9. den g. Ju
berichte; till.
Stadtkirche
Intelligenz-Blatt
fuͤr die
1 Provinz Oberheſſen
Stadttrch; N im Allgemeinen, cel. 0** en den Regierungsbezirk Friedberg ell. dngſihe im Beſonderen. iſch. — M 53. Mittwoch den 9. Juli 1831. ie. f 8 ö N Auffallendes iſt. Fräulein v. Valliere verſprach alles
1 f A m t l 1 ch E r T 0 el. und voll Troſt und Hoffnung verließ ſie der Geliebte a 65 4.— N mit 1 Jägern, an deren Spitze Mainz 17 Die Großherzoglich Heſſiſche i err v. Valliere und Lenoir bereits begeben hat— „ 5 8 17 5 8 a He uEZ ten. Sie können denken, daß ich eine ſo ſchöne Jagd— 0 5* 0 Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks gelegenheit nicht verſäumte. Ich begegnete Herrn Deau- 144 Friedberg mont, meinem Gönner im Hofe und folgte ihm auf dem * an die Gr. Bürgermeiſter des Regierungsbezirks, ſowie 4 0 2 ie N 2. l 5 5 b 5 o eſter — die Polizeibeamten zu Arnsburg, Engelthal und geſchehen wäre, jedes Plätzchen, jeden Schritt könnte ich 3 N f Wickſtadt. noch bezeichnen, ich entſinne mich noch jedes Wortes, je—
b Betreffend: Die Einsendung der Viebſtandd- Tabellen für das Jahr der Geſte des Herrn Beaumont. Er folgte ſchweigſam and Bußbach 1851. den Jägern, bis ein kleiner Fußpfad, links der Straße 1 Die Aufſtellung und Einſendung der Viehſtandstabel' kam, den er dann einſchlug, ich blieb dicht hinter ihm. Juli. So ging er lange Zeit fort, den Kopf gegen die Bruſt
len für das Jahr 1851 werden Sie bis zum 15. Juli d. — unfehlbar bewirken. Bei der Aufnahme und Angabe der Fr, Biß, Durchſchnittspreiße ꝛc. werden Sie mit der groͤßten Sorg⸗ berg. bach falt zu Werke gehen.
tr. pf. kt.. Friedberg den 29. Juni 1851.
N Ouvrier.
3 130.
4 9. 2 2
16% 0 Oeffentliche Nachricht.
1157 15 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, 13, daß heute Collector Kuhl von Butzbach als Unteragent für 16 te den Hauptagenten Dr. Strecker zu Mainz zur Beförderung für Auswanderer über Antwerpen conceſſionirt worden iſt. e., Zugleich wird den Gr. Bürgermeiſtern zur Nachricht
ur und Beaufſichtigung nach der Verordnung vom 25. Januar 5 717 d. J. bemerklich gemacht, daß außer Kuhl bis jetzt Nie⸗ 61 mand weiter als Agent für Aus wanderer im Regierungs—
—— bezirk conceſſionirt iſt.
9 95 Friedberg den 5. Juli 1851.
9 Großh. Regierungs⸗Commiſſion des a- Regierungsbezirks Friedberg
1 05 Ouvrier.
1 15 N
* 10 Der Sohn eines Kuhhirten.
16 607 Nach dem Franzöſiſchen von Franz von Carneville.
2 0(Schluß.)
760 Es ſchien, daß bei dieſer leidenſchaftlichen Unter— 16 7 redung ſich Beaumont einige Drohungen gegen ſeinen pam Nebenbuhler erlaubte, was bei einer ſo aufgeregten
. Stimmung eines jungen verliebten Mannes nichts
her öfter welche geſchoſſen hatte, erzählte.
geſenkt und die Flinte nachläſſig auf der Schulter; wir hörten die Schüſſe der Jäger und wenn uns ein Wild aufſtieß, konnte ich meiner Gewohnheit gemäß nicht unter— laſſen zu rufen.
5„Ein Haas! Ein Haas!... Herr, geben Sie Acht, die Diane iſt hinter ihm!“
Er ſchoß nicht, er ging immer tiefſinnig fort; end⸗ lich ſpürte ich eine Kitt Repphühner; ich machte Herrn Beaumont darauf aufmerkſam, er ſetzte ſich zurecht, ſein Hund ließ ſie aufſtehen, aber er, ſonſt ein ausgezeichneter Jäger, ſchoß ſo ſchlecht, daß er dieſen ſchönen Schuß fehlte und alle Hühner waren beim Teufel!
„Heute iſt ein ſchlechter Tag für mich,“ ſagte er und lud ſeine Flinte wieder.
„Er wußte nicht, wie wahr er geſprochen hatte. Wir traten wieder unſeren Weg an und beſchäftigten uns weder mehr mit der Jagd noch mit den Jägern, als wir an ein dichtes Unterholz kamen, indem ich einige Tage vorher die Spuren einer Wildſau entdeckt zu haben glaubte. Einen Eber ſchießen zu ſehen, wäre für mich ein unſäg— liches Vergnügen geweſen, ich, ein Junge von 9 Jahren, der noch nie eine ſolche Beute vor ſich liegen ſah und der dafür ganz überſpannt war, von den näheren Einzelheiten dieſer Jagd, die ihm Herr Beaumont, der im Jahre vor— Ich näherte mich leiſe und Schritt für Schritt dem Geſtrüppe, und da ich ein Geräuſch in den Blaͤttern und Gezweige vernahm, ſo rief ich: Ein Eber! ein Eber!“
„Ein Eber? ſagte Herr Beaumont gleichgültig.“
Er ſchlug an, verfolgte die Richtung, die ich ihm mit dem Finger bezeichnete und ſchoß. Ein Schrei ließ


