowie landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. ꝛc., gegen feſte und billige Prämien
übernehme.
Der Geſellſchaft Deutscher Phönix ſind die Rechte einer inländiſchen Geſellſchaft verliehen worden, und wer bei derſelben verſichern will, hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch ſonſtige höhere Gebühren zu entrichten, als es bei den Verſicherungen der Aachener und Münchener Geſellſchaft und der
Colonia der Fall iſt.
Zu jeder näheren Auskunft bin ich ſtets bereit.
Hungen den 8. Dezember 1851.
Heinrich Rühl, Agent des Deutschen Phönix.
Em pefehlun g.
(2020) Meine Kinder⸗Spielwaaren bringe ich auf bevorſtehende Weihnachten in empfeh⸗ lende Erinnerung. Friedberg im Dezember 1851. W. May.
Warnung! (202) Um das Publikum vor Schaden zu bewahren, warne ich biermit Jedermann dem bei mir in Dienſten geſtandenen Kalk- und Ruſſen⸗ ſteinbrenner Jakob Waſſen Zahlungen für mich zu behändigen, da ich die Erfahrung gemacht habe, daß derſelbe Gelder erhoben hat, ohne ſolche abzuliefern und im Buch als nichtbezahlt auf⸗ ſchreiben ließ. Bönſtadt den 9. Dezember 1851. Adam Geibel.
4 bis 500 fl.
(2086) liegen gegen gerichtliche Hypothek in das Landgericht Friedberg zum Ausleihen bereit. Bei wem? ſagt die Exped. d. Blattes.
Zu Verkaufen. (2037) Ein neuer einſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen, ein Schlitten, in gutem Zu⸗ ſtande und ein desgleichen ganz neuer, ſind zu
verkaufen bei Schmiedmeiſter Göbel.
Petterweil.
Eine Geldbörſe (2038) mit Inhalt iſt gefunden worden. Der Eigenthümer kann dieſelbe gegen Erſtattung der Inferatgebühren bei Heinrich Carl Hoff⸗ mann in Schwalheim in Empfang nehmen.
Zu vermiethen. (2039) Ein Logis, beſtehend in 4 heizbaren Zimmern nebſt Küche, Holzſtall und Waſchküche, hat zu vermiethen.
Friedberg. Wilhelm Netz.
Zu Verkaufen.
(2040) Ein Werner'ſcher Kochofen mit Cir⸗ culation iſt No. 21 zu verkaufen. Friedberg im Dezember 1851.
Bekanntmachung.
(2041)(Altenſtadt.) Nachſtehende Bauar⸗ beiten, bei Erbauung einer Scheuer und Stal⸗ lung, auf dem Landgute des H. Grein zu Alten⸗ ſtadt ſoll auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtfordernden vergeben werden, wozu die Zeichnungen und Voranſchläge bei dem Unter⸗ zeichneten offen liegen. Die Gebote müſſen läng⸗ ſtens bis zum 20. Dezember eingegeben ſein:
1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 1000 fl.— kr. 2) Steinhauerarbeit„ 480% 20„
3) Zimmerarbeit„„ 400„ 25„ 4) Dachdeckerarbeit 1 v 150%— 5) Schreinerarbeit„„ 300 24, 6) Schloſſerarbeit„ 164„ 35% 7) Glaſerarbeit„„ 95„ 12 8) Weißbinderarbeit„ 183„18 9) Pflaſterarbeit 1„ 27„—„
Altenſtadt den 10, Dezember 1851. Mittelſtädter, d Baucandidat.
Conditorei⸗Waaren
(202) in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu bevorſtehendem Weihnachtsfeſte Friedberg. Friedr. Noll.
Nicht zu uͤberſehen!
(2013) Eine friſche Sendung der ſchönſten Goldleiſten habe ich wieder erhalten, welche ſich vortrefflich zu Portraits, QOelgemälden, Pfeiler⸗ und allen ſonſtigen Spiegeln eignen uͤnd die ich wegen erſtgenannter Gegenſtände, die oft als Chriſtgeſchenke gegeben werden mö⸗ gen, grade jetzt, da die Weihnachten nahe find, in empfehlende Erinnerung bringe mit der Be⸗ merkung, daß ich auch das Einrahmen obiger Gegenſtände unter Zuſicherung prompter und reeller Behandlung beſorge.
Friedberg im Dezember 1851.
5 Fr. Hanſtein, Glaſermeiſter,
wohnhaft neben dem Rathhaus.
Für Israeliten! (201) Mazzes in bekannter vorzüglicher Qualitat, liefere ich auch diesmal ſehr billig und ſehe zahlreichen Beſtellungen entgegen. a
Abraham Naumann aus Biſſes.
Rechtfertigung auf das Inſerat 2024 No. 98 des Intell.⸗Blts.
(2015) Als Geſchäftsführer des Adam Geibel
habe ich zwar Gelder für denſelben eingenom⸗
men, allein da derſelbe ein nachläſſiger Befrie⸗ diger, beſonders für mich, bisher geweſen iſt, ſo habe ich ſolche Einnahmen nicht mit Unwiſſen⸗ heit, ſondern mit Vorwiſſen des genannten Geibel an mich bezogen und an dem au denſelben zu fordern habende Guthaben abgeſchrieben. Und dennoch hat er, nachdem dieſes geſchehen, Zah⸗ lungsforderungen an eine und dieſelbe Perſon gebildet.— Dem aufmerkſam gemachten Publikum bringe ich dieß zur Erkenntniß und fordere jeden auf, ſeine vermeintliche, etwaige Beſchuldigung an mich an ſeinem gehörigen Orte darzuthun, deſſen ich jedoch glaube, nicht gewürdigt werden zu kön⸗ nen. Daß mich dieß nun Adam Geibel würdigen will, kann ich ihn nicht verdenken, denn wenn ich denſelben nicht ſchon klagend belangt hätte, ſo würde er wohl ſolche Herunterſetzung an mir nicht haben zu ſchulden kommen laſſen. Allein hier⸗ mit bin ich keineswegs mit Geld befriedigt, und ein jeder Geſchäftsfreund mit Geibel, gebe zum Schluß dieſes ſein eigenes Urtheil.—— Ich aber werde, ſobald unſere anhängig gemachte Unter⸗ ſuchung zu Ende iſt, das Urtheil veröffentlichen. Bönſtadt den 14. Dezember 1851. Jakob Waſem.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.
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