Ausgabe 
11.3.1888
 
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Ach, jal jubelte sie aufspringend.Aber wohin nun? hat ein Thor durch den Baum geschlagen und sechsspannige Postwagen

5; 5 hren jetzt durch den Baumstamm. Die Durchfahrt besitzt 2s m Breite Ich nehme zwei Wochen Nachurlaub, Schatz, und wir gehen* 5 8 der Baum hat durch dieses Loch e nichts

nach Heringsdorf an die See! Soll's so sein? e von seiner Lebenskraft eingebüßt. Einige dieser Riesenbäume erreichen eine Da kann gleich Alles so eingepackt bleiben, wie ich es vor⸗ Hoͤhe von 106 m. R. E. hin bereits anfing! rief Luise mit harmlosester Naivetät. 1 Nein, diese Frauen! Aber ich habe sie in dem Gedanken, sie je verlieren zu Zweililbige Cbarade. können, doch wieder und immer wieder an meine Brust gezogen. F d 5 Adieu, Sommerfrische! e 8 8 Als Ganzes nebenbei; n 8 es W ( 3 en an Hexerei, Lose lät ter. Das Ganze Eins und Zwei 5 Seb carl Theodor.(Siehe Illustration.) Von allen Ländern Ist davon noch nicht frei. der Erde bringt Deutschland die meisten Fürsten hervor und diese, sofern

sie nicht als Thronerben zu den Staatsgeschäften berufen werden, wenden 8 sich, behufs Ausfüllung ihrer zahlreichen Mußestunden, der Armee zu. 1 3 In den seltensten Fällen nur üben Prinzen einen bürgerlichen Beruf Kreuz⸗Näthse 15

aus. Zu diesen Ausnahmen gehört der Herzog von Bayern, dessen 2 5 Bildniß wir heute dem Leser vorstellen. Dieser Sproß vom uralten Aus nachfolgenden Buchstaben:

Stamme der Wittelsbacher übt bekanntlich seit Jahren den ärztlichen Beruf mit glücklichstem Erfolge aus. Obgleich er in der Armeeliste als Generallieutenant aufgeführt wird, führt Herzog Karl Theodor keine andern Waffen als die Lancette, und sein ganzes Streben ist darauf ge richtet, ein Lichtbringer zu sein. Dies ist wörtlich zu nehmen, denn der

Herzog ist Augenarzt und seine Operationen haben bereits einer großen 5 E Menge erblindeter oder augenkranker Personen Licht und Gesundheit E E wiedergegeben. 5 1 M M

Dieser verdienstvolle deutsche Prinz wurde im Jahre 1839 zu Possen* 8 hofen, dem friedlichen Schloß am Starenberger See, geboren. Er ist N RRR ein Bruder der Kaiserin von Oesterreich und der Exkönigin von Neapel.

In erster Ehe war er mit der Tochter des Königs Johann von Sachsen vermählt, und als diese starb, heirathete er die Tochter des zu Klein 0 residirenden Infanten Don Miguel, die Prinzessin Maria Josepha. urch die morganatische Ehe seines älteren Bruders mit der Freifrau von Wallersee ging nach dem Tode seines Vaters das Majorat und der Herzogstitel auf Karl Theodor über. Dieser fand trotz der reichen Güter, die ihm zugefallen, Zeit genug, um in der medizinischen Wissenschaft große Kenntnisse zu erwerben. Er widmete sich der Augenheilkunde und übt in München, wie auf seinem Schlosse zu Tegernsee eine umfangreiche und ersprießliche Thätigkeit als Spezialarzt aus. Sein Beispiel scheint anregend auf andere Prinzen seines Hauses zu wirken, denn vor vier Jahren hat auch Prinz Ludwig Ferdinand, ein Vetter des Herzogs, in München das Doktordiplom erworben und praktizirt am Distriktshospital nächst dem von ihm bewohnten Lustschloß Nymphenburg. Selbstverständlich genießt Herzog Karl Theodor um der Wohlthaten 5 willen, die er und seine Gattin den Augenleidenden ihrer Heimath er 25 weisen, die innigste Verehrung aller Bayern. Der Herzog scheint übrigens Logogriph.

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sind neun Wörter zu bilden und in derselben Weise zu ordnen, so da die mittleren Reihen von oben nach unten und von links nach re gelesen, gleiche Wörter ergeben.

Die neun Reihen ergeben folgende Wörter:

1. Einen männlichen Vornamen. 2. Ein Bindewort. 3. Einen weiblichen Vornamen. 4. Einen Schwimmvogel. 5. Edle Frauengestalt der homerischen Ilias. 6. Hauptstadt der Insel Anglesea. 7. Einen Fluß in Schottland. 8. Einen Wiederkäuer. 9. Ein Gewässer.

viele liebenswürdige Eigenschaften zu besitzen, denn in München erzählt 1 f N

man von ihm folgende Anekdote: Als der Herzog eines Abends im Oft bin ich süß, doch oft auch bitter, schlichten bürgerlichen Rock durch die Straßen der Stadt schreitet, hängt Mauch Leckermaul mich gerne hat; sich plotzlich ein flotter Avantageur an seinen Arm und raunt ihm ver⸗ Auch bin ich auf dem Feld der Schnitter, traulich ins Ohr:Wenn der Oberst, der dort kommt, an uns vorüber Und meine Muttter ist die Saat.

