Ausgabe 
1.1.1851
 
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zuſammengeſchreckt ſein. Ich ſah ihn freudlich an und meine dargebotene Rechte konnte für den Ausdruck meines Wunſches gelten, unſere Freundſchaft zu erneuern.Ro bert! ſtammelte er und legte ſeine Hand flach in die meine;woher Sie? Wer hätte Sie hier erwartet?

Wenigſtens Sie nicht, lächelte ich, da Sie einen alten Freund anſtarren, als ſei er ein Geſpenſt, das Sie zu verſchlingen drohe. Nun aber im Ernſt

Stille, ſtille! fiel Cardon fluͤſternd ein;laſſen Sie uns das auf dem Corridor beſprechen. Dann ſich hebend ſagte er zu Merton:Ein alter Freund; wir ſind im Momente zurück.) Auf dem Corridor Auge in Auge fuhr Cardon mit gewohnter Kaltblütigkeit fort:Was bedeutend das, Robert? Was bringt Sie nach London? Als ich zuletzt von Ihnen hörte, hieß es, Sie wären Er ſtockte. a

Ruinirt, ein Bettler, ergänzte ich. Konnte Sie das wundern?

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Cardon, betonte ich. Wahr iſt, daß ich famos ausgebeu telt, rein ausgeſchält worden bin, wie man's nennt. Glücklicher Weiſe iſt mein alter gütiger Oheim

Paßgrove todt und Sie ſein Erbe! rief Cardon und ließ ſich aus den Augen leſen, was er dachte.Gratulire alter Junge. Das iſt ein charmanter Wechſel der Dinge, ein ſüperber Umſchlag!

So meine ich auch, antwortetete ich ruhig; nur nicht zu vergeſſen, daß ich einen andern Menſchen angezogen, den Würfeln für immer Valet geſagt und meiner Emilie verſprochen habe, ſogar nie mehr eine Karte anzurühren.

Sehr recht; gut und löblich, wie es im Buche ſteht, lächelte Cardon,und was man verſpricht, muß man halten. Nun laſſen Sie uns aber in die Loge zurück kehren und erlauben Sie mir Ihnen Herrn Merton vor zuſtellen, einen Mann von Einfluß und Gewicht. Vorher noch Eins. Aus Familien- und andern Rückſichten die Sie ein anderes Mal erfahren ſolleu, nenne ich mich jetzt

Liebſter, beſter Freund, verſetzte Cardon;Sie

glauben doch nicht

Sandford. heiß' ich.

In der Beziehung glaube ich gar nichts, mein guter

Laſſen Sie das nicht anßer Acht, Sandford

(Fortſetzung folgt.)

Bekanntmachungen von Be⸗

hoͤrden.

N NN N NNNNR&

Immobilien-Verſteigerung. (1958) Donnerſtag den 2. Januar 1851, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe, in Auftrag des Gemeinderaths C. C. Nagel dahier deſſen Immobilien, beſtehend in einer Hofraithe und Güterſtücke, welche im Intelligenzblatt Nr. 95, Inſerat 1869 näher bezeichnet find, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung, unter vortheilhaften Bedingungen, ausgeſetzt.

Friedberg den 24. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Gläubiger aufforderung.

(J) ueber das Vermögen des Sattlers Carl Zinkand und deſſen Ehefrau zu Vilbel iſt der formelle Concurs erkannt worden. Es wer den daher alle diejenigen, welche, aus was immer für einem Grunde, Anſprüche an gedachte Eheleute zu machen haben, aufgefordert, ſolche bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Con cursmaſſe

Mittwoch den 12. Februar 1851,

Vormittags 9 Uhr,

perſönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte ſchriftlich oder mündlich dahier anzumelden, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen.

Zugleich werden im Termin, wenn nöthig, ein Maſſepfleger und ein Gläubigerausſchuß er⸗ nannt, Borg⸗ und Nachlaßverträge verſucht und ſollen in Bezug hierauf, ſowie der etwa ſonſt ge faßt werdenden Beſchlüſſe, die Nichterſcheinen den als der Mehrheit der Erſchienenen beitretend angeſehen werden.

Großkarben am 21. Dezember 1850.

Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius.

Bekanntmachung.

