Ausgabe 
7.5.1851
 
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d. Nn. n verrichtet riſch.

Stadtkirche ttſch.

Stadtkirche 4

Nur N Burgkirche

Intelligenz-Blatt

fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

Gottes dienſ 9 0 0* 1 2 2 86. Mittwoch den 7. Mai 1851. e i ſe.. a E Amtlicher Theil. Y ere d lech 5 5 Ein Lebensbild. Nach dem Franzöſiſchen. B. Nr. n Bekannt ma ch un g,(Fortsetzung.) Nan bun Die theoretiſche Prüfung der Bauhandwerker, nach e bing A 1 Anleitung des Regulativs vom 27. Auguſt 1845, wird Nachdem wir die üblichen Complimente ausgetauſcht, 53 5 für das erſte Semeſter 1851 künftigen Montag den 12. ſetzte Mr. Clement ſich an unſern Tiſch, und 00 erfuhr 6%. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Büreau des Un⸗ von ihm, der vermeintliche Spanier ſei ein verbannter 10 5 terzeichneten vorgenommen. Pole, ehemaliger Offizier, und zwar, wie man vermuthete, 46313. Friedberg den 4. Mai 1851. f N von ſehr vornehmer Familie, obwohl er ſich hinter dem Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des beſcheideuen Namen eines Kapitän Carlo verſtecke. Er rare Baubezirks Friedberg lebe ſehr einfach und in großer Zurückgezogenheit und E Stockhauſen. habe erſt den Tag zuvor und zu Jedermanns Ueberraſchung ind Vutzbat N 7 den Vorſchlag gemacht und ausgeführt, die Bank zu über⸗ . Regierungsblatt⸗Auszüge N nehmen. Da er augenſcheinlich im Beſitz Neeber Baar⸗ . Mai 0 de ei Ae de en 155 mittel war und die lockendſten Bedingungen ſtellte, hatten ung für die ger! 12 agiſtratur in** 8 an 5 N 5 1 deen ber. 2) ueberſicht der für dae Jahr 1851 genehmigten die 5 der Spielbank ihm deren Gebrauch gerne Fed, Biß, Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden für einige Tage eingeräumt. Erſt ſehr ſpät oder viel⸗

bah, des Friedensgerichtsbezirks Bingen. 3) Ueberſicht der für das Jahr 1851 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Commnalbedürfniſſe in den Gemeinden des R.⸗Bez. Worms. 4) Ueberſicht der für das Jahr 1851 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der 2 israelitiſchen Religionsgemeinden im R.⸗Bez. Dieburg. 5) Ueberſicht 5. der Umlagen der isrgelitiſchen Religionsgemeinden im R.⸗Bez. Worms

0 für 1851/53. 6) Verzeichniß der Vorleſungen, welche auf der Großh. . Heſſ. Ludewigs untverſitat zu Gleßen im Sommerhalbjahre 1851 gehalten

1557, 15 und am 28. April beſtimmt und allgemein ihren Anfang nehmen wer⸗ f den. 7) Abweſenheis erklärungen. Zeugenvernehmung zur 1665 17 Conſtatirung der Abweſenheit des Martin Vierthaler aus Gaulges-

heim; Johann Bernhard Brandner aus Worms definitiv für abweſend erklärt. 8) Namens veränderung. Am 29. März wurde der Adoptivtochter des Ehriſtian Reinemer zu Rödelheim, Eliſabethe Mar⸗

1 1 garetha Scheerer, geſtattet, künftig den NamenReinemer zu 5118 führen. 9) Dienſtnachrichten. 22. März Probator bei der Cal⸗ 7 gagulatur der Sberforſt⸗ und Domänendirection Ganz zum Reviſor, Ge- 2 5/ iichtsacceſſiſt Dienſt zum Gerichtsſchreiber zu Mainz ernannt. 24. Der

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Nomination des geiſtl. Raths und Regens Nickel zum 6. Domcapitu⸗ 9% jar die landesh. Beſtätigung ertheilt. 26. Notar Schröter zu Pfed⸗

8. bdersheim zum Ergazungsrichter ernannt. 21. Dem Musketier Knoblauch , aus Schlitz die Stelle eines Landgerichtsdieners bei dem L.⸗G. daſelbſt 2, üb'oertragen. 10) Erledigt ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Eberſtadt, 1 ,, R. Bez. Darmſtadt, mit jährl. 1355 fl.; die kathol. Pfarrſtelle zu Sauer⸗ 44 4,7 ſchwabenbeim, R.⸗Bez. Mainz, mit jährl. 1050 fl.; die evang. Schul⸗ 1 6, lebrerſtelle zu Dittelsheim, R. Bez. Worms, mit jährl. 264 fl. nebſt %, 40 fl. fur Heizung des Schullokals. 11) Geſtorb en ſind: 21. Febr. 4 1 penſ. Steuerrath Sator zu Dieburg; 3, penſ. Schullehrer Felſing 5 28 zu Merlau; 12. Experimentator der Phyſik am Gymnaſtum zu Malnz , P. Arentzz 14. Kammerherr und Hofgerichtsrath Frhr. v. Hertlingz

60 penſ. Revierförſter Kraft, 19. penſ. Stabsquartiermeiſter Haack zu % Darnmſtadt; 30. Friedensrichter Kremer zu Worms; Penſionär der Saline Theodorshalle Marx.

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mehr ſehr früh am Morgen trennten wir uns; aber mich floh der Schlaf, und ich warf mich unzählige Male in meinem Bette herum, ohne einſchlafen zu können. Mein. Zimmerchen war klein, die Luft ſchwül und mein Nachbar im Nebenzimmer, von welchem mich nur eine dünne Zwiſchenthüre trennte, ſcheinbar noch unruhiger als ich ſelbſt. Unaufhörlich ging er im Zimmer auf und ab, und ich horte ihn bisweilen aus tiefſter Bruſt ſeufzen, wie von einem körperlichen oder Seelenleiden gedrückt. Vermuthlich waren nur der genoſſene Wein, meine fieberhafte Auf⸗ regung und meine Abneigung, mich in Etwas zu miſchen, was mich Nichts anging, daran Schuld, daß ich nicht die Klingel zog und einen der Diener des Hotel garni meinem Zimmernachbar zu Hülfe ſandte. Endlich aber ſchlief ich doch ein und erwachte, wie ſich denken läßt, erſt ſehr ſpät am Tage und mit ſchwerem, müdem Kopf und Körper. Eine ſeltſame Schwermuth und Bangigkeit laſtete wie ein Alp auf mir und begleitete mich ſogar auf die Straße, obwohl es mein erſter Beſuch der großen Hauptſtadt und ich mit ſehr großer Neugier und Begeiſterung gekommen war, um ihre Wunder und Genüſſe kennen zu lernen. Die bange Ahnung, die mich quälte, entkleidete die mich umgebenden neuen Scenen all' ihrer Reize und ſandte mich frühe wieder in mein Hotel zuruck. Ich ließ mir ein Diner von einem benachbarten Reſtaurant holen, verzehrte es einſam auf meinem Zimmer und blieb auch nachher noch mit einer friſchen Flaſche Wein, etwas Deſſert und einigen Eigarren allein, um mich ungeſtört meinen Gedanken hin⸗