Ausgabe 
8.1.1888
 
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unendlich peinlich, aber die Dienstpflicht zwingt mich nichtsdesto weniger zur pünktlichsten Ausführung. Meine Frage von vorhin wird Ihnen jetzt wohl nicht mehr unverständlich sein, ich wieder hole dieselbe noch einmal, zugleich mit der Mahnung, mir nichts zu verschweigen, was irgendwie dazu dienen könnte, uns einen Fingerzeig zu geben.

Die Andeutungen des Obersten über die nächtlichen Besuche des geheimnißvollen Polen hatten meine Eifersucht aufs Neue

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Genügsamer Weltbürger.

wild auflodern lassen es drängte mich gewaltsam, den Rache⸗ weg, der sich mir so unvermuthet darbot, zu beschreiten; den noch zögerte ich noch, obschon ich allerdings wohl einsehen mußte, daß mir dies nichts helfen würde. Immerhin wollte ich den Versuch wagen:

Herr Sberst, die Beantwortung Ihrer Frage erscheint mir unendlich schwer, ja fast unmöglich; sie stürzt mich in einen scharfen Konflikt zwischen meiner Dienst⸗ und Kavalierspflicht können Sie mir dieselbe nicht erlassen?...

Nein! Zuerst der Dienst, dann alles Uebrige, mein Herr

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Lieutenant! erwiderte mein Chef strengen Tones.Jetzt ohne Umschweife: Ihre Antwort ich warte.

5Nun denn, ein tiefer Athemzugich habe aller⸗ dings Grund zu vermuthen, daß Komtesse Wladislava heute Nacht Jemand von drüben erwartet. g

Ah also doch! Und wie kommen Sie zu dieser Ver muthung? inquirirte er weiter.

Es half nichts, ich mußte Alles erzählen, was ich wußte.

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Es scheint sich demnach ganz so zu verhalten, wie uns die jenseitigen Behörden mitgetheilt, sagte der Oberst, als ich ge endet.Glauben Sie, daß Graf Szariszow im Einverständniß ist?

Herr Oberst, darüber habe ich keinerlei Vermuthung, er- widerte ich der Wahrheit gemäß,doch meine ich, seine stets zur Schau getragenen Sympathieen für uns sollten zu seinen Gunsten sprechen.

Vorausgesetzt, daß sie nicht eine geschickt vorgenommene Maske sind. Doch gleichviel, das wird sich finden; zunächst müssen wir Sorge tragen, des nächtlichen Besuchers habhaft zu

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