Ausgabe 
6.2.1850
 
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Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N Aufforderung.

(82) Forderungen und Anſprüche jeder Art an den Nachlaß des am 2. Juni v. J. zu Bonames verſtorbenen Bäckers Balthaſar Zach von Niedereſchbach, ſind um ſo gewiſſer Dienſtag den 26. Au l. J., Vormittags hr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt bei Vertheilung dieſes Nachlaſſes nicht be⸗ rückſichtigt werden würden.

Zugleich und für den Fall, daß ſich, wie wahrſcheinlich, eine Ueberſchuldung herausſtellen würde, haben die Gläubiger ihre Erklärung über Faſſung geeigneter weiterer Beſchlüſſe in obigem Termine abzugeben, mit dem Anfügen, daß die Ausbleibenden den von der Mehrzahl der er⸗ ſcheinenden Gläubiger gefaßt werdenden Be⸗ ſchlüſſen als ſtillſchweigend beigetreten, erachtet werden ſollen.

Groskarben den 9. Januar 1850.

Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius.

Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(98) Donnerſtag den 14. Februar l. J. Vor⸗ mittags 11 Uhr werden auf bieſigem Bahnhofe 1) Zimmerarbeiten, veranſchl. zu 9233 fl. 18 kr. 2) Schloſſerarbeiten, 1000» zur Herſtellung der Lehrgerüſte bei Erbauung des Viaduktes über das Roſenthal an die Wenigſt⸗ bietenden öffentlich in Akkord gegeben werden. Friedberg am 25. Januar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg. Hochgeſand.

Edictalladung.

(107) Der im Jahr 1758 geborene, ſeit lange abweſende Johannes Stetzer III. aus Ober⸗ rosbach oder deſſen Leibes⸗ oder Teſtamentserben werden anmit aufgefordert, Anſprüche an das Vermögen jenes, ſo gewiß binnen drei Monaten von heute an, hier zu begründen, als ſonſt Jo⸗ hannes Stetzer III. für todt erachtet, ſein Ver⸗ mögen aber ſeinen bekannten nächſten Anver⸗ wandten, welche die Erbſchaft antreten wollen, zum Eigenthume überlaſſen werdeu wird. Nach dem vorgelegten Stammbaume würde Johann Konrad Seibel von Niederrosbach zu den Er⸗ ben des mehrgedachten Stetzer gehören, da aber auch er ſich ſeit vielen Jahren aus ſeiner Hei⸗

math entfernt hat, ſo ergehet an ihn ebenwohl Aufforderung zur Erklärung über die Erbſchafts⸗

antretung in obbeſtimmter Friſt, gegenfalls er bei eee des Nachlaſſes nicht berückſichtigt wird. Friedberg am 22. Januar 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Edicetalladung.

(125) Zur Anmeldung und nöthigen Be⸗ gründung ſämmtlicher Anſprüche an den über⸗ ſchuldeten und von Gr. Hofgericht für con⸗ cursfällig erkannten Nachlaß des Johannes Winter von Niedermörlen ſteht Termin Mittwoch den 27. März l. J., Morgens 10 Uhr.

Alle bekannten wie unbekannten Gläubiger werden daher aufgefordert, zu dieſem Termine ſich einzufinden, ſowohl ihre Forderungen anzu⸗ melden als wegen Conſtituirung der Maſſe, Beſtellung eines Maſſecurators ꝛc. ſich zu er⸗ klären oder zu erwarten, daß ſie ſofort von der Maſſe ausgeſchloſſen werden.

Butzbach den 21. Januar 1850.

Großh. 1705 1 e l.

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Holz⸗Verſteigerung. (1260 Dienſtag den 12 d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im Diſtricte längs der

Straßheimer Hecken 54 Stecken Eichen- und

25 Buchenſcheitholz;

11 Eichen⸗ und

5 Buchenprügelholz; 103 Eichen⸗ und

35 Buchenſtockholz; 1800 Stück Eichen- und 1387 Buchenwellen, endlich

fuß an den Meiſtbietenden verſteigert. Zuſammenkunft oben am Viehtrieb. Ockſtadt am 1. Februar 1850. Freiherrl. v. Franckenſtein ſches Rentamt An gieren

Arbeitsverſteigerung.

(127) Samſtag den 9 Februar d. J., des

Vormittags 10 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Phil.

Schneiders Wittwe dahier, nachbenannte Repa⸗

raturarbeiten für 1850, als:

a. Bei Herſtellung von Durchläſſen: g 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 12 fl. 34 kr., 2) Deckplattenlieferung, veran⸗

39 12

ſchlagt zu 5 3) Mauer⸗ und Chauſſierſteine⸗, Sand⸗ und Kalklieferung, veranſchlagt zu 38 30 4) Handarbeiten, veranſchlagt zu 7 Al b. Bei Herſtellung des Wegs in den Weinbrun⸗ nenwieſen: Handarbeiten mit Fuhrlohn, veranſchlagt zu . Bei Anlegung einer Mulde: 1 Pfläſtrerarbeit, veranſchlagt zu 1% 55 2) Pflaſterſteine⸗ und Sandlie⸗ ferung, veranſchlagt zu 6 15 d. Bei Unterhaltung der Schulhofraithe: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 1 fl. 15 kr., 20 Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 7 3 3) Schloſſer oder Schmiede⸗ arbeit, veranſchlagt zu 1 51* 4) Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 23 36 50 Pfläſtererarbeit, veranſchlagt zu 1 45 unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich in Accord gegeben werden. Bruchenbrücken den 1. Februar 1850. Der Großh. e e ſt.