(2) Auf Antrag der Betheiligten ſoll die zum Nachlaß des Heinrich Hock zu Aſſenheim gehörige Erbleih⸗Mühle nebſt Gelände Mittwoch den, 8. Januar, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim nochmals öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 27. Dezember 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle.

Bekanntmachung.

(3) Es wird zur allgemeinen Kenntniß ge brocht, daß Gr. Hofgericht der Provinz Ober heſſen den Philipp Emmel II. von Wohnbach wegen verſchwenderiſchen Lebenswandels für ent⸗ mündigt erklärt hat, und daß für ihn bindende Rechtsgeſchäfte nur mit dem gerichtlich beſtellten Curator, ſeinem Bruder Johannes Emmel zu Wobnbach, abgeſchloſſen werden können. Zugleich werden alle Gläubiger des Philipp Emmel II. aufgefordert, im Termin Donnerſtag den 23. k. M., Vormittags 8 Uhr, ihre Anſprüche mündlich oder ſchriftlich dahier geltend zu machen. Hungen den 23. Dezember 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Holz- Verſteigerung. () Freitag, den 3. Januar 1851, werden aus verſchiedenen Walddiſtrikten an den Meiſt⸗

bietenden verſteigert: Stecken Buchen-, 51

Eichen- und J Scheitholz; 7, Nadel⸗ 8 8 Buchen-, 30 Eichen- und J Prügelholz;

77 Nadel-

272Buchen-, ö 40 Eichen- und J Stockholz, 87 Nadel- ö 737½ Stück Buchen-, 3587 Eichen- und J Wellen und 1050 Nadel-

10 Stämme S 464 Cubikfuß Nadelbauholz. Die Verſteigerung beginnt bei günſtiger

Witterung Vormittags 9 Uhr im Diſtrikte

am Straßheimer Wald; andern Falls wird ſie im Wirthshauſe zum Hirſch dahier ab⸗ gehalten. Ockſtadt den 24. Dezember 1850 Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Holz-Verſteigerung. (5) Montag den 6. Januar 1851, Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in den Gräflich Solms Rödelheimiſchen Beinhards- Waldungen nach ſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend

verſteigert: 70 Stecken buchen Prügelholz, 24 Stockholz, 140 1 Reisholz,

1200 Wellen eichen Forſthaus Beinhards am 28. Dezember 1850.

Der Gräfl. Solms⸗Rödelh. Revierförſter

Hartmann.

Holz-Verſteigerung.

(6) Dienſtag den 7. Januar 1851 ſollen in den Gräflichen Waldungen zu Wickſtadt, Diſtrikt Hardt und Schiffloch öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden: 1 Stecken buchen Scheitholz, 21 eichen Scheitholz, 38 buchen Prügelholz, 6 leichen 1 obſtbaum buchen Stockholz, 29leichen 1 9 obſtbaum buchen Reisholz, 39 eichen obſtbaum 2weiden 37 Stämme eichen Bau- und Werkholz, 3 obſtbaum 9 Das Obſtbaumholz ſteht größtentheils vor Wickſtadt an den nach Aſſenheim führenden Wegen und iſt hauptſächlich für Dreher und Schreiner geeignet. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 10 Uhr im Walde ſelbſt am Steinbruch. Forſthaus Beinhards am 28. Dezemher 1850. Der Gräfl. Solms⸗Rödelh. Revierförſter Hartmann.

Bekanntmachung. J Betr.: Holzverſteigerung in dem Gr. Domanial⸗ wald Burgwald, Reviers Oberrosbach.

(7) Mittwoch den 8. Januar 1851 werden in dem oben genannten Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Stecken birken, 2 Stecken nadel Prügelholz, 5 3 Stockholz, 200 Wellen buchen, 7900 Wellen birken, eichen, 2850 Wellen nadel Reiſerholz, 3 Wagen, 8 ½ Läſte Allerleiholz, 5 Stämme nadel Bauholz von 6 bis Durchmeſſer und 15 bis 25 Länge, 7 Stangen Nadelholz von bis 3 Durchmeſſer und 15 bis 20 Länge. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteigerung um 9 Uhr, im Lohſchoppen auf dem Winterſtein. Oberrosbach den 24. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann.

Holzverſteigerung.

(8) Montag den 6. Januar 1851, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem