Ausgabe 
1.10.1851
 
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Intelligenz-Vlatt

fuͤr die

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

M 77.

Mittwoch den 1. October

1851.

Amtlicher Theil.

Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens darmerie des Regierungsbezirks.

Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Konrad Löffler von Geln⸗ haar wegen Widerſetzung.

Sie erhalten hierdurch den Auftrag, den ſich als Zinn⸗

gießer, Kaffemühlſchärfer und Keſſelflicker herumtreibenden

Nubrikaten bei deſſen Habhaftwerdung zu arretiren und an⸗

1

her abzuliefern. Friedberg den 25. September 1851. Dt e

Die ſſel be

an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Einſendung der Gemeindevoranſchläge für 1852.

Diejenigen von Ihnen, welche noch nicht die rubri⸗ cirten Voranſchläge an uns eingeſendet haben, werden hieran mit Friſt von 8 Tagen erinnert, gegenfalls Wartboten ab⸗ geſendet werden muͤſſen

Friedberg den 19. September 1851.

Ouvrier.

Aufruf

zur Unterſtützung der Waſſerbeſchädigten in der Provinz Starkenburg.

Die gewaltigen, zu dieſer Jahreszeit faſt unerhörten Ueberſchwemmungen des Rheines haben leider auch mehreren Gemeinden der Provinz Starkenburg einen ungeheuren, ſaum überſehbaren Schaden zugefügt. Von den Winter⸗ ſtüchten konnte nur ein Theil gerettet werden, während die Sommerfrüchte in weiter Ausdehnung ganz zu Grunde ge⸗ gangen ſind, des ſonſtigen Schadens am uͤberſchwemmten Gelände nicht zu gedenken. a

Gewiß! dieſes harte Schickſal, welches unſere Mit⸗ kürger betroffen, kann nicht unberückſichtigt bleiben. Um

daſſelbe einigermaßen lindern zu helfen, rufen wir auf zur Unterſtützung derjenigen Beſchädigten, welche der Hülfe be dürfen, und ihre Anzahl iſt groß.

Zur Empfangnahme der eingehenden Geldbeiträge hat ſich der mitunterzeichnete Straßen- und Flußbaukaſſe-Rechner Raupp bereit erklärt, der darüber durch Quittung oder Aazeige in der Darmſtädter Zeitung beſcheinigen wird.

Hat dieſer wohlgemeinte Aufruf den gewünſchten raſchen Erfolg, ſo werden wir dafür beſorgt ſein, daß die eingehen den Gelder den beſchädigten Gemeinden nach Verhältniß der amtlichen Ermittelungen des entſtandenen Schadens zufließen und die Vorſtände dieſer Gemeinden in Verbindung mit den Geiſtlichen die Vertheilung nach Maßgabe der Hülfsbedürf tigkeit der Beſchädigten vornehmen. Im Intereſſe derſelben wünſchen wir daher noch, daß ſich an recht vielen andern Orten des Landes Hülfsvereine bilden und ihre geſammel ten Gelder entweder hierher abliefern oder bezüglich deren Verwendung mit uns in Benehmen treten möchten.

Ueber den Eingang und die Vertheilung der Unter ſtützungen werden wir öffentliche Rechenſchaft geben.

Darmſtadt, am 10. Auguſt 1851.

C. W. Dieffenbach, Kaufmann. Elwert, Rech⸗ nungskammerath. Fußner, Gaſtwirth. Grimm, Ober⸗ baurath. Gros, Advocat. Guntrum, Geh. Regiſtrator. Heim, Reg.⸗Rath. Kahlert, Bürgermeiſter. Kares, Reviſor. Mohr, Rittmeiſter. Piſtor, Stadtrichter. Rau, Steuercommiſſär. Raupp, Straßen⸗ und Fluß⸗ baukaſſe⸗Rechner. Reuning, Oberpoſtmeiſter. Nitſert, Stadtpfarrer. Seederer, Staatsſchuldentilgungsk.-Kaſſier. Seederer, Hauptmann. R. L. Venator. Wittmann, Bürgermeiſter zu Beſſungen.

Auch die Expedition des Friedberger Intelligenz⸗Blattes erklärt ſich zur Annahme von Beiträgen bereit.

Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Kieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.)

Ach ja, Mutter, ſagte Annebärbelchen, und die Thränen rannen ſtromweis aus ihren ſchönen Augen, ich will's wohl gern glauben, aber ich war doch ſelbſt in der Stadt und der Buͤrgermeiſter ſagte, die Nachrichten laute ten, daß er bei Leipzig abhanden gekommen ſei. Das Regiment ſei darauf in einem Gefechte hart mitgenommen worden. So wiſſe Niemand, was aus ihm geworden.