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Der Zimmergarten.
„Es predigt jede Blüthe
Und jeder Amselruf:
Ein Gott der Lieb' und Güte Die schöne Welt erschuf.“
Mit diesen Versen schließt Julius Lohmeier in seiner„Deutsche
Jugend“ 1885 2. Heft seinen Sang vom schönen Monat Mai,
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das Sehen der neuen Erscheinungen in der Natur; Viele müssen erst darauf aufmerksam gemacht werden, um sich ihrer zu erfreuen. Ich, der ich ein ganzes Menschenalter hindurch in und mit der Natur, mit der Pflanzenwelt gelebt, will es unternehmen, auf die Schönheit der Pflanzenwelt und ihrer Entwickelung aufmerksam zu machen; der Leser wird sie dann auch sehen können; er wird das Leben der Pflanzen, Blüthen und Früchte im Garten wie im Zimmer mit ganz anderem Auge betrachten als vorher; ihm wird
Jagdstillleben.
und wer sollte sich nicht mit ihm der erwachenden Natur freuen, sich freuen der klagenden oder jauchzenden Vögel, der Bäume mit schwellenden Knospen, der wiedererstandenen Blumen, des balsamischen Hauches, der auch den Menschen erfrischt und ihn empfänglich macht für die Erscheinungen, namentlich in der Pflanzenwelt die, jedes Jahr gleichsam immer dieselbe, doch stets von Neuem das Auge des sinnenden Naturfreundes auf sich zieht. Aber diesen Wechsel in der Pflanzen⸗Welt muß man kennen, man muß sie sehen können, um sich ihrer zu erfreuen. Es ist nicht Jedermanns Sache,
dann die Anlage und Pflege des Zimmergartens leicht; sie gewähren ihm Freude und das Gelingen erregt eine Befriedigung, welche diejenigen nicht verstehen, die sich an dem Duft und Farbenglanz der Blumen genügen lassen.
Beschäftigen wir uns zunächst mit einer Pflanzenfamilie, die in dem System der Gelehrten zu einer der niedrigsten Pflanzen⸗ sippen gehören: die Farne(Farrnkräuter, Filices); sie erregen immer und überall das Entzücken der Jugend wie des Alters, gleich—
viel, ob sie im schattigen Walde oder im Gewächshause oder— ge⸗
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