Ausgabe 
17.9.1851
 
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meinen Ohe n Man, Ill deine quackelige Geſtalten mit Lanzen und Gäulen, die ig ſein fun ein Haarbreit ſchöner waren, als ſie ſelbſt. Zu dieſen pfiff eig Figuren kam die Teufelsſprache das waren die Koſaken, J ann ſie Menſchenfreſſer! Hu! wenn mich einer gefunden! der itwein 1a ätte mich offenbar ſogleich verzehrt, wenn er nämlich, gucke ni vie ich nicht zweifelte, einen ſo großen Hunger gehabt fe herum g ätte, wie ich ihn hatte. Die Koſacken ſetzten hinüber; c, bei fag ann kamen andere, auch Ruſſen müſſen's geweſen ſein, dund vor en Dragoner, die ſetzten ebenfalls an der Furth über, und 8 de don der andern Seite her hörte ich, wenn der Kanonen onner ſchwieg, wohl'mal ein deutſches Wort.

zehn bis ach! waren ſchlech für einen hobDas waren Stunden, lieber Herr, die ich meiner Uedermüdung lebtag nicht vergeſſe. Dabei Froſt, naſſe Kleider, da das ach der Sinn Vaſſer in meiner kleinen Erdhöhle durchſickerte, und einen dem Anbinden Zärenhunger, ohne Hoffnung ihn zu ſtillen. Allgemach Lind des Te ſog ſich das Schlachtgewühl zurück. Der Kanonendonner lallte aus der Ferne bumm, bumm, bumm, und ich dachte meinem Elende freudig: Nun laufen die Franzoſen!

und Mutter wie ſchmerz Wan nAls die Angſt nachließ, kam mächtiger der Hunger. 05 5 5 a fiel mir mein Heimwehbrod auf der Bruſt ein. Hun⸗ * 5 0 erſterben und am Heimweh ſterben läuft auf eins hinaus, 2 Ein ſachte ich. Hatte auch ziemlich Ruhe gehabt in der letz 3 0 gen Zeit, und mußte nicht, da das Riechen an dem Brode een fuchen hon zeitweis geholfen, das Eſſen von Grund aus ge ch etwas ver, zen das Heimweh helfen? der Gedanke war wichtig und ü eſaß von dem Hunger unterſtützt eine ſo wunderbar über ben. Immer eugende Kraft, daß ich raſch die Kordel abriß, an der es er die Brücke 9 das Tuch entfernte, wo hinein es geſchlagen war, n mit ſchauer ind an der ſteinharten Kruſte mit aller Kraft zu nagen an und harte ſegann. Neues Leben durchſtrömte mich nach dem Genuſſe; Einfall kämen, leue Lebens⸗ und Heimkehrhoffnung regte ſich. Ich kroch

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aus meiner Höhle, worin ich wie ein Krebs in der ſeinen ſteckte, und krabbelte auf das Ufer. Alles war todtſtill. Die Dörfer aber brannten im weiten Kreis, ſchauerlich anzuſehen. Jetzt trat der Mond aus den Wolken und rings um mich erblickte ich Leichen!

(Fortſetzung folgt.)

Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.

Wir beſcheinigen hierdurch mit herzlichem Danke die Liebesga⸗ ben, welche zum Beſten unſerer Anſtalt im Monat Auguſt eingingen, als: Für Fidibus 48 kr.; Ueberzahlung für ein Waſchſeil 3 fl.; Frau Geheimeräthin Müller v. d. H. 5 fl.; Finanzrath Dreves zu Arolſen 3 fl. 30 kr.; Fidibus 2 fl. 30 kr.; Zinſen 24 fl. 5 kr.; Reinertrag eines Concerts zu Salzhauſen d. Steuercommiſſär Winterſtein zu Nidda 63 fl. 33 kr.; Kerſt, Vorſt. d. höhern Töchterſchule 1 fl.; Zinſen 2 fl. 30 kr.; von den Kurgäſten der Kaltwaſſerheilanſtalt zu Michelſtadt d. Pf. Ame⸗ lung in Kurheſſen 13 fl. 29 kr.; Frl. Fehr in Büdingen 30 kr.; aus der Gemeinde Dreieichenhain 6 fl. 42 kr.; Gemeinde Beſſungen für M. Daum 37 fl. 30 kr.; Spenglermeiſter Scheuermann 30 kr. Aus Frankfurt: Johanna R. 12 kr.; Rahling 1 fl. Pfr. Zimmer 10 fl.; Fr. Schmid⸗Lindheimer 7 fl.; de Barp⸗Gontard 5 fl.; Frl. Reimers 12 fl. Poſtzeichen Friedberg 1 fl.; durch die Redaktion des Lauter⸗ bacher Anzeigers 10 fl. 30 kr.; Ung. einen Stempelbogen 10 kr.; 27. Auguſt 27 kr.; Berginſpekt. Storch 33 kr.; Fidibus 12 kr.; Heildiener Ruppel 1 fl. 6 kr.; Hausbüchſe 16 fl. 25 kr.; Anſtaltskolekteur Pletſch 152 fl. 15% kr. Summe 374 fl. 27½ kr. Sonſtige Geſchenke. H. Falk 2 Bund Roggenſtroh; Dr. Stein⸗ berger in Marienſchloß 1 Pack getragene Kleider. Da die Anſtalt ſich

täglich erweitert und demnach mehr Bedürfniſſe erheiſcht und wir auch

keine weitere Einnahme haben, als was die Liebe ſpendet, ſo bitten wir alle Menſchenfreunde unſer nicht zu vergeſſen. Der Herbſt bietet ja ſo viele Gelegenheiten dar auch der Armen zu gedenken, und wer ift wohl ärmer, als ein Blinder? Friedberg den 1. September 1851. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden-Anſtalt.

