Ausgabe 
5.11.1851
 
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ute dn Altes Gold.

Man hört jetzt ſoviel von demneuen Golde,

dis in Californien, in Amerika, ſo dick liegen ſoll, daß n's etwa mit den Schuhen zuſammen ſcharren kann wenn's wahr wäre!) daß man Bedenken tragen möchte, mch vonAltem Golde, zumal von ſolchem, wie's 1590 weſn di Spinnſtube bringt, zu reden; aber ich weiß, daß eben ebſt bei unn, diſes ächt iſt und recht gewogen ſchwerer ins

at geholfen

e der Schmie ich Euch, das iſt älter als alle Schmiedjacobe der Welt. gegangen, dem Was es aber ſagt, gibt recht viel zu bedenken. Ich möchte, men Bankrun noch zuſetzen, wie's denn auch darin liegt,auch ſeines den. Snglücks Schmied iſt Jeder! 26 Dort, man richwort ſagt! Leute reich machte und die Leute reichlich nährte, ſo wären it die Folge die Arbeitſamen, die das Kartenſpiel, Wein- und Brannt⸗ Mutter. Ss weintrinken meiden, ja doch Eſel, daß ſie 5 den Bauerm ſchmiedeten; aber ſeht einmal mit offenem Auge in die e wärs im Welt! Da erblickt Ihr dieſe Leute recht eifrig am Ambos, gel legt solch wie ſie ihr und ihrer Frauen und Kinder Elend heiß und und das Ende kalt ſchmieden. O weh! Wenn die Bibel ſagt: Wie der Menſch ſäet, ſo wird er erndten, ſo iſt das juſtement das⸗ Schmiedjacob, ſebe. Da weiſet die Erndte noch etwas weiter hinaus, e höher hinauf als das Grab, und ſo ſchmiedeſt auch du dein Glück oder aufs Eis gug Unglück hier, in dieſer Welt, für Zeit und Ewigkeit, und ente mit ihten daß das Sprüchwort grade dasSchmieden nennt, das arbeiten, u weiſet hin auf das Unveränderliche und Dauernde in dem, en nicht ſo vil was du ſchmiedeſt. ct geſüet, dit Haſt du durch ein ſittenloſes, verworfenes Weſen und und die durchs Thun dein Gewiſſen verſchmiedet, deinen Frieden, wie alt ide auf Eins Eiſen, zuſammengeſchlagen, deine Ehre und guten Namen gedenken. Ehr ebenſo und endlich deine Hoffnung eim Himmel dann Serufe iſt u bleiben dir nur die Schlacken des Jammers und Elends nun Bauen, hier und dort oben. Klage Niemand an! Du warſt der lechen, abſeln Schmied! Du haſt das mahnende Gotteswort und das dann Mie warnende Gewiſſen verachtet! Du haſt die Kräfte, die dir 75 die ali Gott gab zum Guten, angewendet zum Böſen! Du haſt Lennenſcim⸗ dich nicht durch deine Schickſale beſſern laſſen! Die Gnade Haus baltung Gottes haſt du weggeſtoßen und eifrig haſt du geſchmiedet glaubt mirs, an dem Verderben, das nun mit eiſerner Schwere auf dich eben hinaus; füllt. Dann aber iſt's geſchmiedet!

5 Blick'mal um dich! Siehſt du nicht ſolcher Schmiede in Hüll' und Fülle, die ſagen: Graben mag ich nicht; 1 ſchäm' ich mich aber der Spitzbuͤberei nicht!

Mancher ſchmiedet ſein Unglück mit Einem Ham⸗ merſchlag. Ein Verbrechen, Eine Schandthat vernichtet ſeine Unſchuld, ſeine Ehre, ſeinen Frieden für ewig, und da ſind die Schmiede nicht alle Männer; wie viele Mäd⸗ chen und Frauen ſchmieden auch an ihrem Unglücke?

Andere beginnen das Schmiedehandwerk des eigenen Jammers, wie ein Junge, der das Handwerk lernt, wird Geſell und am Ende Meiſter; aber mit der Meiſterſchaft hat er's für Zeit und Ewigkeit fertig, und die Eltern helfen ihm den Blasbalg ziehen.

Ach, wie Viele beginnen zu ſchmieden und merken's nicht, wenn ein Verführer lockt!