57 fl. 30 kr.,

Holz verkauf.

(128) Montag den 11. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll folgendes Gehölze, als: 1) im Naumburger Walde Diſtriet Dachsbau:

4% Klafter buchen Scheitholz, Schock buchen Aſtreißig,

Klafter Erlſtöcke, und 1 Stamm buchen Werkholz. 2) im Erbſtädter Walde Diſtriet Langeſee: 30½ Schock buchen Stammreis, in der Behauſung des Gaſtwirths Mörſchel zu Erbſtadt verſteigert werden. Windecken am 31. Januar 1850. Kurfürſtlich Heſſiſche Rentei daſ. Deichmann.

Verſteigerung.

(129) Montag den 18. d. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr an, will Ernſt Schott zu Mel⸗ bach wegen Aufgebens ſeines Oeconomiegeſchäfts, durch den unterzeichneten Bürgermeiſter öffent⸗ lich und meiſtbietend verſteigern laſſen:

1) 3 Wallachpferde, wovon 2 hellbraun und

eins dunkelbraun mit Bläſſen, 2) 4 tragbare Kühe,

3) 2 zweijährige tragbare Rinder,

4) 2 Anbindling,

5) 1 ein tragbares Mutterſchwein,

6) 7 Sprenger,

7) 3 Wagen,

8) 2 Pflüge, wobei ein Ruchadlo⸗Wendepflug,

9) 1 Egge und noch ſonſtige Oeconomiegeräthe,

10) Pferdegeſchirr, als Kummete, Siehlen und 1 paar Chaiſengeſchirre,

11) eine Quantität Kartoffeln,

120 100 Parthie Spreu und allerlei Hausge⸗ räthe,

13) 1 Brenngeſchirr, als 1 Branntweinkeſſel, Schlangenrohr, zwei Bütten c.

Zuerſt wird das Vieh verſteigert und mit den übrigen Gegenſtänden fortgefahren; gegen vor⸗ ſchriftsmäßige Bürgſcheine oder einen annehm⸗ baren Bürgen wird Zahlungsfriſt bis Martini d. J. geſtattet.

Melbach den 4. Februar 1850.

Der Großh. pes F ef Neil.

NN

Privat Bekanntmachungen.

Zum Vermiethen. (120) Eine vollſtändige Wohnung mit Waſch⸗ küche und Holzſtall iſt zu vermiethen bei

D. Groedels Söhne, auf der Ludwigsſtraße.

Geſuch.

(103) Ein gewandter Bäckerburſch, welcher

uͤber ſeine Solidität gute Zeugniſſe vorzulegen

vermag, wird als Schietßer geſucht. Friedberg. Martin Philippi.

Bekanntmachung.

(130) Es ſind bereits mehrere Jahre, daß ich von meiner Frau gerichtlich getrennt bin; Großherzogliches Hofgericht entſchied für die 9 0 ein jährliches Suſtentationsgeld von

Da ich aber mein Kind bei mir in der Nähe haben wollte, ſo verpflichtete ich mich, meinem Kind Kleidungsſtücke, Schulgeld u. ſ. w. zu geben und ſetzte daher zu oben genanntem Suſtentationsgeld 100 fl. mehr, ich gab daher ganz pünktlich jeden Monat voraus 41 fl. 40 kr. Es wurde aber dieſer Vertrag mannichfaltiger- weiſe befleckt und umgangen und finde mich da⸗ durch genöthigt hiermit zu erklären, daß ich auf keinen Fall Schulden, von meiner Frau gemacht, anerkenne und zahle.

Ren z, Stabsarzt.

Ein Logis, (131) welches gleich bezogen werden kann hat zu vermiethen Wilhelm Stritzinger. Ein vollſtänd iges Logis (132) hat zu vermiethen

Friedrich Waas, Metzgermeiſter.

Zum Verkaufen.

(133) Ein ganz neues Clavier von 6/ Oe⸗ taven ſteht zu verkaufen bei Inſtrumentenmacher Glück in Friedberg. Auch ſteht ein ſehr guter Flügel von 6 Octaven da, der nicht über 6 Carolin kommt, und ein 6 octaviges Clavier zu 44 fl.

Frucht Verſteigerung.

(131) Dienſtag den 12. d. M., Mittags um 1 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth D. Friß dahier 35 Malter Korn gegen gleich baare Zahlung öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim den 4. Februar 1850. In Auftrag

Pet. Stoll.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.