ſeßen? ſo war! en, wie mir's ich hundert⸗

Zekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N ιεν

Rain Weſer⸗ Eiſen bahn.

1 Section Gießen.

5 j 2 1 7

5 Bei den Erdarbeiten in der Lindner

därdelchen ge un damen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn

heſchäftigung erhalten.

Gießen den 12. Auguſt 1851. f

Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer.

Oeffentliche Aufforderung.

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e ſpießten 1537) Etwaige Eigenthumsanſprüche an die, 2* 10 f 5 Renneberg'ſchen Concursmaſſe dabier ſie ſo m ehörigen, Güterſtücke No. 155%, 29%, 236%,

Schuhe. Ieh meiner Weide in die Hoh; wenn's hoch

% und%s des Flurbuchs, worüber Eigen⸗ eu fehlen, ſind binnen 6 Wochen on heute an dahier geltend zu machen, widri⸗ genfalls die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf leſtätigt werden. e den 4. September 1851. ig nich aut Großh. Heſſ. Landgericht N 5 Dr. Irle. v. Preuſchen.

ir nach einn O bſt⸗Verſteigerung. eine een(1339) Montag den 22. September d. J.,

, Blasen, Vormittags 9 Uhr anfangend und die darauf 98 ſſt en ßolgenden Tage wird das Obſt in den ſtädtiſchen ander 10 Saumanlagen dahier und zwar Montag und de da helun Dienſtag, wobei der Anfang bei der St. Georgs⸗ bann ell! Capelle gemacht wird, in folgenden Diſtricten:

uſammal vom Rain am Exercierplatz, . gun vom Meier'ſchen Beſoldungsſtück, ig gebogen im großen und kleinen Wildkautsgraben und mein lichen, in der Feldgemarkung,

auf het bdann

Aiene ich J Donnerſtag den 25. September,

e Vormittags 9 Uhr, N 10 1 pobei der Anfang an dem ſtädtiſchen Bleich⸗

garten in der Burg⸗Vorſtadt gemacht wird in folgenden Diſtrieten: im ſtädtiſchen Bleichgarten, im Seergraben, in der Ockſtädtergaſſe, am Schützenrain, im großen und kleinen Haingraben, auf dem neuen Friedhof und im Stadtſchreibereigraben, öffentlich meiſtbietend verſteigert, wozu Steig⸗ liebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 10. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Bekanntmachung.

(1563) Montag den 22. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths dahier das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft parthienweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 12. September 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.

Obligations-Verlooſung.

(15640 Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung, betr. die beiden Anlehen der hieſigen Stadtkirche bei Samuel und Simon Lindheimer, ſind folgende Partial-⸗Obligationen rückzahlbar geworden: 1) von dem Anlehn von 15,000 fl. Nr. 99 (à 200 fl.) und Nr. 67 und 17(jede à 100 fl.); ſodann 2) von dem Anlehn von 6,000 fl. Nr. 36 (à 200 fl.) und Nr. 1(a 100 fl.). Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß ge⸗ ſetzt, um bis zum 1. Januar 1852 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz da⸗

hier zu erhebeu, indem die Zinszahlung mit dem gedachten Tage aufhört. Zugleich wird wiederholt erinnert, daß von den frühern Verlooſungen die beiden Nummern 38 und 76(jede à 100 fl.) noch immer nicht beigebracht wurden; daß wir aber wünſchen müſſen, der bereit liegende Betrag möchte bal⸗ digſt in Empfang genommen werden. Friedberg den 12. September 1851. Für den ev. Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender.

Obſtverſteigerung zu Friedberg.

(1565) Mittwoch den 24. d. M., Nachmit⸗ tags von 2 Uhr an, werden die diesjährigen Aepfel und Birnen in den Umgebungen des Großherzoglichen Schloſſes und am Burgberg, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert.

Die Verſteigerung beginnt am hinteren Hirſch

graben.

Friedberg den 13. September 1851.

Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Bekanntmachung.

1) Die Lieferung von 120 Ctr. mageren Stückkohlen und 30 Ctr. Steinkohlengries für die hieſige Anſtalt, ſowie

2) die Verwerthung des in hieſiger Anſtalt erzielt werdenden Düngers und Abfall⸗ ſtrohes auf drei hintereinander folgende Jahre vom 1. October l. J. an,

ſollen im Soumiſſionswege vergeben werden, weßhalb man die Intereſſenten unter 1 erſucht, ihre Forderungen und die unter 2, ihre Gebote bis zum 21. September l. J. Abends,

verſiegelt und portofrei einzuſenden oder in den vor dem Directorial⸗Büreau dahier befindlichen Soumiſſionskaſten einzulegen.

Man bemerkt hierbei, daß die Lieferung unter 1 franco anher zu geſchehen hat und daß ſich