Ausgabe 
3.12.1851
 
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*.* 5 duſer; aber Nr. 23 und iſt's eine Lüge geweſen, ſo meldeſt du es ſo gleich der Polizei, damit uns das Kind auf der Stelle

wieder abgenommen wird.

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Während dem war Frau Niedner beſchäftigt, das

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hin, welches die beiden Frauen mit einem blauen Augen 1 und mit weinendem Munde begrüßte.

Das hat noch gefehlt! rief Frau Niedner aus

ind ſchlug entſetzt die Hände zuſammen.Auf ein Glück

igt auch ſogleich wieder ein Unglück. Schnell Lorchen!

ufe in den goldnen Engel. Frage nach der Dame in

Sie haben Recht, Mutter! verſetzte Eleonore. Mich dauert zwar das unſchuldige Kind; aber behalten

können wir es nicht ſchon um des Geredes der Leute ir mich dich 5

N willen.

Bettchen aufzubinden.Da liegt ein Zettel ſprach ſelies einmal, Eleonore!

Die Kleine iſt noch nicht getauft! las Eleonore.

Das kommt immer ſchöner! klagte die Mutter. Und ſieh nur: nicht einmal ein ordentlich Jüpchen hat das Kind auf dem Leibe. In ein altes, ſeidnes Tuch iſt es bloß eingeſchlagen. Eine Rabenmutter das!

Eleonore nahm ihrer Mutter das abgewickelte Tuch aus der Hand, hielt daſſelbe näher zur Lampe und erblaßte. Ziehen Sie die Kleine ordentlich an bat ſie mit beben⸗ der Stimme ihre MutterSie haben ja noch unſer Kinderzeug aufgehoben. Ich ſpringe indeß in den golde nen Engel.

Wie zu vermuthen, war die Angabe erdichtet und

keine fremde Dame aufzufinden geweſen. Demohnerachtet widerſetzte ſich Eleonore der ſofortigen Ablieferung des

Kindes an die Polizei. Das arme kleine Weſen! ſprach ſie mitleidsvoll Was kann es für die Sünde ſeiner Mutter? Behalten

wir es wenigſtens ſo lange, bis es der Polizei gelungen iſt ſeine Mutter aufzufinden Wenn die Niete us Fun⸗ delhaus kommt, ſo iſt ſie ſo gut wie verloren.

Der Findling ward nun gehörig eingekleidet, mit Milch getränkt, dann in den Schlaf geſungen und ſelbſt in eine ſchnell herbeigeſchaffte Wiege gebettet. Als auch die Nachforſchungen der Polizei erfolglos blieben, da war es wieder Eleonore, welche des Kindes Fürbitterin wurde.

Aber ich verkenne dich ganz ſprach ihre Mut⸗ ter.Erſt warſt du doch ſelbſt gegen des Kindes Auf nahme und zwar beſonders des Geredes der Leute wegen, unter dem du am meiſten leiden mußt.

Eleonore erröthete.Wenn auch! erwiederte ſie nach einer kleinen Pauſe.Mögen ſie reden, wenn es

nur nicht wahr iſt. Wir thun ein gutes Werk an dem

Kinde und ein ſolches bringt endlich doch Segen.

Die Kleine blieb, ward Emilie getauft und gar bald die höchſte Freude der Mutter Niedner wie ihrer Tochter Eleonore.

(Fortſetzung folgt.)

Eine Anekdote.

Jedermann weiß, daß es auf Jahrmärkten nicht immer glimpflich hergeht, und daß, wenn viele Leute da ſind, man einmal im Gedränge tüchtig getreten oder ge ſtoßen wird. Kommt's denn auch einmal vor, daß ſo ein Stadtherr, der die Naſe gar hoch trägt, von einem Andern auf den Fuß getreten wird, daß es ihm grade nicht ſonder⸗ lich gut thut. Sie, Bauer! ruft er zornig aus! Entſchul⸗ gen Sie, ſagte der Andere, ich bin kein Bauer, ſondern ein Viehdortor und will Sie gerne umſonſt heilen, wenn Sie Schaden gelitten haben!

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

c ννινν

Nain⸗Weſer⸗ Eiſen bahn. Section Gießen.

80) Bei den Erdarbeiten in der Lindner 15 konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten.

Gießen den 12. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemehyer.

Hofraithe-Verſteigerung. ) Donnerſtag den 18. Dezember, Mor⸗ 1 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe tie Hofraithe des abweſenden Bürgers und Schneiders Karl Schleuning, beſtehend in einem Wohnhaus, wee e e Friedberg den 3. November N e In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Edictalladung. 1917 Nach verzeichnete Grundrenten, als:

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Forſtmeiſter Karl Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg zu Schmalkalden und von dem Kurfürſtl. Heſſ. wirklichen Geheimen⸗ rathe Dr. Wilhelm Freiherrn v. Schenk zu Schweinsberg, dem Friedrich und Adam Geibel, Adam Wagner 1. und der Wittwe des Johann Wagner von Bönſtadt erblich verliehenen Grundrenten, und zwar:

a) in der Gemarkung Aſſenheim im Geld⸗

anſchlage von 7fl. 29 kr. 1 hell. und p) in der Gemarkung Bönſtadt im Geld⸗ anſchlage von 14 fl. 47 kr. 3 hell.,

die dem Oeconomen Karl Friedrich Heim⸗ burg zu Bönſtadt, in der Gemarkung Bönſtadt, zuſtehenden im Geldanſchlage von 15 fl. 40. kr. 3 hell,

die dem Herrn Grafen Friedrich von Leiningen⸗Weſterburg zu Schloß Ilben⸗ ſtadt in der Gemarkung Bönſtadt zuſtehen⸗ den, im Geldanſchlage von 30 fl. 15 kr., die dem Königl. Baieriſchen Reichskathe Georg Freiherrn v. Franckenſtein zu Mün⸗ chen, in der Gemarkung Friedberg, zu⸗ zuſtehenden, im Geldanſchlage von 68 fl. 2

die dem Königl. Preuß. Kammerherrn und Oberforſtmeiſter Karl Freiherr v. Löw in Friedberg, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn und Major Wilhelm v. Löw I. in Löwen⸗

ßen, in der Gemarkung Friedberg gemein⸗ ſchaftlich zuſtehenden, im Geldanſchlage von 107 fl. 33 kr. 3 hell.,

7) die dem Kammerherrn und Rittmeiſter Freiherrn Auguſt Löw von und zu Stein⸗ furth in der Gemarkung Ober- und Unter⸗ florſtadt zuſtehenden, durch Allodification von Erblehn entſtandenen, im Geldan ſchlage von 272 fl. 18/2 kr.,

ſollen nach den deßfalls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden.

Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen bekannten und unbekannten Betheiligten hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche ſo gewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeich⸗ neten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Aus⸗ zahlung der Ablöſungskapitalien an die genann⸗ ten Berechtigten geſtattet werden würde.

Friedberg den 15. November 1851.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Dr. Ire.

Ausverkauf Sn

von Wia a r een

(19310 Frau Heinrich Wilhelm Müllers Wittwe dahier iſt geſonnen ihr ſeither betriebenes Waarengeſchäft niederzulegen, weßhalb auf frei⸗ willigen Antrag

1) die dem Herrn Grafen Adolph zu Jſenburg⸗ Wächtersbach in der Gemarkung Aſſenheim zuſtehenden, im jährlichen geſetzlichen Geld⸗ anſchlage von 100 fl. 40 kr. 3 hell., f

2) die von dem Gr. Heſſ. Miniſterial⸗Direc or

2 Friebrich Freiherr v. Schenk zu Schweins⸗ berg in Darmſtadt, dem Kurheſſ. Ober⸗ gerichtsrath Moritz Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg zu Rotenburg, dem Ernſt Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg, dem

ruhe bei Offenbach, dem Herz. Naſſ. Hof⸗ gerichtsrathe Ludwig Freiherr v. Löw in Wiesbaden, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn Wilhelm v. Löw II. in Staden, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn und Rittmeiſter à la suite Auguſt Freiherr v. Löw in Beſſun⸗ gen bei Darmſtadt, uguſt Oskar v. Löw zu Löwenthal bei Wiſſels⸗ heim, die beiden Letzteren vertreten durch

den Gr. Regierungsrath Küchler zu Gie⸗

Mittwoch den 10. December d. J., Vormittags 9 Uhr, in hieſigem Rathhausſaale nachverzeichnete Waa⸗ ren beßter Qualität öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden, als: Kattun, Napolitain, Wol⸗ lenmouſſlin, Druckzeuge, feine wollene Kleiderſtoffe, Stick⸗ und Strickwolle, dergleichen Seide, Stra- min, Stickmuster, kurze Waaren, eine ganz neue Ladeneinrichtung mit Glasſchränke und Glas⸗

und dem Auguſt und