Bedenkt's, meine Lieben! Ihr könnt auch Euer Glück ſchmieden. Raſch dran! Faßt Hammer und Eiſen! Der Eine Schlag heißt: Bete! Der Zweite: Arbeite! Einen dritten brauchſt du nicht zu thun. Halte dich zu Solchen, die ſo ſchmieden und ſchlag' wacker zu. Da ſchmiedeſt du eiſern feſt dein Glück auf Erden und den Frieden deiner Seele für immer. Da klingts gar hell und klar, wenn du ſchmiedeſt und die Freude deines Herzens gibt den Takt 1 ſie bläſt die Eſſe an und die Glut iſt luſtig anzu ehen.

Solch ein Schmiedehandwerk nährt ſeinen Mann tüchtig, denn:Friede ernährt(Friede mit Gott, mit den Menſchen und ſich ſelbſt), aber Unfriede(mit allen Dreien) verzehrt. Bedenk's zur Zeit, wo du es noch kannſt und werde

ein Schmied deines eigenen Glückes!

Miszellen.

In einem Teſtamente von 1466, welches bei Auf⸗ hebung der Klöſter im Kanton Aargau in der Sweiz vor⸗ gefunden wurde, findet ſich die merkwürdige Clauſel:Alle meine rechtliche Descendenten ſollen erben, nur nicht die⸗ jenigen, welche ſich mit der teufliſch ſchwarzen Kunſt (Buchdruckerei) befaßt, oder irgendwie dieſelbe berühret ha⸗ ben. Was würde wohl der Erblaſſer in ſeinem Teſta mente für Beſtimmungen in heutiger Zeit gegeben haben?

Ein Pfarrer, der über das Evangelium von der Sa⸗ maritanerin predigte, ſagte zu ſeinen Zuhörern:Wundert Euch nicht, wenn dies Eavngelium lang iſt; es ſpricht ein Weib!

o ſoll das hn eee Bekanntmachungen von Be⸗

nic hoͤrden. um 11 Uhr, wird in

er Mann treu, 25

7* D. e Wenigſtnehmenden ver f a Rain- Weſerz Eäſen bahn. Friedberg den 3.

1d Agnes ſog Section Gießen. Der Gr

Bei den Erdarbeiten in der Lindner 1 1 25 fleißige Arbeiter gegen guten Lohn

ſtarb u Beſchäftigung er alten. 5 A l und ein Gießen den 12. Auguſt 1851. f 1 Man Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur d ih Eicke meyer. 1 nb 5 *(1816) Der Voranſchlag der bie gen uubarlic 2 8 75 Religionsgemeinde pro 1852, ſowie die

gechnung pro 1850, ſind zur Ein⸗ und Großpal Turcſicht aller Betbeiligten 8 Tage lang bei dim Unterzeichneten offengelegt.

Friedberg den 3. November 1851. Der Vorſtand der israel. Rel.⸗Gemeinde Hir ſch.

Mayer

Bekanntmachung. Mittwoch den 5. d. M., Morgens 11 41 1 1 hieſigem Rathhauſe die Anlieferung von ½ Klafter Pflaſterkies an den ſteigert. November 1851. ab e Bürgermeiſter e

Hofraithe-Verſteigerung. (1818) Donnerſtag den 18. Dezember, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des abweſenden Bürgers und Schneiders Karl Schleuning, beſtehend in einem Wohnhaus, meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 3. November 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben d

Bekanntmachung. 1819) Montag den 10. November, Nach⸗

mittags um 2 Uhr, werden in der Wohnung des abweſenden Bürgers und Schneiders Karl Schleuning deſſen Mobilien meiſtbieteud ver⸗ ſteigert, als: Eiſen, Blech, Kupfer, Porzellain, Holzwerk, von Letzterem kommen zum Ausgebot: ein nußbaumenes Kommod, ein Nachttiſchchen, Stühle, ein eichener Kleiderſchrank, ein Glas⸗ ſchrank ꝛc. Friedberg den 3. November 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

nder.

Jagdverpachtung. (1820) Freitag den 7. November, Morgens 10 ÜUbßr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſte⸗ hende Feld⸗ und Waldjagd auf ſechs Jahre verpachtet werden.

Burggräfenrod den 1. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mo ſcheroſch⸗

e r.