72 gestatten Sie doch, daß ich Sie, lieber Onkel nenne nicht wahr, Bin ich in großer Zahl gerathen, bester Herr? Der Herzog nickte und der Sohn des Mars machte von Dann freut der fleiß' ge Landmann sich, der Erlaubniß Gebrauch und übersah es in seinem Eifer ganz, daß der Und zählt er schockweis dann Dulaten, bärbeißige Oberst den Herrn an seiner Seite ehrfurchtsvoll grüßte. So hat er stets zum Zählen mich. Am nächsten Morgen stellte der Oberst des Regiments den jungen Mann Mein viertes Zeichen abgeschnitten, darüber zur Rede, daß er ohne Urlaub sich nach neun Uhr auf der Straße Ein and' res dafür hingestellt, herumgetrieben habe. Der kecke Avantageur kam nun mit seiner Nothlüge So hat mich mancher schon erlitten heraus; er habe zufällig seinen lieben Onkel, der von weither nach München Gar schwer in dieser besten Welt. gekommen sei, im Löwenbräu getroffen und über der Freude des Wieder Beliebt es Euch, das erste Zeichen sehens sei von beiden die rechte Stunde versäumt worden.So war der Jetzt von mir gänzlich fortzustreichen, Herr, an dessen Arm Sie an mir vorüber defilirten, Ihr Onkel?Ja Dann werd' ich schnell ein Instrument, wohl, Herr Sberst. Eine unheimliche Pause trat ein, dann sagte der Oberst: Das jeder von den Lesern kennt,

Seit wann sind Sie mit dem Herzog Karl Theodor verwandt, Herr Doch wer dies Instrument will nützen, Schmidt? Der ertappte Lügner stand da, wie vom Donner gerührt, Muß viel Geduld und Zeit besitzen.

und der Regimentschef fuhr fort:Für Ihre Verspätung und lügnerische Ausrede erhalten Sie drei Tage Mittelarrest. Wie der Generallieutenant 0 2 l Heabe Karl Theodor Ihre Frechheit strafen wird, hängt von diesem ab. Mein erstes aber wieder hin, Waͤhrend der kecke Avantageur im Arrest saß, quälte ihn die Angst vor Dann ändert sich sogleich der Sinn, dem Zorn des Herzogs. Als er in die Kompagnie zurückkehrte, über- Dann ist Euch viel an mir gelegen, reichte ihm der Hauptmann ein Päckchen und ein Begleitschreiben. Er Bei großer Kälte, Schnee und Regen. oͤffnete das letztere und las:

2Lieber Neffe, ich konnte Sie der verdienten Strafe nicht entziehen. Damit Sie sich aber in Zukunft nicht wieder verspäten, sendet Ihnen eine verläßliche Taschenuhr

Nehmt nun das dritte Zeichen fort Und setzt ein and'res an den Ort:

Auflösung der dreisilbigen Charade in voriger Nummer: Mutter; witz; des Spruch-⸗Räthsels: Maß ist in allen Dingen gut; wohl dem, der nichts darüber thut; des Rösselsprungs: N

Des Lebens Tag ist schwer und schwül;

Ihr wohlgeneigter Onkel Karl Theodor.

Die Mammuthbäume von Mariposa. In den Vorbergen der Sierra Nevada giebt es einen Streifen Landes vom 36389cHnoͤrdlicher Breite,

auf dem sich 69 Riesenceder-Haine befinden. Am frühesten entdeckt Des Todes 5 leicht und kühl, wurde der Calaverashain. Der besuchteste dieser Haine ist der von Er 7. freund ich uns hinab Mariposa, welcher vom Rohemitethal leicht erreichbar ist. In diesem Wie welkes Laub in's stille Grab.

e e 5 N 1 1 s scheint der Mond, 7 kerzengerade zum Himmel und ein feierliches Schweigen, ein Dämmerlicht 2 Grub 8 21 17 8 wie in der Kirche herrscht unter ihrem Laubdach. Der Grizzly-Riese, der Auch fällt der Freunde Thrän hinein stärkste Baum des Mariposabains ist unten 13, u m dick. Einer dieser Erhellt von a er Hoffnung Schein N 5 * 1 2 75 B 1 unten durchlöchert worden. Man 5 F L. Graf zu Stolberg.

Dru und Verlag derVolts-Ztuung, Akt.⸗Ges in Berlin, Lutowstr. 105. Verantworllichet Redatieur: R. Elcho in Verim, Lübowstr. 105.

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wunderbaren Wald erheben sich die Riesencedern oder Mammuthfichten 1

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